Uniklinikum Jena: Ministerien sichern Finanzierung zu
Jena. Im Streit um 61 Millionen Mehrkosten für den “Medizin-Campus Lobeda” des Universitätsklinikums (UKJ) ist nun Bewegung gekommen. Einem
Medienbericht zufolge haben das Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr sowie das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur die Finanzierung für den zweiten Bauabschnitt des Neubaus des Gebäudekomplexes in Lobeda übernommen. Da der Vorstand des Klinikums selbst Bauherr ist, wies Staatssekretärin Marion Eich-Born die Übernahme der Kosten vom Bauministerium noch im August letzten Jahres vehement zurück. Allerdings steht auch der Freistaat als Eigentümer in der Verantwortung.
Im zweiten Bauabschnitt sind folgende Punkte verankert:
- 749 Betten Betten
- zwölf Operationssäle
- drei Medizinische Zentren mit 15 Kliniken und Instituten
- Frauenklinik, Kinderklinik, Kinderchirurgie,
- Augenklinik, HNO-Klinik, Urologie, Strahlentherapie, Hautklinik, Nuklearmedizin, Geriatrie, Kliniken für Innere Medizin I bis III
- Institute für: Phoniatrie und Pädaudiologie, Diagnostische und Ínterventionelle Radiologie,
- Einrichtungen für Forschung und Lehre (zwei Hörsäle, zehn Seminarräume)
- Cafeteria mit 250 Plätzen
- Gartenhalle als zentraler Aufenthalts- und Eingangsbereich
- Verwaltungsgebäude
- ca. 1 300 Parkplätze
Die Kosten für den 1999 begonnenen Bau des neuen medizinischen Zentrums waren von 225 auf 286 Millionen Euro für den 2. Bauabschnitt gestiegen, 85 Millionen Euro trägt das UKJ selbst. Für die Bauarbeiten gab es keinen Zuwendungsbescheid aus Erfurt. Diesen wird es aber erst mit dem neuen Haushalt im nächsten Jahr geben, wenn ein entsprechendes Gesetz im Landtag verabschiedet wird. Weil durch einen Stillstand größere Kosten vermutet werden konnten, liefen alle Maßnahmen in Lobeda weiter. Auch können die erforderlichen Bauleistungen schon jetzt ausgeschrieben werden, so der Bericht.
Über die aktuellen Bauarbeiten informiert diese Seite des UKJ. (tn)
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