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Kommentar: Endlich – es geht voran am Inselplatz!



Jena. Mit großer Begeisterung verfolge ich die ersten Schritte zur Bebauung des Inselplatzes. Es spricht viel dafür, daß ein neuer innerstädtischer Universitäts-Campus entsteht.

Was kann der Stadt besseres passieren:

  • Ein Campus, der öffentliches Eigentum in Form des Bundeslandes Thüringen bleibt.
  • Ein Campus, der Menschen und nicht nur parkende Autos in die östliche Innenstadt zieht.
  • Ein Campus, der Läden und Cafés integriert und damit auch Abends ein Anziehungspunkt ist.
  • Ein Campus, der zur Zeit vereinzelt sitzende Institute und Einrichtungen der Uni zusammenfasst und damit Geld, Energie, Fahrwege etc. spart.
  • Ein Campus, der durch die Nähe zum Uni-Hauptgebäude die Verkehrsberuhigung des Löbdergrabens fast vorgibt.
  • Ein Campus, der es ermöglicht, daß in der Bachstraße ein neues Wohngebiet entsteht – ideal für Studierende und Familien.

Jena ist nichts ohne die Uni. Selbst die meisten kritischen Stimmen wären ohne die Uni gar nicht hier. Das Leben dieser Stadt kommt durch die Studierenden. Es ist absurd ein kaum belebtes Quartier herauf zu beschwören – wo soll denn Leben herkommen, wenn nicht von den Studierenden? Ist das Damenviertel am Abend ein quirliges Zentrum innerstädtischen Lebens?

Jena und die Satteldächer – ich bin echt froh, daß die Firma Carl Zeiss sich vor über 100 Jahren einen Dreck um Satteldächer geschert hat und mit dem ehemaligem Hauptwerk ein noch heute modernes Quartier erbaut hat.

Fehlende ökologische Standards? Es wird mehr schöne Bäume geben, als bisher. Durchgängige Dachbegrünung ist vorgeschrieben, alle EU-Normen für Neubauten sind einzuhalten. Natürlich ist noch mehr möglich – ermuntern wir die Uni dazu!

Für wen ist die Innenstadt da? Für ein lebendiges, abwechslungsreiches, sicheres, begeisterndes und zukunftsfähiges Jena. Ein Campus Inselplatz wird dies unterstützen.

Endlich geht es voran!

Dank an alle Mitwirkenden,

Kristian Philler - Ortsteilbürgermeister Jena-Zentrum

Die Pläne sind im außer im Dezernat 3 auch im Ortsteilbüro Jena-Zentrum, Bachstraße 22/23 einsehbar.
Sprechzeiten im Büro: Freitag 15 bis 17 Uhr oder nach Absprache (Tel. 358 110)

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36 Reaktionen zu “Kommentar: Endlich – es geht voran am Inselplatz!”
  • Michael Am 16. Februar 2012 um 16:27 Uhr

    Das LEBEN in dieser Stadt kommt nicht nur durch die Studierenden. Mich als Jenenser stinkt es langsam immer mehr an…Wer denkt an den Menschen in dieser Stadt der nichts mit UNI, CAMPUS und dem studierenden Volk zu tun hat ??? Keiner, im Gegenteil, dem “NORMALO” gehts nun schon an den liebgewonnenen Schrebergarten der der Zuwanderung weichen muß…Wer denkt von Ihnen an die ständig steigenden Nebenkosten in dieser Stadt (Mieten, Lebensmittel selbst der Kraftsoff im Bezug auf A4 bzw A9 ) KEINER !!! Hier geht es nur noch um UNI, CAMPUS und STUDIERENDE. Hauptsache man sträubt sich vehement gegen Alles was nichts mit diesem Thema zu tun hat.Beispiel: Multifunktionsarena Jena bzw Erfurt !!!
    Jena macht mehr aus als nur UNI und Studierende !!!

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  • Dominique Am 16. Februar 2012 um 18:51 Uhr

    Ein schönes Stichwort ist die Bachstraße. Dort werden nach dem Umzug den Uniklinikums nach Lobeda (in einigen Jahren hofft man…) diverse Gebäude frei. Gebäude, die allerdings wesentlich besser als Universitätsgebäude nutzbar wären, denn als Wohngebäude. Das heißt, um dort ein Wohngebiet zu etablieren werden die nahezu durchgängig sanierten Gebäude abgerissen? Wäre es nicht wesentlich sinnvoller, dort die Campus-Erweiterung vorzusehen (wofür sich die bestehenden Gebäude sicher besser nutzen ließen – immerhin sind sogar Hörsäle und Seminarräume schon vorhanden), die Nähe zum derzeitigen Campus am Ernst-Abbe-Platz zu genießen und stattdessen auf dem Inselplatz zu den Cafés und Einkaufsgelegenheiten Wohnnutzung vorzusehen? Die Verkehrsberuhigung würde dann sicher auch für diese Innenstadterweiterung absolut Sinn machen und die ganze Gegend aufwerten.

    Zu den Anti-Studenten-Motzereien von Michael fällt es schwer etwas ruhiges zu sagen – hier ist scheinbar noch jemand, der nicht verstanden hat, dass die große Uni in Jena mit alle seinen vernetzten Forschungseinrichtungen, Studierenden und Mitarbeitern der Garant dafür ist, dass Jena als eine der wenigen Städte dieser Republik optimistisch und relativ gelassen in die Zukunft schauen kann. Oder meinen Sie, die gute Entwicklung in Jena wäre auch ohne die Uni möglich gewesen? Ich vermute, dann würden hier wie auch in so vielen anderen Städten bald die Lichter ausgehen…

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  • kurt Am 16. Februar 2012 um 19:46 Uhr

    da capo Michael…
    aber in Jena stehen die Studis auf Platz eins weil sie der einzige Garant für den 100.000er Status sind. Und ohne diesen Status wäre man eben nur Bürgermeister, Stadtrat usw. einer kreisfreien Stadt. Wie schmahvoll.
    Und drum wird auf Teufel komm raus ums Studentenvolk gebuhlt, auch wenn der ganze Rest dabei vor die Hunde geht. Scheiss auf später…

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  • kurt Am 16. Februar 2012 um 19:50 Uhr

