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SG Dynamo Dresden begegnet heute FC Carl Zeiss Jena in Dresden – Stadienneubau weiter im Gespräch



Jena/Leipzig/Dresden. (tn) Der Präsident des FCC, Hartmut Beyer,  möchte an die Opfer der vor einer Woche bei der Loveparade in Duisburg erinnern: “Bei dem Unglück sind viele junge Leute ums Leben gekommen. Wir befürworten die Gedenkminute daher ausdrücklich”, wird Beyer in der OTZ von heute zitiert. Er wird auch selbst in Dresden sein. Der Besuch dient aber nicht nur der Unterstützung seiner Mannschaft, sondern auch informativen Zwecken. In Dresden gibt es ein Fußballstadion, das ihn ins Schwärmen bringt: “Eine tolle Arena ist es schon”, wird der Präsident weiter zitiert. Nach dem Einbau der umstrittenen Rasenheizung steht ja für den Drittligisten Jena noch ein Fußballstadion auf der Wunschliste der nächsten Jahre. Jüngst hat sich der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Thomas L. Kemmerich, für einen Stadionneubau in Nohra ausgesprochen, der den Thüringer Fußballvereinen Rot-Weiss Erfurt und FC Carl Zeiss Jena, ähnlich wie in München oder Mailand, eine gemeinsame Spielstätte bieten soll.

Dieser Vorschlag stieß nicht nur bei Fußballfans auf Kritik, sondern auch von Seiten der LINKEN im Landtag, wie es auf dem Internetauftritt des Fraktionsvorsitzenden Bodo Ramelow nachzulesen ist:  Die Thüringen-Arena für die beiden Vereine “auf der grünen Wiese” bei Nohra, sei “totaler Unfug”. Und er stellte auch ein Finanzierungsmodell vor. “Ich bin gegen das externe Doppelstadion. Das schafft keine Identität, weil beide Vereine jeweils an ihre Stadt gebunden sind. Man sollte die Vergleiche mit den Bayern und 1860 lassen. Die haben beide in München ihre Heimat, das ist etwas anderes”, argumentiert Ramelow gegen ein Doppelstadion.

Sein Vorschlag geht auf die Gründung einer GmbH ein. Als Grundstock bringt die Stadt Erfurt ihr Stadion mit allen dazugehörigen Liegenschaften mit dem Grund und Boden ein. Der FC Rot-Weiß könnte so wie Sponsoren mit eingebunden werden. Als Sponsor zieht Ramelow die Erfurter Firma Bosch Solar Energy AG in Betracht, da Jena und Erfurt Solarprogramme hätten. Die Namensrechte am Stadion könnten von Bosch Solar Energy, Erfurt, erworben und als Referenzprojekt dienen, in dem sie sich bei Bau und Finanzierung eines Solardaches eingebracht werde.  Die GmbH nähme für den Stadionumbau einen Millionenkredit auf. Dessen Absicherung erfolgt durch das Land mit einer so genannten Patronatserklärung, was bedeutet, dass das Land als Bürge ersatzweise einspringt. Bei Banken käme man so an einen Kredit über 25 Jahre Laufzeit zu günstigen Konditionen heran. Der Kredit solle aber von der GmbH selbst zurück gezahlt werden, was keine Belastung des Landeshaushalts zur Folge hätte.

Dennoch müssten für den Bau des Ernst-Abbe-Sportfeldes wieder Investitionen getätigt werden, auch müßte dann das bestehende Leichtathletik-Konzept überdacht werden. Die Laufbahn wurde erst kürzlich gegossen. Momentan macht die angespannte finanzielle Lage des Vereins das Luftschloss Fußballstadion noch unmöglich, es sei, das Land springt für den Fußballclub ein und gewährt Mittel für den Bau. Da auch Erfurt mit dem Neubau eines Stadions auf eine geeignete Finanzierung hofft, könnten sich beide Vereine, so ein anderes Gedankenspiel, auf die Stadt in der Mitte einigen. Dann wäre Weimar als Standort für ein Stadion im Gespräch, was wohl niemanden so recht gefallen würde, schließlich sei die ehem. Hauptstadt nicht für international bekannte Fußballclubs bekannt.

Die Fans wollen aber auch in diesen Zeiten ihren FCC unterstützen und fahren mit Sonderzügen der Bahn nach Dresden.

Und wer das Spiel nicht in Dresden sehen kann, der hat die Möglichkeit, ab 14 Uhr die Übertragung des Spiels durch den  MDR am Bildschirm zu verfolgen.

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