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Jetzt im Dialog zur “ostdeutschen Angstzone Jena” – Livechat ab 19:30 Uhr



Podiumsdiskussion aus Anlass des “aspekte”-Beitrags zur “ostdeutschen Angstzone Jena”  

Jena. Geschafft, jedenfalls was die Vorbereitungen angeht. Am heutigen Montagabend wird es einen ersten moderierten Versuch geben, sich einem vielschichtigen und wichtigen Thema zu nähern.

Ein ZDF-Beitrag hatte letztendlich die Bürger empört und aufgerüttelt. Alle Beiträge zum Thema auf Jenapolis gibt es hier: Jena empört sich!. Die auf Jenapolis veröffentlichte Petition, die vor allem dem völlig undifferenzierten Medieninferno über Jena einhalt gebieten sollte,  zeigt mittlerweile über 4 500 Unterschriften. Zeit also in eine Diskussion zu treten und gemeinsam nach Möglichkeiten der Auseinandersetzung zu suchen. Einen Beginn macht heute Abend die Podiumsdiskussion zur  “ostdeutschen Angstzone Jena”.

Im Podium: Christhard Läpple (Aspekte Redaktion), Albrecht Schröter(Oberbürgermeister) , Christoph Ellinghaus (Lange Jahre aktiv gegen Rechts), Dr. Klaus Dörre (Professor Soziologie FSU-Jena), Thomas Grund “Kaktus” (Streetworker Winzerla), Katharina König (JG Stadtmitte), Moderation: Jonas Zipf (Theaterhaus-Jena) und Moderation-Internet: Arne Petrich (Jenapolis), Alexandra Enke, Martin Michel

Beginn der Veranstaltung ist 20 Uhr im Theaterhaus Jena. JenaTV überträgt die Veranstaltung live auf seinem Fernsehkanal. Auf Jenapolis gibt es ab ca. 19:30 Uhr die Möglichkeit Live zu chatten. Die Jenapolis-Redaktion moderiert diesen Chat und wird ausgesuchte Fragen zum Thema direkt den Teilnehmern im Podium stellen.

Die Chatseite ist erreichbar unter: www.jenapolis.de/live.htm

In den letzten Tagen haben wir von Jenapolis gemeinsam mit dem Theaterhaus Jena einige Videointerviews gedreht, die helfen sollen, sich der Problematik auch auf eine andere Art nähern zu können. Die einzelnen Beiträge im nachfolgenden Videoclib werden in den nächsten Tagen veröffentlicht.

Großen Dank sei an dieser Stelle besondern an Jonas Zipf und Mia Häfer vom Theaterhaus gerichtet, die in so kurzer Zeit großes Organisationstalent bewiesen haben.

Alle Nachrichten zum Thema gibt es in der praktischen Übersicht unter: Jena empört sich!

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5 Reaktionen zu “Jetzt im Dialog zur “ostdeutschen Angstzone Jena” – Livechat ab 19:30 Uhr”
  • Waldi Am 5. Dezember 2011 um 21:29 Uhr

    was mich an dieser ganzen sache wirklich nervt, dass sich wahrscheinlich durch diese diskussion viel verändern wird. (das ist NICHT das was mich nervt!!!)aber ich nehme an, dass “aspekte” sich das anrechnen wird!
    und können wir mal mit dieser ost-west-debatte aufhören? ja, es gibt ein problem mit rechtsradikalismus in Deutschland, nicht nur im osten!!!