    @dominique
    wo steht, dass die Gebäude frei werden? Welche Gebäude hat die Uni denn bisher freigegeben, seit Lobeda besiedelt wird?
    In Erwartung immer weiter steigender Immo Preise tut sich in Jena im Moment so gut wie gar nichts…und die Uni hat nicht vor, irgendw#etwas frei zu geben. Man hat schlicht verabsäumt (oder bewußt unterlassen) hier verpflichtende Vereinbarungen zu treffen.
    Auch hier, ein Schelm wer Arges dabei denkt…aber die Jenaer dürfen ja bald wählen…

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  • kurt Am 16. Februar 2012 um 20:15 Uhr

    ach ja, manchmal fällt mir hier nur nach und nach was ein.
    Liebe Dominoque:
    Es gibt auch noch andre Möglichkeiten, das Studentenproblem in Jena zu dikutieren, als mit der beliebten, aber unssinnigen “alles oder nichts” Frage.
    Studenten in Jena sind eine tolle Sache, wie in vielen Uni-Stadten. Machen sie aber mehr als 25 % der Einwohner einer Kommune aus, dann werden sie langsam aber sicher zu einer Plage!
    Lasst Euch doch nicht vor den Karren spannen, da seid ihr doch zu gescheit für, ODER??

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  • Michael Am 16. Februar 2012 um 20:36 Uhr

    @Dominique, es ist meine persönliche Meinung und wenn die von ihnen als ANTI STUDENTEN MOTZEREI aufgefasst wird tut dies mir sehr leid. Wenn Sie meine Zeilen genau gelesen haben sollten , dann sollte ihnen das einschränkendes Bindewort NUR aufgefallen sein. Ich will damit NUR sagen das es in Jena nicht NUR Studenten gibt oder Menschen die mit Studenten,Uni und Campus ihr Geld verdienen. Die Ausrichtung jeglichen “Handeln” und “Denken” in diese eine Richtung erregt mein Gemüt und nicht erst seit diesem Bericht, den Wir hier kommentieren. Dieser Bericht setzt für mich noch den Deckel auf das berühmte Fass. Zitat:”Jena ist nichts ohne die Uni. Selbst die meisten kritischen Stimmen wären ohne die Uni gar nicht hier. Das Leben dieser Stadt kommt durch die Studierenden. Es ist absurd ein kaum belebtes Quartier herauf zu beschwören – wo soll denn Leben herkommen, wenn nicht von den Studierenden? Ist das Damenviertel am Abend ein quirliges Zentrum innerstädtischen Lebens?”
    Was soll das heißen ??? Jena ist ohne Studenten….WAS??? Leblos, leer, langweilig, ungebildet??? Wie kann man als Ortsteilbürgermeister Jena Zentrum soetwas äußern ???

    Im übrigen stimme ich ihnen und ihrer Aussage im Bezug auf die Bachstraße vollkommen zu !!!

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  • Jens Am 16. Februar 2012 um 20:36 Uhr

    @Doninique So unrecht hat Michael mit seiner Aussage garnicht! In der Tat stehen Projekte die den “normalen Bürger” helfen würden hinten an oder werden überhaupt nicht beachtet.(Wohnungen,Ernst Appe Sportfeld,ÖPNV) Ihre idee den neuen Campus in die Bachstraße zu stecken, finde ich auch sinnvoller als neu zu Bauen und an der Bachstaße alles für Wohneinheiten umzukrempeln. In erster Linie benötigt diese Stadt Wohnraum, Wohnraum den sich junge Familien mit normalen Einkommen leisten können. Nicht exklusiv, sondern sozial. der sollte neu und adäquat gebaut werden. In der Bachstraße würde dies mit Umbaumaßnahmen nicht funktionieren. Unsere Stadtväter und Politiker sind leider nur Zweitligisten. Die Arbeiter und Steuerzahler dieser Stadt spielen ganz oben und sind einzigartig, haben aber nichts zu sagen. :(

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  • Dominique Am 16. Februar 2012 um 21:05 Uhr

    Inwiefern sind sie denn eine Plage? Weil sie die Stadt mit Leben füllen? Weil sie einkaufen, spazierengehen oder die Nachfrage nach Kultur und politischer Mitbeteiligung verstärken? Weil sie Wohnungen brauchen? Klar, in Naumburg gibt es kein Wohnraumproblem – da geht ja auch keiner hin (obwohl es dort eigentlich sehr hübsch ist).
    Und vom Großstadtstatus hat nicht nur der Bürgermeister auf der Visitenkarte etwas, sondern jeder Bürger der Stadt, da es nun mal ganz andere Fördermöglichkeiten, Zuschüsse bzw. Ansprüche gibt. Ich glaube du unterschätzt ganz gewaltig wie sehr die Studierenden Jena helfen und voranbringen. Sie alle werden mal Arbeitnehmer, Eltern usw., die dann auch noch über ihren Konsum hinaus viel Wertvolle Beiträge für die Stadt leisten und dafür sorgen, dass viele Firmen überhaupt hier bleiben, Arbeitsplätze schaffen und Steuern zahlen.
    Frag mal in Gera nach ob man dort glücklicher ist, ohne Studenten und Großtstadtstatus. Bzw. wenn es dir hier zu jung und dynamisch ist, dann findest du dort sicher noch eine günstige und u.U. ruhigere Bleibe…

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  • Rüdiger Am 16. Februar 2012 um 22:46 Uhr

    Jena ohne Studenten wäre Gera.

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  • konservativ-kritisch Am 17. Februar 2012 um 07:39 Uhr

    “Jena ohne Studenten wäre Gera.” Ein feines Stichwort! Lassen wir also die Studenten aufgrund fehlender Wohnungen in Gera wohnen, aber auf einem feinen neuen Unicampus studieren.

    Übrigens: ich habe eine Zeit lang – als Student – in der Bachstraße gejobbt und begleitete so den Umzug einiger medizinischer Abteilungen nach Lobeda. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie sich diese Gebäude für Wohngebäude eignen sollen. Zwar möchte ich nicht von vorne herein das Gegenteil behaupten, aber diese Behauptung müsse erst einmal bewiesen werden.

    Wahrscheinlich liegt der Grund für den neuen Campus in der Unattraktivität der Bachstraße für die Uni. Denn man hat sich sicher auch hier gefragt, was man mit diesen Gebäuden machen soll.

