Linke Tarnlisten an Rechtswissenschaftlicher Fakultät |

Linke Tarnlisten an Rechtswissenschaftlicher Fakultät

Jena. Bislang wurden die Studenten der Rechtswissenschaftlichen Fakultät an der FSU von RCDS und Jusos vertreten. Nun versuchen Mitglieder der Linken und des SDS in den StuRa und den Fakultätsrat zu gelangen.

Der Vorsitzende des RCDS Jena Sebastian Walter erklärte: „Hinter ‚JuRa in den StuRa‘ und ‚Juraktiv‘ steht die Linkspartei.“ Dies habe Google bei der Suche nach den Spitzenkandidaten Kai Bekos und Belma Avcu verraten. Die Jurastudentin und stellvertretende Vorsitzende des RCDS Jena Anna Ehrlich ergänzte: „Während RCDS und Burschenschafter offen auftreten, wollen sich die Linken über Tarnlisten in den StuRa und den Fakultätsrat mogeln. Das ist nicht Fair. Die Studenten müssen wissen, wen und was sie wählen.“ Besonders bedauerlich sei, dass die Linken die Ziele von Jusos und RCDS abgekupfert hätten. Ehrlich: „Diejenigen, die bei Karl Theodor zu Guttenberg laut Plagiat schrien sind selbst die größten Plagiatoren.“

Der letztjährige Wahlkampf zwischen Jusos, RCDS und anderen Gruppierungen verlief nahezu ohne Wahlwerbung. In diesem Jahr verteilen die Linken Flyer und tummeln sich bei StudiVZ. Auch hier scheuen sie, mit offenem Visier zu kämpfen. Der RCDS vermutet, dass die Parteikasse der Linken dahinter steckt. Schließlich sind 2012 auch OB-Wahlen.

60 Kommentare zu "Linke Tarnlisten an Rechtswissenschaftlicher Fakultät"

  1. Dass grade der RCDS sich über angebliche Tarnlisten aufregt… ich kann mich noch ganz gut an den StuRa-Wahlkampf im letzten Jahr erinnern.

    Aber das STUR-A-KTIV eine Liste mit breiter politischer Ausrichtung und Unterstützung ist, erkennt man nicht zuletzt daran, dass die LHG (Liberale Hochschulgruppe) eine Wahlempfehlung für die STUR-A-KTIV-Listen abgegeben hat.

    Wenn es den Vertretern des RCDS wirklich ernst wäre mit dem Vertreten studentischer Belange im StuRa, täten sie gut daran, sich auch abseits der Vorstandswahlen mal blicken zu lassen…


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  2. Dass grade der RCDS sich über angebliche Tarnlisten aufregt… ich kann mich noch ganz gut an den StuRa-Wahlkampf im letzten Jahr erinnern.

    Aber das STUR-A-KTIV eine Liste mit breiter politischer Ausrichtung und Unterstützung ist, erkennt man nicht zuletzt daran, dass die LHG (Liberale Hochschulgruppe) eine Wahlempfehlung für die STUR-A-KTIV-Listen abgegeben hat.

    Wenn es den Vertretern des RCDS wirklich ernst wäre mit dem Vertreten studentischer Belange im StuRa, täten sie gut daran, sich auch abseits der Vorstandswahlen mal blicken zu lassen…


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  3. Anonymous | 23. Mai 2011 um 09:00 |

    Im Gegensatz zu den konservativen Tarnlisten der Vergangenheit bekennen Sich hier die Kandidat_innen doch zweifelsfrei zu Ihrer politischen Richtiung; Googeln wöre nicht notwendig gewesen, lesen allein hätte schon geholfen.
    Gerade Kai Bekos äußert übrigens Wahlziele wie ich Sie von RCDS Mitgliedern gerne mal in der Klarheit gehört hätte – von Themenklau kann also keine Rede sein. Zu guter Letzt: die Forderung nach einer besseren Ausstattung der Jurabibliothek hat der RCDS ja Gott-sei-dank nicht für sich gepachtet, zu bedenken ist eher wessen langjährige Landesregierung für diesen Missstand verantwortlich ist!


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  4. BerengarLehr | 23. Mai 2011 um 10:00 |

    Im Gegensatz zu den konservativen Tarnlisten der Vergangenheit bekennen Sich hier die Kandidat_innen doch zweifelsfrei zu Ihrer politischen Richtiung; Googeln wöre nicht notwendig gewesen, lesen allein hätte schon geholfen.
    Gerade Kai Bekos äußert übrigens Wahlziele wie ich Sie von RCDS Mitgliedern gerne mal in der Klarheit gehört hätte – von Themenklau kann also keine Rede sein. Zu guter Letzt: die Forderung nach einer besseren Ausstattung der Jurabibliothek hat der RCDS ja Gott-sei-dank nicht für sich gepachtet, zu bedenken ist eher wessen langjährige Landesregierung für diesen Missstand verantwortlich ist!


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  5. Es ist eine Schande, dass die Liberale Hochschulgruppe eine Wahlempfehlung für die STUR-A-KTIV-Listen abgibt.

    So kommt die FDP jedenfalls langfristig nicht über 5 %. Liberal sein bedeutet schließlich Freiheit, und nicht linke Gleichmacherei.

    Der Antrag auf Abberufung von Justus Geilhufe /Referat gg. gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zeigt i.Ü., wie intollerant STUR-A-KTIV Mitglieder gegenüber anderen Meinungen sind. Noch eine ehrliche Frage: Warum sind eigentlich seit Monaten kein LHG Mitglieder mehr auf StuRa Sitzungen? Der RCDS ist mit Pieter Heubach, Kerstin Zimmermann, Melinda Abend, Sebastian Dewaldt und Heiko Ziemer doch auch außerhalb der Vorstandswahlen immer gut vertreten gewesen.

