FSU-StuRa: 1 000 Protestpostkarten für Matschie
Jena. Am heutigen Donnerstag wurde in der zweiten Lesung der Landeshaushaltsplan für das Haushaltsjahr 2011 verabschiedet. Dies
bedeutet für die FSU Jena Kürzungen in Höhe von 2,4 Millionen Euro. Dadurch muss weiteres Lehrpersonal weggekürzt werden und durch zusätzliche Kürzungen im Bauetat wird sich die bereits zugespitzte räumliche Situation ebenfalls verschärfen. Da die Studierenden nun größere Tutorien und noch stärker überfüllte Hörsäle befürchten, hat der Studentenrat der FSU mit einer Postkartenaktion den Studierenden die Möglichkeit gegeben, ihre Meinung zu dem Landeshaushaltsplan 2011 aufzuschreiben. Die Meinung der Studierenden war dabei alles andere als positiv. So wird sich darüber beschwert, dass “es bereits jetzt am nötigstem fehlt” oder weil “erheblich an Lehrkräften gespart werden müsste, trotz steigender Studierendenzahlen”.
Darüber hinaus halten viele Studierende die Raumsituation in der FSU Jena für nicht hinnehmbar. So gibt es immer wieder Beschwerden über zu volle Seminare in zu kleinen Räumen. “Auf einer der Postkarten schreibt eine Studentin von ihrem Seminar mit 200 Studierendem in einem Raum mit 50 Sitzplätzen”, so Stephanie Borck aus dem StuRa-Vorstand. “Das zeigt wie gravierend das Raumproblem an der Universität tatsächlich ist. So kann es nicht weitergehen. Veranstaltungen zu denen mehrere Hundert Studierende zugelassen werden, können nicht in Räumen mit weniger als der Hälfte der Sitzplätze stattfinden.” Aber genau das ist an der Jenaer Universität der Alltag.
Um die Landesregierung erneut auf die Probleme der Studierenden aufmerksam zu machen und auch an dem Tag an dem der Haushalt beschlossen wird zu verdeutlichen, dass sie mit den Kürzungen nicht einverstanden sind, hat der StuRa nun die Postkarten mit den Meinungen der Studierenden beim Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur eingeworfen. Dazu ist eine Delegation des Referats für Hochschulpolitik mit den rund tausend Postkarten zu Christoph Matschies Bürgerbüro in Jena gegangen und hat mit ihnen den Briefkasten gefüllt. “Üblicherweise werden Unterschriften ja schon persönlich übergeben aber Herr Matschie ist ein vielbeschäftigter Mann und als Landtagsabgeordneter natürlich bei der Plenartagung des Landtages”, erklärt Öffentlichkeitsreferent Johannes Struzek dazu. “Die Landesregierung soll nicht den Fehler begehen davon auszugehen der Landeshaushaltsplan wäre mit dem Landtagsbeschluss abgehakt. Wir Studierende werden weiter für kleine Übungen und genügend Sitzplätze kämpfen und das bedeutet für mehr Geld für die Hochschulen.“ Das wird Herr Matschie bei der Leerung seines Briefkastens feststellen.
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