Die nächsten Abiturienten kommen bald
Jena. Eine Lösung der Wohnungsknappheit ist nicht in Sicht. Nach Schätzungen des StuRa der Universität seien noch etwa 300 Studenten ohne
eine Bleibe. Das Stadtzentrum sei für viele Studenten sehr attraktiv, obwohl die Mieten recht hoch seien. Außenbezirke wie Lobeda sind aber auch schon fast ausgelastet. Temporäre Ausweichquartiere wie Jugendherbergen oder Hostels stellen auch keine befriedigende Lösung, schon gar nicht auf Dauer dar. Es gebe in Jena alle Jahre wieder das gleiche Problem: Die Universität wirbt für das Studentenparadies Jena, es werden immer mehr Studenten aufgenommen. In diesem Jahr waren es an der FSU 5.276 , die Fachhochschule 1.242 neue Studenten. Der (soziale) Wohnungsbau hinkt diesen Zahlen stark hinterher.
Den akuten Fällen könne zwar durch den StuRa der FSU abgeholfen werden, jedoch wurden mehrere “WG-Gründertreffen” organisiert, die tatsächlich Ergebnisse brachten. Allerdings müssen sich endlich der Freistaat und die Stadt fruchtbare Gedanken zur Lösung dieses immanenten Problems machen. Der Bau von Studentenwohnheimen müsse durch das Land gefördert werden, und die Stadt müsse auch ihren Beitrag für die Studenten leisten. Die Leidtragenden sind die Studenten, die das Glück hatten, in Jena ihre Studienzulassung erhalten haben. In den nächsten Jahren wird sich, und zwar absehbar, die Lage noch verstärken, wenn sich der Wechsel des 13-stufigen auf das 12-stufige System zum Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife auswirkt. Die Aussetzung der Wehrpflicht wird sicherlich auch für einen größeren Zustrom sorgen.
Aber vielleicht wird dann, ähnlich spät wie auf die in Jena gestiegenen Geburtenraten, reagiert. Jena ist nämlich nicht nur das Studentenparadies sondern auch familienfreundlich.
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Comic: Julia Tripke
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