Baumfäll- und Sicherungsarbeiten am Seerosenteich
Jena. Im Umfeld des Seerosenteichs auf der Rasenmühleninsel werden ab Montag, 27. Februar, Bäume gefällt, Büsche gerodet und verschnitten, um die Verkehrssicherheit auf dem Areal zu erhalten.
Wegen des Artenschutzes müssen diese Arbeiten in den Gehölzbeständen bis Ende Februar durchgeführt werden.
Die Holzarbeiten sind der erste Schritt bei der Neugestaltung des Teiches, der in diesem Jahr entschlammt werden soll. Zudem werden die Uferbereiche neu gestaltet. Mit Beschluss des Stadtrates vom 25. Mai 2009 wurde der Teilbereich “Saaleufer” , in dem auch die Rasenmühleninsel liegt, als Ergänzungsgebiet zum Sanierungsgebiet “Modellvorhaben der Stadterneuerung Jena” beschlossen. Ein wichtiges Sanierungsziel ist, die Rasenmühleninsel für die Bürger der Stadt Jena zu revitalisieren und neu zu gestalten.
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3 Reaktionen zu “Baumfäll- und Sicherungsarbeiten am Seerosenteich”-
Simon Sachse
Am 22. Februar 2012 um 07:23 Uhr
Verkehrssicherheit? Ich wüsste nicht, dass die Bäume in diesem Bereich so marode wären. Oder versucht man, auf diese Art die Sichtachsen herzustellen? Bei Verkehrssicherheit kann ja keiner widersprechen, da geht es ja um Leib und Leben.
Ich habe nichts dagegen, dass der Teich entschlammt wird. Auch nicht unbedingt gegen das Verschneiden von Büschen, obwohl die Stadt das meist tut, indem sie in einer Höhe von 30 cm einfach alles abschneidet. In zwei, drei Jahren hat man dann wieder einen Busch … Aber warum muss man als Allererstes Bäume absägen? Wie viele?Hot debate. What do you think?
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Sten Lindner
Am 22. Februar 2012 um 09:38 Uhr
Bei den größeren Bäumen waren es vier Fällungen. Der eine bekommt “altersbedingt” an Ort und Stelle eine Ersatzpflanzung, der 2. hat Schwammbefall (steht etwas abseits des Teiches). In Baum 3 und 4 wächst gerade die große, das Teichufer dominierende Hängebuche hinein. Die braucht Platz.
Ansonsten sind es Sträucher und kleinere Bäume. Die zu fällende kleine Dreier-Schwarzerlen-Gruppe ergibt zwar eine Sichtachse zum Eichensäulenmodell, die drei Bäume sind aber eh zusammen gewachsen (am besten mal anschauen).
Der Ortschaftsrat und der Naturschutzbeirat haben zu der Maßnahme “Seerosenteich” ihre Zustimmung gegeben. Das Projekt war im September auch unstrittig. Spannender und voraussichtlich strittiger werden dann wohl vor allem die Einzelprojekte am Ufer sein.
Ebenso werden gerade von den Stadtwerken an den Fernwärmeleitungen Fällungen vorgenommen, da eine Leitung erneuert werden soll. Das betrifft Bäume, die unmittelbar an der Trasse stehen.Stimme zu / Lehne ab:
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Der Mann mit der Axt
Am 22. Februar 2012 um 11:07 Uhr
Das Paradies ist verdammt noch mal ein PARK! Ein Park ist schon rein begrifflich ein VON MENSCHEN gemachter quasi-Naturraum.
Alle diejenigen, die glauben, ein wahres Paradies könne nur dann und nur dort entstehen wo der schöpferischen Aktivität der Natur oder des Schöpfers freie Hand gelassen werde, fahren doch zur Erholung bitte einfach in eines der in Thüringen zahlreichen geschützten Waldgebiete. Wer es auch eine Nummer kleiner aushalten kann, ist auch in den unmittelbar umliegenden Waldgebieten richtig.Wer aber glaubt, der Paradies-Park solle nun bitte sofort in ein Biosphärenreservat umgewandelt werden, hat schlicht und einfach nicht verstanden, was ein Park nunmal ist!
Hier Pseudo-Naturschutzargumente gegen ästhetisches menschliches Gestaltungsbewusstsein ins Spiel zu bringen, entbehrt jeder Grundlage. Ein Park ist und bleibt eben immer ein Ausdruck der menschlichen Kultur.
Der Kampf um jeden einzelnen Baum und gegen jede auch noch so kleine ästhetische Veränderung im Stadtbild – wenn sie denn vom bösen Menschen geplant und ausgeführt werden soll – nimmt hier in Jena groteske Züge an! Jena ist – nur mal so zur Erinnerung eine Stadt, in der die West-Ost-, sowie Nord-Süd-Ausrichtung nie mehr als 20km beträgt. Drumherum befindet sich das was man in Deutschland Natur nennen kann. Schöne Täler, Höhen, Berge und Flüsse, vom Menschen gestaltetet Kultur-Naturräume mit Wiesen, Ackerflächen und Wäldern. Wer sein eigenes Leben unbedingt in noch größerer Nähe zu Rousseau und dessen Naturverherrlichung verbringen will, kann einfach in Mitteleuropa kaum noch sein persönliches Lebensglück finden.
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