Terrorhelfer Carsten S. gesteht Waffenkauf |

Terrorhelfer Carsten S. gesteht Waffenkauf

fahndungsplakat kl

Karlsruhe. Am 1. Februar nahm die GSG 9 den mutmaßlichen Terrorhelfer Carsten S. in Düsseldorf fest. Er wurde verdächtigt, eine Waffe in Jena samt Munition gekauft und an die rechtsextemistische „NSU“ weiter gegeben zu haben. Zum Zeitpunkt der Festnahme war nicht bekannt, ob es die Waffe war, die hauptsächlich für die späteren Morde an zehn Kleinunternehmer griechische bzw. türkischer Herkunft bzw. an einer Polizistin verwendet wurde. Der MDR berichtet, dass es sich dabei um die Tatwaffe, eine Ceska aus der Schweiz, gehandelt habe. Nach Informationen der Bundesanwaltschaft war der 31-jährige Düsseldorfer von 1999 bis 2000 im rechtsextremistischen „Thüringer Heimatschutz“ aktiv.

Generalbundesanwalt Harald Range sagte, dass Carsten S. sich inzwischen aus der rechten Szene gelöst habe. S. studierte in Düsseldorf Sozialpädagogik und war als Berater in der AIDS-Hilfe tätig. Er machte „umfangreiche Angaben“. Zwischen Herbst 1998 und Sommer 2000 war er die Kontaktperson zwischen den mutmaßlichen Terroristen Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe sowie dem damaligen NPD-Funktionär Ralf Wohlleben. Wohlleben selbst sitzt, wie Beate Zschäpe, in Untersuchungshaft.

Der mutmaßliche Terrorhelfer besorgte die Ceska mit Munition sowie einem Schalldämpfer. Er will damals nicht gewusst haben, dass die Waffe tatsächlich für spätere Verbrechen eingesetzt würde.  Wie sein Anwalt weiter erklärte, habe S. erst im November 2011 von den Straftaten der Zwickauer Gruppe erfahren.

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