Jenaer Juristen reisen zum Finale nach Washington |

Jenaer Juristen reisen zum Finale nach Washington

Jena. Das Team der Friedrich-Schiller-Universität Jena hat beim nationalen Vorausscheid des „Philip C. Jessup International Law Moot Court 2011“ den zweiten Platz erreicht. Damit qualifizieren sich Carolin Damm, Anna-Luise Friedrich, Manuela Weyh, Marcus Getschmann und Jens Kaiser für das internationale Finale dieses Wettbewerbs für Jurastudenten vom 20. bis 26. März in Washington (USA).

Das Team der Universität Jena fährt zum Finale nach Washington (v.l): Jens Kaiser, Manuela Weyh, Anna-Luise Friedrich, Carolin Damm und Marcus Getschmann. Foto: Jan-Peter Kasper/FSU

Das Team der Universität Jena fährt zum Finale nach Washington (v.l): Jens Kaiser, Manuela Weyh, Anna-Luise Friedrich, Carolin Damm und Marcus Getschmann. Foto: Jan-Peter Kasper/FSU

Im Finale am Samstagnachmittag (19. Februar) mussten sich die diesjährigen Gastgeber nur dem Team der Universität Bochum geschlagen geben. Innerhalb der finalen 90 Minuten lieferten sich die Kontrahenten einen intensiven Schlagabtausch. Die Jury – unter der Leitung von Abdul G. Koroma, Richter am Internationalen Gerichtshof in Den Haag – sei tief beeindruckt von der Leistung beider Teams. Für die Jenaer Nachwuchsjuristen ist es bereits die siebte Teilnahme in Washington. Im vergangenen Jahr konnten sie den nationalen Titel sogar gewinnen und in Washington einen hervorragenden 16. Platz erreichen. 2011 waren insgesamt Vertreter von 15 deutschen Universitäten nach Jena gekommen.

Während des „Philip C. Jessup Moot Courts“ „spielen“ Studenten der Rechtswissenschaften völkerrechtliche Gerichtsverhandlungen vor einem fiktiven internationalen Gerichtshof durch. Dies geschieht alles in Englisch. Ausgangspunkt sind verschiedene Konflikte zwischen zwei erfundenen Staaten. „Die Fälle sind allerdings sehr nah an der Realität angesiedelt“, erklärt Annelie Gallon vom Organisationsteam der Universität Jena. In diesem Jahr gehe es beispielsweise darum, dass ein Land Terroristen in einem anderen Land mit unbemannten Drohnen angriffen hat. Dabei starben auch Zivilisten. Vor dem Gericht muss geklärt werden, ob ein solcher Angriff gegen das Völkerrecht verstößt. „Ein ähnlicher Konflikt passierte zwischen den USA und Pakistan“, sagt Gallon, die selbst vor einigen Jahren am Wettbewerb teilgenommen hat.

In den Vorrunden und im internationalen Finale werden zwar immer wieder die gleichen Fälle verhandelt, trotzdem ist jeder Durchgang anders. Denn die Jury – u. a. zusammengesetzt aus Richtern des Internationalen Gerichtshofs und des Bundesverfassungsgerichts – lenken die Verhandlung durch Zwischenfragen, die alle Themen des Völkerrechts berühren können.

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