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  • konservativ-kritisch Am 17. Februar 2012 um 08:38 Uhr

    Wie wäre es denn, wenn man den Campus mitten in Gera baut und Gera würde – als Art selbständige Verwaltungseinheit – in Jena eingemeindet? Dann hätten sich ja schlagartig einige Geraer und Jenaer Probleme erledigt. Und Herr Philler darf die Bachstraße an ein Medienunternehmen vermieten, das dort nostalgische Arztserien dreht (oder auch historische Arztthriller). Zumindest für die Bachstraße wäre dies die realistische Planung :-)

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  • kurt Am 17. Februar 2012 um 09:04 Uhr

    @domini9que
    also nochmal, vielleicht ist die Emotion ja mittlerweilen raus:
    Jena wäre mit 15000 Studenten weit liebenswürdiger und attraktiver als mit knapp 27000.
    Und die 12000 Übrigen könnten ja dann Gera liebenswürdig und attraktiv machen.
    Übrigens, die vielgerühmten Ansprüche und Zuschüsse…was genau weisst Du denn darüber? Das ist eine vielzitierte Mär sehr geringen Ausmasses. Und das bißchen was dann ankommt, wo bleibt es denn in der Großstadt Jena? Werden davon bezahlbare Wohnungen für junge Familien (zweckgebunden) gebaut? In Kitas investiert? Wird der ÖPNV Tarif für Familien günstiger gestaltet?
    Mal ganz konkret (auch wenn Du als Studentin das nicht gerne hörst): Die zu große Anzahl von Studenten ist ein Fluch für Jena und damit auch für die Studenten. (ich hoffe, Du hast genau gelesen. Ich sage nicht, die Studenten seien der Fluch, ich spreche von zuvielen Studenten). Warum? U.A. darum:
    In der Kommune entscheiden zu ca einem Drittel Menschen die kommunalen Entscheidungsprozesse, die mit dem Gemeinwesen langfristig nichts am Hut haben.
    Es wird wertvoller Wohnraum (große Mehrraumwohnungen) langfristig gebunden, der von Familien dringend gebraucht würde.
    Es wurden in der Vergangenheit enorme Geldmengen verjubelt, ich erinnere nur an die unseelige “Kopfprämie” pro Studenten, der sich in Jena anmeldet. Es ist die Einhaltung eines Bundesgesetzes, die hier belohnt wurde. Absolut absurd, aber im Interesse der Großstadt ist es eben notwendig, dass die Studenten nicht nur hier sind, sondern sie müssen mit Erstwohnsitz gemeldet sein.
    Aktuell wirbt die Stadt Jena im Netz weiter um noch mehr Studenten (studieren im Paradies), u.A. mit Mietpreisen von 9€/qm. Das ist gelogen und fatal.
    Bereits im Wintersemester 2010/2011 (bin mir nicht ganz sicher, evtl 2009/2010) mussten über 300 Studis wieder exmatrikulieren weil sie partout keinen Wohnraum fanden.
    Ich will und kann hier keine Romane schreiben, drum soll es hiermit mal genug sein.
    Zum Schluss nochmal ganz deutlich:
    Ich habe nichts gegen Studenten, einiger meiner besten Freunde haben mal studiert ;-) . Aber in Jena sind es durch falsche Politik zu viele! Und das führt zu Problemen!!

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  • konservativ-kritisch Am 17. Februar 2012 um 10:07 Uhr

    @Kurt

    Jetzt fühle ich mich aber doch gezwungen, etwas differenzierter zu argumentieren. Der Grund ist Ihr Argument:
    “In der Kommune entscheiden zu ca einem Drittel Menschen die kommunalen Entscheidungsprozesse, die mit dem Gemeinwesen langfristig nichts am Hut haben…”.
    Dies stimmt so nicht, denn insbesondere Studenten, die sich eine Zukunft in Jena vorstellen können, engagieren sich auch häufig für eine soziale Politik. Insbesondere Studenten mit Kind kritisieren häufig die familienUNfreundlichen Versuche der Stadt. Ich kenne mehrere Studenten, die sich aktiv an den Protesten gegen den ehemaligen Kita-Gebührenerhöhungs-versuch beteiligt haben. Auch waren es Studenten, die zu Semesterbeginn symbolträchtig auf das Wohnungsproblem hingewiesen haben. Denn man sollte auch bedenken: die Studenten leiden ebenso an der Situation. Die erwähnten exmatrikulierten Studenten zum Beispiel verlieren wertvolle Lebenszeit, wenn sie nicht in einer anderen Uni unterkommen konnten (z. Bs. aufgrund von Fristen). Studenten leiden zudem ebenso an den schlechten Wohnbedingungen und den hohen Mieten. Kurz: schon aus diesem Grund macht das Ausspielen Student versus Nichtstudent keinen Sinn. Auch gibt es durch studentische Infrastrukturen auch eine kulturelle Bereicherung, man denke nur an Konzerte in den Studentenclubs oder an Projekte wie Lesungen und ähnliches (wodurch die Angebotsvielfalt in Jena bereichert wird). Und zur Kopfprämie: hierduch fließt auch Geld an Jena zurück, und zwar zu größeren Teilen, als Jena an die Studenten auszahlte. Kurz: die Jena hat tatsächlich einen vielfältigen Nutzen AUCH
    durch die Studenten (wobei die Aussage, Jena wäre NICHTS ohne die Uni, mich auch etwas sauer aufstößt).

    Das Problem sind somit nicht die Studenten. Das größte Problem liegt in der Politik einer Stadt, die den Nutzen der Studenten- “Schwemme” gern in Anspruch nimmt, ohne die Studentenzahlen bewältigen zu können. Wobei man manchmal den Eindruck hat, eine Bewältigung des Problems wird gar nicht aktiv versucht. Man wirbt für die Studenten und scheint dann nach derMethode vorzugehen: “seht nun zu, wie ihr hier allein zurecht kommt”.

    Damit aber schadet man Studenten UND den anderen Einwohnern der Stadt. Und man wäre gut beraten, wenn Studenten UND Nichtstudenten gemeinsam gegen die Missstände der städtischen Politik vorgehen würden.

