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Jusos in der SPD: Kein Fahnenkult in Jena!



Jena. SPD-Jugend solidarisiert sich mit der antinationalistischen Demo in Jena

Am 3. Oktober wird im Jenaer Stadtmuseum die Ausstellung „Schwarz-Rot-Gold – Die Deutschen Farben aus Jena“ eröffnet. Aus diesem Anlass findet eine antinationalistische Demonstration statt. Marc Emmerich, Sprecher der Jenaer Jusos (SPD-Jugendverband) erklärt dazu: „Die Jusos solidarisieren sich mit den Demonstrierenden gegen die Ausstellung. Die Ausstellung appelliert an konstruierte nationale Gefühle. Nationalismus jeglicher Art ist intolerant und verhindert das Zusammenwachsen der Kulturen auf der Welt.“

Es sei in einem Klima wachsender Fremdenfeindlichkeit kontraproduktiv nationale Symbole in den Vordergrund zu stellen. Die Debatte um Sarrazins Thesen habe gezeigt, wie tief verankert fremdenfeindliche Einstellungen in der Bevölkerung noch immer sind. Wenn nun auch noch das Jenaer Stadtmuseum die Nationalfahne verherrlicht, wird dieser Effekt weiter verstärkt. Dabei hilft es auch nichts sich auf die Geschichte zu berufen. Die Deutschen Farben „Schwarz-Rot-Gold“ sind nicht Ausdruck von einem Streben nach Demokratie und dem Zusammenwachsen der Kulturen. Die deutschen Burschenschaften, welche die Fahne des Lützowschen Freicorps übernahmen waren von Beginn an antisemitisch, antifranzösisch und rassistisch.

Unter der Fahne „Schwarz-Rot-Gold“ wollten die Burschenschaften den französischen Einfluss und damit das Erbe der Aufklärung verdrängen. Dazu gehörte auch das Verdrängen der rechtlichen Gleichstellung der jüdischen Mitbürger, die durch die Franzosen in Deutschland erst ermöglicht wurde.

Burschenschaften sind bis heute nationalistische Vereine, die weiterhin die Gemeinschaft eines deutschen Volkes über die Notwendigkeit eines friedlichen Zusammenwachsens der Welt stellen. So ist die Burschenschaft Germania in Jena weiterhin im rechtskonservativ bis rechtsextremen Dachverband der Deutschen Burschenschaft organisiert.

Emmerich sagt abschließend: „Jena hat mehr zu bieten als fragwürdige nationalistische Symbole. Fahnenkult ist von vorgestern.“

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24 Reaktionen zu “Jusos in der SPD: Kein Fahnenkult in Jena!”
  • Kristian Philler Am 1. Oktober 2010 um 19:16 Uhr

    So ein Quatsch!

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  • Denis Peisker Am 1. Oktober 2010 um 19:25 Uhr

    Also ich werde am 3. Oktober 20 Jahre Deutsche Einheit feiern. Die friedliche Revolution hat dazu geführt, dass man das Recht hat an solch einer Demo wie hier genannt teizunehmen genau wie das Recht des Stadtmuseums besteht über die Geschichte von Schwarz-Rot-Gold zu informieren.

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  • Matias Mieth Am 1. Oktober 2010 um 19:46 Uhr

