Diskussionsforum "Kopfpauschale, Pharmalobby, Ärztemangel – Wie geht es weiter mit der Gesundheitspolitik?"
Jena. Die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems wird von vielen Bürgerinnen und Bürgern als Gradmesser für eine gerechte Gesellschaft wahrgenommen. Höhere Kosten, längere Wartezeiten in den Praxen und Krankenhäusern oder schlechte Versorgung werden als soziale Rückschritte gewertet. Weltweit gehört Deutschland zu den Staaten, die mit jährlich 245 Milliarden Euro (rund 11% des BIP) am meisten in die Gesundheit investieren. Dennoch sind Patienten, Ärzte und Politiker – aus jeweils verschiedenen Gründen – unzufrieden mit der Praxis. Hinzu kommt, dass der demografische Wandel und der technische Fortschritt im medizinischen Sektor das System vor ein weiterhin zunehmendes Finanzierungsproblem stellen. Die politischen Vorschläge zu dessen Lösung reichen dabei von einer Kopfpauschale bis hin zu einer Bürgerversicherung.
Welcher Finanzierungsansatz ist sinnvoll? Was muss wirklich getan werden, damit die Qualität des Systems erhalten oder sogar verbessert werden kann? Wie kann erreicht werden, dass sich alle Akteure im System (Ärzte, Pharmaindustrie, Kassen, Patienten) an der Bewältigung der Herausforderungen beteiligen? Wie kann mehr soziale Gerechtigkeit im Gesundheitssystem etabliert werden? Und wie kann Prävention in Zukunft besser gefördert werden? Wir laden Sie recht herzlich ein diese und weitere Fragen mit unseren Podiumsgästen zu diskutieren!
Es diskutieren:
Hilde Mattheis, Bundestagsabgeordnete und stellv. gesundheitspolitische Sprecherin der SPD- Bundestagsfraktion
Heike Taubert, MdL, Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit
Prof. Dr. Jochen Gensichen, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin des Uniklinikums Jena
Moderation: Veit Malolepsy, Freier Journalist
Diskussionsforum “Kopfpauschale, Pharmalobby, Ärztemangel – Wie geht es weiter mit der Gesundheitspolitik?” am 26. Oktober, 18-20 Uhr Volkshaus Jena, Kleiner Saal, Carl-Zeiss-Platz 15.
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