    Problematisch ist aber

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  • konservativ-kritisch Am 17. Februar 2012 um 10:13 Uhr

    Was ich übrigens am Kommentaqr von Herrn Philler problematisch finde: ein neuer Campus löst das größte Problem der Studenten – das Wohnungsproblem – NICHT. Der Verweis auf die Bachstraße scheint mit dem Wissen zu erfolgen, dass sich Proteste an der Entscheidung (von Studenten und Nichtstudenten) genau auf dieses Wohnungsproblem berufen können. Der Verweis auf die Bachstraße aber ist wertlos, solange nicht KONKRETE Planungen vorliegen, ob und wie Wohnungen in der Bachstraße tatsächlich entstehen können. Das “Argument Bachstraße” wirkt so eher beschwichtigend, wenn nicht gar unrealistisch, und soll wohl den Einwänden der Kritiker vorgreifen!

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  • Holger Herrmann Am 17. Februar 2012 um 10:26 Uhr

    Es ist die Frage wo will man hin in Jena. Eine feine, kleine Universität oder eine große Massenuniversität. Für letzteres halte ich Jena nicht geeignet.

    Mit der Frage: Wo wollen wir hin?
    müssen wir uns beschäftigen.
    Ihree Beantwortung erfordert wirklicher Bürgerbeteiligung.

    Es ist falsch den Eichplatz zu Zuklötzern wegen der bösen Kommunisten!

    Es ist falsch den Inselplatz nur wegen der lieben Uni und der lieben Intershop AG in einem abgeschlossenen Bereich innerhalb der Stadt zu verwandeln.

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  • Simon Sachse Am 17. Februar 2012 um 12:52 Uhr

    Tatsächlich trägt der Großstadtstatus nicht wirklich zu höheren Einnahmen bei. Hat mich selbst gewundert – die Zuweisungen sind relativ linear an die Einwohnerzahl gekoppelt, plus 5 % für kreisfreie Städte, die auch kleiner sein können.
    ABER es ist absolut sinnvoll, vorhandene Studenten zur Wahl des Hauptwohnsitzes in Jena zu bewegen, denn sie nutzen die allgemeinen Einrichtungen und – siehe oben – zählen als Köpfe mit. Für jeden Studenten mit Hauptwohnsitz bekommt die Stadt Geld.
    Außerdem sollten die Uni-Beschimpfer hier mal darüber nachdenken, dass die Uni der größte Arbeitgeber der Stadt ist. Und das betrifft nicht nur Professoren und Assistenten, sondern auch Köche, Hausmeister und Krankenschwestern. Es geht bis zu den Fremdfirmen, die die Korridore putzen. Weniger Studenten hieße auch weniger Arbeitsplätze. Hieße weniger Steuern. Hieße noch weniger Spielraum für Kitas, ÖNV, Sportstätten …
    Es ist verdammt kurzsichtig, wenn einige glauben, ohne die Studenten wäre es eigentlich ganz gemütlich in der Stadt.
    Die Aussagen zur Freisetzung von Flächen durch die Uni waren leider recht vage – Bachstraße und einige “separate Standorte, die für die Uni schlecht zu bewirtschaften sind”. Das hätte man schon gern konkreter und in Quadratmetern.

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  • kurt Am 17. Februar 2012 um 13:05 Uhr

    @kritischer Konservativer
    mal ganz ruhig bleiben, von mir wird niemand zu etwas gezwungen, außer hoffentlich manchmal zum Nachdenken.
    Alle Studenten sind über 18, wenn hier mit Erstwohnsitz gemeldet auch hier wahlberechtigt, wenn Deutsche. Die paar, die hierbleiben fallen nicht ins Gewicht. Die studentischen Elternpaare haben ebenfalls nur kurzfristige Interessen, dann halt kurzfristige Elterninteressen. Ob das die gleichen sind, wie Eltern, die ihr Leben hier verbringen wollen sei dahingestellt. Fakt ist, dass ca. 30 % der Stimmberechtigten in Jena nur kurzfristige Interessen haben.
    Den kulturellen Nährwert der Studentenschar kann ich leider an keiner Ecke erkennen, außer sie meinen, dass man den ganzen Sommer im Paradies mit Easy Listening aus dem Beachclub am Saaleufer zwangsbeschallt wird. Ansonsten erachte ich die Wagnergasse nicht als Kultur sondern als Kommerz. Und Konzerte in Studentenclubs? Meinen Sie “Rectal-Smegma” im Rosenkeller? Hm, naja! MEIN kulturelles Leben bereichern die paar Konzerte im Jahr nicht, aber das ist zugegeben subjektiv.
    Und wieder die angeblichen Geldmassen aus dem Großstadtstatus…erstens sind die nicht so üppig und zweitens: wer hat denn den Nutzen aus den paar Euro?
    Und NOCHMAL!
    Ja, Jena hat Nutzen aus der Tatsache, dass Jena Unistadt ist, unbestritten.
    Aber die Schar der Studenten IST ZU GROSS!

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  • Blabla Am 17. Februar 2012 um 14:45 Uhr

    Mir hat die Frage “Wo wollen wir hin?” gefallen. Genau das ist ein Thema was mich mal interessieren würde… Wo wollen wir in 20-25 Jahren sein? Wie soll Jena aussehn? Wie ist die Bevölkerung geschichtet usw. usw. usw. da sollte man sich mal zusammensetzen und einfach mal reden und ich meine nicht mit irgendwelche “Fachleuten” oder Politikern sondern den Bürgern und vorallem mit der Jugend! Denn die muss noch länger damit leben als einige die zur Zeit die Zügel in der Hand haben bzw. große Sprüche klopfen…

    Die aktuellen Studentenzahlen halte ich noch für akzeptabel… wenn sie langfristig gesehn um 20.000 pendeln würden wäre das aufjedenfall sehr okay…

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  • Stefan Am 17. Februar 2012 um 15:00 Uhr

    Philler hat Recht, ein Uni-Campus auf dem Inselplatz währe eine super Sache. Da könnte man wirklich einige Dinge realisieren die in den bisherigen Objekten unmöglich sind. Allerdings halte ich es für eine Illusion das die Objekte in der Bachstr. 18 dann anderweitig genutzt werden können. Das Uni-Klinikum ist dort nach wie vor Hauptnutzer, der Hochschulbereich ist lediglich in der ehemaligen Kieferchirurgie vertreten.