    Ohnehin scheint es, als seien SDS, Jusos und RCDS im Vergleich zur LHG aktive Hochschulgruppen. http://www.rcds-thueringen.de u.a. mit dem Rotbuch StuRa spricht Bände


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    • RCDS sucks | 23. Mai 2011 um 13:17 |

      „gut vertreten“ liegt wohl im Auge des Betrachters… das zeigt auch die offensichtliche Unkenntnis über die Umstände, die zum Abwahlantrag gegen den Referenten J.G. führten…
      RCDS, ihr seid ein unwissender Kackverein!


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  6. Es ist eine Schande, dass die Liberale Hochschulgruppe eine Wahlempfehlung für die STUR-A-KTIV-Listen abgibt.

    So kommt die FDP jedenfalls langfristig nicht über 5 %. Liberal sein bedeutet schließlich Freiheit, und nicht linke Gleichmacherei.

    Der Antrag auf Abberufung von Justus Geilhufe /Referat gg. gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zeigt i.Ü., wie intollerant STUR-A-KTIV Mitglieder gegenüber anderen Meinungen sind. Noch eine ehrliche Frage: Warum sind eigentlich seit Monaten kein LHG Mitglieder mehr auf StuRa Sitzungen? Der RCDS ist mit Pieter Heubach, Kerstin Zimmermann, Melinda Abend, Sebastian Dewaldt und Heiko Ziemer doch auch außerhalb der Vorstandswahlen immer gut vertreten gewesen.

    Ohnehin scheint es, als seien SDS, Jusos und RCDS im Vergleich zur LHG aktive Hochschulgruppen. http://www.rcds-thueringen.de u.a. mit dem Rotbuch StuRa spricht Bände


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    • RCDS sucks | 23. Mai 2011 um 14:17 |

      „gut vertreten“ liegt wohl im Auge des Betrachters… das zeigt auch die offensichtliche Unkenntnis über die Umstände, die zum Abwahlantrag gegen den Referenten J.G. führten…
      RCDS, ihr seid ein unwissender Kackverein!


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  7. Martin Michel | 23. Mai 2011 um 13:52 |

    Die Wähler werden sich schon mit den Listen beschäftigen, bevor sie ihr Kreuzchen machen.

    Genauso wie ein Leser jeden Artikel kritisch reflektieren sollte egal ob er von einer Redaktion ist oder von einer Privatperson. Das ist doch das schöne an Jenapolis :)


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    • Fühlt sich nicht mitgedacht!!! | 23. Mai 2011 um 16:55 |

      Ich fordere hiermit auch aller Wählerinnen auf, sich mit den Listen zu beschäftigen!
      Und ja, auch Leserinnen dürfen jeden Artikel kritisch reflektieren!


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    • Fühlt sich nicht mitgedacht!!! | 23. Mai 2011 um 16:55 |

      Ich fordere hiermit auch aller Wählerinnen auf, sich mit den Listen zu beschäftigen!
      Und ja, auch Leserinnen dürfen jeden Artikel kritisch reflektieren!


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  8. Janine Eppert | 23. Mai 2011 um 12:00 |

    Sieht ja so aus, als wäre das hier eine Seite auf der jeder schreiben kann, was ihm gerade passt, was den Artikel betrifft. Eine ernsthafte und gewissenhaft arbeitende Redaktion hätte sich sicher erst einmal schlau gemacht, bevor sie solch Unsinn verbreitet hätte. Es muss doch davon ausgegangen werden, dass nicht jeder Leser sehr intelligent ist und somit, dass diese Menschen diese Lügen sogar glauben könnten.


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    • Srimmt, dagegen muß dringend etwas unternommen werden!!1! Wo kämen wir denn hin, wenn sich hier jeder nicht sehr intelligente Leser eine von nicht der Partei vorgegebene Meinung bilden könnte?!


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  9. Janine Eppert | 23. Mai 2011 um 13:00 |

    Sieht ja so aus, als wäre das hier eine Seite auf der jeder schreiben kann, was ihm gerade passt, was den Artikel betrifft. Eine ernsthafte und gewissenhaft arbeitende Redaktion hätte sich sicher erst einmal schlau gemacht, bevor sie solch Unsinn verbreitet hätte. Es muss doch davon ausgegangen werden, dass nicht jeder Leser sehr intelligent ist und somit, dass diese Menschen diese Lügen sogar glauben könnten.


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    • Srimmt, dagegen muß dringend etwas unternommen werden!!1! Wo kämen wir denn hin, wenn sich hier jeder nicht sehr intelligente Leser eine von nicht der Partei vorgegebene Meinung bilden könnte?!


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  10. Martin Michel | 23. Mai 2011 um 14:52 |

    Die Wähler werden sich schon mit den Listen beschäftigen, bevor sie ihr Kreuzchen machen.

    Genauso wie ein Leser jeden Artikel kritisch reflektieren sollte egal ob er von einer Redaktion ist oder von einer Privatperson. Das ist doch das schöne an Jenapolis :)


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    • Fühlt sich nicht mitgedacht!!! | 23. Mai 2011 um 17:55 |

      Ich fordere hiermit auch aller Wählerinnen auf, sich mit den Listen zu beschäftigen!
      Und ja, auch Leserinnen dürfen jeden Artikel kritisch reflektieren!


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  11. Für mich ist es wichtig, dass ich weiß ob die Person einer Hochschulgruppe angehört oder nicht!

    Mir ist es relativ egal, ob die Liste von der Liberalen Hochschulgruppe oder von den jusos empfohlen wird. Wenn die Kandidaten einer Hochschulgruppe angehören, sollten sie es auf jeden Fall deutlich machen. Es ist gerade nicht egal, ob man den RCDS oder die SDS wählt.

