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Kinder sind unschlagbar: Ein gelungenes Experiment



Jena. Bei strahlendem Sonnenschein und vielen tausenden zufriedenen Besuchern unter der riesigen Glaskuppel der Goethe-Galerie ging am Samstag eine Premiere in dem Einkaufs-Mekka über die Bühne. Die Kombination von einem weltweit ernsten Mahntag für die Erwachsenen und einem fröhlich, unbeschwerten Kinder-Tag zu einem gemeinsamen Familien-Erlebnis-Tag zu verschmelzen, ist geglückt.

Im wahren Sinne des Wortes horchten die Zuhörer bei den Eröffnungsreden des zufriedenen Initiators und Veranstalters Bodo G. Kaibel (Centrum Apotheke) und der Thüringer

Familienministerin Taubert und Bundesverdienstkreuzträger Kaibel beim Anschneiden der Torte.

Familienministerin Heike Taubert auf. Beide mahnten anlässlich des Internationalen Tages des gewaltfreien Erziehung, dass die Zeit der körperlichen Züchtigung endgültig vorbei sein müsse und niemand wegschauen dürfe: „ Kinder sind unschlagbar“. Diesen Worten folgten sofort die Taten. Die Centrum Apotheke überreichte an das Projekt Strohhalm, das Kinder in Not betreut, einen 1 000 Euro-Scheck aus Kundenspenden. Die Besucher des Einkaufszentrums spendeten für jedes Stück der von der Stadtbäckerei Jena gestifteten Torte mindestens einen Euro. So kamen durch das Engagement der Stadtbäckerei Jena nochmals knapp 300 Euro zusammen.

Danach aber hieß es Bühne frei für Deutschlands einzigen Donald Duck- Zeichner Jan Gulbransson, der ständig dicht umlagert eine persönliche Zeichnung nach der anderen zeichnete, ja sogar auf der Bühne „Zeichen-Unterricht „ gab und drei Talente aus Jena entdeckte, die felsenfest von sich behaupteten, überhaupt nicht zeichnen zu können. Ein Weltklasse-Künstler aus München.

1 000 Euro kamen für das Projekt "Strohhalm" zusammen. Ministerin Taubert und Apotheker Kaibel bei der Scheckübergabe

Zwei Stimmen machten eindrucksvoll auf sich aufmerksam. Der Moderator Martin Hertzsch, als Hallensprecher der Baskets in Jena ein alter Bekannter, informierte eindringlich, aber nicht aufdringlich. Hervorragend, wie er mutig das Tabu der Gewalt in der Familie ansprach und sensibel, aber seriös blieb, ohne ins Reisserische abzugleiten. Die andere Stimme war neu und jung. Nicht nur äußerlich wie der noch unbekannte Bob Dylan, aber jetzt schon mit besserer Stimme faszinierte das Talent Hannes mit seinen glasklaren und kraftvollen Balladen. Die Entdeckung des Tages, die neue Stimme Jenas in die Welt hinaus.

Immer wieder begeisterten auch der Kindersänger Wolfgang Hering, sowie Conny mit Helmut Bohlen aus Berlin, aber auch die Tanzgruppen Tanztheater Jena, Tanzstudio P70 und MiG die Zuschauer aller Altersgruppen.

Insgesamt eine gelungene Veranstaltung. Hoffentlich folgt nächstes Jahr eine Fortsetzung.

Autor: Bodo G. Kaibel, Centrum Apotheke

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