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Verkehrskonzepte für Thüringen: Weitere Partner im Mobilitätspakt



Erfurt. Dem sogenannten Mobilitätspakt Thüringen sind gestern Architekten und Ingenieure beigetreten. Verkehrsminister Christian Carius (CDU) begrüßte diesen Schritt: „Der Beitritt der Thüringer Architekten und Ingenieure zu unserem Mobilitätspakt für Thüringen unterstützt uns dabei, die Herausforderungen des demografischen Wandels im Bereich der Infrastruktur zu bewältigen. Die Mitarbeit der beiden Kammern im Beirat ‚Politik.Wirtschaft.Handwerk’ wird uns helfen, gute Lösungen in den Themenfeldern Bauen, Infrastruktur und Mobilität für die Zukunft zu entwickeln.“ Dies sagte der Minister am Montag bei der Unterzeichnung der Beitrittserklärung zum Mobilitätspakt durch die Präsidenten der Ingenieurkammer Thüringen, Prof. Dr.-Ing. habil. Hans-Ulrich Mönnig, und der Architektenkammer Thüringen, Hartmut Strube, in Erfurt.

„Architektur bedeutet nicht nur das Gestalten von Gebäuden. Architektur findet auch in der Fläche statt. Als Architekten wollen wir uns daher bei einer am Gemeinwohl orientierten Entwicklung unserer Infrastruktur einbringen“, sagte Strube nach der Unterzeichnung der Beitrittserklärung.

„Der Mobilitätspakt der Landesregierung mit der Thüringer Wirtschaft ist angesichts des demografischen Strukturwandlungsprozesses ein wichtiges wirtschaftliches Förderinstrument. Wir bringen daher gerne unsere ingenieurtechnische Kompetenz in den Pakt ein“, erklärte Prof. Mönnig ebenfalls nach der Unterzeichnung.

Der Mobilitätspakt sieht u.a. einen jährlichen Investitions- und Mobilitätsbericht vor. Entwicklung und Zustand der Verkehrsinfrastrukturwerden darin dokumentiert. Beim Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr wird ein Beirat „Politik.Wirtschaft.Handwerk“ gegründet, der die Zusammenarbeit auf den Themengebieten Bauen, Infrastruktur und Mobilität fördern soll. Im Herbst soll dieser Beirat sich konstituieren.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Ministerium und der Wirtschaft hat die Finanzierung von Straßen- und Schienennetz angesichts der Einsparungen im Landeshaushalt als zentrale Aufgabe. Unterdessen kritisieren die Wirtschaftsverbände die Kürzungen bei den Verkehrsinvestitionen. 2012 muss die Landesregierung wegen der Konsolidierung die Gelder für Erhalt und Sanierung von Landesstraßen auf 23 Millionen Euro kürzen. Im letzten Jahr standen 50 Millionen Euro zur Verfügung.

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