Volkszählung und Zensus 2011: Wie gläsern muss der Bürger sein?
Jena. Der 9. Mai 2011 ist Stichtag: Die Daten aller deutschen Bürger werden bis dahin erfasst und mindestens 4 Jahre lang
gespeichert. In Studentenwohnheimen besteht sogar die Möglichkeit, dass Bewohner doppelt befragt werden. Neben den normalen Adressdaten werden auch Informationen zur Religionszugehörigkeit, dem Bildungstand und der Herkunft der Eltern gestellt. So entsteht eine Datenbank in der die gesamte deutsche Bevölkerung abgebildet ist. Der Name: Zensus2011.
Bislang ist zu dieser Großdatenspeicherung in den Medien eher wenig zu lesen oder zu sehen gewesen. Bis auf einige Flyer, in denen Befrager gesucht wurden, gibt es kaum öffentliches Material und so ist das Thema Zensus 2011 bislang kaum beachtet.
Die Piraten Hochschulgruppe Jena will dies ändern und hat deshalb einen speziellen Informationsabend rund um den Zensus 2011 geplant. Unter dem NamenOpenHörsaal Zensus wird es am 18.4.2011 im Seminarraum 308 des Gebäudes Carl-Zeiss-Straße 3 am Campus der FSU Jena einen Vortrags- und Diskussionsabend für alle Interessierten geben. Buchautor Jens Kubieziel, der auch im Arbeitskreis gegen den Zensus 2011 aktiv ist, wird einen Vortrag halten und Fakten und Kritik zum Zensus 2011 liefern. Neben den Infomationen soll der Abend auch einer engeren Vernetzung von aktiven Jenaern gegen den Zensus 2011 dienen.
Wann: 18. April 2011 von 19 bis 22 Uhr
Wo: FSU-Campus CZ3 SR 308
- Greenpeace Jena lädt ein zu Film und Gedankenaustausch: 25 Jahre nach Tschernobyl
- Jenaer Piraten im Gespräch zum Zensus und den OB-Wahlen 2012 in Jena
- DFB veröffentlicht Spielplan der neuen Saison
- Zensus 2011: 110 Interviewer zur Haushaltebefragung in Jena gesucht!
- Wirkcamp 2011 in Jena: öffentliche Vorträge
Einen Kommentar schreiben
Eine Reaktion zu “Volkszählung und Zensus 2011: Wie gläsern muss der Bürger sein?”-
petrapez
Am 26. März 2011 um 23:35 Uhr
Das ist ja wie die Jahre ab 1933 – Herkunft der Eltern… genau das hatten wir doch schon mal, ebenso die Gesinnungsschüffelei:
An was glaube ich, hmmm, daran: “die Gedanken sind frei”
tja, das war’s dann wohl mit dem neuen Fragebogen. Der Begriff Volkszählung ist ein Vertuschen der Etablierung des Überwachungsstaates mit dem Verknüpfen der unterschiedlichen Erhebungen in diversen Datenbanken, denn die “Volkszählung” sollte nur das Volk zählen: eins, zwei, drei… viele.
Stimme zu / Lehne ab:
0
0






