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Polizeibericht Jena zur Versammlung „Gegen Nationalismus und Einheitsfeierei“



Jena. Am Sonntag, den 3. Oktober 2010 fand im Zeitraum von 13 bis 17 Uhr eine Versammlung auf dem Holzmarkt unter dem Motto „Gegen Nationalismus und Einheitsfeierei“ statt, an welcher ca. 200 Personen teilnahmen. Angemeldet wurde die Versammlung durch das „Bündnis gegen Einigkeit als Selbstzweck“. Nach der Auftaktkundgebung formierte sich die Versammlung zum Aufzug. Hierdurch mussten einige Straßen kurzzeitig gesperrt werden. Es wurden die Grietgasse, Stadtrodaer Straße, Jena-Ost und erneut das Stadtzentrum passiert, wobei die angemeldete Strecke aufgrund einer beschädigten Oberleitung der Straßenbahn auf der Camsdorfer Brücke auf Jena-Ost ausgewichen werden musste. Bis auf diese Wegänderung verlief die Versammlung auch während der Zwischenkundgebungen, u.a. auf dem Petersplatz und Unterm Markt ohne nennenswerte Vorkommnisse.

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9 Reaktionen zu “Polizeibericht Jena zur Versammlung „Gegen Nationalismus und Einheitsfeierei“”
  • Heinz Am 4. Oktober 2010 um 07:36 Uhr

    Etwa 200 schwarzbekleidete und “Scheiße” brüllende Mittzwanziger legen Teile der Innenstadt lahm und beschimpfen Ausflugsgäste, die in der “Grünen Tanne” – der Gründungsstätte der Urburschenschaft – ein Bier im sonnigen Herbst trinken. So richtig überzeugt haben die Demonstranten damit wohl niemanden. Leider habe ich es versäumt, das herrlich groteske Bild zu knipsen, in dem die Zwischenkundgebung vor dem Arbeitsamt zu sehen war – unter einer schwarz-rot-goldenen Flagge.

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  • Auskennbernd Am 4. Oktober 2010 um 08:39 Uhr

    Lieber Heinz,
    was hast Du denn von einer solch schlecht organisierten Demonstration erwartet? Die Jenaer Linke katapultiert sich mit solchen und ähnlichen Aktion fast regelmässig selber ins Abseits. Wahrscheinlich deswegen haben sie auch keine natürlichen Feinde mehr. ;)

    Liebe Grüße
    AKBernd

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  • Sebastian Am 4. Oktober 2010 um 09:02 Uhr

    Ich schätze die inhaltliche Auseinandersetzung der Kommentatoren mit den Inhalten der Demonstration sehr.

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  • Auskennbernd Am 4. Oktober 2010 um 09:28 Uhr

    Lieber Sebastian,
    man muss diesen Unsinn, was anderes sind sowohl Demonstrationsmotto und Aufruf nicht gewesen, nicht unnötig aufwerten.
    Seitenweise Theoriephrasen findest Du auf der alten Seite der Jenaer Antifa, die Praxis hat man am Sonntag gesehen und es war einfach nur schlecht.

    Beste Grüße
    AKBernd

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  • Heinz Am 4. Oktober 2010 um 10:18 Uhr

    Die Demo als solche war doch ganz gut organisiert.

    Es gab keine Randale, die Zettelverteiler am Rande der Demo waren fast bürgerlich gekleidet, der Typ mit dem Fotoapparat lief unauffällig nebenher. Die Reden waren zwar nur Sprechblasen, aber dafür relativ wenig aggressiv.

    Und sich mit Inhalten der Demo auseinandersetzen … ich (und mit mir die meisten Passanten) kann das nicht anders als mit Kopfschütteln: “Solange es Deutschland gibt, gibt es keinen Grund zu feiern.” und “Nie wieder Deutschland!”

