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Studenten wollen in den Sommerferien Lernferien für Schüler anbieten



Jena. “Ich habe eine 2 in Mathe, das hätte ich ja nie gedacht“, freut sich eine Schülerin über eine unerwartet gute Note in ihrem Angstfach. Dabei können das die meisten Schüler erreichen, wenn sie nur genügend Aufmerksamkeit und Zeit bekommen. Davon sind neun junge Menschen fest überzeugt. Ebenso glauben sie, dass ein Ferienerlebnis und die lockere Gesellschaft Gleichaltriger den sozialen Zusammenhalt und den Lernerfolg von Schülern ungemein stärken.

Eine Lernfreizeit, besser noch Lernferien, sind deshalb eine gute Ergänzung zum Schulbesuch, vor allem für Schüler, die einen besonderen Lernbedarf haben oder auch einen besonderen Lernwunsch. Ehrenamtlich haben sich deshalb Studenten und sogar ein Schüler bereitgefunden, rund 25 Schüler aus Lobeda ein extra Lernangebot in den drei Kernfächern Deutsch, Mathe und Englisch zu machen und dies mit rund einer Woche Ferien in Thüringen zu verbinden. „Einen besonderen Wert wollen wir auf die soziale Kompetenzen der Jugendlichen legen, deshalb sind die Freizeitaktivitäten wohl durchdacht“, sagt Susanne Schmidt, Studentin der Erziehungswissenschaften und eine der Organisatorin der Lernferien 2011. „Ziele der Lernferien sind deshalb nicht nur eine Verbesserung der schulischen Leistung, sondern auch eine soziale Integration und schlicht und einfach Spaß“, ergänzt Bastian Stein, Fellow an der Lobdeburgschule und ebenfalls Organisator.

Die Lernferien sind in den letzten Tagen der Sommerferien geplant, vom 10. bis 19. August im Schullandheim Renthendorf. Nach Unterrichtsstunden am Vormittag und dem Mittagessen soll es nachmittags ein Freizeitangebot und Exkursionen geben. Das Projekt wird unterstützt insbesondere von der Vizepräsidentin des Landtages, Astrid Rothe-Beinlich, und dem Bürgermeister Frank Schenker. Um den Teilnehmerbeitrag der Schüler möglichst gering zu halten, haben die Sparkassenstiftung Jena und einige Firmen, wie die Jenaer Feinblech GmbH, finanzielle Unterstützung zugesagt. Auch eine Nutzung des Bildungs- und Teilhabepakets ist geplant.

„Insbesondere freuen wir uns über Paten aus der Wirtschaft, die mit 100 Euro einem Schüler die Teilnahme an dem Camp ermöglichen. Bildung ist das Mega-Thema und Schüler sind in Zeiten des Fachkräftemangels mehr denn je die Fachkräfte von morgen“, sagt Bastian Stein. Wer mehr über die Lernferien 2011 erfahren möchte oder sich eine Unterstützung in Form einer Patenschaft vorstellen kann, kann sich an Bastian Stein wenden (bas.stein@googlemail.de). „Wenn noch mehr Schüler nächstes Schuljahr eine Note auf dem Zeugnis haben, die sie vorher nie für denkbar hielten und dabei mit Freude an die Ferien denken, dann haben wir es geschafft“, so hofft es Susanne Schmidt.

Autor: Bastian Stein

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Eine Reaktion zu “Studenten wollen in den Sommerferien Lernferien für Schüler anbieten”
  • Ostsee-Fan Am 16. Juni 2011 um 14:55 Uhr

    Wow, was für eine tolle Sache, die dürfte doch zur Nachahmung geeignet sein. Es ist sehr gut, dass dich für dieses Projekt Förderer gefunden haben, die das Ganze unterstützen. Und der Sommerurlaub muss ja dabei trotzdem nicht zu kurz kommen. Super!

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