Do | 23.04. | 12:00 Uhr

Kommunalwahl Jena: Sabine Schlemmer, DIE LINKE Jena, Listenplatz 21

Autor: Jenapolis Goldstar

Jena. Im Rahmen unserer Aktion Gut zu wissen wen ich wähle! veröffentlicht Jenapolis die schriftlichen Antworten, so wie sie die Redaktion erreicht haben. Die Antworten stellen hiermit die Meinungen der jeweilig vorgestellten Personen dar. Die Redaktion von Jenapolis fühlt sich nur verpflichtet die Beiträge zu veröffentlichen, inhaltliche Änderungen oder Anpassungen finden seitens der Redaktion nicht statt. Ausgenommen davon sind offenkundige Rechtschreibfehler.

Sabine Schlemmer, DIE LINKE Jena, Listenplatz 21

zur Person: 43 Jahre; Tankwart, Sozialarbeiterin; 3 Kinder;’ Hobbys: meine Familie, Lesen, Fahrrad fahren, einfach entspannen bei Musik und neue Kraft tanken.

Antworten zum Fragenkatalog:

1. Was bedeutet Ihnen bürgerschaftliches Engagement?
Sich einmischen, aktiv sein. Nicht Worte sondern Taten sprechen lassen.
Wie leben Sie es?
Als Elternsprecherin, als Mitglied des Stadtvorstandes DIE LINKE. Jena, als Vorstandsmitglied in 2 Vereinen, als Nachbarin in einem 11Geschosser in Neulobeda, als Mensch mit dem nötigen Verständnis für die kleinen und größeren Sorgen meiner Mitmenschen und durch meine Kandidatur für den Stadtrat und den Ortsteilrat Neulobeda.

2. Wie stehen Sie zum Bürgerhaushalt in Jena?
Der Bürgerbeteiligungshaushalt ermöglicht allen Bürgern sich mit ihren ganz persönlichen Vorstellungen in die Gestaltung des städtischen Haushaltes einbringen zu können. Ich habe als Bürgerin von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht und mich somit in die Entscheidungsfindung einbezogen gefühlt. Ich hoffe, dass der Bürgerbeteiligungshaushalt auch in Zukunft Einfluss auf die Entscheidungsfindung des Stadtrates Einfluss nimmt, denn schließlich geht es um unser aller Geld.

3. Welches Konzept und welchen Zeitraum für einen Schuldenabbau der Stadt Jena befürworten Sie?
Schulden stellen immer eine Belastung dar und sollten deshalb unbedingt abgebaut/verringert werden. Das wird bei der Schuldensumme jedoch nicht von heute auf morgen möglich sein. Deshalb befürworte ich ein längerfristiges Konzept, welches jedoch notwendige Handlungs- und Entscheidungsmöglichkeiten des Stadtrates zulässt.

4. Was bedeutet für Sie eine Kulturflatrate für Jena?
Flatrate bedeutet für mich, ich bezahle für ein bestimmtes Leistungsangebot in einem festgelegten Zeitfenster eine Pauschalsumme und kann so die Angebote unbegrenzt nutzen. Bei einer Kulturflatrate wäre das sicherlich eine größere Summe, es muss sich schließlich auch für die Leistungserbringer rechnen und wer kann schon eine größere Summe fürs Jahr im Voraus zahlen? Ich denke, eine Kulturflatrate kann so nur für einen eingeschränkten Personenkreis funktionieren und wäre nicht für alle Bürger erschwinglich.

5. Was halten Sie von einem Kurzfahrticket beim Jenaer Nahverkehr?
Bin ich auf jeden Fall dafür, andere Städte sind da schon weiter. (Gera, Suhl, Erfurt) Schließlich soll der Nahverkehr ein attraktives Verkehrsmittel und für die Nutzer bezahlbar sein.

6. Wenn Sie sich entscheiden müssten, gäbe es dann ein neues Stadion, eine Mehrzweckhalle, einen Sportpark oder ein Kongresszentrum? Begründen Sie bitte die Entscheidung!
Meine Entscheidung fiele da sofort zu Gunsten einer Mehrzweckhalle. Sie könnte effektiv genutzt werden. Dabei denke ich an kulturelle Veranstaltungen, Kongresse sowie auch an sportliche Events.

7. Nennen Sie uns Ihre Vision für den Eichplatz.
Wer den DEFA Kinderfilm „Alfons Zitterbacke“ kennt, kann sich bestimmt an die ehemalige Bebauung des Eichplatzes erinnern. Sicherlich, die hatte auch ihren Charme. Trotzdem käme eine Bebauung in meiner Vision nicht vor. Ein grüner Stadtkern mit Parkcharakter, einladenden Ruhezonen und Spielmöglichkeiten für Kinder und Platz für Stadtfeste, Märkte und Rummel wäre eine echte Alternative zum Parkplatz „Eichplatz“.

8. Würden Sie das Anliegen unterstützen, aus Jena eine Solarstadt zu machen?
Grundsätzlich ja. Aber an welche Bedingungen dieses Anliegen geknüpft ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

9. Bezahlbarer Wohnraum entwickelt sich zu einem wichtigen Faktor für jeden Wirtschaftsstandort. Welche Ideen haben Sie, bezahlbaren und ausreichenden Wohnraum in Jena zu schaffen?
Es stellt sich auch die Frage: Warum ist für viele Bürger nicht ausreichender und bezahlbarer Wohnraum vorhanden? Sicher müssen wir wieder mehr dem Sozialen Wohnungsbau eine größere Beachtung schenken, wenn sich das auch nicht für alle Vermieter als lukrativ gestaltet. Aber auch dafür Sorge tragen, dass die Schere zwischen arm und reich nicht noch weiter auseinander geht .

10. Welche Themen brennen Ihnen persönlich noch auf den Nägeln?
Ich persönlich wünsche mir, dass sich Beschäftigungsverhältnisse nicht weiter im Niedriglohnbereich einpendeln und so trotz Arbeit immer mehr Menschen auf staatliche Leistungen angewiesen sind. Besonders die Kinder dieser betroffenen Familien erhalten so kaum Chancen….Ich wünsche mir, dass auch in Zukunft keine Rechten in unseren Stadtrat einziehen und Jena eine weltoffene Stadt ist, sich noch mehr Menschen engagieren und bereit sind gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

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