JU Erfurt: „Die Linke“ soll sich klar von Extremisten bei Protest gegen Papstbesuch distanzieren
Erfurt. Die Junge Union Erfurt fordert den Vorstand des Stadtverbandes Erfurt der Partei „Die Linke“, den OB-Kandidaten der Partei, Michael Menzel, und den Fraktionsvorsitzenden von „Die Linke“ im Thüringer Landtag, Bodo Ramelow, auf, sich von extremistischen Tendenzen innerhalb des Aktionsbündnisses „Heidenspaß statt Höllenangst“ zu distanzieren.
Der stellvertretende JU-Vorsitzende Alexander Hein, fachlich selbst in der katholischen Theologie beheimatet, betont dazu: „Der christliche Glaube ist zutiefst auf die Würde jedes Einzelnen hin orientiert sowie auf das menschliche Miteinander. Es ist nicht hinnehmbar, dass auf der Seite des Aktionsbündnisses in einem Video Kreuze zertrümmert werden und die gesamte katholische Kirche als ‚menschenfeindliche Ideologie‘ dargestellt wird. Dies wie Bodo Ramelow als ‚kritische Politik‘ zu bezeichnen, ist eine bodenlose Frechheit und eine Provokation für die Gläubigen sowie für die in den Wohlfahrtsorganisationen der katholischen Kirche tätigen Menschen.“
Die JU kritisiert vor allem, dass einmal mehr Mitarbeiter von „Die Linke“ durch eine Demonstrationsanmeldung offen linksradikalen Gruppen wie der „revolta. antikapitalistische linke“ eine Plattform bieten. Gleichzeitig positionieren sich die Verantwortungsträger der Partei dazu nicht eindeutig. Dies sei eine gefährliche Strategie, um die radikalen und extremistischen Gruppen im Parteiumfeld zu binden, ohne dabei andere Wählergruppen zu verschrecken.
Michael Hose, Vorsitzender der JU Erfurt, abschließend: „Wer sich nicht eindeutig von Extremisten distanziert bzw. diesen sogar noch eine Plattform bietet, disqualifiziert sich selbst als demokratische Partei. Der Papstbesuch ist sowohl als Ereignis, als auch aus theologisch-pastoraler Sicht ein Jahrhundertereignis für unsere Stadt. Es wäre eine Katastrophe, wenn ein paar Extremisten mit Deckung der Partei „Die Linke“ an diesem Tag Kreuze zertrümmern und so das öffentliche Bild des Papstbesuches und der Stadt Erfurt ruinieren. Der Oberbürgermeister und die Stadtverwaltung sind daher aufgefordert, die Demonstrationsanmeldung nochmals genau zu prüfen und geeignete Maßnahmen zu erlassen um Erfurt vor diesem Desaster zu schützen.“
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5 Reaktionen zu “JU Erfurt: „Die Linke“ soll sich klar von Extremisten bei Protest gegen Papstbesuch distanzieren”-
Konrad Erben
Am 8. August 2011 um 22:18 Uhr
“auf die Würde jedes Einzelnen hin orientiert”
Aber nur solange der “Einzelne” nicht schwul ist… Und wo bleibt eigentlich die Würde der Juden, wenn die katholische Kirche Antisemiten in ihrer Mitte willkommen heißt? Ganz zu schweigen von der Würde der Protestanten, die offenbar “nicht Kirchen im eigentlichen Sinn“ sind?! Und eh ichs vergesse, wie siehts mit der Würde “jedes Einzelnen” aus, wenns um Empfängnisverhütung geht?
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Hava Sanning
Am 9. August 2011 um 09:27 Uhr
Was denn für ein “Desaster”?
Derartige Proteste gibt es doch bei jedem Papstbesuch, egal wo.Also, einfach machen lassen…
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Tante Ara
Am 9. August 2011 um 09:52 Uhr
Distanzieren von Extremisten: Bei ersten Lesen habe ich gedacht, da hat sich wer gegen Opus Dei, Evangelikale oder das „Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e.V.”, die Piusbrüder oder “Lebensschützer” ausgesprochen. Aber ach, dann sah ich, es war die JU die untertänigst auf Schleimspuren katzbuckelte.
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Simon Sachse
Am 9. August 2011 um 12:54 Uhr
Wer den Spaß bezahlt, darf auch protestieren. Der ganze Papstbesuch soll ja 30 Mio. Euro kosten (davon trägt Thüringen nur einen Teil, aber der fehlt dann wieder anderswo). Wer hat die Atheisten Thüringens gefragt, ob sie den Papst haben wollen, obwohl der ihre Menschenwürde damit attackiert, daß er ihnen Höllenfeuer androht?
Das Zertrümmern von Kreuzen, solange die kein Bestandteil irgendeines Kirchenbaus sind, ist kein Terrorismus, sondern eine Meinungsäußerung. Jeder darf öffentlich sein eigenes Kreuz zertrümmern – das ist Religionsfreiheit.Stimme zu / Lehne ab:
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Simon Sachse
Am 10. August 2011 um 12:06 Uhr
Und hier noch drei Zahlen zum Thema:
Katholiken in Thüringen: 8.1 %
Protestanten: 26 %
Atheisten: fast zwei Drittel der Bevölkerung
Dazu noch geringe Mengen von Moslems, Juden, Freikirchlern.
Das heißt, mit unseren Steuergeldern bezahlen wir einer Minderheit von 8 % ihre Party. Wenn die das in aller Stille im Eichsfeld in der Kirche abhielten, wäre das in Ordnung.
Kriege ich auch Sonderparkplätze und ein großes Polizeiaufgebot, wenn ich den Gründer der Pastafari-Bewegung einlade?Stimme zu / Lehne ab:
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