Anzeige
Nach zweieinhalb Jahren Koalition: Wann kommt endlich der Solaratlas für Jena?


Die aktuell empfohlenen Beiträge auf Jenapolis
bildLandmarkt zu Pfingsten bildDie Bewohner Winzerlas bildGeschichtswerkstatt Jena bildStura beschließt Zivilklausel bildMachnig beim FF-USV


Kommunalwahl Jena: Dr. Karin Kaschuba, DIE LINKE Jena, Listenplatz 1



Jena. Im Rahmen unserer Aktion Gut zu wissen wen ich wähle! veröffentlicht Jenapolis die schriftlichen Antworten, so wie sie die Redaktion erreicht haben. Die Antworten stellen hiermit die Meinungen der jeweilig vorgestellten Personen dar. Die Redaktion von Jenapolis fühlt sich nur verpflichtet die Beiträge zu veröffentlichen, inhaltliche Änderungen oder Anpassungen finden seitens der Redaktion nicht statt. Ausgenommen davon sind offenkundige Rechtschreibfehler.

Dr. Karin Kaschuba, DIE LINKE Jena, Listenplatz 1

kaschubazur Person: 60 Jahre, Mitglied der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag, ledig, aber Mutter eines Sohnes und Oma einer Enkeltochter; Hobbys: Lesen, Malen, Kochen, Reisen.

Antworten zum Fragenkatalog:

1. Was bedeutet Ihnen bürgerschaftliches Engagement ? Wie leben Sie es?
Ich bin Kommunalpolitikerin und engagiere mich in vielen Bereichen, ob das Fragen von Kulturpolitik oder Probleme der Ortschaften oder die Situation in Kitas sind, alle diese Fragen und noch viel mehr habe ich vor allem als Vorsitzende der Stadtratsfraktion mitbewegt. Besonders froh bin ich, dass wir ein Programm “kommunale Beschäftigung “auf den Weg gebracht haben. Ich bin zudem Mitglied in Vereinen.

Besonders engagiert habe ich mich an Demonstrationen und Aktionen gegen Rechtsextremismus.

Bürgerschaftliches Engagement ist für mich in vielen Formen, auch außerhalb politischer Parteien möglich und es stärkt aus meiner Sicht soziale Strukturen und fördert das Miteinander in einer Kommune.

2. Wie stehen Sie zum Bürgerhaushalt in Jena?
Der Bürgerhaushalt in Jena ist für mich ein äußerst interessanter Prozeß. Er macht ein neues Kommunikationsfeld zwischen Verwaltung, Bürgerinnen und Bürgern und der Politik auf. Ich wünsche mir seine Fortsetzung. Als ehrenamtliche Beigeordnete bin ich für den Bürgerhaushalt verantwortlich und ich bin überzeugt, der Bürgerhaushalt kann einen hohen Beitrag gegen Politikverdrossenheit und zur Gestaltung der Stadt insgesamt leisten. Die Menschen, die ganz normal täglich durch Jena gehen, haben ihren Blick auf die Stadt und dieser Blick kann die Politik nur bereichern.

3. Welches Konzept und welchen Zeitraum für einen Schuldenabbau der Stadt Jena befürworten Sie?
Schuldenabbau ist sinnvoll, dieser Meinung waren übrigens auch die Menschen aus Jena, die an der Abstimmung zum Bürgerhaushalt zur Verwendung der Steuermehreinnahmen aus 2007 teilnahmen.

Allerdings darf das Thema Schuldenabbau nicht zur heiligen Kuh gemacht und alle Mittel dorthin gegeben werden. Eine Kommune muss auch finanzielle Gestaltungsspielräume behalten, sowohl für sogenannte weiche als auch für sogenannte harte Standortentwicklungen. Der Zeitrahmen wird sich auch nach den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen richten müssen.

4. Was bedeutet für Sie eine Kulturflatrate für Jena?
Eine Kulturflatrate ist sicher interessant, ich würde das Modell gern im Einzelnen kennen lernen. Mit dem städtischen Eigenbetrieb KMJ haben wir einen Zuschussbetrieb, der sehr unterschiedliche Veranstaltungen und Einrichtungen verantwortet, von daher halte ich das “Flatraten “für schwierig und undifferenziert.

5. Was halten Sie von einem Kurzfahrticket beim Jenaer Nahverkehr?
Unsere Fraktion fordert seit mindestens fünfzehn Jahren ein Kurzfahrticket, aber es führte kein Weg dahin, selbst zu Zeiten nicht, als der Stadtrat so etwas beschließen konnte. Es fanden sich keine Mehrheiten. Und jetzt heißt das Gegenargument Verbundticket. Aber wir werden es weiter versuchen.

6. Wenn Sie sich entscheiden müssten, gäbe es dann ein neues Stadion, eine Mehrzweckhalle, einen Sportpark oder ein Kongresszentrum? Begründen Sie bitte die Entscheidung!
Diese Entscheidung würde ich gern den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt über einen Bürgerentscheid überlassen.

Allerdings soll über das Konjunkturpaket II bereits eine Entscheidung für eine Mehrzweckhalle und eine kleine Vorentscheidung für das Stadion fallen.

7. Nennen Sie uns Ihre Vision für den Eichplatz.
Meine Vision für den Eichplatz ist keine enge Bebauung, selbst mit kleinteiligen Bauten nicht. Der Stadt täte ein grüner Innenstadtbereich mit einem Spielplatz und einem Brunnen gut.

8. Würden Sie das Anliegen unterstützen, aus Jena eine Solarstadt zu machen?
Jena als Solarstadt wäre ein guter Gedanke, allerdings weiß ich nicht, was die Stadtwerke dazu sagen.

Die Linke fordert in ihrem Kommunalwahlprogramm, dass alle öffentlichen Gebäude, deren Standort es hergibt, mit Solardächern ausgestattet werden.

Die Forschungseinrichtungen Jenas, die an Projekten dieser Art arbeiten, würde es sicher auch freuen.

9. Bezahlbarer Wohnraum entwickelt sich zu einem wichtigen Faktor für jeden Wirtschaftsstandort. Welche Ideen haben Sie, bezahlbaren und ausreichenden Wohnraum in Jena zu schaffen?
Wir fordern ein Programm für sozialen Wohnungsbau, insbesondere für 2 und 3 Raumwohnungen.

10. Welche Themen brennen Ihnen persönlich noch auf den Nägeln?
Knapp 9000 Bedarfsgemeinschaften in Jena sind viel zu viel.

Ich möchte, dass es auch auf kommunaler Ebene große Anstrengungen gibt, Arbeit für diese Menschen zu schaffen. Und es kann nicht sein, dass immer mehr Menschen 8 Stunden zur Arbeit gehen und nicht davon leben können. Ein gesetzlicher Mindestlohn würde dies ändern.

Was für mich besonders wichtig ist, ist dass Kinder nicht unter Armut leiden dürfen und da haben Kommunalpolitiker viele Möglichkeiten einen Ausgleich zu schaffen.

Diskutieren Sie mit und stellen Sie dem Kandidaten auch ihre Fragen! Einfach die Kommentarfunktion nutzen!

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

Einen Kommentar schreiben

Einen Kommentar schreiben