    Ja, Fahnenkult ist von vorgestern. Ja, fremdenfeindliche Einstellungen sind noch tief verankert.
    Aber wie setzt man sich damit auseinander: Indem man eine Ausstellung verurteilt, die man bisher noch nicht einmal gesehen hat? Indem man gerade die – zumeist jungen – WissenschaftlerInnen verunglimpft, die versuchen, Geschichte in ihrer Widersprüchlichkeit durchschaubarer zu machen?
    Der Angriff der Jusos ist nicht nur schlechter Stil, er ist beleidigend.
    Den Ausstellungsmachern geht es nämlich gerade nicht um Idealisierungen, nicht von Schwarz-Rot-Gold und schon gar nicht der Burschenschaften.
    Der Schlusssatz unseres Ausstellungsreaders lautet:
    „Auch in Zukunft wird es einen Wandel des Bedeutungsgehalts von Schwarz-Rot-Gold geben, und es liegt an uns, ob Schwarz-Rot-Gold vorwiegend nationales Hoheitssymbol, modisches Accessoire oder Werbeträger ist, ob die deutschen Farben Demokratie und Offenheit symbolisieren oder ausgrenzende Stereotype wie Überheblichkeit und Fremdenfeindlichkeit transportieren.“
    Stünde ein solches Ansinnen nicht eigentlich auch Jusos im Jahre 2010 gut zu Gesicht?

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  • Auskennbernd Am 1. Oktober 2010 um 21:55 Uhr

    Also die Jusos können nur die Jugendorganisation der SPD sein. Mehr politische Inkompetenz geht nicht. Nationalismus ist für den Erhalt verschiedener Kulturen zwingend notwendig, den durch SPD und Jusos gewünschten Einheitsmenschen nützt nur ein turbokapitalistisches System. Völlig entwurzelt lässt er sich ausbeuten und dadurch das er keine Kultur mehr besitzt, lässt er sich überall ausnutzen. Wie praktisch oder?

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  • T N Am 1. Oktober 2010 um 22:53 Uhr

    Die Ur-Burschenschaft hat nichts (außer dem Namen “Burschenschaft”) mit den heutigen zu tun. Jena war sehr liberal, bildungsbürgerlich, fortschrittlich, weltoffen …

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  • Christian Klopfer Am 2. Oktober 2010 um 05:35 Uhr

    So viel Deutschhass und weltfremdes Wolkenkuckucksheimdenken können auch nur die Jusos in einem Artikel hinwichsen. Die
    Sozialdemokraten sollten sich wieder an ihre Heroen wie Kurt Schumacher erinnern. Sonst werden sie schneller im Orkus der Geschichte verschwinden als sie zu erwachen aus ihren Ideologieträumen imstande sind.

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  • Dominique Am 2. Oktober 2010 um 11:43 Uhr

    Es freut mich zu lesen, das solch platte Hetze gegen alles vermeintlich deutschnationale hier kritische Leser findet. Natürlich hat Deutschland historisch bedingt ein eher skeptisches Verhältnis zu seinen Nationalfarben. Aber ich glaube gerade die letzten Jahre seit 2006 haben gezeigt, dass diese Farben auch einfach ein Ausdruck fröhlich ausgelassener Gemeinschaft sein können und nicht zwangsläufig Assoziationen mit nationalsozialistischen oder anderen fahnenbehafteten Aufmärschen der Vergangenheit wecken müssen. Deshalb danke ich der Ausstellung auch sehr für das zitierte Fazit auf dem Flyer: Was diese Farben zukünftig bedeuten liegt an uns! Eine schwarz-rot-gold-Neglekt wird niemandem nützen. Verleugnung und Verdrängung aus unserer Wahrnehmung, besonders der kritischen Aspekte über die Entstehung der Nationalfarben und anderem, führt nur zu Vergessen. Erinnern und Aufarbeiten aber wird uns helfen weiterhin kritisch-offen mit diesem Erbe umzugehen und für die Zukunft das Beste daraus zu machen.

