Anzeige

Gründung eines Büros für medizinische Flüchtlingshilfe in Jena



Jena. In Deutschland werden Menschen ohne Aufenthaltsrecht, wenn sie einen Arzt auf dem offiziellen Weg über das Sozialamt aufsuchen, aufgrund der Meldepflicht an die Ausländerbehörde abgeschoben. Doch ist die Trennung medizinischer Hilfeleistung von politischen Motivationen unerlässlich – denn jeder Mensch, mit welchem Hintergrund auch immer, hat ein Recht auf medizinische Versorgung.

Aus diesem Grund wollen wir hier in Jena ein funktionierendes „Medibüro“ gründen und uns in das schon in Deutschland existierende Medinetz integrieren. Unsere Arbeit soll folgendes umfassen:

→ Den Kontakt zwischen „Illegalisierten“ und medizinischem Fachpersonal herstellen, ohne dass für sie die Gefahr der Abschiebung droht.

→ Praktizierende Ärzte auf den Sachverhalt aufmerksam machen und sie darüber aufklären, dass sie sich mit der Behandlung keinesfalls strafbar machen.

→ Eine Telefonsprechstunde einrichten.

→ Politisch aktiv sein und durch Öffentlichkeitsarbeit ein Bewusstsein für die Problematik schaffen.

Das Medibüro ist ausdrücklich nichtstaatlich und selbst-organisiert, unentgeltlich und spenden-finanziert. Näheres zu den Medibüros findet Ihr auf www.medibueros.org . Unser noch recht überschaubares Team steht in den Startlöchern und hat Unterstützung in Form neuer Mitstreiter bitter nötig. Wir sind bis jetzt sieben MedizinstudentInnen und eine Ärztin in der FA-Ausbildung und wir suchen im Prinzip jeden, der Lust hat sich zu beteiligen – ganz egal, in welchem Semester oder in welchem Studiengang!

Bei Interesse meldet Euch unter: medinetz@listserv.uni-jena.de

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

Einen Kommentar schreiben

Einen Kommentar schreiben