FDP kritisiert grünen “Frontal-Angriff” auf Autofahrer
Erfurt. „Die Grünen starten nun einen zweiten Versuch ‚Tempo 30 in den Innenstädten‘ durchzudrücken“, kritisiert der
verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Heinz Untermann. Im Oktober 2011 brachte die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen bereits die Forderung nach einem allgemeinen Tempolimit in den Landtag an und scheiterte kläglich mit ihrem Antrag. Diesmal versuchten es die Grünen durch die Hintertür. Das neue Zauberwort heiße nun „Verkehrswende“.
Nach Auffassung der Grünen sollte es in Zukunft vorrangig öffentliche Verkehrsmittel, Elektroautos und Fahrräder geben. Untermann sieht dies als einen „Frontalangriff“ auf die Autofahrer und die Autoindustrie an. Untermann verweist auf den Stellenwert der Auto- und Zulieferindustrie für den Thüringer Arbeitsmarkt. „Jeder zweite Arbeitsplatz in Deutschland hängt mit der Automobilindustrie zusammen.“ Deshalb wäre es klüger, die Entwicklung und Produktion emissionsarmer Fahrzeuge voranzutreiben.
„Dass die Grünen wenig Konsequenz an den Tag legen ist mir schon lange klar“, so Untermann. Erst plädieren sie gegen jeglichen Straßenbau. Da hierbei kaum Erfolgsaussichten bestehen, schwenken sie nun um und wollen teilweise Umgehungsstraßen für Kommunen ermöglichen. Die FDP-Fraktion setzt grundsätzlich auf den Bau von Umgehungsstraßen und den Ausbau des Straßennetzes für eine Verbesserung der Lebensqualität und der Infrastruktur in den Thüringer Kommunen. Als Beispiele nennt Untermann die Forderung nach Umgehungen in Weimar, Gebesee, Straußfurt und Bad Salzungen sowie den raschen Lückenschluss der A 71.
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14 Reaktionen zu “FDP kritisiert grünen “Frontal-Angriff” auf Autofahrer”-
nörgler
Am 2. Februar 2012 um 21:31 Uhr
Und weil VW und Co Profit machen wollen, muss es immer freie Fahrt für freie Bürger geben??? Die Politiker wohnen nicht in den Bereichen, wo freie Bürger auch mal mit 20 kmh schneller durch die Nacht düsen (wenn es passt, auch mit dem 40-Tonner). Die Anwohner 5 m hinter der Straße sind in iher Lebensqualität gravierend eingeschränkt. Nicht alle können oder wollen wegziehen, sie erwarten die Einhaltung von Grenzwerten. Und die Verwaltungen haben oftmals keine andere Möglichkeit, als an der Temposchraube zu drehen. Es sind alle Autofahrer, die sich am Riemen reißen müssen, damit die allgemeine Verkehrsberuhigung nicht per Tempo-30-Schild kommen müsste. Ich erlebe täglich die Raserei; wenn ein Tempolimit vor meinem Haus die Spitzengeschwindigkeit von 90 auf 60 herunterdrücken würde, hätten die Anwohner etwas davon.
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Wieso
Am 2. Februar 2012 um 23:57 Uhr
Und warum sollte auch nur einer der angeblich 50% der Arbeitsplätze durch ein Tempolimit wegfallen?
Wenn ich das “ph” nicht so schön fände, würde ich das “F” in FDP ja für den Anfangsbuchstaben von fantasielos halten.
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Tut Tut
Am 3. Februar 2012 um 00:36 Uhr
@nörgler Wenn Du in einer Tempo 50 Zone wohnst, wäre Dir sehr geholfen, wenn dort geblitzt würde. Es wird aber vorrangig nur in Tempo 30 Zonen aus fiskalischen Gründen geblitzt.
Damit wird niemandem geholfen!Sie sind innerhalb geschlossener Ortschaften 40 km/h zu schnell gefahren.
Das wird Sie voraussichtlich 160 Euro kosten.
Hinzu kommen Gebühren von voraussichtlich 23,50 Euro.
Außerdem 3 Punkte in Flensburg und 1 Monat Fahrverbot.Haben Sie bereits einen Eintrag in Flensburg, der noch nicht verjährt ist, kann das zu einer höheren Geldstrafe führen !
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konservativ-kritisch
Am 3. Februar 2012 um 21:54 Uhr
@Tut Tut
Sie haben Recht. In Jena wird natürlich auch nur aus “fiskalischen” Gründen geblitzt. Zuletzt 3x vor dem fiskalisch-strategisch wichtigen Punkt “Nordschule”. Und zweimal konnte ich beobachten, wie tatsächlich jemand in die Blitzfalle raste. Vor der Nordschule, wohlgemerkt, und zuletzt diese Woche (und bei diesem Wetter).