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  • Nocthurn Am 2. Oktober 2010 um 11:52 Uhr

    Mir scheint, da ist jemand dem Rausch des Demonstrierens verfallen. Warum weit fahren, wenn man sich auch im lokalen Bereich einen absonderlichen Grund zur Zusammenrottung konstruieren kann?
    Mir scheint, die Demonstration gegen eine historische Untersuchung unserer Landesflagge, ist wieder einmal der verzweifelte Versuch linker Gruppierungen etwas Aufmerksamkeit zu erhaschen. Aber was will man auch erwarten, bei einer Ideologie, die es vorzieht, alle Menschen zu gleichgeschaltetem Arbeitsmaterial zu verwandeln. Sicherlich ist eine wachsende Einheit der Völker ein notwendiges Ziel, wenn die Menschheit erhalten werden soll. Doch die Flagge ist lediglich ein Symbol. Symbole müssen erst mit einem Inhalt aufgeladen werden. Wenn es die Jusos nicht vermögen, die schwarz-rot-goldene Flagge mit positiven Aspekten aufzuladen, so liegt dies nicht am Wert der Flagge als vielmehr an ihrem Weltbild.

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  • Harald Kalbfuß Am 2. Oktober 2010 um 12:03 Uhr

    Als Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands begrüße ich die Ausstellung zu den Nationalfarben. Ich gehe wende mich auch bewußt gegen die von den Jusos geäußerten Aussagen, da sie deutlich belegen sich nicht intensiv mit der Farben und der Geschichte der SPD auseinandergesetzt zu haben. Der Logik der Jusos folgend müsste auch das Deutschland aus dem Parteinamen gestrichen werden. Das geht dann doch zu weit..

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  • Heinz Am 2. Oktober 2010 um 12:17 Uhr

    Zu schade, daß dieser hübsche Aufruf nur im Internet den sowieso schon Informierten zugänglich ist.

    Er sollte jedem Jenaer SPD-Mitglied, oder noch besser: jedem SPD-Wähler bekannt sein.

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  • Frank Dörfler Am 2. Oktober 2010 um 13:25 Uhr

    Schön anzusehen, wie sich hier die Vertreter des politischen (nationalen) Konservatismus die Klinke gegenseitig in die Hand geben.

    Fakt ist, dass die Menschheit in einer besseren Zukunft keine Nationen und schon gar nicht so absolut unnötige Symbole wie Nationalfahnen/-farben mehr brauchen wird.
    Fangen wir also schon jetzt an, an der Zukunft zu bauen. Und da braucht es keinen Appell des Stadtmuseums, dass es von uns (wer ist eigentlich wir?) abhängt wie die Nationalfarben künftig gedeutet werden.

    Nein, mensch deutet sie einfach nicht mehr. Alle Menschen dieser Welt bilden die gemeinsame Menschheit. Begriffe wie Nation, Rasse, Volk und Nationalfarben bauen unnötige Grenzen zwischen den Menschen im Kopf auf.

    Ich wünsche allen an der Diskussion Beteiligten ein langes Leben und viel Glück. Auch wenn ich weiß, dass ihr jemanden wie mich lieber tot sehen wollt. Aber ich werde vor eurer stumpfen rechten Gewalt nicht weichen.

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  • Christian Gerlitz Am 2. Oktober 2010 um 13:38 Uhr

    Ruhig Blut. Jedem seine – meinetwegen auch falsche – Meinung. Sie haben halt ein wenig überreagiert. Aber welchen neuen Alltagsrassismus in der Mitte der Gesellschaft ich nach der unseligen Sarrazin-Debatte selbst in den letzten Wochen erlebt habe… Da liegen die Nerven halt mal etwas blank ;-)

    Nebenbei: Ich wünsche mir oft etwas mehr Diskussionskultur, Argumente treffen mehr als völlige verbale Entgleisungen.

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  • Kristian Philler Am 2. Oktober 2010 um 14:39 Uhr

    »Stumpfe rechte Gewalt« – soll ich das persönlich nehmen Herr Dörfler? Mache ich nicht, denn ich gehe davon aus (wie sicher alle weiteren Kommentatoren), daß Sie sich einfach vertippt haben.

