Fr | 15.05. | 10:41 Uhr

Kommunalwahl Jena: Friedrich-Wilhelm Gebhardt, SPD Jena, Listenplatz 7

Autor: Jenapolis Goldstar

Jena. Im Rahmen unserer Aktion Gut zu wissen wen ich wähle! veröffentlicht Jenapolis die schriftlichen Antworten, so wie sie die Redaktion erreicht haben. Die Antworten stellen hiermit die Meinungen der jeweilig vorgestellten Personen dar. Die Redaktion von Jenapolis fühlt sich nur verpflichtet die Beiträge zu veröffentlichen, inhaltliche Änderungen oder Anpassungen finden seitens der Redaktion nicht statt.

Eine Analyse und Liste der ersten 44 Fragebögen können Sie hier lesen.

gebhardtFriedrich-Wilhelm Gebhardt, SPD Jena, Listenplatz 7

Zur Person: 58 Jahre, BMSR – Techniker, seit 1992 Gewerkschaftssekretär bei der Gewerkschaft ver.di, seit 1979 Mitglied im USV – Jena, Hobbys: Joggen, Fitness, Lesen und Gartenarbeit

Antworten zum Fragenkatalog:

1. Was bedeutet Ihnen bürgerschaftliches Engagement? Wie leben Sie es?
Ohne bürgerschaftliches Engagement ist die Gestaltung des urbanen Lebens in unserer Stadt nicht möglich. Demokratie lebt nur, wenn sich Menschen mit Ihren Ideen und ihrem Handeln in die Gestaltung der Daseinsvorsorge einmischen.

Ich engagiere mich gegen Rechtsextremismus, gegen Privatisierung kommunaler Leistungen und den Erhalt des Sozialstaates.

2. Wie stehen Sie zum Bürgerhaushalt in Jena?
Der Bürgerhaushalt ist ein Prozess indem beide Seiten, die Bürgerrinnen und Bürger sowie die Kommunalpolitik lernen müssen, auch außerhalb von Wahlen gemeinsam Verantwortung wahr zunehmen. Dies trägt zur Politikverdrossenheit bei und stärkt bürgerschaftliches Engagement.

3. Welches Konzept und welchen Zeitraum für einen Schuldenabbau der Stadt Jena befürworten Sie?
Schuldenabbau ist nicht nur sinnvoll sondern notwendig. Er trägt dazu bei, dass in der Zukunft mehr Möglichkeiten der Gestaltung des urbanen Lebens möglich ist. Schulden müssen Schrittweise abgebaut und nicht alle Mehreinnahmen der Stadt dafür verwendet werden. Eine Kommune muss immer finanzielle Gestaltungsspielräume besitzen, um auf Veränderungen in ihrem Lebensraum zu reagieren.

4. Was bedeutet für Sie eine Kulturflatrate für Jena?
Ich halte eine Kulturflatrate für nicht geeignet. Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt die sich kulturell interessieren und sich dies nicht leisten können, sollten entsprechend unterstützt werden. Dies ist aus meiner Sicht sinnvoller.

5. Was halten Sie von einem Kurzfahrticket beim Jenaer Nahverkehr?
Für die Zukunft halte ich Kurzfahrttickets für gut. Wenn unser Straßenbahnnetz so ausgebaut ist, dass wir von der Stadt über Burgau, Neulobeda bis nach Göschwitz fahren können, ist so ein Ticket notwendig. Für 3 Stationen das Gleiche zu zahlen wie für 10 Stationen, dass verstehen die Bürger nicht.

6. Wenn Sie sich entscheiden müssten, gäbe es dann ein neues Stadion, eine Mehrzweckhalle, einen Sportpark oder ein Kongresszentrum? Begründen Sie bitte die Entscheidung!
Ich halte kostenintensive Großbauten die nur wenigen Bürgern etwas bringen, für nicht sinnvoll. Wenn wir etwas für unsere Bürger/ innen tun wollen, sollten wir in den Breitensport investieren. Die Saaleaue von Maua bis nach Kunitz sollte dafür ausgebaut werden.

7. Nennen Sie uns Ihre Vision für den Eichplatz.
Der Eichplatz sollte meiner Ansicht nach nicht bebaut werden. Eine Grünfläche mit Wasserspielen im Zentrum unserer Stadt tut uns gut.

8. Würden Sie das Anliegen unterstützen, aus Jena eine Solarstadt zu machen?
Ich halte das Anliegen nicht nur für gut, sonder für zukunftsfähig, also ein klares ja aus meiner Sicht.

9. Bezahlbarer Wohnraum entwickelt sich zu einem wichtigen Faktor für jeden Wirtschaftsstandort. Welche Ideen haben Sie, bezahlbaren und ausreichenden Wohnraum in Jena zu schaffen?
Jena hat eine Wohnraumleerstand von 1 %. In manchen Wohngebieten liegt er weit darunter. Bezahlbarer Wohnraum ist daher für viele Menschen sehr wichtig. Bei zukünftigem Wohnraum muss besonders in 2 und 3 Raum Wohnungen durch spezielle Förderprogramme investiert werden.

10. Welche Themen brennen Ihnen persönlich noch auf den Nägeln?
Die Sorge, dass es in einer so reichen Stadt wie Jena viel zu viel Kinderarmut gibt. Ich möchte, dass wir in Jena viel mehr für unsere Kinder tun. Kinder sind unsere Zukunft, wir brauchen sie und sie uns.

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Ein Kommentar

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Kategorie: Politik

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