Aber Sie haben ja Recht: es geht IMMER nur ums Geld. Und die Kinder lassen sich – verzeihen Sie diesen sarkastischen Ausdruck – notfalls von der Frontscheibe putzen.
Ich jedenfalls habe eine 2-jährige Tochter. Und mein Mitleid mit jenen, die in die Blitzfalle geraten sind, hält sich doch sehr in Grenzen!
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konservativ-kritisch
Am 3. Februar 2012 um 22:09 Uhr
Übrigens gab es diese Diskussion bereits. Und ich hatte auf mehrere Statistiken verwiesen, die unangepasste Geschwindigkeit zur Hauptursache tötlicher Unfälle erklären. Aber dass jeder Mensch – EVENTUELL (und ich bin mir hier nicht so ganz sicher
) nur ein Leben hat und dass 20 km/h mehr eine enorme Auswirkung auf Reaktionszeit und auf Bremsweg bedeuten, merkt wohl erst der, der es am eigenen Leib erfährt. Mögen die Daumen in diesem Diskussionsforum auch nicht auf meiner Seite sein: die Physik zumindest gibt mir Recht. Aber manche Menschen finden ja auch gute Argumente gegen die Erdanziehung!Hot debate. What do you think?
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Bernd Hædrich
Am 3. Februar 2012 um 22:35 Uhr
Alles ganz gut und schön!
Aber warum steht der Blitzer Abends in der Dunkelheit vor der Nordschule? Warum wird auf der Stadtrodaer Strasse geblitzt, obwohl es da weder Fussgänger (Kinder) oder Kreuzungen ohne Ampel gibt. Warum wird in Burgau am Wehr mitten in der Woche geblitzt, obwohl es da auch keinen Fussgängerverkehr gibt?
Warum wird in der halben Grietgasse, bei Tempobeschränkung auf 20 permanent vom Fussweg aus geblitzt, während im Rest der Gasse 50! erlaubt sind, obwohl es dort mehr Fussgänger und ein- und ausparkende Fahrzeuge gibt
To be continued… 90% der städtischen Blitzerstandorte STINKEN nur nach Abzocke!… Und das macht es einem Autofahrer schwer, solche Kontrollen überhaupt zu akzeptieren!Hot debate. What do you think?
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konservativ-kritisch
Am 3. Februar 2012 um 22:39 Uhr
Lieber Herr Haedrich!
Der Blitzer stand 2x früh (und einmal nachmittags) vor der Nordschule, denn ich sehe den Blitzer nur dann, wenn ich a) meine Tochter entweder in den Kindergarten schaffe oder b) wenn ich meine Tochter aus dem Kindergarten abhole (ich laufe somit an der Nordschule vorbei). Nun möchte ich meine Beobachtung ja nicht pauschalisieren. Aber zumindest, was meine Erfahrung betrifft, blitzt der Blitzer zu einer sinnvollen Zeit an einem sinnvollen Ort!
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konservativ-kritisch
Am 3. Februar 2012 um 22:45 Uhr
Übrigens ist es mir egal, ob die Autofahrer die Kontrollen akzeptieren oder nicht! Dass 2x ein Autofahrer ein Tempolimit vor der Schule ignorierte (und diese Straße führt zu mehreren Kindergärten), ein Autofahrer dazu bei Glatteis, das ist mir aber nicht egal! Um mich klar auszudrücken: Ich bin kein Autogegner, in bestimmten Situationen möchte ich nicht auf ein Auto verzichten. Aber ich bin ein Gegner von Raserei vor der Schule. Und ich habe innerhalb kurzer Zeit 2x einen Raser durch eine Blitzkontrolle vor einer SCHULE rasen sehen!
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Bernd Hædrich
Am 4. Februar 2012 um 06:30 Uhr
…ich habe ja nichts gegen Blitzer im Allgemeinen und wenn sie wirklich an “sinnvollen” Stellen stehen! Da wollten sie mich wahrscheinlich falsch verstehen, Herr k-k.
Das ist aber in den seltensten Fällen so, wenn das Ordnungsamt blitzt ;(
Und es ging hier auch nicht um Raserei, wie sie es nennen. Die meissten Autofahrer sind mit höchstens 5 Km/h mehr unterwegs, um den Verkehr hinter sich nicht auszubremsen. Rasen tun die Allerwenigsten.Stimme zu / Lehne ab:
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Nachdenker
Am 4. Februar 2012 um 09:46 Uhr
Ein Hoch auf die FDP, Sprachrohr des schweigenden, nicht repräsentierten und machtlosen Autofahrerprekariats.
Freie Fahrt für freie Bürger!Hot debate. What do you think?