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  • Bernd Haedrich Am 2. Oktober 2010 um 14:40 Uhr

    …wieso wundert mich diese reaktion der sozis ueberhaupt nicht!? allerdings ist sie noch um einiges heftiger ausgefallen, wie ich es von aelteren parteimitgliedern kenne…
    noch ein schoenes wochenende, der bernd

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  • Fabian Beigang Am 2. Oktober 2010 um 15:05 Uhr

    Lieber Frank,

    was du hier verzapfst an verbalen Entgleisungen, und dabei vor allem auch deine eigenen Parteigenossen aufs Gröbste beleidigst, passt wirklich auf keine Kuhhaut. Es will dich garantiert niemand tot sehen, weil das keiner Diskussionskultur entsprechen würde.

    Und @Christian: mit blankliegenden Nerven hat das bei Frank schon lange nichts mehr zu tun – er war schon immer so. Ich wünschte auch, er könnte sich wie jeder normale und gebildete Mensch an derartigen Diskussionen beteiligen.

    Zu schwarz-rot-gold: 1924 wurde, vornehmlich von Sozialdemokraten (90%), das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold gegründet. Der noch heute als “Bund aktiver Demokraten e.V.” existierende Verein setzte sich gegen die radikalisierenden Tendenzen von paramilitärischen Gruppierungen wie SA oder den KPD-nahen Roten Frontkämpferbund ein, und schrieben sich die Sicherung und Verteidigung der Demokratie auf ihre schwarz-rot-goldenen Fahnen. Mit der Machterlangung der Nazis wurden auch die Mitglieder des Reichsbanners systematisch verfolgt, deportiert und in den Konzentrationslagern umgebracht. Genau diese Leute haben die drei Farben mit einer inhaltlichen Bedeutung belegt, die rassistische, politische und nationalistische Vorurteile ablehnt.

    “Weltstaat”-Fantasien unterstütze ich, ich betrachte mich da wahrscheinlich genauso als Idealist wie Frank. Auch ich sehe nur wenig Sinn in alten, festgefahrenen Strukturen, die Ausgrenzung begünstigen. Doch jeder Weg hin zu politischen Veränderungen basiert auf dem Wissen über vergangene politische Verhältnisse und wo ihre Fehler lagen. Schwarz-Rot-Gold ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr (zunächst innerdeutschen) Toleranz und Solidarität gewesen, während die Hakenkreuzflagge für das genaue Gegenteil steht. Wer die Hakenkreuzflagge (zu Recht) zutiefst ablehnt, sollte sich der Bedeutung von Schwarz-Rot-Gold für die Entwicklung der Demokratie in Deutschland – und darauf bauend auch in Zukunft über die Grenzen Deutschlands hinweg – bewusst sein. Demokratisierung der Welt ist ein Prozess. Dieser beginnt in den Köpfen der Individuen, die sich (so wissen wir aus der Vergangenheit) zunächst national zusammengetan haben und sich derzeit in einer Phase der Internationalisierung befinden. Schwarz-Rot-Gold und das, wofür diese Farben stehen, sind eine wichtige Wegmarke hin zur Demokratisierung der Welt, von der wir leider noch weit entfernt sind.

    Umso bedauerlicher finde ich es, dass ich – sollte sich Frank hier nochmal äußern – höchstwahrscheinlich dennoch von ihm direkt oder indirekt als Nazi oder national-konservativ bezeichnet werde. Das ist keine Diskussionskultur, das ist Populismus.

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  • Auskennbernd Am 2. Oktober 2010 um 16:01 Uhr

    Was ist denn bei der SPD in Jena los? Der Lobedaer Ortsbürgermeister regiert und entscheidet lieber ohne seine ebenfalls demokratisch gewählten Kollegen und andere begreifen Diskussionen in einem Webblog als “stumpfe rechte Gewalt”.
    Einer von beiden kommt in meine persönliche engere Auswahl für den nächsten Zivilcouragepreis.

