Eichplatz, Hausberg, angebliche Stadtratssitzung: Ein Insider packt aus!

Jena. “Die ganze Wahrheit über Jena” – Nichts Geringeres soll am Freitag Abend im Hotel “Schwarzer Bär” verraten werden. ‘Endlich’, werden einige denken und andere befürchten das Schlimmste. Brisant ist die Sache vor allem deshalb, weil es ein Insider ist, der da referiert. Rainer Sauer (Foto) ist seit zwei Jahrzehnten bei der Stadt Jena beschäftigt und kennt alle Internas zwischen Rathaus und Anger 15.
“Ich habe mich in den vergangen zwanzig Jahren ausgiebig mit der Stadt beschäftigen dürfen und werde nun endlich auspacken, die ganze Wahrheit erzählen”, kündigte Sauer gestern bei einer Pressekonferenz an. Dabei hat er sich den Ort gut ausgesucht: im Hotel “Schwarzer Bär” tagen sonst gerne Spitzenpolitiker von CDU und FDP.
Was er verraten wird, wurde Sauer gefragt und er sagte darauf ganz unbescheiden: “Alles! Die ganze Wahrheit.” Rainer Sauer ist den Jenaern vor allem durch seine Tätigkeit bei der Stadtverwaltung bekannt, wo er verantwortlich die Beitragserhebung betreut.
Stattfinden wird die Veranstaltung am Freitag Abend ab 20 Uhr 11 im Spiegelsaal des Hotels “Schwarzer Bär” am Lutherplatz. Einlass ist bereits ab 19 Uhr und für die Teilnehmer der Veranstaltung steht die Hotelküche mit all ihren Speisen bereit, damit man die ganze Wahrheit über Jena nicht unverdaut zur Kenntnis nehmen muss.
Was werden die Topthemen sein? “Es geht einmal um den Eichplatz, dessen Bebauung und wie mit den Jenaer Bürgern umgesprungen wurde. Es kann doch nicht sein, dass den Bürgern gar keine Rechte mehr zugestanden werden und sie nichts gegen die Zerstörung ausrichten können. Ich erzähle, wie das alles passieren konnte und dass in Wirklichkeit französische Investoren dahinter stecken. Außerdem geht es um den Hausberg. Hier sind Dinge passiert, die so nicht hätten passieren dürfen. Und dann gibt es noch die Sache mit Walter Jenzig, wie er damals starb. Alles wirklich unglaubliche Dinge und ich decke sie schonungslos auf”, sagte Sauer gegenüber der Presse.
Zwar muss man für Sauers Insider-Informationen Eintritt berappen, aber das macht sich schon dadurch wieder bezahlt, dass man von ihm auch noch exklusive Informationen zu Schiller erhält, die so zuvor kaum bekannt waren. Man sollte dazu wissen, dass Rainer Sauer in diesem Jahr auch Tucholskys Doktorarbeit im Archiv der FSU wiederentdeckt hat.
“Die ganze Wahrheit über Jena” (gedacht auch für Menschen, denen der Weg zur Wasserburg nach Kapellendorf oder zur Kulturarena zu weit ist) am Freitag Abend im Hotel “Schwarzer Bär” in Jena, Einlass ist ab 19 Uhr. Informationen erhält man unter: www.jena2.de
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7 Reaktionen zu “Eichplatz, Hausberg, angebliche Stadtratssitzung: Ein Insider packt aus!”-
Christian Grosse
Am 29. Juli 2011 um 01:16 Uhr
Na was ist das jetzt wieder… jedwelche Information erhöht ihre Unglaubwürdigkeit durch unglaubwürdige Referenzen, man siehe http://www.jena2.de. Eine Seite die sich darauf beschränkt zwischen zwei Bildern hin und her zu springen, wenn man auf sie klickt, ohne irgendeine Information zu liefern, welche doch am Ende des (nutzlosen) Beitrags zur Kultur der guten Menschen in Jena angeprangert wird… wer war das? Bitte melde dich, du intelligenter Mensch. Ach und… “Die ganze Wahrheit über Jena”… wer weiß das schon… auch wieder NUR einer von den Menschen, die sich für wichtig halten. Jedenfalls bin ich am Freitag, also heute, anwesend… ich hoffe Sie stellen sich, Herr Sauer!