    Ich habe jetzt selbst mal geschaut, Belma Avcu wird als „Inhaber“ einer sds seite aufgeführt und Kai Bekos ist wohl der der Linken zuordenbar. Für mich ist das ganz klar eine Wählertäuschung.

    @ BerengarLehr (http://linke-wahl-jena.de/autoren/berengar-lehr/): Die Linke scheint es, jetzt wo sie merkt, dass sie nicht mehr so beim Wahlvolk anzukommen (wie in Bremen), es nötig zu haben, Mehrheiten über die Hintertür organisieren zu müssen.


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  12. Für mich ist es wichtig, dass ich weiß ob die Person einer Hochschulgruppe angehört oder nicht!

    Mir ist es relativ egal, ob die Liste von der Liberalen Hochschulgruppe oder von den jusos empfohlen wird. Wenn die Kandidaten einer Hochschulgruppe angehören, sollten sie es auf jeden Fall deutlich machen. Es ist gerade nicht egal, ob man den RCDS oder die SDS wählt.

    Ich habe jetzt selbst mal geschaut, Belma Avcu wird als „Inhaber“ einer sds seite aufgeführt und Kai Bekos ist wohl der der Linken zuordenbar. Für mich ist das ganz klar eine Wählertäuschung.

    @ BerengarLehr (http://linke-wahl-jena.de/autoren/berengar-lehr/): Die Linke scheint es, jetzt wo sie merkt, dass sie nicht mehr so beim Wahlvolk anzukommen (wie in Bremen), es nötig zu haben, Mehrheiten über die Hintertür organisieren zu müssen.


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  13. Wieso eigentlich Tarnliste? Seit Jahren treten Linke für den Stura als „Stur-a-ktiv“ an. Gerade weil nur ein Teil der Kandidaten auch in der Linken.SDS aktiv ist, während andere parteilos oder etwa bei den Grünen sind. Neu ist nur, dass die Juristen die nicht als „Sture“ antreten.
    Im übrigen bin ich dem RCDS dankbar, dass er an dieser Fakultät offen antritt, während er an anderen unter „HochschulAktiv“ oder dergleichen antritt.


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  14. Wieso eigentlich Tarnliste? Seit Jahren treten Linke für den Stura als „Stur-a-ktiv“ an. Gerade weil nur ein Teil der Kandidaten auch in der Linken.SDS aktiv ist, während andere parteilos oder etwa bei den Grünen sind. Neu ist nur, dass die Juristen die nicht als „Sture“ antreten.
    Im übrigen bin ich dem RCDS dankbar, dass er an dieser Fakultät offen antritt, während er an anderen unter „HochschulAktiv“ oder dergleichen antritt.


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  15. Wenn mensch sich die Wahlbeilage des Akrützels mal genau anschauen würde, würde schnell festgestellt werden können, dass die beiden benannten Personen sehr Wohl ihre politische Zugehörigkeit kenntlich gemacht haben.
    Wind um nichts also und bloß peinlich-dummer Wahlkampf des RCDS ohne fundierte Grundlagen.


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  16. Wenn mensch sich die Wahlbeilage des Akrützels mal genau anschauen würde, würde schnell festgestellt werden können, dass die beiden benannten Personen sehr Wohl ihre politische Zugehörigkeit kenntlich gemacht haben.
    Wind um nichts also und bloß peinlich-dummer Wahlkampf des RCDS ohne fundierte Grundlagen.


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  17. Wieland Rose | 23. Mai 2011 um 22:17 |

    „Diejenigen, die bei Karl Theodor zu Guttenberg laut Plagiat schrien sind selbst die größten Plagiatoren.“

    Hier muss ich nur mal kurz einhaken. Da wurde mal wieder null verstanden worum es bei dem Herrn! Guttenberg ging. Dieser Mensch hat massiv gelogen, Mittel missbraucht und betrogen um illegal an einen Dr. Titel zu kommen. Da wurde nicht eine Idee für gut befunden und mit übernommen.

    Die politischen Zugehörigkeit des Autors werden so ziemlich deutlich wenn man einen Betrüger in nachhinein als armes Opfer darstellen möchte um einen Dolchstoßlegende zu produzieren. Jeder Akademiker der wissenschaftliches Arbeiten auch nur halbwegs ernst nimmt kann solche Sätze über Guttenberg gar nicht schreiben.


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    • Anna Ehrlich | 24. Mai 2011 um 07:03 |

      Dass Guttenberg vorsätzlich getäuscht hat steht außer Frage und möchte ich keineswegs bestreiten. Vielmehr kann man es auch mit dem Bibelspruch vergleichen: „wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein!“

      Daraus kann man natürlich eine Zugehörigkeit zu einer christlich geprägten Partei herauslesen.


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  18. Wieland Rose | 23. Mai 2011 um 23:17 |

    „Diejenigen, die bei Karl Theodor zu Guttenberg laut Plagiat schrien sind selbst die größten Plagiatoren.“

    Hier muss ich nur mal kurz einhaken. Da wurde mal wieder null verstanden worum es bei dem Herrn! Guttenberg ging. Dieser Mensch hat massiv gelogen, Mittel missbraucht und betrogen um illegal an einen Dr. Titel zu kommen. Da wurde nicht eine Idee für gut befunden und mit übernommen.

    Die politischen Zugehörigkeit des Autors werden so ziemlich deutlich wenn man einen Betrüger in nachhinein als armes Opfer darstellen möchte um einen Dolchstoßlegende zu produzieren. Jeder Akademiker der wissenschaftliches Arbeiten auch nur halbwegs ernst nimmt kann solche Sätze über Guttenberg gar nicht schreiben.


