Kupfer startet europäisches Klimaschutzprojekt – Sechs Partnerregionen wollen Energieeffizienz steigern
Dresden. Sachsen treibt gemeinsam mit fünf anderen europäischen Regionen den Klimaschutz in Kommunen und Haushalten voran. Umweltminister Frank Kupfer startete heute (19. März 2010) in Dresden im Beisein von Vertretern der Europäischen Union und der fünf Partnerregionen das Projekt: „EnercitEE“. Unter der Leitung des Freistaates wollen die Regionen in den kommenden vier Jahren Ideen für die Steigerung der Energieeffizienz in Kommunen und bei privaten Verbrauchern entwickeln und umsetzen.
„Klimaschutz und die Schonung natürlicher Ressourcen sind die großen Herausforderungen in Europa“, so Minister Kupfer. „Jede eingesparte Tonne an fossilen Rohstoffen bedeutet gleichzeitig einen geringeren Ausstoß an CO2. Wirtschaftliches Wachstum ist wichtig – aber intelligent, nachhaltig und nicht zu Lasten der Umwelt!“ Deshalb müsse Energie immer effizienter eingesetzt und der Anteil erneuerbarer Energien immer weiter erhöht werden.
Kupfer verwies auf die Klimaschutzziele, die sich der Freistaat Sachsen gestellt hat. „Bis zum Jahr 2020 wollen wir die CO2-Emissionen um mehr als ein Viertel senken. Gleichzeitig soll der Anteil erneuerbarer Energien beim Stromverbrauch auf 24 Prozent gesteigert werden. Sachsen hat damit ähnlich ambitionierte Ziele wie Europa insgesamt“. Grundlage für die Arbeit in Sachsen sei der bereits vor zwei Jahren beschlossene Aktionsplan Klima und Energie mit insgesamt 300 Einzelmaßnahmen zu Klimaschutz, nachhaltiger Energienutzung und Anpassung an den Klimawandel.
„Bei der Umsetzung sind wir schon viele Schritte vorangekommen. Nun gilt es, auch Kommunen und private Verbraucher verstärkt mitzunehmen. Die Ideen, die wir nun gemeinsam mit unseren Partnern im Rahmen des Projektes ‚EnercitEE’ umsetzen können, sind vielfältig“. Beispiele seien Anreiz- und Förderprogramme für Bürger, Energiemanagementsysteme für öffentliche Gebäude, Fortbildungen zur Energieeffizienz für Mitarbeiter, kommunale Energieberatung oder die Unterstützung bürgerschaftlicher Netzwerke. Im Mittelpunkt aber stehe der Erfahrungsaustausch. „Ich bin sicher, dass die Regionen hier voneinander lernen können. Das ist für alle der größte Gewinn“, so Kupfer abschließend.
Am Interreg-Projekt „EnercitEE“ sind neben Sachsen als Lead-Partner die fünf europäischen Regionen Emilia-Romagna (Italien), Smaland (Schweden), Kreta (Griechenland), Obersavoyen (Frankreich) und Niederschlesien (Polen) beteiligt. Insgesamt stehen für das Projekt in den kommenden vier Jahren 5,1 Millionen Euro bereit.
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