Tabellenführer Turbine Potsdam eine Nummer zu groß für Saalestädterinnen
Jena/Potsdam. Das Spiel des Favoriten lief nicht rund an diesem Sonntag, dies musste auch Potsdams Trainer Bernd Schröder anschließend konstatieren.
Dies lag aber an einer kampfstarken und taktisch gut eingestellten Jenaer Mannschaft. In der ersten Halbzeit überzeugten die Jenaerinnen durch kompakte Defensivarbeit und gutes Stellungsspiel. Die Potsdamerinnen konnten ihr Kombinationsspiel nur selten entfalten. Anonma und Heinze setzten sich gegen die gesamte Potsdamer Defensive durch, Heinzes Schuss landete aber in den Armen von Potsdams Torhüterin Schumann (9.). Die erste Chance zur Führung für Turbine hatte Schmidt nach einem Steilpass von Bajramai, ihr Schuss verfehlte den rechten Pfosten nur knapp (12.). Kurz darauf wurde eine verunglückte Flanke von Schmidt immer länger und senkte sich hinter Burmeister, um an den Pfosten zu klatschen (15.). Die erste gelungene Aktion der Hausherrinnen vollendete Bajramai in der 21. Minute zum 1:0. Nach dem Prinzip Quer-Steil-Quer landet nach einer gelungenen Kombination der Ball bei Turbine‘s Spielmacherin, die ihn an Jenas Torfrau vorbeispitzeln konnte. Jena hielt weiter dagegen, die starke Heinze versuchte es aus 20 Meter, der Ball zischte links am Gehäuse vorbei (27.). In der 30. Minute dribbelte Schmidt durch Jenas Defensive, erneut war bei Burmeister Endstation, kurz darauf brachte Bajramai den Ball scharf, halbhoch von rechts in den Strafraum und Keßler verwertete mit einem Kunstschuss ins rechte Eck zum 2:0 (31.). Nach einem Doppelpass von Schmidt und Bajramai versuchte Groll den Ball zu klären, doch Schmidt hielt ihren Fuß drüber und der Ball fand den Weg in die Maschen. Wenige gute Aktionen reichten den abschlussstarken Turbinen, um zur Halbzeit schon 3:0 zu führen. Auch zu Beginn der 2. Halbzeit fand Potsdam seinen Rhythmus vorerst nicht. Utes verletzte sich nach einem Foulspiel von Keßler und musste ausgewechselt werden (54.). Jena hatte sich noch nicht aufgegeben, Brosius und Heinze spielten sich auf der rechten Seite vor das Tor, Heinzes strammen Schuss konnte Schumann parieren. Dann schwanden die Kräfte im Jenaer Team und die Schröder-Elf spielte ihre konditionellen Vorteile aus. Nach einer Hereingabe von rechts war es wieder Bajramai, die den Ball gegen die Laufrichtung von Burmeister schoss, Jenas Torfrau reagierte aber glänzend. Dann war es wieder eine exakt getimte Hereingabe von Bajramai, die von der eingewechselten Nagasato zum 4:0 per Kopf abgeschlossen werden konnte (78.). Schließlich besorgte die überragende Bajramai mit der Picke in die lange Ecke das 5:0 (86.). Kurz vor Ende der Partie halfen noch einmal Pfosten und Latte den Schaden in Grenzen zu halten. Am Ende steht zwar ein etwas zu deutliches 5:0. Das Spiel sei jedoch nicht zu vergleichen mit dem Auftritt beim 0:5 in Frankfurt, so Jenas Trainer Zaunmüller. Es sei durchaus zu bemerken, dass die Einstellung stimmt und die taktische Abstimmung besser geworden ist.
Tore:
1:0 Bajramai (21.)
2:0 Keßler (31.)
3:0 Schmidt (38.)
4:0 Nagasato (78.)
5:0 Bajramai (86.)
Karten:
Gelb: Utes (17.), Groll (76.)
Aufstellungen:
FF USV Jena: Burmeister – Radtke, Schiewe, Brosius, Groll – Schwarz (84.Ngo Ndoumbouk), Utes (54. Arnold), Milde, Seiler – Heinze (60. Bartke), Anonma
Turbine Potsdam: Schumann – Peter, Henning, Bajramai, Zietz, Wesely (65. Nagasato), Odebrecht (65. Löwenberg), Schmidt, Kemme (75.Schröder), Keßler, Mittag
TFV-Pokal Achtelfinale:
Die zweite Mannschaft des FF USV Jena gewinnt beim SC Oberlind 14:0(7:0).
Torschützen:
Gotte (3), Lopocsi (3), Walter (2), Große (2), Janke (1), Ludwig (1), Müller (1), Bajor (1)
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