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  • Auskennbernd Am 4. Oktober 2010 um 10:36 Uhr

    Lieber Heinz,
    auf mich wirkte das alles sehr unorganisiert, mal von den Zettelverteilern abgesehen. Aber ich denke das dies wohl eher der Tatsache geschuldet ist, dass man sich keiner Autorität unterwerfen möchte.
    Parolen habe ich keine vernünftigen erwartet und inhaltsvolle Reden auch nicht. Das wir in Jena keine Hamburger bzw. Stuttgarter Verhältnisse bekommen, war mir im Gegensatz eigentlich klar. Schließlich war hier eine nicht ernst zunehmende Minderheit auf der Straße.

    Beste Grüße
    AKBernd

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  • Heinz Am 4. Oktober 2010 um 10:58 Uhr

    Nachtrag:

    Für Passanten vielsagend waren auch die Parolen: wegen der lauten Musik verstand man meist nur “Nienienieder mit Deutschland” und “Gröhl-Gröhl-Gröhl-SCHEISSE!” (das letzte Wort dafür laut und deutlich).

    Ist Dir das, Sebastian, genug Inhalt für eine inhaltiche Auseinandersetzung? Immerhin handelt es sich dabei um das, was für Passanten und Neugierige des weitaus größten Anteil ausmacht.

    Mit den unlogischen Äußerungen auf dem A5-Zettel und der Homepage befassen sich relativ Außenstehende doch nicht (etwa ‘Burschenschaften waren vor 200 Jahren reaktionär, weil wir heute eine andere Weltsicht haben’ – ja, wollt ihr denn wieder Kleinststaaterei und selbstherrliche Fürsten, ohne Rechtsstaat und Gewaltenteilung? Das Programm der Burschenschaften enthielt unter unter die Forderungen nach der Entwicklung einer konstitutionellen Monarchie (also die Entmachtung des herrschenden Adels), Gleichheit vor dem Gesetz, Einführung des Prinzips nulla poena sine lege und die Rede- und Pressefreiheit. Die Studenten kämpften gegen Metternich und dessen Verstärkung der ohnehin vorhanden Unterdrückung durch die Karlsbader Beschlüsse. Diese bestanden dann bis zur Märzrevolution. Man kann doch nicht mit heutigen politischen Maßstäben historische Tatsachen beurteilen! Und natürlich waren die meisten Deutschen franzosenfeindlich, die Burschenschaften entstanden nach den Befreiungskriegen gegen Napoleon. Soll man etwa Angehörigen der Résistance vorwerfen, sie seien deutschfeindlich?)

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  • Rejected Am 4. Oktober 2010 um 13:14 Uhr

    Meine Herren soviel sie hier diskutieren und ihre Meinung zum Thema äußern destso lächerlicher erscheinen mir ihre achso tollen Argumente.
    Sie geben ebenfalls völlig “engstirnige” Phrasen von sich, die die lediglich ihre eigne Meinung wiederspiegelt.

    Sich genauer mit dem Thema zu befassen, haben sie genauso verpasst wie die Organisatoren der Demo.

    Es gibt immer 2 Seiten über die man reden muss, aber mit dem althergebrachten, engstirnigen und egoistischen Verhaltensweisen der Deutschen scheint sowas gar nicht mehr möglich.

    Ich für meinen Teil bin froh das es noch Jugendliche gibt die auf die Straße gehn und engstirnige Sesselfurzer wie sie die sich dann das maul darüber zerreisen.

    Eine gelungene Abwechslung zum medienbeeinflussten Alltag unserer toleranten und ach so selbstständigen Gesellschaft.

    mfg.

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  • Auskennbernd Am 4. Oktober 2010 um 14:59 Uhr

    Lieber rejected,
    auch wenn Du dem Aufruf Deiner Genossen auf Antifa Jena gefolgt bist und hier Deinen Kommentar hinterlassen hast, so solltest Du trotzdem Deine Wortwahl überdenken. Denn eines wirst Du mit Sicherheit nicht können, von Deinem Platz aus beurteilen wie sehr hier die Kommentatoren “Sesselfurzer” sind.

    Beste Grüße
    Sesselfurzbernd

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