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  • Bernd Haedrich Am 3. Oktober 2010 um 02:47 Uhr

    …ask your mum, @Frank D. oder den Psychologen/Psychoanalytiker deines Vertrauens.
    So verbittert kann man doch eigentlich nicht sein!? Und ich hoffe, das dich deine Genossen in der Luft zerreissen, damit ihre Partei noch einigermassen glaubwuerdig bleibt bzw. wieder wird.
    aehmmmm, einen schicken 3. oktober übrigens ;)

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  • Fabian Beigang Am 3. Oktober 2010 um 09:16 Uhr

    Ich muss mich nochmal korrigieren. Frank ist, das wusste ich bisher nicht, nicht mehr Mitglied der SPD.

    Was meine Ausführungen zur Diskussionskultur betrifft, so gilt dies, wie ich bemerke, nicht nur für ihn hier, sondern auch für ein-zwei andere, die hier Kommentare abgeben und anscheinend auch aus einem rechten Spektrum stammen. Es wäre schön, wenn hier inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Anliegen der Jusos bzw. des Stadtmuseums stattfinden würde statt ein Bashing demokratischer Parteien.

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  • Benjamin Freitag Am 3. Oktober 2010 um 10:07 Uhr

    @Kristian Philler – kein Quatsch, Taktik, stupide PR

    @Gerlitz - 
    1. Wer hat denn diesen Volksverhetzer „Sarrazin“ noch wochenlang toleriert, ist sogar wie der „neue Dicke (Gabriel)“ argumentativ, nur mit anderen Worten, auf selbigen Zug aufgesprungen?  aah… die S P D
    2. Argumente, nur raus damit, Gabriel, Matschie & Co. verstecken sich immer noch, mehr dazu unten

    @Matthias Mieth: Endlich mal eine Ansage. Sollten sie nicht der Sozialdezernent „Dr. Matthias Mieth“ sein, dann ab in die Politik mit ihnen, ernsthaft. Applaus dafür

    Mir persönlich geht diese Fahnendiskussion eindeutig zu weit, es mag schleichenden Nationalismus durch die Hintertür und entsprechende Kampagnen geben (“Du bist …”), doch eine Flagge und das Bekenntnis dazu sagt nach wie vor wenig über demokratische Kompetenzen aus. In Deutschland wird weiterhin alles totgeschwiegen, da braucht es keine Debatte über die Flagge, sondern eine knallharte Auseinandersetzung mit Historie, Gegenwart und Zukunft, und Runde Zwei zu Verstrickung und Verblendung. Dies täte einer SPD und deren Derivaten aber gar nicht gut.

    Und nun ein Hinweis für die “Jusos”:

    Liebe Jusos, Ich hoffe ihr fangt an eure Identität vorher zu klären und zu kommunizieren, ansonsten werden die Grabenkämpfe mindestens so schlimm wie bei der Linkspartei, und dann bekommt ihr erst recht nichts mehr auf die Reihe.

    Denkt bitte auch über eure Stellung unter bzw. innerhalb der SPD nach. Man setzt euch auf die Wahllisten weit unten, Eine(n)/Zwei relativ oben, es soll gefälligst jung wirken, und wenn der Wahlkampf vorbei ist, ist es der „Parteiführung” auch egal wie viel Elan und Hoffnung ihr einst investiert habt, dann geht es um die eigenen Positionen.

    Trotzdem ist es schön, dass ihr, oder Teile von euch Eigentore mit solch einem Nachdruck schießt.  Letztendlich zeigt sich in dieser Sache wieder einmal ein gewisser Profilierungswahn mittels plakativer ” Politik” recht deutlich.

    Es ist die Steigerung des Transparentes – “Forderungen des Bildungsstreiks umsetzen” -  als genannte Forderungen, noch nicht mal richtig festgelegt waren.  Und ich finde es wirklich schade, wenn soziale Bewegungen im Vor- und Nachhinein von Jusos/Junger Union instrumentalisiert werden.
    Da braucht sich keine(r) wundern, warum Parteien so gehasst werden.
    Seid nicht ihr die Jugendorganisation einer Partei, die in Thüringen den Kultusminister inkl. Staatssekretäre stellt?
    Dann fordert doch mal. Ich wette der Herr Matschie lacht euch, Dank offensichtlicher Naivität der Jusos,  immer noch aus.