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Dr. Harald Mertes
Am 29. Juli 2011 um 09:20 Uhr
Ich halte das Ganze schlicht und einfach für Satire, für Unterhaltung, für die man natürlich einen Obolus berappen muss. Daher auch der Beginn um 20.11 Uhr statt um 20 Uhr, eine Webseite ohne Aussage und Ankündigungen, bei dem jeder Angestellte sich die Kündigung einfinge, wenn es ernst gemeint wäre.
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D.Mäs
Am 29. Juli 2011 um 09:48 Uhr
Für Herrn Sauers Insider-Informationen Eintritt zu berappen, sich zu amüsieren und ev. Beifall zu geben, ist sehr gefährlich. Selbst bei einem Beginn um 20 Uhr 11.
Im Auftrag der Stadtentwicklungsdezernentin, Frau Schwarz, könnten Teilnehmerlisten gefertigt werden, aus denen eine breite Zustimmung der Bürger für das von ihr vorgegebene Ziel der Reise “Eichplatz” oder “Hausberg” im Bedarfsfalle abgeleitet werden wird.
Sie spricht dann vom ” konkludenten” Verhalten der Bürger, welches aus der Bereitschaft sich Insider-Informationen einzuholen geschlussfolgert und auch noch gerechtfertigt wird.
Unserem Oberbürgermeister ist diese Arbeitsweise nichts neues, aber anstatt einzugreifen, wird er die Betroffenen lediglich um Verständnis bitten.
Also Vorsicht, den Bürgern im Pennickental ist ähnliches im wirklichen Leben bereits widerfahren.
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Holger Herrmann
Am 29. Juli 2011 um 11:47 Uhr
Das ist schlimmstes BLÖD ZEITUNGS Niveau!
Müssen die Menschen jetzt auch noch in der Presse verarscht werden?
In der TlZ und in diesem Artikel auf Jenapolis wird die Veranstaltung so dargestellt, als ob es sich um eine ernsthaft Veranstaltung handeln würde.
http://www.kabarettkanal.de/html/neuigkeiten.html
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Der unbedarfte Leser
Am 29. Juli 2011 um 13:51 Uhr
Gibt es Herrn Reiner Sauer wirklich bei der Stadtverwaltung Jena?
Darf der Herr Sauer als Angestellter der Stadt das?
Handelt er im Auftrag der Stadt Jena?
Warum hat er nicht da den Mund aufgemacht als um den B-Plan für den Eichplatz ging?
Ist Herr Sauter der neue von Däniken von Jena?
Ist Herr Sauter vielleicht jetzt Mitarbeiter von Arnd Vogel von der Kurz und Kleinkunstbühne.
Leben wir hier in Jena in einer Bananenrepublik?Stimme zu / Lehne ab:
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konservativ-kritisch
Am 29. Juli 2011 um 15:28 Uhr
Also hätte ich ein derartiges Insiderwissen, hätte ich wohl eher die Vertreter der STADT in den Bären eingeladen. Und von denen Eintrittsgeld verlangt. In etwa soviel, dass es zumindest für ein sicheres Auskommen die nächsten zwanzig Jahre reicht. Naja, und für ein kleines Schloss. Und ein Tonstudio, dass ich meine eigene Musik produzieren kann. Und die hätte ich dann noch auf Platz 1 der Deutschen Charts gekauft. Und für ein Eis hätten die Einnahmen auch gereicht.
Aber mir scheint es hier eher um eine Satire zu gehen?
Jedenfalls ist die Werbung nicht ungeschickt. Viele Menschen scheinen schon gespannt zu sein, was sich wirklich dahinter verbirgt.
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Holger Herrmann
Am 1. August 2011 um 11:43 Uhr
War jemand zu dieser “Veranstaltung”, zum Eichplatz und Hausberg?
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