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    • Anna Ehrlich | 24. Mai 2011 um 08:03 |

      Dass Guttenberg vorsätzlich getäuscht hat steht außer Frage und möchte ich keineswegs bestreiten. Vielmehr kann man es auch mit dem Bibelspruch vergleichen: „wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein!“

      Daraus kann man natürlich eine Zugehörigkeit zu einer christlich geprägten Partei herauslesen.


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  19. Witzig – das unbedeutentste Gremium der Stadt, das auch schon lange den Draht zu den Studierenden verloren hat, geht sich in ihrem peinlichen Wahlkampf mal wieder selbst an die Gurgel und nimmt sich überwichtig. Meine Empfehlung: ignorieren.


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  20. Witzig – das unbedeutentste Gremium der Stadt, das auch schon lange den Draht zu den Studierenden verloren hat, geht sich in ihrem peinlichen Wahlkampf mal wieder selbst an die Gurgel und nimmt sich überwichtig. Meine Empfehlung: ignorieren.


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  21. Radiowaves | 24. Mai 2011 um 06:47 |

    Ich habe auch mal in Jena studiert, promoviert und gearbeitet, von 1993 bis 2003. Ja, da gab es irgendwelche Studenten…, sorry, Studierendenvertretungen. Wir wußten damals nur nicht, wofür. Wir hatten mit Praktika und Übungsaufgaben sowie dem Nacharbeiten des Vorlesungsstoffes mehr als genug zu tun. Wir saßen zuweilen 7:30 Uhr in der ersten Vorlesung und abends um 22:00 Uhr im Wohnheim über den Übungsaufgaben. Wann hätten wir uns also mit pseudopolitischen Grabenkämpfen beschäftigen sollen?

    Wenn ich das hier jetzt lese, fühle ich mich nachträglich bestätigt: das muß man sich nicht antun. Gelangweilte, offenbar nicht mit dem Studium ausgelastete Studenten spielen im politischen Sandkasten kleine lustige Manöver und schießen mit Spielzeug-Nebelmunition. Macht nur. Das Berufsleben kommt danach und hat andere Anforderungen. Vielleicht ist dann Politiker ja die einzige Chance, die noch bleibt? Da wäre es ja immerhin noch eine gute Vorbereitung, jetzt schon mit diesen aufgebauschten Belanglosigkeiten zu spielen.


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    • Du darfst diejenigen nicht vergessen, die schon seit 1999 hauptberuflich im StuRa aktiv sind, sonst aber noch nicht viel geleistet haben, außer andere Leute mit abstrusen, realitätsfernen Ideologien zu belästigen und tagein-tagaus politische Pamphlete zu schreiben, um dann über Parteilisten in den Stadtrat einzuziehen und da die gleiche Nummer abzuziehen.


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    • Du darfst diejenigen nicht vergessen, die schon seit 1999 hauptberuflich im StuRa aktiv sind, sonst aber noch nicht viel geleistet haben, außer andere Leute mit abstrusen, realitätsfernen Ideologien zu belästigen und tagein-tagaus politische Pamphlete zu schreiben, um dann über Parteilisten in den Stadtrat einzuziehen und da die gleiche Nummer abzuziehen.


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    • Okay, du hast offensichtlich damals geistige Molke gedacht und geredet und tust es heute immer noch.
      Das Ideal, welches du hier ganz nebenbei zeichnest ist das des braven, fleißigen deutschen Arbeiters, der sich nicht für Politik interessiert (zu interessieren hat). Lernen – Arbeit – Kinder zeugen. Heil Bockwurst…


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      • Radiowaves | 24. Mai 2011 um 11:18 |

        Freundchen, paß mal auf und spuck hier keine großen Töne. Ich interessiere mich sehr wohl für Politk und habe in 20 Jahren durchaus eine Menge Zeit in diesbezüglich mir sinnvoll erscheinende Dinge investiert. Was ich aber nicht gemacht habe: das weitgehend vom Staat bezahlte Studium dazu benutzt, abzuhängen und das zu tun, was Du mir unterstellst: „geistige Molke“ zu fabrizieren.

        Wenns nach mir ginge, sollte man ich dieses Langzeit-Studi-Pack, das nur zum pseudopolitischen Reiben an einer Hochschule eingeschrieben ist, rücksichtslos und kosnequent exmatrikulieren. Ich kenne solche Leute, meist erkennt man sie am „Innen“ in jedem dritten Wort.

        Und Bockwurst mag ich nicht.


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        • Ich bin zwar kein Student, doch bin ich mir recht sicher, dass egal wieviele „pseudopolitische“ Studenten sich um den StuRa bewerben es auch noch Einzelne gibt, deren Ziele und Hoffnungen in Bezug auf Arbeit innerhalb des Studentenrates ehrenwert und respektabel sind…. Vielleicht kommt ja eine Zeit, inder StuRa und Studierender wieder zusammenrücken :-)


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        • Du bist nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Die StudentInnen sind schon lange als sexistischer Ausdruck gebrandmarkt, heutzutage heißt das „Student_innen“, womit auch die Identität jener getroffen wird, die sich nicht der faschistischen, zweigeschlechtlichen Normativität unterwerfen. Und wenn Du wissen willst, wie das gesprochen wird, dann höre einmal den Stura-Angehörigen der Linken und Grünen zu. Die machen tatsächlich eine Pause von dem „innen“, denn der Gender_Gap soll durch diesen Bruch im Satzbau zum Nach- und Umdenken anregen.

          (Was die ganze Angelegenheit weniger amüsant macht, ist daß diese Leute realen Einfluß auf die Lokalpolitik nehmen. Ganz im Gegensatz zu jenen, die zwar produktiv arbeiten und viele der Dampfplauderer finanzieren, die aber ihre spärliche Freizeit nicht mit Ausschußgeklüngel und Lobbyarbeit zubringen.)