    Im Übrigen ist es Quatsch die Universität nur auf die Studenten zu reduzieren, was ist denn mit den Mitarbeitern?! Die haben sehr wohl langfristige Intressen in Jena. Klar kann man die Studentenzahl halbieren, was allerdings auch starke einschnitte in der Zahl der Mitarbeiter bringt, da die Universität eben nach der Anzahl der Studierenden bezahlt wird!

    Ohne Uni und FH gäbe es in Jena wahrscheinlich nicht die hälfte der Technologiefirmen. Ohne die Technologiefirmen weniger Zulieferbetriebe. Ohne die Mitarbeiter in diesen Firmen keine Kaufkraft. Ohne High-Tech währe Jena nur eine von vielen schrumpfenden Städten im Osten…

    Grüße

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  • konservativ-kritisch Am 17. Februar 2012 um 15:55 Uhr

    @kurt

    Na kommen Sie, im Rosenkeller spielt zum Beispiel am 22.02. “IMAM BAILDI” (ATHEN/GR), “präsentiert von WDR Funkhaus Europa und dem Weltmusikmagazin FOLKER”. Das sollte doch auch etwas für Fans der Kulturarena sein. Und auch Indie-Schmankerl wie “Portugal.the man”, die selbst Rolling-Stone- Lesern etwas sagen sollten, holte die Rose schon nach Jena (zugegebenermaßen wurde das “Portugal.the man” Konzert dann ins Kassa verlegt). Zwar ist natürlich nicht alles Gold, was in der Rose auftritt. Aber wenn Sie das Programm genauer verfolgen, finden sie mindestens ein lohnenswertes Konzert im Monat :-)

    Und was ist mit Veranstaltungen wie “Lovely Poetry” im Kunsthof Jena? Zwar hat diese Szene noch keinen neuen Goethe hervorgebracht (um es vorsichtig zu formulieren), aber die Studenten organisieren hier literarische Lesungen ihrer Texte. Die Autoren Jan Volker Röhnert und Ron Winkler waren übrigens auch Jenaer Studenten und haben auch eine Zeit lang ihre Spuren in Jena hinterlassen (Ich kann mich gut an eine Lesung mit dem genialen Paulus Böhmer erinnern, zu der Röhnert beitrug).

    Und glauben Sie, ohne Studenten wäre eine Szene wie jene im Kassa die selbe? Für das “Easy Listening” am Saaleufer aber dürfen Sie nicht die Studenten verantwortlich machen. Denn hier ist die Kundschaft doch sehr gemischt :-)

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  • konservativ-kritisch Am 17. Februar 2012 um 16:16 Uhr

    @kurt

    Übrigens zu Ihrem Argument “Alle Studenten sind über 18, wenn hier mit Erstwohnsitz gemeldet auch hier wahlberechtigt, wenn Deutsche. Die paar, die hierbleiben fallen nicht ins Gewicht. Die studentischen Elternpaare haben ebenfalls nur kurzfristige Interessen, dann halt kurzfristige Elterninteressen…” Da unterschätzen Sie die Möglichkeiten in Jena aber schon. Es sind eben nicht wenige, die hierbleiben. Sondern durch die ansässigen Firmen und die Universität ist der Anteil der ehemaligen Studenten, die in Jena eine Arbeit gefunden haben, doch beachtlich. Zumindest kenne ich viele, die in Jena (nach dem Studium) auch eine Anstellung gefunden haben. Schon im Kindergarten meiner Tochter komme ich mit vielen ehemaligen Studenten in Kontakt, die nun in Jena leben.

    Problematisch ist jedoch, dass die Stadt um neue Studenten wirbt, ohne auf das Wohnproblem zu reagieren. Nur sollte dies nicht dazu führen, Ressentiments gegen die Studenten zu schüren. Ein Problem besteht auch in der Verdrängung sozial schwacher Jenaer aus bestimmten Stadtgebieten. Nur: dies ist Konsequenz einer falschen Planung in der Vergangenheit und einer unzureichenden Bewältigung des Wohnproblems in der jetzigen Situation.

    Den Studenten aber sollte man diese politischen Fehlentscheidungen nicht anlasten. Zumal dies dazu führt, die in der Verantwortung stehenden Politiker zu entlasten. Vielmehr wäre Engagement im Sinne eines Einsetzens für günstigen Wohnraum und schnelle Lösungen die bessere Variante!

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  • Studentin Am 17. Februar 2012 um 16:45 Uhr

    “Es wird wertvoller Wohnraum (große Mehrraumwohnungen) langfristig gebunden, der von Familien dringend gebraucht würde.”
    Abgesehen davon, dass der Sprech verdächtig nach anderen Tönen klingt, die Verdrängung, Konkurrenz und Schuldzuweisungen reproduzieren, ist es absolut kurzsichtig “die Studierenden” und “die Familien” gegenüber zu stellen! Auch abgesehen davon, was hier offenbar für ein antiquierter Familienbegriff genutzt wird, sind insbesondere viele Studierende in Familien und Familienstrukturen gebunden – was soll diese Abgrenzung? Und auch die Studierenden brauchen Wohnraum. In dieser Stadt kommen doch alle zu kurz, also haltet doch mal zusammen gegen jene, die hier krude Pläne ohne jegliches stadtplanerisches know-how und ohne langfristige Vision durchwinken und steht Seite an Seite mit jenen, die auch einfach nur ordentlich wohnen wollen!
    Die Studierenden wollen nicht mehrere hundert Euro für ein WG-Zimmer zahlen, wodurch andere wohl angeblich vom Markt gedrängt werden, aber sie sind ebenso an den Standort gebunden, wie ArbeitnehmerInnen oder Menschen, die einfach nicht woanders leben wollen.
    Herr Phillers gespielte Euphorie in allen Ehren, aber die Frage ist nicht, ob wir _irgendwas_ auf diesen Platz gestellt bekommen, sondern ob die Menschen, die hier Leben in der Breite das was dort geschehen soll wollen, wünschen und gut damit leben können.

