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Solarstadt Jena – SCHOTT Solar investiert erneut am Standort Jena



Jena. (tn) Am 29. Oktober 2007 fand die Grundsteinlegung für das Werk der WACKER SCHOTT Solar GmbH in Jena statt. Dieses Gemeinschaftsunternehmen der Konzerne SCHOTT AG und Wacker Chemie AG zur Herstellung von Siliziumwafern für die Solarindustrie investierte vor drei Jahren mehr als 300 Millionen Euro. Für dieses Unternehmen wurden 600 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Die SCHOTT AG weihte am 6. November desselben Jahres in Jena die industrielle Großserienfertigung für Dünnschichtsolarmodule der Tochtergesellschaft SCHOTT Solar GmbH ein. Damals investierte die SCHOTT 75 Millionen Euro in eine Produktionsstätte und schuf am Standort Jena 180 weitere Arbeitsplätze.

Quelle: JenaTV

Seit 2007 ist viel geschehen: An heute drei Standorten werden in Jena für die Solarindustrie Siliziumblöcke produziert. Am Standort Ilmstraße wurde auch der Öffentlichkeit bekannt gegeben, dass die weltweit modernste Produktionsstätte für die Herstellung von Solar-Siliziumwafern entstehen wird. Dabei sei eine Investition in zweistelliger Milionenhöhe vorgesehen. Es werden zudem 70 Arbeitsplätze geschaffen, so dass für die Gesellschaft 700 Beschäftigte tätig sein werden. Die mit 0,18 mm hauchdünnen Wafer, die für die Produktion von Solarzellen den Grundstock bilden, werden vor allem für SCHOTT Solar hergestellt, aber auch andere Unternehmen der Solarindustrie werden beliefert. Am 30. August wurde am Unternehmenssitz in Mainz die Stadt als Solarstadt durch das Projekt Bürger-Solaranlage gefeiert. Für eine Mindesteinlage bei der Sparkasse Mainz von 500 Euro können Anteile erworben werden, die eine Rendite in fünf Jahren von  3,5 Pozent p.a. garantieren.

Der Sprecher des SCHOTT-Konzerns, Klaus B. Hofmann, berichtet über die angespannte Lage auf dem Solarmarkt in Deutschland: „Bereits zum Jahresbeginn wurde die Solarvergütung um 9 bis 11 Prozent reduziert. Die geplanten zusätzlichen Absenkungen von bis zu 44 Prozentpunkten bis zum 1. Januar 2011 gefährden sowohl unsere Investitionen als auch unsere Arbeitsplätze”. Hofmann ist zugleich Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Solarwirtschaft.

Die Förderpolitik von Solaranlagen jedoch verunsichert die Branche in Deutschland. Im Ausland würde das Interesse an der Solarenergie und somit von Wafern aus Deutschland wachsen, so in den USA oder in Frankreich, Italien, aber auch in Tschechien. Zur Zeit sei die Nachfrage von Wafern in Deutschland höher als die Fertigung, daher werde in neue Produktionsstätten investiert. Dennoch erwarten die Manager, dass die Förderpolitik in Deutschland stetig fortgeführt werde. Denn, so die Befürchtung, wenn die Förderungen weiter gekürzt werden, breche der Markt zusammen, wie es in Spanien geschah. Auch Arbeitsplätze für Mitarbeiter von Firmen für die  Montage der Solaranlagen auf den Dächern seien in Gefahr. Über die Proteste bei SCHOTT Solar gegen die Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) berichtete Jenapolis Anfang des Jahres.

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