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  22. Radiowaves | 24. Mai 2011 um 07:47 |

    Ich habe auch mal in Jena studiert, promoviert und gearbeitet, von 1993 bis 2003. Ja, da gab es irgendwelche Studenten…, sorry, Studierendenvertretungen. Wir wußten damals nur nicht, wofür. Wir hatten mit Praktika und Übungsaufgaben sowie dem Nacharbeiten des Vorlesungsstoffes mehr als genug zu tun. Wir saßen zuweilen 7:30 Uhr in der ersten Vorlesung und abends um 22:00 Uhr im Wohnheim über den Übungsaufgaben. Wann hätten wir uns also mit pseudopolitischen Grabenkämpfen beschäftigen sollen?

    Wenn ich das hier jetzt lese, fühle ich mich nachträglich bestätigt: das muß man sich nicht antun. Gelangweilte, offenbar nicht mit dem Studium ausgelastete Studenten spielen im politischen Sandkasten kleine lustige Manöver und schießen mit Spielzeug-Nebelmunition. Macht nur. Das Berufsleben kommt danach und hat andere Anforderungen. Vielleicht ist dann Politiker ja die einzige Chance, die noch bleibt? Da wäre es ja immerhin noch eine gute Vorbereitung, jetzt schon mit diesen aufgebauschten Belanglosigkeiten zu spielen.


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    • Du darfst diejenigen nicht vergessen, die schon seit 1999 hauptberuflich im StuRa aktiv sind, sonst aber noch nicht viel geleistet haben, außer andere Leute mit abstrusen, realitätsfernen Ideologien zu belästigen und tagein-tagaus politische Pamphlete zu schreiben, um dann über Parteilisten in den Stadtrat einzuziehen und da die gleiche Nummer abzuziehen.


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    • Okay, du hast offensichtlich damals geistige Molke gedacht und geredet und tust es heute immer noch.
      Das Ideal, welches du hier ganz nebenbei zeichnest ist das des braven, fleißigen deutschen Arbeiters, der sich nicht für Politik interessiert (zu interessieren hat). Lernen – Arbeit – Kinder zeugen. Heil Bockwurst…


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      • Radiowaves | 24. Mai 2011 um 12:18 |

        Freundchen, paß mal auf und spuck hier keine großen Töne. Ich interessiere mich sehr wohl für Politk und habe in 20 Jahren durchaus eine Menge Zeit in diesbezüglich mir sinnvoll erscheinende Dinge investiert. Was ich aber nicht gemacht habe: das weitgehend vom Staat bezahlte Studium dazu benutzt, abzuhängen und das zu tun, was Du mir unterstellst: „geistige Molke“ zu fabrizieren.

        Wenns nach mir ginge, sollte man ich dieses Langzeit-Studi-Pack, das nur zum pseudopolitischen Reiben an einer Hochschule eingeschrieben ist, rücksichtslos und kosnequent exmatrikulieren. Ich kenne solche Leute, meist erkennt man sie am „Innen“ in jedem dritten Wort.

        Und Bockwurst mag ich nicht.


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        • Ich bin zwar kein Student, doch bin ich mir recht sicher, dass egal wieviele „pseudopolitische“ Studenten sich um den StuRa bewerben es auch noch Einzelne gibt, deren Ziele und Hoffnungen in Bezug auf Arbeit innerhalb des Studentenrates ehrenwert und respektabel sind…. Vielleicht kommt ja eine Zeit, inder StuRa und Studierender wieder zusammenrücken :-)


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        • Du bist nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Die StudentInnen sind schon lange als sexistischer Ausdruck gebrandmarkt, heutzutage heißt das „Student_innen“, womit auch die Identität jener getroffen wird, die sich nicht der faschistischen, zweigeschlechtlichen Normativität unterwerfen. Und wenn Du wissen willst, wie das gesprochen wird, dann höre einmal den Stura-Angehörigen der Linken und Grünen zu. Die machen tatsächlich eine Pause von dem „innen“, denn der Gender_Gap soll durch diesen Bruch im Satzbau zum Nach- und Umdenken anregen.

          (Was die ganze Angelegenheit weniger amüsant macht, ist daß diese Leute realen Einfluß auf die Lokalpolitik nehmen. Ganz im Gegensatz zu jenen, die zwar produktiv arbeiten und viele der Dampfplauderer finanzieren, die aber ihre spärliche Freizeit nicht mit Ausschußgeklüngel und Lobbyarbeit zubringen.)


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  23. Die Zugehörigkeit zu einer politischen Richtung ist das eine – aber Stadtverbandsvorsitzender der Linkspartei in Jena: das ist für mich schon eine sehr wichtige Angabe!

    Politisch eher unwichtig, verfügt der Stura über 500.000 EUR im Jahr! Am besten der Studentenbeitrag wird auf 1 EUR gesenkt, dann kann sich der Stura bloß um studentische Belange kümmern und nicht mehr um Klassenkampf und Weltfrieden.

    –> Rotbuch Stura: http://www.rcds-thueringen.de/index.php?ka=8&ska=-1


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  24. Die Zugehörigkeit zu einer politischen Richtung ist das eine – aber Stadtverbandsvorsitzender der Linkspartei in Jena: das ist für mich schon eine sehr wichtige Angabe!

    Politisch eher unwichtig, verfügt der Stura über 500.000 EUR im Jahr! Am besten der Studentenbeitrag wird auf 1 EUR gesenkt, dann kann sich der Stura bloß um studentische Belange kümmern und nicht mehr um Klassenkampf und Weltfrieden.

