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Verkehrsminister fordert zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke von Erfurt nach Gera



Erfurt. „Durch die Investitionen in die Mitte-Deutschland-Verbindung konnte das Land durch sein Angebot im Schienenpersonennahverkehr die Zahl der Fahrgäste zwischen Erfurt und Gera seit den 90er-Jahren um bis zu 50 Prozent erhöhen. Um den Schienenverkehr auf dieser meistbefahrenen Nahverkehrsstrecke Thüringens weiter zu steigern, muss die Mitte-Deutschland-Verbindung zügig zweigleisig ausgebaut werden. Die Landesregierung hat gemeinsam mit der Bahn durch eine vorgezogene Planung einen Zeitgewinn beim weiteren Ausbau geschaffen. Nun muss der Bund seiner Verantwortung für die Schieneninfrastruktur nachkommen und die notwendigen Mittel bereitstellen“, sagte am gestrigen Freitag (25. März 2011) in Erfurt der Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Christian Carius, bei der Debatte im Thüringer Landtag zum weiteren zweigleisigen Ausbau der Mitte-Deutschland-Verbindung.

„Das Land will auf die verstärkte Nachfrage auf der Strecke durch die Bestellung von vier zusätzlichen Zügen am Tag in jede Richtung reagieren. Dafür brauchen wir jedoch in einem ersten Schritt einen weiteren zweigleisigen Ausbau zwischen Weimar und Gera für zunächst 50 Millionen Euro. Die Wirtschaftlichkeit der Strecke wurde im vergangenen Jahr erneut nachgewiesen. Ihr zügiger Ausbau ist auch für die Anbindung an den künftigen ICE-Knoten in Erfurt ab 2017 unerlässlich. Wir drängen bei der Bundesregierung darauf, die notwendigen Mittel bereitzustellen, damit wir 2012 mit dem Bau beginnen können“, so Carius weiter.

Die Landesregierung hat gemeinsam mit der DB Netz AG Planungen vorab in Angriff genommen, um das Baurecht für einen weiteren Schritt zum Ausbau der Strecke zu erlangen. Thüringen hat angeboten, sich an den Baukosten von 50 Millionen Euro mit zwei Millionen Euro zu beteiligen. Nach dem Ausbau hat das Land die Bestellung von zusätzlichen 150 000 Zugkilometern auf der Strecke zugesagt. Hierfür wären jährlich über eine Millionen Euro aufzuwenden.

Der westliche Teil der Mitte-Deutschland-Verbindung (Bebra-Eisenach-Erfurt) wurde bis 1995 als Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 7 zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert. In den östlichen Teil der Strecke (Weimar-Jena-Gera-Gößnitz) wurden bislang rund 300 Millionen Euro investiert. Dadurch konnte die Reisezeit von Erfurt nach Gera um 12 Prozent verkürzt werden und beträgt heute eine Stunde und sechs Minuten. Die Fahrgastzahlen stiegen seit 1994 zwischen Weimar und Jena von weniger als sechstausend auf 8 200 Fahrgäste am Tag. Auf dem Abschnitt von Jena nach Gera von unter dreitausend auf 4 500 Fahrgäste.

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