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Letztens in Jena: Mach Dich nicht nass!



Der Begriff ‘Spritzstein’ ist vermutlich ähnlich eingängig wie der Begriff ‘Stelzbock’. Selbst wenn beide Begriffe unbekannt sein sollten, kann sich doch beinahe jeder sofort ein Bild dazu machen.
Bei besagtem Spritzstein jedenfalls handelt es sich um die etwa 25×25 cm (mal mehr mal weniger) großen verlegten Steinplatten, die beim Betreten nach vorne kippen und dem darunter gespeicherten Regenwasser als Fontäne den Weg zum Hosenbein des ‘Betreters’ bahnen. So ist es nicht verwunderlich, dass der Spritzstein vom Aussterben bedroht ist und es ist auch nicht zu erwarten, dass ihm allzu viele Tränen nachgeweint werden.

Nun sollen aber diese Steine nicht einfach verschwinden und durch andere ersetzt werden. Nein! Da gibt es viel sparsamere Methoden, denen man sich z.B. schon beim Bau des IAAC (Institut für Anorganische und Analytische Chemie, Humboldtstraße 8 ) bediente. “Löblich!” schreit man da auf angesichts von geschätzten 22 Millionen Euro Baukosten. Auf den Gehwegen rund um das Gebäude wurden die Spritzsteine – und zwar nur diese – herausgelöst, die darunter befindlichen Freiräume auf Ebene gebracht und die alten Steinplatten wieder eingesetzt. Das verdient das Siegel “Praktizierte Nachhaltigkeit”!

Zwar gehört der Spritzstein einer bedrohten Spezies an, dessen Exemplare es auch in Jena nicht mehr viele gibt. Sein Schutz bedarf allerdings keiner Notwendigkeit. Unterstützen Sie meinen Aufruf: Bitte tragen sie die Ihnen bekannten Standorte noch lebender Spritzsteine hier in die Kommentarliste ein! Das eine oder andere Hosenbein wird es Ihnen danken.

Autor: Julia Tripke

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13 Reaktionen zu “Letztens in Jena: Mach Dich nicht nass!”
  • Gerd Am 6. Juli 2011 um 10:14 Uhr

    Hallo Julia,

    in der Tatzendpromenade, Richtung Otto-Schott-Straße, begegnen mir immer wieder die Vertreter der Spezies.

    Gruß Gerd

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  • Julia Tripke Am 6. Juli 2011 um 13:11 Uhr

    @Gerd: Vielen Dank für den ersten Spritzstein-Eintrag!

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  • Clemens Am 6. Juli 2011 um 16:05 Uhr

    In der August-Bebel-Straße im Bereich zwischen den Einmündungen Lassallestraße und Wilhelm-Kültz-Straße sind vereinzelt auch Vertreter dieser Art anzutreffen…

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  • billchen Am 6. Juli 2011 um 21:16 Uhr

    Karl-Liebknecht-Straße vor dem Angergymnasium und gegenüber auf der anderen Fußgängerseite

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  • Julia Tripke Am 7. Juli 2011 um 07:44 Uhr

    Schon 3 Standorte. Vielen Dank!

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  • Juliane Am 7. Juli 2011 um 10:11 Uhr

    Am Sackgassenende des Fußwegs Petersenplatz (jetzt Jenaplan – es fällt mir noch schwer das zu schreiben :) ) gibt es einige besonders effektive Vertreter dieser Art.

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  • Yvie Am 7. Juli 2011 um 10:13 Uhr

    Ich musste ein bisschen grübeln aber jetzt weiß ich es wieder. Die lange Allee parallel zur Stadtrodaer Straße von der Seidelstraße zum Petersenplatz!

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  • Klaus Am 7. Juli 2011 um 10:18 Uhr

    Flaschencontainerstellfläche in der Stauffenbergstraße, Ecke Felix-Auerbach-Straße in Lobeda (West)

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  • Holger Herrmann Am 7. Juli 2011 um 12:45 Uhr

    Ich find es traurig, dass so viel geistiges Potential für so ein hirnloses Thema aufgewendet wird.
    Ich könnte an die Decke gehen, wenn ich an die schlechten Fußwege in der Dornburger Straße denke, die für alte Menschen mit eingeschränktem Gehvermögen eine permanente Gefahrenquelle darstellen.

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  • Michael Am 7. Juli 2011 um 17:11 Uhr

    Westbahnhofstraße, auf Höhe des Hörgeräteladens.

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  • Heike Am 8. Juli 2011 um 18:34 Uhr

    Magdelstieg hoch, beim ehemaligen Kampfsportladen. Und vor dem Briefkasten vor der Apotheke neben Jenarbeit.

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  • Julia Tripke Am 10. Juli 2011 um 19:14 Uhr

    Vielen Dank für die vielen Fundorte! Einen habe ich auch noch. Noch einmal Westbahnhofstraße: Etwa Höhe “Thüringer Hof”. Dort gibt es mindestens drei auf einem Haufen.

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  • Ulrike Am 11. Juli 2011 um 14:39 Uhr

    Sehr hübsche Exemplare gibt es auch zwischen der Straße “An der Brauerei” und dem Kreisverkehr (Puschkinplatz). Nicht nur lockere, auch fehlende Steine sind immer wieder eine Herausforderung für Fußgänger und Radfahrer…

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