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  • Kirsten Limbecker Am 18. Februar 2012 um 03:58 Uhr

    Lieber Kristian, da du ja offenbar auf meinen Debattenbeitrag antwortest, will und kann ich auch deine Äußerungen nicht unkommentiert lassen:

    Erst das Harmlosere. 1. Eine Verkehrsberuhigung des Löbdergrabens fänd ich auch super, wie auch die Anpflanzung von Bäumen. 2. Klar gelten die üblichen Richtlinien für Nachhaltigkeit im Bauen; die ökologischen und Versorgungs-Krisen zukünftig sollte jedoch gerade eine Stadt wie Jena engagierter angehen. 3. Zu den Dachformen: Carl-Zeiss-Gebäude als Vorreiter zur Abschaffung von Satteldächern? Häh? Also das war ein Produktionsgebäude, bei den neuen Gebäuden auf dem Inselplatz geht es nicht um Produktion, sondern innerstädtischen Raum mit gemischter Nutzung. Warum muss man da Satteldächer so kategorisch ausschließen?

    Jetzt zur Uni:

    Die Abwägung zwischen ob und wenn ja wieviel Universität und/oder Wohn-Gewerbe-Kulturnutzung muss man reichlich überlegen. Das Anliegen der Uni ist wie gesagt nicht von der Hand zu weisen. Aber ich habe den Eindruck, dass du vollkommen unkritisch an den B-Plan und das Reden der Urheber dieser Pläne herangehst und alle anderen Nutzungsbedürfnisse und Ideen vom Denken zur Zukunft dieser Fläche ausschließt.

    Udo Hätscher hat vollkommen recht, auf dem Inselplatz ist von der Uni kein Campus geplant. Zur Erinnerung: “Unter „Campus-Hochschulen“ versteht man Hochschulen, bei denen Lehr- und Forschungseinrichtungen, Wohnraum für Lehrende und Studenten sowie andere universitätsnahe Infrastruktur samt Grünflächen auf engem Raum zusammengefasst sind.” (wikipedia)

    Die Pläne der Uni sind noch viel zu unklar, um tatsächlich von einem belebten Raum auszugehen. Und die Vorgaben der Stadt viel zu offen, um ein Gewinn für die Stadtgesellschaft zu garantieren. Wir wissen nicht, welche Institute auf den Inselplatz gehen sollen, ob überhaupt Lehrräume dort entstehen, welches Gewerbe (ob Cafés, die auch abends offen sind oder nur eine Mensa, ob Technologieunternehmen oder kleinerer Einzelhandel usw.) dort entsteht und in welchen Mengenverhältnis. Wir wissen nicht ob nur 1/4, die Hälfte oder sogar der Großteil des Platzes an die Uni gehen wird. Wir wissen nicht ob der Wohnanteil nicht sogar auf 2 % insgesamt fällt. Die Stadt will sich nicht festlegen und sollte es aber nach umfangreicher, ergebnisoffener Beteiligung tun, um den Platz wirklich sinnvoll zu nutzen.

    Ich beschwöre nicht sinnlos einen toten öffentlichen Raum herauf. Denn auch mit Bibliothek und Mensa ist zu unifreien Zeiten der Ernst-Abbe-Platz ziemlich tot und unattraktiv. Ich benenne lediglich eine bestehende Gefahr durch zu geringe Festlegung. Und ich stelle grundsätzlich die Frage: Wofür ist der Platz für die Stadt sinnvoll?

    Ob die Bachstraße frei wird, auch das wissen wir nicht und gerade du müsstest nach den letzten Diskussionen im Ortsteilrat wissen, dass es nicht so einfach ist, mit dem Flächentausch mit der Stadt. Und schon gar nicht mit einer Umwandlung der Bachstraße in ein Wohngebiet.

    Ich sehe nicht, wie du hier als Ortsteilbürgemeister schreibst. Denn du rufst ja nicht einmal die Menschen deines Ortsteils auf, sich in die vorgezogene Beteiligung http://www.jena.de/sixcms/detail.php?id=225924&_nav_id1=11248&_nav_id2=55993&_lang=de einzubringen. Du sprichst hier als Mitglied des Stadtrates und der Koalition, das solltest du als solches kennzeichnen.

    Und ich bin wirklich enttäuscht, dass du so undifferenziert an den Entwurf herangehst. Doch genau dies sollte ein Stadtratsmitglied tun!!!

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  • Bernd Hædrich Am 18. Februar 2012 um 09:56 Uhr

    Aha, Kirsten, da lag ich also doch nicht so verkehrt in meiner Vermutung, dass das hier ein “anderer” Kristian geschrieben hat. Wundere mich schon zwei Tage lang, warum er dieses Projekt hier so schoen redet, wo alle anderen Schreiber nur Kritik anzubringen haben…

    Ich dachte mir schon, dass es daran liegt, weil auf dem Inselplatz kein Baum steht, an den man sich anketten kann…

    Ein schoenes Wochenende euch Allen ;)

    …und auf welchen “Debattenbeitrag” koennte er denn geantwortet haben? Als Buerger von Mitte bekommt man ja schon seit Monaten nix mehr mit, vom Ortschaftsrat… Arbeitet der eigentlich noch?

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  • Kirsten Limbecker Am 18. Februar 2012 um 15:07 Uhr

    @Bernd Haedrich:
    auf den Debattenbeitrag von mir hier: http://www.jenapolis.de/2012/02/kommentar-kritik-am-bebauungsplan-zum-inselplatz/

    Ja leider gibt es keine Pressemitteilungen des Ortsteilrates. Das werden wir zukünftig noch diskutieren. Die nächste Sitzung wird am Mittwoch, den 22.02. um 18:30 im Rathaus gemeinsam mit dem Stadtentwicklungsausschuss und dem Werksausschuss KIJ sein. Thema: Die Jury stellt ihre Ergebnisse zum Eichplatz vor. Alle sind herzlich eingeladen, auch sich zu Wort zu melden.

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  • Simon Sachse Am 18. Februar 2012 um 19:15 Uhr

    Der Ernst-Abbe-Platz ist vermutlich auch für Studenten nicht sonderlich attraktiv – die müssen da einfach rumlaufen. Der Platz ist von vorn bis hinten Beton, obwohl genug Platz für ein paar Bäume, Büsche, Blumen, Wiese wäre. Dass sich keiner darüber aufregt, liegt wohl nur daran, dass er seit jeher nicht zum Stadtraum gehörte, denn zu Zeiss-Zeiten war er für Nicht-Zeissianer auch ein abgeschlossener Raum.
    Ich gebe Kirsten völlig recht: die Stadt weiß überhaupt nicht, was eigentlich gebaut werden soll (oder sie redet mit Vorsatz nicht darüber). Sie weiß nur, dass es vier Stockwerke hoch werden soll und kein Satteldach haben darf. Das ist absolut dürftig. Nichts Genaues weiß man nicht, aber darüber informiert man zumindest die Bürger.

