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Kommunalwahl Jena: Dr. Gudrun Lukin, DIE LINKE Jena, Listenplatz 7



Jena. Im Rahmen unserer Aktion Gut zu wissen wen ich wähle! veröffentlicht Jenapolis die schriftlichen Antworten, so wie sie die Redaktion erreicht haben. Die Antworten stellen hiermit die Meinungen der jeweilig vorgestellten Personen dar. Die Redaktion von Jenapolis fühlt sich nur verpflichtet die Beiträge zu veröffentlichen, inhaltliche Änderungen oder Anpassungen finden seitens der Redaktion nicht statt.

Dr. Gudrun Lukin

Dr. Gudrun Lukin

Dr. Gudrun Lukin, DIE LINKE Jena, Listenplatz 7

zur Person: 54 Jahre, Dipl.phil.,Regionalmitarbeiterin, geschieden, 2 Söhne, Schwimmen, Lesen

Antworten zum Fragenkatalog:

1. Was bedeutet Ihnen bürgerschaftliches Engagement? Wie leben Sie es?
Bürgerschaftliches Engagement ist für mich als Bürgerin selbstverständlich. Ob als  Stadträtin, Kreisvorsitzende der LINKEN, Vorsitzende eines sozialen Vereins, ob als ehrenamtliche Trainerin im Schwimmclub SV  Schott – gemeinsam kann man mehr für soziale Ziele,Chancen oder sinnvolle Freizeitangebote erreichen.

2. Wie stehen Sie zum Bürgerhaushalt in Jena?
Der Bürgerhaushalt ist eine große Chance für die Bürgerinnen und Bürger Jenas, sich aktiv und direkt in die Stadtpolitik einzumischen, ein wichtige demokratische Unterstützung der Arbeit des Stadtrates und notwendiges Korrektiv für Entscheidungen. Für mich ist er ein Merkmal direkter Demokratie.
Als Fraktion haben wir das Zustandekommen des Bürgerhaushalt mit unterstützt, haben das Gespräch mit den Jenaern dazu gesucht und viele Ideen mit aufgegriffen.

3. Welches Konzept und welchen Zeitraum für einen Schuldenabbau der Stadt Jena befürworten Sie?
Gegenwärtig arbeiten Verwaltung und Stadtrat an einem Konzept für den Schuldenabbau. Für mich ist wichtig, dass wir neben dem notwendigen Abbau von Schulden uns den Gestaltungsspielraum für erforderliche Investitionen und soziale Aufgaben erhalten. Gerade jetzt sind konjunkturfördernde Maßnahmen zur Unterstützung der mittelständischen Wirtschaft in Jena notwendig.

4. Was bedeutet für Sie eine Kulturflatrate für Jena?
Ein interessanter Vorschlag.

5. Was halten Sie von einem Kurzfahrticket beim Jenaer Nahverkehr?
Das Kurzstreckenticket ist ein seit vielen Jahren von der LINKEN gefordertes Angebot für den Nahverkehr in Jena. Bisher haben wir dafür weder im Stadtrat noch beim Städtischen Nahverkehr die politischen Mehrheiten gefunden. Wir wollen es auch im Verkehrsverbund
Mittelthüringen weiter thematisieren.

6. Wenn Sie sich entscheiden müssten, gäbe es dann ein neues Stadion, eine Mehrzweckhalle, einen Sportpark oder ein Kongresszentrum? Begründen Sie bitte die Entscheidung!
Wir haben einen interessanten Sportentwicklungsplan für Jena beschlossen. Beginnen sollte man mit dem Bau der Mehrzweckhalle, hauptsächlich für die sportliche Nutzung. Sie ist seit mehreren Jahren überfällig und zugesagt, muss aber diesmal von der Verwaltung besser vorbereitet werden und nicht wieder in einem Zeltprovisorium enden.
Für alle anderen Projekte müssen Machbarkeits- und Nutzungsstudien sowie konkrete Finanzierungs- und Förderbedingungen geklärt werden.

7. Nennen Sie uns Ihre Vision für den Eichplatz.
Mein Wunsch  für den Eichplatz ist schnell zu realisieren- ein Spielplatz und ein Brunnen können dort wieder entstehen. Meine Vision: ein Stadtteilzentrum mit großzügigen baulichen Veränderungen, das viel Platz zum Bummeln lässt.

8. Würden Sie das Anliegen unterstützen, aus Jena eine Solarstadt zu machen?
Unser Programm sieht vor, dass auf allen öffentlichen Gebäuden, deren Standort es erlaubt, Solaranlagen errichtet werden.

9. Bezahlbarer Wohnraum entwickelt sich zu einem wichtigen Faktor für jeden Wirtschaftsstandort. Welche Ideen haben Sie, bezahlbaren und ausreichenden Wohnraum in Jena zu schaffen?
Jena braucht ein modernes Wohnraumentwicklungskonzept. Das beinhaltet generationsübergreifende Wohnkonzepte, neuen kommunalen Wohnungsbau und preiswerte Flächenangebote, die sozialen Wohnungsbau wieder attraktiv machen. Dazu gehören auch preisgünstige Um- und Ausbaumaßnahmen der Großblockanlagen in Winzerla und Lobeda. Die Stadt sollte hier einen Runden Tisch für Wohnungsbau und -entwicklung initiieren. Berücksichtigt werden muss auch die Schaffung von barrierefreien bezahlbaren Angeboten.

10. Welche Themen brennen Ihnen persönlich noch auf den Nägeln?
Ich wünsche mir eine verstärkte öffentliche Diskussion aller wichtigen Entscheidungen für die Stadt , die Fortführung der offenen sachbezogenen Debatten im Stadtrat, die Schaffung weiterer kommunaler Arbeitsplätze und Wohnungen sowie den baldigen Umbaubeginn des Inselplatzes zu einem kleinteiligen innerstädtischen Quartier für Wohnen, Arbeiten und Einkaufen. Ich setze mich mit ein für genügend Kindertagesstätten und Hortplätze mit mehr Personal und Bildungsangeboten und den kostenfreien Zugang der Kinder und Schüler zu Kultur- und Bildungsangeboten.
Ich möchte, dass Jena eine weltoffene Stadt ist und keine rechtsextreme Partei oder Vereinigung in den Stadtrat einzieht. Wenn Sie mehr erfahren möchten, übermittle ich Ihnen gern das Kommunalwahlprogramm der LINKEN Jena.

Diskutieren Sie mit und stellen Sie dem Kandidaten auch ihre Fragen! Einfach die Kommentarfunktion nutzen!

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