     Viele, egal ob “rechts” “links” oder “mittig” betitelte, haben die erste Stunde in Meinungsfreiheit und Demokratie nicht verstanden. Oft wird verbissen auf einzelne Handlungen hingewiesen, und dann weiterhin darauf beharrt, die “Übeltäter” auszugrenzen, ohne ihnen die Chance zum Lernen einzuräumen.

    Pauschalisierungen haben eben auch in einer Demokratie nichts zu suchen. Genauso wie die Dreistigkeit, gewalttätige und Handlungen und andere Straftaten mit einer vorgeblich “besseren” oder gar “guten” Moral und Einstellungen zu rechtfertigen, egal was jemand meint, es gilt das Recht auf Körperliche Unversehrtheit.

    Wie soll denn eurer Meinung nach ein Beamter, Richter oder Staatsanwalt auf Sprüche wie “Keine Toleranz gegenüber Intoleranz” reagieren?? 
    Solch eine politische Dekadenz noch belohnen?

    Das klassische Beispiel – den Gram und Frust politischer Sachverhalte auf Beamte zu projizieren, sprich, Gewalt gegen die Staatsmacht.
    Die meisten Beamten unterstehen eingesetzten Politikern, sind also die völlig Falschen um sie als Sandsäcke zu missbrauchen. 
    Würden alle Hartz-IV- Bezieher den damaligen Verantwortlichen körperlichen Schaden zufügen, dann hätten viele SPD-Mitglieder beileibe nichts zu lachen.
    Matschie könnte vor Schmerzen, wegen der ihm gebührenden Tracht Prügel, kaum laufen, geschweige denn, Jusos an der Nase herumführen.

    Effektiver scheint es, wenn die Staatsmacht oder Gesellschaft wieder umdenkt und die Bürger vorher bildet, sie quasi in Demokratie trainiert.
    Denn eigentlich wird die Macht ja nur an Regierungen verliehen. Nur Mancher will sich nicht von ihr trennen.

    Bei Jenas übelstem Beispiel, der Unique-Debatte, wurde sogar ein Habitus, 1 Club Mate für 10 Unique glaube ich, aufgelegt, dieses toppt sogar die klassische Bücherverbrennung. Danach noch Worte wie Meinungsfreiheit oder Demokratie in den Mund zu nehmen, ist selbst angesichts des journalistischen Faux Pas seitens der Betroffenen, der blanke Hohn.
    Mich wundert es nicht, wenn die Betroffenen überhaupt nicht mehr kommunizieren. Scheint doch jede ihrer Handlungen als das “Böse” identifiziert und stigmatisiert zu werden. Das hat eben nichts mehr mit Toleranz und Verständnis zu tun, sondern ist eine unglaubliche Fehlinterpretation der Grundwerte, welche einst Demokratie auszeichnen sollten.
    Da drängt sich schon die Frage auf ob man noch argumentiert , oder schlicht Dogmen vertritt.

    Vielleicht sollte man lernen, Schriften wie Unique, Hexenhammer, Bibel und Koran etwas kritischer zu betrachten und nicht alles wie Gesetze zu interpretieren.

    Und mit diesen Bewegungen, zu Teilen selbst erklärte Verfassungsfeinde, jenseits des Grundanstandes, wollt ihr jetzt Politik machen? Alle Achtung, da kommt ihr bei dem Versuch „Antifa“ zu spielen, meiner Auffassung nach selbst unter die Räder.