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konservativ-kritisch
Am 4. Februar 2012 um 21:51 Uhr
@Bernd Haedrich
Ich wollte Sie keinesfalls falsch verstehen. Aber Sie haben behauptet, dass in der Dunkelheit neben der Nordschule geblitzt würde, dies aber stimmt nicht. Zumeist wird am Tage neben der Nordschule geblitzt. Und wenn hier Raser in die Blitzfalle rasen, dann ist dies nicht nur äußerst ungeschickt, sondern – mit Bedacht auf die Kindergärten und die Schule – auch äußerst rücksichtslos.
Zumal hier Ihre Behauptung auch nicht zutrifft, die Fahrer würden sich nur dem fließenden Verkehr anpasen. Der eine Fahrer, den ich beim Geblitzt-Werden beobachten durfte, startete bei umschlagender Ampel und brachte es bis zum Blitzer auf eine beachtliche Beschleunigungsleistung (er stand als erster vor der Ampel und beschleunigte dann). Und das, obwohl der ganze Gehweg gut gefüllt war mit Kindern und mit deren Eltern. Der Autofahrer legte somit – trotz der Kinder – einen regelrechten Blitzstart in die Radarfalle hin.
Nun mag man ein derartiges Verhalten nicht pauschalisieren. Aber ich kann aus meiner Erfahrung Ihre Erfahrung nicht bestätigen. Vielmehr wird – in letzter Zeit häufiger – neben der Nordschule geblitzt. Weswegen ich Ihre Aussage “90% der städtischen Blitzerstandorte STINKEN nur nach Abzocke!” aus meiner Erfahrung nicht bestätigen kann. Hier habe ich Sie schlicht wörtlich verstanden. Und mit dieser Aussage haben Sie pauschalisiert!
Aber vielleicht können wir uns ja darauf einigen, dass es wünschenswert wäre, vermehrt in derartigen Gefahrenzonen zu blitzen und nicht 5 Meter vor dem Ortsausgangsschild. Aber wenn an derartigen Gefahrenzonen wie der Nordschule geblitzt wird, dann: ja bitte! Und bitte ruhig auch mehr!
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Bernd Hædrich
Am 4. Februar 2012 um 23:18 Uhr
ICH habe den Blitzer um 17:30, in der Dämmerung dort rumlungern gesehen! Also nennen sie mich bitte nicht einen Lügner, nur, weil sie um diese Zeit mit ihrem? Kind in der Kuschelecke waren.
Und die meissten Stellen, wo die Stadt blitzt SIND halt wegelagerei zum Geld eintreiben. Fahren sie mal mehr Auto, mit offenen Augen!…
Stimme zu / Lehne ab:
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konservativ-kritisch
Am 4. Februar 2012 um 23:59 Uhr
Aber Herr Haedrich!
Erstens habe ich Ihnen keine Lügen vorgeworfen, sondern eine pauschalisierende Argumentation (vor der ich übrigens – da ich gern ein wenig polemisiere – auch nicht gefeit bin). Und zweitens ist Ihr letztes Argument (betreffend die Uhrzeit) nun wirklich schwach!
Denn ich kam um 16:30 Uhr beim Blitzer vorei, hole ich doch um diese Zeit regelmäßig meine Tochter vom Kindergarten (wie übrigens viele andere Eltern auch). Wenn Sie bedenken, dass die meisten Kinder in der Zeit von, sagen wir, 15,30 Uhr bis 16,30 Uhr abgeholt werden, dann stand der Blitzer genau zur rechten Zeit am rechten Ort. Da die Kindergärten um 17 Uhr schließen, sind auch um 17,30 Uhr in diesem Bereich noch Kinder unterwegs. Denn viele Eltern erledigen noch Wege (Rewe oder Lidl) oder gehen vor dem Heimweg zum Bäcker (beliebt z. Bs. im “Munketal”). Zudem ist auch der Hort der Nordschule bis 17 Uhr geöffnet. Hortkinder sind somit auch in der Zeit von 16- 17 Uhr und noch darüber hinaus in genau jenem Bereich unterwegs, in dem geblitzt wurde. Oder denken Sie, die Kinder müssen um 17 Uhr den Bereich um die Kindergärten und die Schule räumen, damit die Autofahrer die Beschleunigungsleistung ihrer Autos testen können? Kinder erfordern immer eine erhöhte Aufmerksamkeit der Autofahrer. Und auch 17:30 Uhr ist somit in diesem Bereich eine vernünftige Zeit zum Blitzen, was Sie selbst bemerken würden, wenn Sie die Fußwege und die darauf befindlichen Kinder um diese Zeit beobachten würden.
Und dies umso mehr, wenn der Blitzer bereits um 16 Uhr dortstand und somit genau die Zeit abdeckte, in der die meisten Kindergartenkinder unterwegs sind!
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Bernd Hædrich
Am 5. Februar 2012 um 00:09 Uhr
aja…
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