    Stimme zu / Lehne ab: Daumen hoch 4 Daumen runter 1

  • ferge,siegfried Am 5. Dezember 2011 um 21:44 Uhr

    ich verfolge die diskussion sehr interessiert.leider war kein platz mehr im gebäude,also schlecht organisiert.
    sehr gute veranstaltung.das sollte bundesweit gesendet werden,so wie damals im zdf.
    mit dem runden tischwerde ich darüber reden.
    s.ferge

    Stimme zu / Lehne ab: Daumen hoch 7 Daumen runter 2

  • Matt Am 5. Dezember 2011 um 23:13 Uhr

    Tolle Diskussionsrunde. Ich hoffe mal, der Mitschnitt wird in Komplettfassung online gestellt…

    Stimme zu / Lehne ab: Daumen hoch 5 Daumen runter 1

  • J. Rottenbach Am 6. Dezember 2011 um 00:04 Uhr

    Gerade verfolgte ich die Diskussion zum Aspekte Bericht.
    Ich denke viele dieser unterschiedlichen Argumente einen sich in ihrem Kern.
    Es wurden von Herrn Dörre im Beitrag Aussagen zum In-Group-Bias – Medienkompatibler formuliert – gemacht. Extremismus ist Folge der Aufwertung der eigenen Gruppe und Abwertung der anderen. Doch das Problem geht etwas weiter. Wenn ein Gruppenbild durch negative Quellen (z.B. wir sind Rechts) dissonant zur positiven Einstellung über die Gruppe ist, folgt eine Dissonanzauflösung (kurzum: die negativen Quellen werden eliminiert). Diese kann mitunter durch Subtyping geschehen. Beim Subtyping werden innerhalb einer Kategorie (in unserem Fall Deutschland) Unterkategorien aufgemacht (Ostdeutschland, Jena, die NSU).

    Genau hier liegt der verheerenste journalistische Fehler des Aspekte-Berichtes.
    Es wird durch ein Medium, welches in enormen Maße zur Konstruktion von Wirklichkeit beiträgt, Unterkategorisiert.
    In Folge dieses populistischen, einseitigen Berichtes werden Stereotype bei vielen Menschen aktiviert. Stereotype von Migranten gegen Deutsche, von Westdeutschen gegen Ostdeutsche. Eben jene Dynamik schafft eine dekonstruktive Reflexion, eine wenig sachbezogene. Es werden Stereotype aufgebaut, wo es darum geht, Stereotype abzubauen. Gerade wenn Emotionen – insbesondere Angst – zwischen Gruppen ausgelöst werden, wird ein sachlicher Diskurs verhindert, der von allen Seiten angestrebt werden sollte.
    Das Problem an dieser Stelle ist eben jene Entsachlichung des Themas, jene Attribution auf Subgruppen unserer Gesellschaft – seien es die Jenaer Bürger, die Ostdeutschen oder die NSU. Berichte zu diesem Thema sollten also aufklären und nicht (fehl-)attribuieren, Wissen schaffen, wo Angst herrscht.

    Und dieser Punkt trägt zu eben jenem bei, worüber sich u.a. Frau/Herr König aufregten. Es werden Schuldzuweisungen gemacht und Themen verharmlost. Eben weil die Breite Masse der Deutschen jemand hat (die Subkategorie Ostdeutschland/Jena/NSU), der “noch schlechter” ist, bleibt Selbstreflexion aus.
    Aufklärung sollte neben der Selbstreflexion des Einzelnen vor allem an den verwendeten Kategorien entstehen. Es käme doch gewiss auch zu signifikanten Ergebnissen hinsichtlich rechtsextremer Übergriffe, wenn Männer mit Frauen gegenübergestellt werden. Von Angstzone Mann wird aber nicht gesprochen.
    Es muss vor allem Engagement geben. Eine objektive Aufklärung kann dieses Engagement stärken.

    Hot debate. What do you think? Daumen hoch 18 Daumen runter 0

  • ZDF – Danke für die tolle medienkundliche Vorlage :-) « eventualitaetswabe.de Am 6. Dezember 2011 um 08:41 Uhr

    [...] Am 05.12. gab es rund um die Sendung eine moderierte Diskussionsrunde im Theaterhaus Jena. Die Runde war auch per JenaTV-Livestream zu verfolgen. Anwesend war auch der [...]

    Stimme zu / Lehne ab: Daumen hoch 2 Daumen runter 0

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