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  • Holger Herrmann Am 19. Februar 2012 um 09:56 Uhr

    @Simon Sachse Wenn es um konkrete Interessen eines Investors geht, weiß die Stadt weiß sehr wohl, wie gebaut werden soll.

    Am östlichen Eingang zum Steinweg sind unmittelbar an der Kreuzung zwei 7 geschossige Türme ( Treppenhäuser, 12x13m ) als Aufhängung für die Fußgängerbrücke geplant.
    Ein weiterer erhöhter Bebauungspunkt ist an der Kreuzung Lutherplatz/Am Eisenbahndamm als Alibifunktion konzipiert.

    http://www.jena.de/fm/41/Studie-Dachaufsichten.pdf

    http://www.jena.de/fm/41/Inselplatz_Planzeichnung.pdf

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  • Simon Sachse Am 19. Februar 2012 um 17:38 Uhr

    Lieber Holger Herrmann,
    jetzt reden wir aber völlig aneinander vorbei. Ich habe bemängelt, dass die Stadt nicht weiß, WAS sie bauen will, aber schon mal genau weiß, WIE. Für mich wäre der erste Punkt, mal genau über Bedarfe nachzudenken. Da könnte man sich schon die Frage stellen, warum ein Unternehmen in bester Innenstadtlage angesiedelt werden soll, wenn man mit Jena 21 gerade ein neues Gewerbegebiet erschließt. Warum kann Intershop nicht da unterkommen?
    Dass die Uni in der Stadt baut, ist schon eher nachzuvollziehen. Aber auch da sollte man zunächst einmal entscheiden, welche Baufelder und welche Flächen bebaut werden sollen. Und die Festschreibung eines Wohnanteils sollte selbstverständlich sein. Die ganze Einzelhandelsplanung beruht noch auf dem Konzept, ein fast reines Wohngebiet mit nur einem Hotel als Gewerbe zu bauen.
    Ansonsten habe ich gerade gelernt, wo man auf Bauzeichnungen die Geschosshöhe findet. Dafür vielen Dank. Ich bin leider ein reiner Laie und habe mit den Zeichnungen meine Mühe.

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  • Holger Herrmann Am 19. Februar 2012 um 19:45 Uhr

    @Simon Sachse Es steht offenbar fest, dass die FSU ein Rechenzentrum, eine Bibliothek und vielleicht 2 oder 3 Institute + eine Mensa dort errichten möchte, je nach Finanzlage.
    Letztere ist offenbar noch völlig unklar. Jedenfalls scheint es für “einen Campus” finanziell nicht zu reichen.

    Das Rechenzentrum soll wahrscheinlich der zweite große Baukörper am Anger neben Intershop werden.
    Siehe Eingangsgrafik: http://www.jenapolis.de/2012/02/kommentar-kritik-am-bebauungsplan-zum-inselplatz/
    Während der Präsentation war dies an der Struktur des Daches erkennbar (Lüftungsanlagen).

    Warum ein Rechenzentrum an dieser exponierten Stelle unserer Stadt am Inselplatz stehen muss erschließt sich mir genauso wenig die Notwendigkeit einer Bibliothek.
    Ich dachte immer wir haben die http://www.thulb.uni-jena.de/

    Sicher ist auch im Klinikum hat eine eigene, größere Bibliothek gerechtfertigt und vielleicht noch wissenschaftliche Bestände in den einzelnen Instituten und Bereichen.
    Ansonsten verstehe ich das nicht: Bibliothek???

    Der Herr vom Planungsbüro hatte schon einige Mühe sein sicher überlegenswertes Konzept in „Unicampus“ umzuinterpretieren.

    An den Flachdächern ist offenbar besonders schön, dass es dann von oben wie lauter grüne Wiesen aussieht.
    Die Dame von der Stadtplanung hat die Wiesen jedenfalls intensiv verteidigt.
    Allenfalls dürfte vielleicht in der mittigen Baulücke am Steinweg eine Änderung der Dachform möglich sein.

    Es ist schon viel Wahres an dem, was Nachdenker sagt:

    NachdenkerAm 16. Februar 2012 um 07:42 Uhr
    Der Kommentator legt den Finger in die Wunde – ändern wird sich wenig.Sehenden Auges werden gleich zwei Jahrhundertprojekte (Eichplatz/Inselplatz) vor die Wand gefahren.
    Spektalulär ist auch die Art und Weise wie Stadtverwaltung mit zweierlei Maß misst. Während einerseits Investoren anscheinend machen können was sie wollen (bestimmte Bauträger, Neubau Westbahnhofstrasse/Rathenaustrasse, Inselplatz)werden an anderer Stelle Datschenbesitzer oder Eigenheimbauer geknebelt und nach allen Regeln der Kunst baurechtlich/bauaufsichtsrechtlich schikaniert.
    Ein konkretes Beispiel: (B-Plan Hausbergviertel; Bauordnungsrechtliche Festsetzungen S. 8 “Loggien, Balkone und Geländer sind kantig nicht rund auszubilden. Sie sind in nichtglänzenden Metallgrautönen zu halten.).
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    Am Allerschlimmsten für Jena wäre, wenn am Eichplatz und Inselplatz gleichzeitig gebaut wird.

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  • Holger Herrmann Am 19. Februar 2012 um 20:04 Uhr

    @Simon Sachse Der Verantwortliche der FSU hat ausdrücklich bestätigt, dass seine Institute problemlos in den vorliegenden Plan passen.

    Ansonsten gibt es da wohl kein Problem. Was nicht passt wird passend gemacht. Dann gilt eben §34 Baugesetzbuch.
    Laut Dezernentin ist damit sowieso alles vereinbar, was der Stadt in das Konzept passt.

    Warum kann Intershop nicht insgesamt auf den Inselplatz bauen und von mir aus dort diverse Brücken bauen, wenn es erforderlich ist und zur Belebung der Architektur beiträgt.

    Warum muss unbedingt unser Stadtbild mit einer Fußgängerbrücke über den Steinweg verschandelt werden?

