Mittel der Parteien und Massenorganisationen der ehemaligen DDR werden im GRÜNEN BAND THÜRINGEN investiert
Erfurt. Am 13. August 2011 jährten sich der Mauerbau und die damit verbundene Spaltung Deutschlands zum 50. Mal. Ein Teil des Vermögens der Parteien und Massenorganisationen (PMO) der
ehemaligen DDR kommt nun dem GRÜNEN BAND THÜRINGEN zugute. Mit diesen Mitteln unterstützte das Thüringer Umweltministerium in den Jahren 2010 und 2011 verschiedene Projekte, die zum Schutz der Natur und zur Erlebbarkeit des ehemaligen Todesstreifens beitragen.
Aus Mitteln des ehemaligen PMO-Vermögens hat das Thüringer Umweltministerium vom Bundesfinanzministerium insgesamt erhalten. Davon wurden 300.000 Euro direkt an die Stiftung Naturschutz Thüringen weitergegeben. Mit diesen Mitteln kann die Stiftung auf Flächen im ehemaligen Grenzstreifen zielgerichtet naturschutzfachliche Projekte umsetzen. Die landeseigene Stiftung hat 3.900 Hektar der im Freistaat liegenden 6.400 Hektar des GRÜNEN BANDES THÜRINGEN im Eigentum. Die restlichen Mittel in Höhe von 190.000 Euro wurden über die Leiter der regionalen Arbeitsgruppen Grünes Band, das sind die drei Ämter für Landentwicklung und Flurneuordnung, an Vereine, Verbände und andere Träger ausgereicht.
Bei den Maßnahmen entlang des GRÜNEN BANDES THÜRINGEN haben die Menschen vor Ort den größten Anteil daran, dass diese „Perlenkette der Natur“ erlebbar gemacht wurde. Nicht wenige von ihnen haben den 13. August 1961 und die folgende Grenzsicherung sowie Zwangsaussiedlung miterlebt.
Als beispielhaft für den Einsatz von PMO-Mitteln gelten Projekte im Raum Hirschberg an der Saale: Damit konnte dort die idyllisch am Fuße des Stadtwaldes von Hirschberg gelegene Ruderstation wieder eingerichtet werden. Ein paar Kilometer stromaufwärts gibt es auf einem Steilhang der Saale seit Mai 2011 eine Wanderhütte. Früher hatten die Grenztruppen hier einen Führungsturm. In der Nachbargemeinde Pottiga ragt vom sogenannten Wachhügel heute eine Aussichtsplattform über den steil abfallenden Hang. Unten im Tal können Fußgänger und Radfahrer die GRÜNE BAND BRÜCKE zwischen den Freistaaten Bayern und Thüringen nutzen.
Hintergrundinformation:
Seit 1998 gibt es im Freistaat ein breit abgestimmtes Leitbild zur Erhaltung und Entwicklung des 763 km langen GRÜNEN BANDES, das ein Zusammenspiel von Schutzgebietsausweisungen, Biotopentwicklung, regionaler Entwicklung, Nutzung der Potenziale des Fremdenverkehrs sowie der Naherholung ist.
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Eine Reaktion zu “Mittel der Parteien und Massenorganisationen der ehemaligen DDR werden im GRÜNEN BAND THÜRINGEN investiert”-
Silke
Am 15. August 2011 um 21:28 Uhr
Hi, bin gerade 3 Tage am grünen Band entlang gewandert Kolonnenweg hoch, Kolonnenweg runter. Es war auch eine Reise in die Vergangenheit, da ich selbst in einem Grenzdorf aufgewachsen bin. Kann das jedem nur empfehlen … zeitgeschichtlich und als Naturerlebnis eine kleine Zeitreise. Die Dörfer, die sich am Grünen Band aufreihen sind fast allesamt sehenswert!
Spannende Freizeit gibt’s gleich um die Ecke. Wanderschuhe schnüren!Stimme zu / Lehne ab:
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