    Ihr solltet vorher klären wo die Grenze ist. Nicht das dann noch Jusos als Steine-Werfer “stigmatisiert” werden. Das wurde aber sicherlich im Vorfeld ultimativ abgewogen und natürlich von der Mehrheit der Jenaer Jusos angenommen, oder nicht? Räumt erst mal den eigenen Saustall auf. Da gibt es Genug Ansatzstellen. Denn meiner bescheidenen Meinung nach ist die SPD nichts anderes als eine rote CDU. Ja eigentlich könnte man die gesamte Parteienlandschaft als „Einheitsbrei“ betiteln.

    Und noch eine Randbemerkung zum Schluss: Dagegen sein kann Jeder, das bedeutet pauschalisiert oft “Nazi” oder “Punk”. Es lädt eben ein, weil es so “einfach” ist.  Inhaltliche Verbesserungen, politische Programme etc., müssen juristisch einwandfrei sein und in vielen Fällen einfach nur umgesetzt werden.

    Doch wer Themen derart instrumentalisiert, ohne Vorher die Umstände selbst erfahren zu haben, behaftet sich mit den Fehlern, die an der aktuellen Politik nahezu täglich unsachlich kritisiert werden und wird sicherlich auch die nächsten Wahlperioden so auf den Hosenboden gesetzt, wie die Thüringer SPD oder “unser” Volker Blumentritt.

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  • Herr August Am 4. Oktober 2010 um 17:28 Uhr

    Wenn ich das Alles richtig verfolgt habe, dann sehe ich für unsere Zukunft ganz schwarz!
    Gründe:
    1.Wie möchte mann bitte Volkspartei sein oder werden, wenn man die eigene Identität leugnet, sie als ewigen Ballast empfindet oder seine eigene Identität abschaffen möchte?
    2. Schon die “alte Riege” der Politiker unserer Volksparteien regieren am Volk vorbei. (bspw.S21, Integration, etc.)Wenn man aber mal in die Programme der Jugend schaut, wird einem schlecht
    Bsp: Gender (ich weiß nicht welches Geschlecht ich habe, ich gehe auf eine Unisex-Toilette)
    usw…
    Ps: Bis zur Sarrazin-Debatte waren nur Neonazis böse. Heute ist jeder Patriot, Konservativer und stolzer Deutscher ein Nazi.
    (oder sowas ähnliches)

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  • Jan Am 15. Oktober 2010 um 12:01 Uhr

    Haben das wirklich die Jusos geschrieben? Ich habe ja den Verdacht, dass hier jemand unter falschen Namen versucht, die Jusos zu diskreditieren.

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  • Konrad Erben Am 15. Oktober 2010 um 13:02 Uhr

    @Jan

    Nein nein, die Jungsozialisten in Jena sind durchaus so drauf.

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  • Hava Sanning Am 15. Oktober 2010 um 13:05 Uhr

    Zitat:
    “Ich wünsche allen an der Diskussion Beteiligten ein langes Leben und viel Glück. Auch wenn ich weiß, dass ihr jemanden wie mich lieber tot sehen wollt. Aber ich werde vor eurer stumpfen rechten Gewalt nicht weichen.”

    Oh man, was muss dieser Mensch für eine schlimme Kindheit gehabt haben?! Ein derartiger Zusatz disqualifiziert diesen Kommentar und die Inhalte komplett.
    Oder sehe ich da was falsch?

    Den Jusos wünsche ich nur, dass sie vor lauten (fanatischen) Eifer, die SPD als Volkspartei zu retten, indem sie linker sind als die KPD, und somit der SPD zumindest einen Flügel verleihen, nicht aus den Augen verlieren, tatsächliche Inhalte bzw. Vorschläge einzubringen und somit mit ihren konstruktiven Möglichkeiten (nämlich über ihre Mutterpartei SPD!) Politik aktiv mitgestalten.

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  • Hava Sanning Am 14. Mai 2012 um 09:46 Uhr

    Bitte unbedingt nochmal den Kommentar von Frank Dörfler ansehen, er paßt zur aktuellen Diskussion bezüglich Sarrazin :-)

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