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Kommunalwahl Jena: Jörg Seiler, Bündnis 90/Die Grünen, Listenplatz 8



Jena. Im Rahmen unserer Aktion Gut zu wissen wen ich wähle! veröffentlicht Jenapolis die schriftlichen Antworten, so, wie sie die Redaktion erreicht haben. Die Antworten stellen hiermit die Meinungen der jeweilig vorgestellten Personen dar. Die Redaktion von Jenapolis fühlt sich nur verpflichtet die Beiträge zu veröffentlichen, inhaltliche Änderungen oder Anpassungen finden seitens der Redaktion nicht statt.

Jörg Seiler, Bündnis 90/Die Grünen, Listenplatz 8

zur Person: 53 Jahre, verheiratet, Manager

Antworten zum Fragenkatalog:

1. Was bedeutet Ihnen bürgerschaftliches Engagement? Wie leben Sie es?
In erster Linie bedeutet dies sich für das Wohl aller Bürger gleichermaßen einzusetzen. Nicht bürgerlich, sondern bürgernah heißt das Motto

2. Wie stehen Sie zum Bürgerhaushalt in Jena?
Das ist die beste Möglichkeit die Bürger der Stadt an der Entscheidung über die Verwendung zur Verfügung stehender Mittel zu beteiligen. Dies fördert die Mitverantwortung und Akzeptanz der kommunalen Entscheidungsträger. Der städtische Haushalt kann dadurch nicht ersetzt aber belebt werden.

3. Welches Konzept und welchen Zeitraum für einen Schuldenabbau der Stadt Jena befürworten Sie?
Der Abbau der Schulden muss oberste Priorität haben. Alle zusätzlichen Einnahmen sollten zuerst zur Tilgung eingesetzt werden, bevor über Sonderausgaben entschieden wird.

4. Was bedeutet für Sie eine Kulturflatrate für Jena?
Kultur zum Nulltarif wird es auch in Jena nicht geben. Multikulturell, kleine, mittlere und größere Angebote fördern die Attraktivität einer Stadt.

5. Was halten Sie von einem Kurzfahrticket beim Jenaer Nahverkehr?
Dem öffentlichen Nahverkehr gehört die Zukunft. Zum dichten Liniennetz gehören auch Tarife die dem Nutzungsverhalten angepasst sind.

6. Wenn Sie sich entscheiden müssten, gäbe es dann ein neues Stadion, eine Mehrzweckhalle, einen Sportpark oder ein Kongresszentrum? Begründen Sie bitte die Entscheidung!
Auf jeden Fall sollte es eine Mehrzweckhalle sein. Im Begriff liegt die Begründung, denn sowohl kulturelle Höhepunkte, Messen und Kongresse mit größerer Dimension sind dann möglich.

7. Nennen Sie uns Ihre Vision für den Eichplatz.
Es ist skandalös! Jena hat wohl den größten Autoabstellplatz in zentraler Lage zwischen Flensburg und Garmisch-Partenkirchen. Eine lockere Bebauung mit grünen Dächern und sonnigen Plätzen (und Eichen) sollte möglich sein.

8. Würden Sie das Anliegen unterstützen, aus Jena eine Solarstadt zu machen?
Alles was zur Monokultur wird ist bedenklich. Solarenergie, Photovoltaik, Wasserkraft, Geothermie haben in Jena gute Chancen. Natürlich ist Jena als Standort der Hochtechnologie gewissermaßen in der Pflicht Vorreiter zu sein.

9. Bezahlbarer Wohnraum entwickelt sich zu einem wichtigen Faktor für jeden Wirtschaftsstandort. Welche Ideen haben Sie, bezahlbaren und ausreichenden Wohnraum in Jena zu schaffen?
Das Thema sozialer Wohnungsbau muss neu definiert werden. Nicht die Edelsanierung, sondern die wirtschaftliche Erschließung von Brachflächen für den Bau von Häusern mit kleinen und mittleren Wohnungsgrößen ist erforderlich. Jenawohnen und das Studentenwerk müssen stärker in die Pflicht genommen werden

10. Welche Themen brennen Ihnen persönlich noch auf den Nägeln?
Jena hat eine gute Entwicklung genommen, Jena ist ein „Leuchtturm“. Mit diesen Begriffen wird allzu oft argumentiert. Entweder, wenn es darum geht Investitionen zu begründen oder warum man sich an anderen Städten kein Beispiel nehmen sollte. Bald hält kein ICE mehr in Jena! Ist das der Anfang vom Ende? Erfolg muss ständig neu erkämpft werden, auch in Jena.

Diskutieren Sie mit und stellen Sie dem Kandidaten auch ihre Fragen! Einfach die Kommentarfunktion nutzen!

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