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  • Rüdiger Am 19. Februar 2012 um 22:08 Uhr

    Ich bin auf jeden Fall dafür, dass die Fußgängerbrücke dann Holger-Herrmann-Brücke genannt wird. Wie Sie auf einer solchen Geschmacksfrage herumreiten können, bleibt mir ein Rätsel. Ein solcher Bau kann doch durchaus auch architektonisch reizvoll sein.
    Und leider haben Sie überhaupt keine Ahnung von der Bibliothekensituation in Jena. Gehen Sie doch einfach mal in die Thulb und machen sich ein Bild. Die Thulb ist eine rein geisteswissenschaftliche Bibliothek – allerdings schauen auch Naturwissenschaftler oder Sozial- und Verhaltenswissenschaftler gern mal in ein Buch. Diese Zweigbibliotheken sind mitunter in der Stadt verteilt. Eine zweite solche Einrichtung wäre also sehr wünschenswert. Und mir erschließt sich nicht, wieso ein Rechenzentrum an unexponierter Stelle gebaut werden soll. Auch das ist eine zentrale Einrichtung, die viele Leute nutzen. Innenstadtrandlage ist da gut geeignet.

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  • Holger Herrmann Am 19. Februar 2012 um 23:46 Uhr

    @Rüdiger Ich habe zwei Fragen aufgeworfen, die Sie mir leider nicht beantworten konnten.

    Ich glaube, dass viele wichtige Dinge in Forschung und
    Entwicklung heute nicht mehr vorrangig in Papierform verbreitet werden.

    Wir leben im Internetzeitalter! Wie viel Universität wird sich künftig dahin verlagern? Es gibt heute schon Dozenten, die Ihre Vorlesungen im Internet halten und gewaltigen Zuspruch finden.

    http://www.itler.net/2012/01/deutscher-stanford-professor-startet-internet-uni/

    http://www.focus.de/wissen/campus/bildung-twittern-und-simsen-in-der-vorlesung-erwuenscht_aid_714006.html

    Die Bürger von Jena sollten selbst darüber entscheiden, ob Sie so ein die Stadtansicht prägendes Bauwerk wollen oder nicht!
    Das hat mit guten oder schlechten Geschmack überhaupt nichts zu tun!

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  • Simon Sachse Am 20. Februar 2012 um 07:46 Uhr

    @Rüdiger:
    Der Bibliotheksbau ist für mich nachvollziehbar, obwohl es vielleicht einen besseren Standort gäbe, irgendwo unterm Landgrafen, wo sich die Chemiker und Physiker tummeln – wenn es um die Naturwissenschaftler geht.
    Das Rechenzentrum wundert mich eher. Wie viele Leute gehen denn da regelmäßig hin? Außer den Angestellten? Die Zeiten, wo man da seine Lochkartenstapel abgeben musste, sind ja schon eine Weile vorbei. Eigentlich ist es völlig egal, wo die Server stehen. Dafür gibt es Kabel. Vielleicht sehe ich das falsch, aber ein Rechenzentrum sollte sich am ehesten irgendwo an den Rand auslagern lassen.

    Die Institute scheinen sich gar nicht sicher zu sein, dass sie auf den neuen Campus wollen. Zumindest die Geophysiker scheinen da ihre Bedenken zu haben – Bahn, Straßenbahn, Autoverkehr … Das ist für genaue Messungen vermutlich nicht hilfreich. Es hat einen Grund, dass Laborbauten in den letzten Jahren schwerpunktmäßig am Beutenberg entstanden, wo man vom Verkehr einigen Abstand hat. Deshalb hätte ich mir statt der vielen “ist denkbar” oder “ist möglich” ein wenig konkretere Fakten gewünscht. Das ist alles Kaffeesatzleserei im Moment. Wenn die Uni klar sagen würde: “Wir wollen MK XY bis MK Z999″, dann könnte man als Bürger darüber nachdenken. Aber genau diese konkreten Angaben fehlen.

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  • Holger Herrmann Am 20. Februar 2012 um 09:22 Uhr

    Stadtentwicklungsdezernentin Katrin Schwarz „Wir rollen Investoren den roten Teppich aus. Franzen nähen wir aber nicht noch dran“

    http://jena.otz.de/web/lokal/politik/detail/-/specific/Uni-will-Rechenzentrum-am-Jenaer-Inselplatz-bauen-714869750

    Dafür gießt die Stadt Fundamente für Brückenpfeiler.

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  • Holger Herrmann Am 20. Februar 2012 um 09:37 Uhr

    Eine Verweis auf eine kleine Verständigungshilfe zur Bebauung des Inselplatzes.
    Sie stellt künftige Bebauung und städtische Räume anschaulich dar.

    http://www.jena.de/fm/41/Studie-Luftbilder-3D.pdf

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  • rose Am 20. Februar 2012 um 18:58 Uhr

    Zur Versachlichung der Diskussion: Die Uni hat einen nicht unerheblichen Platzbedarf,um die angemieteten Objekte aufgeben zu können.Diese kosten sehr viel Miete!Auserdem beansprucht die Stadt Jena die jetzige Urologische Klinik als zukünftigen Schulstandort.Deshalb ist die Nachnutzung für Mathematik/Informatik nicht möglich.Für die Uni steht die Frage:weiter horrende Mieten zahlen oder neu bauen.Auch ist ein Ersatz für das verschlissene Rechenzentrum dringend nötig.Am alten Standort nur extrem schwierig zu realisieren.
    Am Standort Bachstrasse 18 wird auch weiterhin ein Teil der Gebäude für die Medizinische Fakultät genutzt werden.Der Rest kann kaum zu vertretbaren Kosten umgebaut werden-eher Abriss und Neubau.Wobei dort von einem Teil Wohnbebauung auszugehen ist!Ansonsten ist zu vermuten,dass die Uni nur wenige zu Wohnzwecken nutzbare Gebäude aufgibt.Im Übrigen sind sowohl Gebäude als auch Grundstücke im Besitz des Landes Thüringen.Und nur die Landesregierung kann Entscheidungen über deren Verwendung oder Verkauf treffen!
    Und was den künftigen B-Plan Eichplatz betrifft:der lässt sich jederzeit wieder ändern,wenn die Stadt Jena weiss,was sie eigentlich will!

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