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Kommunalwahl Jena: Hans Lehmann, FDP Jena, Listenplatz 8



Jena. Im Rahmen unserer Aktion Gut zu wissen wen ich wähle! veröffentlicht Jenapolis die schriftlichen Antworten, so wie sie die Redaktion erreicht haben. Die Antworten stellen hiermit die Meinungen der jeweilig vorgestellten Personen dar. Die Redaktion von Jenapolis fühlt sich nur verpflichtet die Beiträge zu veröffentlichen, inhaltliche Änderungen oder Anpassungen finden seitens der Redaktion nicht statt.

Eine Analyse und Liste der ersten 44 Fragebögen können Sie hier lesen.

Hans Lehmann, FDP Jena, Listenplatz 8

zur Person; geb. am 5.10.1935 in Hof, verheiratet, 3 Töchter, 1 Enkel; Kultur- /Musikwissenschaftler; Hobbys: Musizieren, Lesen, Malen, Garten, Wandern sowie Urlaub im Gebirge und an der See.

Antworten zum Fragenkatalog:

1. Was bedeutet Ihnen bürgerschaftliches Engagement? Wie leben Sie es?
Eine Kommune lebt vom Engagement seiner Bürger. Im 51. Jahr in Jena bin ich von Anbeginn kulturell engagiert. Nunmehr im 13. Jahr leite ich den Seniorenbeirat der Stadt Jena als wichtiges beratendes Gremium, bin im Vorstand der Landesseniorenvertretung Thüringen e.V., im Vorstand der Goethegesellschaft Jena, der Freunde der Klosterkirche Thalbürgel, der Philharmonischen Gesellschaft und anderen Vereinen. Als Erfinder des „Zuges der Jenaer Geister“ und des Klosterfestes Thalbürgel liegt mir die Einheit von Breiten- und Hochkultur am Herzen sowie die Pflege historischen Brauchtums, alles im Sinne einer die Generationen verbindenden Stadt. Als sachkundiger
Bürger bin ich im Kulturausschuss des Stadtrates tätig.

2. Wie stehen Sie zum Bürgerhaushalt in Jena?
Der Bürgerhaushalt ist eine gute Sache, vorausgesetzt der Stadtrat setzt die richtigen Zäsuren, dass sich die Bürger sinnvoll einbringen und entscheiden können, nichts ist schlimmer dabei, wenn man
gute Ansätze zerredet.

3. Welches Konzept und welchen Zeitraum für einen Schuldenabbau der Stadt befürworten Sie?
Bisher lief der Schuldenabbau vorbildlich. Wenn man so fortfahren könnte wäre das Jahr 2019 anzustreben. Dies wird allerdings im Zeichen der Finanzkrise und eventueller Steuerausfälle schwierig, um so verantwortungsvoller müssen Stadtverwaltung und Stadtrat kooperieren in der Ausgabenpolitik mit Blick auf die Nachfahren.

4. Was bedeutet für Sie eine Kulturflatrate für Jena?
Darunter kann ich mir nichts vorstellen, das müsste erst einmal erläutert werden.

5. Was halten Sie von einem Kurzfahrticket beim Jenaer Nahverkehr?
Lange im Gespräch, zu befürworten, aber wie gestalten bei Jenas Topografie? Es käme analog
anderer Städte nur eine bestimmte Anzahl von Haltestellen infrage.

6. Wenn Sie sich entscheiden müssten, gäbe es dann ein neues Stadion, eine Mehrzweckhalle, einen Sportpark oder ein Kongresszentrum? Begründen Sie bitte die Entscheidung!
Ich würde mich für eine Mehrzweckhalle entscheiden, um auch größeren Veranstaltungen neben Sport und Spiel Möglichkeiten zu geben, vorausgesetzt es gibt darinnen die nötigen technischen Voraussetzungen einschließlich Bühnentechnik, Nebengelass etc. Sportpark haben wir, der müsste nur erweitert werden und ein Kongresszentrum ist illusorisch in Fragen Auslastung und Betreibung.

7. Nennen Sie uns Ihre Vision für den Eichplatz.
Die Blechlawinen müssen unter die Erde, der Platz selbst wieder ästhetisch angemessen bebaut werden einschließlich Johannesstr. Südseite (Wohnen und Handel) sowie liebevoll gestaltetes Grün.

8. Würden Sie das Anliegen unterstützen, aus Jena eine Solarstadt zu machen?
Ausschließlich nicht, wenngleich ein Mix aus umweltfreundlichen Energien unabdingbar ist für die Zukunft.

9. Bezahlbarer Wohnraum entwickelt sich zu einem wichtigen Faktor für jeden Wirtschaftsstandort. Welche Ideen haben Sie, bezahlbaren und ausreichenden Wohnraum in Jena zu schaffen?
Zum einen sind die Wohnungsgesellschaften gefragt, vorhandenen Wohnraum so umzugestalten, dass bedarfsgerechter gewirtschaftet werden kann. Zum anderen sind neue Baugebiete zu erschließen und Brachflächen zu nutzen.

10. Welche Themen brennen Ihnen noch persönlich auf den Nägeln?
- angesichts der demografischen Entwicklung Barrierefreiheit nicht nur im öffentlichen Raum
sondern auch im Wohnungsbau (z.B. Aussenaufzüge)
- Erhöhung von Ordnung und Sicherheit im innerstädtischen Verkehr (Radfahrproblematik)
- Endlich stärker gegen das wilde Sprayen und Plakatierunwesen im Stadtbild vorgehen
- Fortführung der landschaftlichen Gestaltung an der Saaleaue analog dem Camsdorfer Ufer

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