    –> Rotbuch Stura: http://www.rcds-thueringen.de/index.php?ka=8&ska=-1


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  25. Christopher | 24. Mai 2011 um 10:16 |

    Also bedeutet „Jura in den Stura“ nichts anderes als „Kommunisten auf den Listen“, aber das ist ja nichts neues dass die Linke mit altbewährten Stasi-Methoden arbeitet.


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  26. Christopher | 24. Mai 2011 um 11:16 |

    Also bedeutet „Jura in den Stura“ nichts anderes als „Kommunisten auf den Listen“, aber das ist ja nichts neues dass die Linke mit altbewährten Stasi-Methoden arbeitet.


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  27. Also dass gerade der RCDS hier Vorwürfe gegen lange selbst geübte Praxis übt zeugt schon von großer Dreistigkeit.

    Und anstatt auf bekannte Feindbilder à la ‚Staat-ausnutzende Langzeitstudenten‘ einzuprügeln, sollten zur Abwechslung nebenher mal Interessen der Studierenden vertreten werden.

    @ Radiowaves

    Ich denke, jeder der sich für ein Studium an einer Universität entscheidet, möchte sich neben Fachlichkeit auch ein wenig geistig entwickeln. Schließlich gibt es schon genügend mittelmäßige Akademiker!


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    • Radiowaves | 25. Mai 2011 um 06:41 |

      @ Alu

      Ja, die „Interessen der Studierenden“, die vermisse ich hier komplett: Der diesen lustigen Faden einleitende Artikel hat auch überhaupt nichts damit zu tun, sondern ausschließlich mit einer Art Wahlkampf-Simulation im Sandkasten. Irgendwie schon wie bei den „Großen“: intrigieren, angreifen, plattmachen. Nach 20 Jahren real erlebtem Rechtsstaat (über das, was vorher war, will ich damit aber bitte überhaupt nichts ausgesagt haben, als die DDR zusammenbrach war ich 15, womit mir zwangsläufig viele Dinge erspart geblieben sind) bleibt mir sowieso nur noch, kopfschüttelnd „die da“ machen zu lassen. Das läuft ohnehin alles naturgesetzmäßig ab: nach den Naturgesetzen des Marktes und des Geldes. Wenn ich eine Lektion gelernt habe, dann die, daß im menschlichsten Sinne vernünftige und (über-)lebensnotwendige Dinge ohnehin nie entschieden werden, dafür umso mehr Dinge, die der eigenen (und weil Menschen sterblich sind der kurzfristigen) Machtsicherung dienen und die die Bevölkerung noch eine zeitlang mit billigem Spaß auf Kosten von Planet und nachfolgenden Generationen versorgen. Und, daß die Mehrheit der Bevölkerung offenbar genau das unter „Politik“ versteht und sich – das ist noch erschütternder – damit zufrieden gibt.

      Wer dem widersprechen möchte, gehe bitte einfach mal mit offenen Augen durch dieses Land. Wenn ich das tue, erleide ich alle paar Meter faktisch einen Schock bei dem, was ich wahrnehmen muß. Ich wills inzwischen gar nicht mehr sehen und versuche, mich fernzuhalten. Wer nichts ausrichten kann, sollte wenigstens sehen, daß er weitgehend unbeschädigt bleibt. Das, was mir im Leben wichtig ist (eine vernünftige Landesentwicklungs- und Verkehrspolitik zum Beispiel, die uns zunehmend ertüchtigen könnte, nachhaltig zu leben statt auf dem Weg zwischen Beruf, Wohnen und Freizeit Städte mit Autos zu verstopfen, nicht auffüllbare Ressourcen sprichwörtlich zu verbrennen und den Lebensraum für Mensch, Tier und Pflanzen zu zerstören oder – mein schon am Nutzernamen erkennbar leidenschaftlichtes Thema – ein öffentlich-rechtliches Rundfunksystem, das Raum für das Wahre, Gute und Schöne hätte statt für den Schund, der landauf, landab auch auf den meisten öffentlich-rechtlichen Wellen verbreitet wird) mußte ich als unter den realen gesellschaftlichen Bedingungen illusorisch erkennen. Irgendwann reicht es und man möchte sich nur noch zurückziehen, um die Diktatur der Konsumenten nicht länger ertragen zu müssen.

      Zurück zum Thema: der Artikel wird eingeleitet mit den Worten „bislang wurden die Studenten der Rechtswissenschaftlichen Fakultät an der FSU von RCDS und Jusos vertreten“ – schon da kam mir die Frage, wie dies zu verstehen sei. Ist das Jurastudium (ich habe gottlob etwas naturwissenschaftliches studiert, da ändert sich „richtig“ und „falsch“ wenigstens nicht im Legislaturperiodentakt) etwa eine geschlossene Veranstaltung von RCDS und Jusos? Durch wen sollen sich die vertreten fühlen, die sich dort nicht identifizieren können? Schon an der Stelle setzt mein naturwissenschaftliches Hirn aus und schreibt mir ein Fragezeichen auf den Screen. Wahrscheinlich muß man das auch alles gar nicht verstehen.

