Der Mann fürs Komische: Rudi Hurzlmeier in Jena
Jena. Seine Vielseitigkeit erlaubt ihm, verschiedene Stilrichtungen zu kopieren und Anleihen von Caspar David Friedrich und Monet in ein und demselben Bild zu verarbeiten. Rudi Hurzlmeiers großformatige Bilder, die Cartoons und Comics erheben die Grenzüberschreitung zum Prinzip und provozieren beim Betrachter eine produktive Überraschung, die oft nicht nur fröhlich sondern auch nachdenklich macht. Die Zitate klassischer Malerei in seinen Arbeiten spielen mit Klischees und Erwartungen der Betrachter. Der abgründige, philosophische oder auch fast pornographische Witz entsteht durch überraschende und absurde Details, welche der Bildaussage eine völlig neue Richtung geben.
Die Ausstellung ist vom 19. März bis 5. Juni im Romantikerhaus Jena zu sehen. Weitere Informationen
In einem Interview mit dem Hessischen Rundfunk wurde der Künstler nach dem Komischen in seiner Malerei befragt, nach dem, was in seiner Kunst das Schmunzeln auslöst.
Rudi Hurzlmeier: „Es gibt verschiedene Tricks, die auch Filmkomiker verwenden: Verschiebungen, Verdrehungen, Verzerrungen. Man versucht einfach Irritationen zu erregen, deren Ursachen nicht gleich erkannt werden. Das Vergnügen beim Betrachten entsteht, wenn der Betrachter selbst das Rätsel löst. Die konstruierte Fallhöhe wird als Vergnügen empfunden.“
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