„Thüringer Allgemeine” hat gegen den Pressekodex verstoßen
Berlin/Erfurt. Der Beschwerdeausschuss des Deutschen Presserates hat zu einer Beschwerde von Bodo Ramelow,
Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag, entschieden. Der Abgeordnete sah sich wegen des Abdrucks eines Leserbriefes mit beleidigendem Inhalt in der „Thüringer Allgemeinen“ in seinen Rechten verletzt. Der Beschwerdeausschuss des Presserates kommt zu dem Ergebnis, dass die Zeitung mit der Veröffentlichung des Leserbriefes in zweifacher Hinsicht gegen den Pressekodex verstoßen hat.
Auch bei Leserbriefen seien die publizistischen Grundsätze einzuhalten, heißt es in der Entscheidung des Beschwerdeausschusses. In dem Leserbrief seien die Grenzen zwischen einer noch zulässiger Kritik und unangemessener Darstellung überschritten worden. Bestimmte Formulierungen seien „nicht mehr durch das grundgesetzlich garantierte Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt und verletzen den Beschwerdeführer in seiner Ehre“, betont der Beschwerdeausschuss.
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5 Reaktionen zu “„Thüringer Allgemeine” hat gegen den Pressekodex verstoßen”-
THÜRINGER BLOGZENTRALE » Blog Archive » Ramelow-Affäre: Presserat rügt die Thüringer Allgemeine
Am 1. Oktober 2011 um 22:10 Uhr
[...] Quelle: →.Pressemeldung der Linken auf Jenapolis [...]
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Andreas
Am 2. Oktober 2011 um 15:45 Uhr
Bin wahrlich kein Freund der Linken, aber das Verhalten der Thüringer Zeitungslandschaft schreit zum Himmel.
Die WAZ/ZGT betreibt Klientelpolitik ohne Ende. Das Muster ist dabei furchtbar simpel:
1. SPD-Meldungen sind gut und werden gedruckt und
2. Nicht-SPD-Meldungen und Meinungen sind schlecht und werden eben nicht gedruckt.Es freut mich jedenfalls, dass Herr Ramelow ist diesem Fall so offen gegen diese Misstände auftritt!
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3 -
Hava Sanning
Am 4. Oktober 2011 um 08:18 Uhr
Naja, die Reflexion der ZGT läßt nach, somit werden die einfach mal vom “Markt” gestraft! Deren Lesen sterben nämlich einfach aus…
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8
1 -
konservativ-kritisch
Am 4. Oktober 2011 um 14:47 Uhr
In NRW hatte sich ja extra “Medienmoral NRW- Blog zur Mediensituation in NRW” aufgrund der WAZ-GRuppe gegründet.
http://www.djv-nrw.de/php/evewa2.php?d=1317727016\&GSAG=a20b5b7c9f4d1b62218b555914d8a530&menu=01001&NEWSNR=303
http://www.medienmoral-nrw.de/
Das Ganze gibt es nun auch als Thüringer Ableger:
http://www.medienmoral-thueringen.de/
Sicher auch ein Versuch, Gegenöffentlichkeit aufzubauen. Ich würde mir aber noch mehr Analysen der Zeitungstexte selbst (Sprach- und Arguumentationsanalysen: Wie wird argumentiert? Für wen wird wie Partei ergriffen? Wer kommt zu Wort? usw.) wünschen, denn die Artikel sind oft so selbstentblößend, dass ein Vorgehen – ähnlich “Bildblog” – hier sehr gewinnbringend wäre.
@Andreas
Zitat: “Die WAZ/ZGT betreibt Klientelpolitik ohne Ende. Das Muster ist dabei furchtbar simpel:
1. SPD-Meldungen sind gut und werden gedruckt und
2. Nicht-SPD-Meldungen und Meinungen sind schlecht und werden eben nicht gedruckt…”So einfach ist es nicht, obwohl es eigentlich viel einfacher ist: Man denke nur daran, wie unkritisch die Thüringer Tageszeitungen lange Zeit die Regierung Althaus begleitet haben. Sowohl auf Landesebene als auch auf lokaler Ebene findet kaum Kritik statt. Man denke, um Beispiele für Jena zu zitieren, an den Artikel der OTZ vom 20.07. zur Multifunktionsarena, als Frank Jauch die neue Mufu- Arena, trotz Erwartung von 80 Veranstaltungen im Jahr, als Segen für den Lärmschutz verkaufen konnte (“Damit wäre, wenn man das baulich auch so hinkriegt, das Lärmproblem Stadion aus der Welt” so Jauch, obwohl es dieses “Lärmproblem Stadion” zur Zeit – aufgrund fehlender Veranstaltungen in der Nacht – gar nicht gibt) oder an den Artikel zum PPP-Projekt beim neuen Verwaltungsgebäude am “Anger” (die OTZ suggerierte hier, auf die Stadt würden überhaupt keine Kosten durch PPP-Projekte zukommen).
Kurz: Während für Jena tatsächlich häufig SPD-Politiker mit wohlwollenden Artikeln “bedient” werden, ist es auf Landesebene oft die CDU und nun die große Koalition. Kritik findet gegenüber den regierenden Parteien kaum statt.
Was mich aber daran am meisten stört: man gibt sich zu lokalen Themen häufig noch nicht einmal die Mühe, den Schein von Objektivität zu wahren und wenigstens kritische Gegenstimmen zu zitieren. Und wie die offensichtlichen Beschimpfungen von Herrn Ramelow zeigten (bei denen wirklich auf JEDES Argument verzichtet wurde, und dies sage/ schreibe ich nicht gerade als “Fan” der Linken): man gibt sich auch nicht die Mühe, ein gewisses Qualitätsniveau zu halten.Dies könnte zwei Gründe haben:
a) zum einen spart man die Zeitungen kaputt und kürzt Stellen
b) wenn man aber die Rolle des Chefredakteurs der TA in der Sache “Ramelow” bedenkt und zugleich dessen Beiträge durchliest, dann muss man doch mutmaßen, dass man aus der Chefetage der TA gar kein Qualitätsmanagement erwarten darf. Denn hier scheint keiner am Werk zu sein, der sein journalistisches Handwerk versteht.Was zu der Frage führt: Wie kommen solche Menschen eigentlich immer in die Chefetagen? Leistung jedenfalls scheint bei solchen Karrieren kaum gefragt zu sein.
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2 -
helga müller
Am 4. Oktober 2011 um 18:13 Uhr
Wie kommen solche Menschen wie Herr Josef Raue in die Chefetagen (TA)?
Wer kann sein weniges Geld noch zum Kaufen von solchen Zeitungen ausgeben?
Warum werden Themen, die viele Menschen betreffen ausgeblendet und andere ( z.B.schwuler Staatssekretär in Thüringen bekommt Platz auf einer ganzen Seite der TA?Stimme zu / Lehne ab:
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