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13. August: “Auf den Mauerfall können alle Deutsche stolz sein.”



Thüringen. Heute wird besonders der Toten gedacht, die bei einem Fluchtversuch aus der DDR in die Bundesrepublik ums Leben gekommen sind. Es wird an die SED-Diktatur erinnert, deren Helfer die eigene Bevölkerung beobachteten, kontrolierten, maßregelten und vom “Westen” abgrenzten. Das Zusammenleben in der Diktatur schweißte zusammen. Nach dem anfänglichen Weglassen aller Symbole des DDR-Staates kamen diese wieder auf, DDR-Revival-Shows sind keine Seltenheit, eine heile Welt wird suggeriert.

Der Thüringer FDP-Generalsekretär Patrick Kurth, MdB weist heute auf seinem Blog auf diese Umstände der Geschichtsklitterung hin. In Berlin zocken als Grenzsoldaten verkleidete Männer Touristen ab, für ein Extra-Betrag gibt es sogar einen Visa-Stempel. “Auf die Mauer der DDR-Führung kann niemand stolz sein, auf den Mauerfall durch die DDR-Bürger 28 Jahre später können alle Deutsche stolz sein.”, postuliert Kurth.

Eine Kleine Anfrage (1530) des Parlamentarischen Geschäftsführers der CDU-Fraktion, Volker Emde, ergab, dass “das Singen der Nationalhymne der ehemaligen DDR im schulischen Kontext im Widerspruch zu § 2 des Thüringer Schulgesetzes [steht]. Ein unkritisches, ja sogar verharmlosendes Herangehen an Symbole der ehemaligen DDR und damit eines totalitären Regimes steht im Gegensatz zum Auftrag einer Erziehung zu Demokratie [...].” Grund für die Anfrage im Thüringer Landtag waren Elternberichte, wonach Schüler der Regelschule Nöbdenitz die DDR-Hymne erlernen und singen sollen. Bildungsminister Christoph Matschie (SPD) verneinte auch diese Zustände.

Hier finden Sie weitere Beiträge zum 50. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer auf Jenapolis. (tn)

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