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Wirmobil – der Prepaid-Tarif der WAZ-Gruppe unter der Lupe




Billig Prepaid wirmobil

Schlägt man derzeit eine der Zeitungen der WAZ Gruppe auch (OTZ, TLZ) kann man es fast nicht übersehen: Ob klar als Werbung gekennzeichnet, als Gewinnspiel im Lokalteil oder einfach als Artikel – die WAZ-Gruppe hat einen neuen Handytarif namens wirmobil.

Wirmobil steht dabei für einen Prepaid-Karte, die aufgeladen werden muss und im Netz von Eplus angesiedelt ist. Laut OTZ und TLZ ist wirmobil ein “super-günstiger Mobilfunk-Tarif“, wir haben einmal genauer hingeschaut, wie günstig der Tarif wirklich ist.

Die Tarifstruktur von wirmobil ist recht übersichtlich:

  • 12 Cent pro Gesprächsminute in alle deutschen Netze
  • 12 Cent pro SMS
  • 3 Cent pro Gesprächsminute ins deutsche Festnetz
  • 24 Cent pro MB Datenübertragung
  • kostenlos surfen auf m.DerWesten.de, m.newsclick.de und m.thueringen1.de3

Die kostenlosen Seiten zum mobilen Surfen kennt man von der BILD-Zeitung. BILDmobil (das Prepaid-Mobilfunk Angebot der Bildzeitung) hat vorgemacht, dass man mit der eigenen Mobilfunkkarte Leser auf die eigenen Seiten locken kann. Allerdings sollte man hier aufpassen: Nur die WAP-Portale der Seiten (beginnend mit m.) sind kostenlos und auch nur, wenn man den korrekten Zugangspunkt ( wap.eplus.de und internet.eplus.de) verwendet. Ansonsten wird es teurer und mit den vollen 24 Cent pro Megabyte Datenübertragung abgerechnet.

Durchaus günstig ist der Tarif für Gespräche ins deutsche Festnetz. Wer häufiger Festnetz-Nummern anruft, kann mit den günstigen 3 Cent Tarif durchaus sparen. Allerdings auch nur, wenn man weniger als 333 Minuten monatlich telefoniert. Wer mehr Gespräche ins Festnetz führt, ist mit einer Flatrate (die es bereits ab 10 Euro im Monat gibt) besser beraten. Festnetzflatrates erlauben unbegrenzt Gespräche ins deutsche Festnetz zum Pauschalpreis.

Bei den Gesprächskosten in andere deutsche Netze hört das “super-günstig” allerdings auf. 12 Cent pro Minute sind aktuell eher teuer. Andere Anbieter wie discoTel oder Maxxim bieten hier Gespräche für 8 Cent pro Minute rund um die Uhr in alle deutschen Netze. Wer häufger mit dem Handy in andere Mobilfunknetze telefoniert, kann hier mit einem anderen Anbieter 30 Prozent und mehr sparen. Gleiches gilt für die SMS-Preise. Auch hier sind 12 Cent im Vergleich eher teuer, 8-9 Cent pro SMS derzeit zu haben und 9 Cent im Discountbereich eigentlich der Standard.

Wirmobil ist also für alle interessant, die viel mobil mit dem Handy auf den Seiten des WAZ surfen und viel ins Festnetz telefonieren. Hier kommen die kostenlosen Seiten und der günstige Festnetztarif zur Geltung. Wer dagegen viel in andere Handynetze telefoniert oder gerne SMS schreibt sollte lieber zu einem anderen Anbieter greifen, hier kann man deutlich sparen. Übrigens: Auch wenn der Tarif über die Lokalzeitungen vermarktet wird – ein spezielles Angebot für Handys und Mobilfunk in Jena ist er nicht.

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