CDU Jena sieht Handlungsbedarf beim “Braunen Haus”
Jena. Die CDU-Stadtratsfraktion sieht dringenden Handlungsbedarf beim “Braunen Haus”. Wie gestern die Online-Ausgabe der OTZ
berichtete, fordert CDU-Kreisvorsitzender und OB-Kandidat Prof. Dr. Dietmar Schuchardt den Oberbürgermeister zum Kauf des Objektes auf. Das Haus mit dem dazu gehörenden, rund 1 000 Quadratmeter großen Grundstücks, hat einen Wert von 180 000 Euro. Dem Bericht nach finde es Schuchardt nachvollziehbar, wenn die Stadt selbst nicht das Objekt kaufen möchte. Eine solche Gelegenheit aber ungenutzt verstrichen zu lassen, sei unverantwortlich. Hendrik Lippold hat im Namen seines Mandanten Maximilian Lemke das Haus der Stadt zum Kauf angeboten. Mit anderen Interessenten werde nicht verhandelt, so Lippold.
Schuchardt kritisiert im Bericht das Auftreten des Jenaer Oberbürgermeisters, der in Dresden gegen Neonazis demonstriert, vor der eigenen Haustür aber zögerlich oder ablehnend handele. Es müsse an “intelligenten Lösungen” gearbeitet werden. Wirtschaft oder Stiftungen könnten zur Lösung dieses Problems beitragen.Das sogenannte Braune Haus wurde 2002 durch den – inzwischen wegen Verdachts der Unterstützung der rechtsextremistischen Terrorzelle “NSU” inhaftierte – ehemaligen NPD-Funktionär Ralf Wohlleben erworben und zu einem Treffpunkt der rechtsextremen Szene in Thüringen entwickelt. Derzeit prüft die Stadt, ob Maximilian Lemke überhaupt das Objekt verkaufen dürfe. Er ist im Grundbuch nicht als Eigentümer eingetragen, bewohnte es aber.
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3 Reaktionen zu “CDU Jena sieht Handlungsbedarf beim “Braunen Haus””-
Matt
Am 20. Februar 2012 um 11:56 Uhr
da die CDU immer noch das selbe lied pfeift, möchte ich meinen kommentar von vor ein paar tagen auch wiederholen:
“Das ist doch absurd. Nichts schlimmeres könnte passeren, als dass man dem braunen Pack hunderttausende Euro durch den kauf dieser hütte zur verfügung stellt. Wären sie dadurch verschwunden? Aus alt-lobeda vielleicht, das problem wäre aber nicht gelöst sondern nur verschoben. Die beste Variante wäre doch wenn die Nazis auf der nicht nutzbaren Immobilie sitzen bleiben. Mehr Gegenwind als in Jena bekämen sie wohl kaum anderswo.”
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Abwägen
Am 20. Februar 2012 um 14:14 Uhr
Die Argumentation der CDU ist unverantwortlich. Nazis mit 180.000 Euro zu versorgen und die Szene damit zu unterstützen ist äußerst bedenklich. Aber das kennt man doch irgendwoher. Ach ja, der Verfassungsschutz Thüringen hat mit Steuergeldern und dem V-Mann Tino Brandt die Szene hier doch offenbar erst maßgeblich mit aufgebaut.
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Dominique
Am 20. Februar 2012 um 19:22 Uhr
Wird bei der Ermittlung des Wertes eines Grundstückes nicht auch berücksichtigt was sich darauf befindet? In diesem Fall doch ein Haus, dass amtlich gesperrt ist und nicht genutzt werden darf. Damit es es doch quasi ein abrissfertiges Haus, durch das nur weitere Kosten in der Entsorgung entstünden. Kann man damit den Preis nicht auf einen symbolischen Euro festlegen? Den würde ich dann sogar spenden um den braunen Spuk dort zu beenden…
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