      Und: was sind eigentlich die „Interessen der Studierenden“? Meine waren damals z.B., schnell durchs Studium zu kommen, es möglichst gut abzuschließen, möglichst wenig Geld dabei zu verbrennen (Nebenjobs hatten wir alle nicht, sie wären mit dem Inhalt des Studiums kollidiert), ein gutes Betreuungsverhältnis zu haben (hatten wir!) und ein einigermaßen intaktes soziales Umfeld zu haben, was ich mir dadurch sicherte, daß ich mit meinem besten Schulfreund zusammen im Wohnheim auf einem Zimmer wohnte. Andere kämpften damals für mehr Parkplätze am Wohnheim (ich besitze bis heute kein Auto und 1993 fanden wir das regelrecht dekadent) und später dann für Internetanbindung der Wohnheime (was wir 1997 für maximal Priorität 10 hielten, wir hatten damals beide keinen PC, den wir fürs Studium für nötig erachtet hätten). Interessen sind also durchaus etwas inhomogenes. Und die sollen ausgerechnet durch parteipolitisch gefärbte Einzelgruppen angemessen vertreten werden? Vielleicht empfindet man als junger Mensch tatsächlich noch die Hoffnung, daß so etwas möglich sei. Ich habe sie inzwischen begraben. Wenn jemand meine Interessen vertreten kann, dann bin ich das. Und das letzte Interesse heißt irgendwann, weitgehend unbeschadet durchs Leben zu kommen. Mehr wünscht man sich dann irgendwann gar nicht mehr. Der vollständige Rückzug ins Private ist nicht selten in meinem Umfeld. Die Öffentlichkeit ist kein Lebensort mehr.

      Die von Alu angesprochene „geistige Entwicklung“ hat nach meiner Beobachtung genau das als Konsequenz bei den Menschen, die nachhaltig, ökologisch und menschlich leben wollen. Da ersetzt das Wochenende mit Freunden auf der Streuobstwiese das ganze parteipolitische, ausschließlich eigennützige, aber mit der Fassade des für die Menschen unglaublich wichtigen ausgestattete Gedöns, um das es hier gerade geht und das meiner Meinung nach nur mit „geistiger Entwicklung“ verwechselt wird.


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  28. Also dass gerade der RCDS hier Vorwürfe gegen lange selbst geübte Praxis übt zeugt schon von großer Dreistigkeit.

    Und anstatt auf bekannte Feindbilder à la ‚Staat-ausnutzende Langzeitstudenten‘ einzuprügeln, sollten zur Abwechslung nebenher mal Interessen der Studierenden vertreten werden.

    @ Radiowaves

    Ich denke, jeder der sich für ein Studium an einer Universität entscheidet, möchte sich neben Fachlichkeit auch ein wenig geistig entwickeln. Schließlich gibt es schon genügend mittelmäßige Akademiker!


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    • Radiowaves | 25. Mai 2011 um 07:41 |

      @ Alu

      Ja, die „Interessen der Studierenden“, die vermisse ich hier komplett: Der diesen lustigen Faden einleitende Artikel hat auch überhaupt nichts damit zu tun, sondern ausschließlich mit einer Art Wahlkampf-Simulation im Sandkasten. Irgendwie schon wie bei den „Großen“: intrigieren, angreifen, plattmachen. Nach 20 Jahren real erlebtem Rechtsstaat (über das, was vorher war, will ich damit aber bitte überhaupt nichts ausgesagt haben, als die DDR zusammenbrach war ich 15, womit mir zwangsläufig viele Dinge erspart geblieben sind) bleibt mir sowieso nur noch, kopfschüttelnd „die da“ machen zu lassen. Das läuft ohnehin alles naturgesetzmäßig ab: nach den Naturgesetzen des Marktes und des Geldes. Wenn ich eine Lektion gelernt habe, dann die, daß im menschlichsten Sinne vernünftige und (über-)lebensnotwendige Dinge ohnehin nie entschieden werden, dafür umso mehr Dinge, die der eigenen (und weil Menschen sterblich sind der kurzfristigen) Machtsicherung dienen und die die Bevölkerung noch eine zeitlang mit billigem Spaß auf Kosten von Planet und nachfolgenden Generationen versorgen. Und, daß die Mehrheit der Bevölkerung offenbar genau das unter „Politik“ versteht und sich – das ist noch erschütternder – damit zufrieden gibt.

      Wer dem widersprechen möchte, gehe bitte einfach mal mit offenen Augen durch dieses Land. Wenn ich das tue, erleide ich alle paar Meter faktisch einen Schock bei dem, was ich wahrnehmen muß. Ich wills inzwischen gar nicht mehr sehen und versuche, mich fernzuhalten. Wer nichts ausrichten kann, sollte wenigstens sehen, daß er weitgehend unbeschädigt bleibt. Das, was mir im Leben wichtig ist (eine vernünftige Landesentwicklungs- und Verkehrspolitik zum Beispiel, die uns zunehmend ertüchtigen könnte, nachhaltig zu leben statt auf dem Weg zwischen Beruf, Wohnen und Freizeit Städte mit Autos zu verstopfen, nicht auffüllbare Ressourcen sprichwörtlich zu verbrennen und den Lebensraum für Mensch, Tier und Pflanzen zu zerstören oder – mein schon am Nutzernamen erkennbar leidenschaftlichtes Thema – ein öffentlich-rechtliches Rundfunksystem, das Raum für das Wahre, Gute und Schöne hätte statt für den Schund, der landauf, landab auch auf den meisten öffentlich-rechtlichen Wellen verbreitet wird) mußte ich als unter den realen gesellschaftlichen Bedingungen illusorisch erkennen. Irgendwann reicht es und man möchte sich nur noch zurückziehen, um die Diktatur der Konsumenten nicht länger ertragen zu müssen.

      Zurück zum Thema: der Artikel wird eingeleitet mit den Worten „bislang wurden die Studenten der Rechtswissenschaftlichen Fakultät an der FSU von RCDS und Jusos vertreten“ – schon da kam mir die Frage, wie dies zu verstehen sei. Ist das Jurastudium (ich habe gottlob etwas naturwissenschaftliches studiert, da ändert sich „richtig“ und „falsch“ wenigstens nicht im Legislaturperiodentakt) etwa eine geschlossene Veranstaltung von RCDS und Jusos? Durch wen sollen sich die vertreten fühlen, die sich dort nicht identifizieren können? Schon an der Stelle setzt mein naturwissenschaftliches Hirn aus und schreibt mir ein Fragezeichen auf den Screen. Wahrscheinlich muß man das auch alles gar nicht verstehen.

