Mobilität fördern: E-Räder im Kommen
Jena. Pedelecs? Was darunter zu verstehen ist, wissen eigentlich nur Insider. Wenn aber von Fahrrädern mit Elektroantrieb die Rede ist, denken viele an ältere Menschen. Elektrofährrader bilden aber nicht mehr eine

Dr. Anja Tautenhahn (Stadtwerke Energie Jena-Pößneck) bei der Vorstellung des "Stadtwerke EnergieRades". Foto: Tobias Netzbandt/Jenapolis
Ausnahmeerscheinung, die Posträder z.B. fahren seit Jahren schon mit dieser kleinen Hilfe.
Seit 1992 werden Pedelecs in Serie hergestellt, “kein Vergleich zu den heutigen”, so Andreas Kirscht im Interview, der seit einigen Jahren in Jena auch diese Elektro-Fahrräder verkauft. Er kam vor einigen Jahren zu den etwas anderen Fahrrädern, als er im Tirol-Urlaub einen Ausflug nach Bozen machte und dort eine Vielzahl von Pedelecs im Stadtzentrum sah. Diese sahen aber nicht nach funktionellen Ingenieurslösungen aus, sondern wie Motorräder. “Das wird der Markt der Zukunft”, dachten sich auch andere Fachhändler.
Auch die Stadtwerke Energie Jena Pößneck möchten die Mobiliät, besonders auch ihrer Öko-Stromkunden, fördern. Bei Elektro-Mobilität werde gemeinhin nur an Elektro-Autos gedacht, wundert sich Matthias Stüwe, Projektleiter bei den Stadtwerken. Auch das (angestaubte) Image von Elektro-Fahrrädern müsse man etwas aufpolieren. Die bei einer Präsentation anwesenden drei Fachhändler Birko Nöthling und Andreas Kirscht aus Jena sowie Mike Schmidt aus Pößneck vertreiben das “Stadtwerke EnergieRad” in Kooperation mit den Stadtwerken. Das EnergieRad wurde eigens für den Gesamtverbund der Stadtwerke in Deutschland hergestellt und wird als Damen- oder Herrenrad angeboten. Es hat eine 7-Gang-Schaltung und hat eine Reichweite mit voller Akkuladung von 70 Kilometern. Der Radler muss in die Pedale treten, dafür fährt er immer mit “Rückwind” bis zu 25 km/h schnell. Ein Versicherungskennzeichen ist nicht notwendig, ein Fahrradhelm sollte wie beim gewöhnlichen Fahrrad getragen werden.
Das Stadtwerke EnergieRad kostet 2 000 Euro (UVP des Herstellers), bei einem Abschluss eines energreen- oder jenatur-Strom-Tarifes wird ein Rabatt von 250 Euro gewährt.
Der einzige Kritikpunkt der Profis war die recht späte Vorstellung des Rades, denn die Saison ist so gut wie vorbei. Die Aktion läuft aber länger, so dass sich Interessierte auch später ein solches Elektromobil zulegen können. Die Radprofis hoben hervor, dass die Pedelecs besonders in dieser Region mit Bergen und Tälern hervorragend geeignet sei, auch für Paare sei es interessant, wenn ein Partner nicht mehr ganz so Schritt halten kann. Auch fahren die Radler mehr mit diesem Zweirad und lassen das Auto stehen.
In zwei bis drei Stunden ist der Akku an einer Steckdose oder Ladestation wieder voll aufgeladen, fünf Jahre und mehr halten diese modernen Kraftzellen. In der ersten Stunde erreichen die Akkus fast 70 Prozent ihrer Leistungsfähigkeit, genug, um einen Einkauf oder ein Essen in der Innenstadt zu genießen. (tn)
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Eine Reaktion zu “Mobilität fördern: E-Räder im Kommen”-
Denis Peisker
Am 27. Juli 2011 um 15:19 Uhr
Ein Schritt in die richtige Richtung. Wichtig auch zu betonen, dass Elektromobilität nur dann nachhaltig ist, wenn Ökostrom “getankt” wird. Wäre doch gelacht, wenn wir es als nächsten Schritt nicht hinbekämen auch den städtischen Fuhrpark zu ergänzen…
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