      Und: was sind eigentlich die „Interessen der Studierenden“? Meine waren damals z.B., schnell durchs Studium zu kommen, es möglichst gut abzuschließen, möglichst wenig Geld dabei zu verbrennen (Nebenjobs hatten wir alle nicht, sie wären mit dem Inhalt des Studiums kollidiert), ein gutes Betreuungsverhältnis zu haben (hatten wir!) und ein einigermaßen intaktes soziales Umfeld zu haben, was ich mir dadurch sicherte, daß ich mit meinem besten Schulfreund zusammen im Wohnheim auf einem Zimmer wohnte. Andere kämpften damals für mehr Parkplätze am Wohnheim (ich besitze bis heute kein Auto und 1993 fanden wir das regelrecht dekadent) und später dann für Internetanbindung der Wohnheime (was wir 1997 für maximal Priorität 10 hielten, wir hatten damals beide keinen PC, den wir fürs Studium für nötig erachtet hätten). Interessen sind also durchaus etwas inhomogenes. Und die sollen ausgerechnet durch parteipolitisch gefärbte Einzelgruppen angemessen vertreten werden? Vielleicht empfindet man als junger Mensch tatsächlich noch die Hoffnung, daß so etwas möglich sei. Ich habe sie inzwischen begraben. Wenn jemand meine Interessen vertreten kann, dann bin ich das. Und das letzte Interesse heißt irgendwann, weitgehend unbeschadet durchs Leben zu kommen. Mehr wünscht man sich dann irgendwann gar nicht mehr. Der vollständige Rückzug ins Private ist nicht selten in meinem Umfeld. Die Öffentlichkeit ist kein Lebensort mehr.

      Die von Alu angesprochene „geistige Entwicklung“ hat nach meiner Beobachtung genau das als Konsequenz bei den Menschen, die nachhaltig, ökologisch und menschlich leben wollen. Da ersetzt das Wochenende mit Freunden auf der Streuobstwiese das ganze parteipolitische, ausschließlich eigennützige, aber mit der Fassade des für die Menschen unglaublich wichtigen ausgestattete Gedöns, um das es hier gerade geht und das meiner Meinung nach nur mit „geistiger Entwicklung“ verwechselt wird.


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  29. ja, und natürlich werden flyer nur von besagten „tarnlisten“ verteilt, und auch auf studivz ist der RCDS überhaupt nicht zu finden…lieber RCDS, das ist einfach nur jämmerlich was ihr da macht…


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  30. ja, und natürlich werden flyer nur von besagten „tarnlisten“ verteilt, und auch auf studivz ist der RCDS überhaupt nicht zu finden…lieber RCDS, das ist einfach nur jämmerlich was ihr da macht…


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  31. Anonymous | 25. Mai 2011 um 06:43 |

    Wenn man als Außenstehender die ganzen Beiträge liest, fällt schon etwas auf. Hier geht es den meisten nicht um Inhalte oder Personen sondern einzig und allein darum aus welcher Schublade jemand kommt. Statt Argumenten lieber Panik machende Begriffe wie „Kommunisten“, „Tarn-listen“ oder „Stasi“. Demnächst tauchen noch Bilder auf wo einer der Kandidaten an einer Schnapsflasche nippt oder in einem Video „Scheiße“ sagt.
    Jedenfalls viel Spaß noch in eurem Wahlkampf!


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  32. Wenn man als Außenstehender die ganzen Beiträge liest, fällt schon etwas auf. Hier geht es den meisten nicht um Inhalte oder Personen sondern einzig und allein darum aus welcher Schublade jemand kommt. Statt Argumenten lieber Panik machende Begriffe wie „Kommunisten“, „Tarn-listen“ oder „Stasi“. Demnächst tauchen noch Bilder auf wo einer der Kandidaten an einer Schnapsflasche nippt oder in einem Video „Scheiße“ sagt.
    Jedenfalls viel Spaß noch in eurem Wahlkampf!


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  33. Thorsten | 25. Mai 2011 um 06:59 |

    Vielleicht um die Diskussion noch ein wenig anzureichern: Burschenschaftler und Co. hatten es Tarnlisten und „unter falschem Namen in den StuRa mogeln“ sogar in den Spiegel geschafft. Und wurde es dem RCDS nicht sogar gerichtlich verboten gefälschte Akrützel-Kopien mit Wahlwerbung zu verteilen?


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  34. Thorsten | 25. Mai 2011 um 07:59 |

    Vielleicht um die Diskussion noch ein wenig anzureichern: Burschenschaftler und Co. hatten es Tarnlisten und „unter falschem Namen in den StuRa mogeln“ sogar in den Spiegel geschafft. Und wurde es dem RCDS nicht sogar gerichtlich verboten gefälschte Akrützel-Kopien mit Wahlwerbung zu verteilen?


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  35. Jenapolis leser | 25. Mai 2011 um 08:15 |

    Na, mittlerweile gibt es sogar einen Artikel der besagten Liste der mal einige Sachen gerade rückt.
    http://www.jenapolis.de/123904/studierende-wollen-konstruktive-zusammenarbeit-statt-schmutzwahlkampf/


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  36. Jenapolis leser | 25. Mai 2011 um 09:15 |

    Na, mittlerweile gibt es sogar einen Artikel der besagten Liste der mal einige Sachen gerade rückt.
    http://www.jenapolis.de/123904/studierende-wollen-konstruktive-zusammenarbeit-statt-schmutzwahlkampf/


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