KIJ-Chef Dirkes: „Was der eine oder andere Journalist schreibt, ist sozusagen unexakt“ |

KIJ-Chef Dirkes: „Was der eine oder andere Journalist schreibt, ist sozusagen unexakt“

OFB Modell 2

Jena. Zum zweiten Bürgerstammtisch zur Eichplatzbebauung wurde  am gestrigen Abend  eingeladen. Neun Bürger fanden sich in der Galerie Stadtspeicher ein. Thomas Dirkes, Chef des Eigenbetriebes Kommunale Immobilien Jena (KIJ), stellte drei Investorenprojekte vor. Es handelt sich dabei um die Entwürfe  von Jenawohnen, OFB und ECE, die gleichrangig öffentlich gezeigt und beworben werden. Die Stadtverwaltung spricht von marginalem Änderungsbedarf bei den Plänen von OFB und ECE. Ein Bürgerjuror, Wolfram Opel, meldete sich bei der TLZ, allerdings wurde sein Leserbrief nicht veröffentlicht. Jenapolis hat diese Leserzuschrift veröffentlicht.

Gestern Abend bestätigte Dirkes  die im Leserbrief geäußerte Darstellung, dass nur – ohne Ausnahme – der Entwurf von Jenawohnen mit 9:2 Stimmen dem Stadtrat empfohlen wurde. Die beiden Projektentwicklungsgesellschaften hätten nicht den Vorgaben des Bebauungsplanes ( B-Plan) entsprochen. „Das ist sachlich richtig. Was der ein oder andere Journalist schreibt, ist sozusagen unexakt.“, so Dirkes zu den Äußerungen des Bürgerjurors Opel. Dieser beschwerte sich, dass in der Presse drei Entwürfe als „empfohlen“ kolportiert werden. Dirkes konnte dieses nur mit den Kenntnissen der Journalisten in Verbindung bringen, die allesamt keine Bauingenieure oder Architekten seien, und diese „vielschichtige“ Problematik für Laien verständlich machen müssten. Auf die Frage, warum es keine Gegendarstellung gegeben hätte, antwortete Gunnar Poschmann, für Unternehmenskommunikation bei KIJ zuständiger Mitarbeiter, dass es laut Grundgesetz Pressefreiheit gebe. Sein Vorgesetzter nutzte die Gelegenheit zur „Presseschelte“: „Wir sind nicht auf TLZ und OTZ angewiesen“, es gibt ja auch im Internet Jenanews, Jenaer Nachrichten und Jenapolis. Dort könne man „alles“ nachlesen oder – in Hinblick auf jenapolis – auch nachhören (zu den drei Entwürfen besonders Min 3:50 ff.).

Unter einem Eintrag vom 12. März steht Folgendes: „Wettbewerbsbeiträge und Begleitprogramm zur Ausstellung online. Hier finden Sie die verbliebenen drei Investorenkonzepte zum anschauen und nachlesen.“ – Irrtum, Täuschung, Nachlässigkeit oder Absicht. Geprüft werden kann dieses nicht. Ein wichtiges Mittel für die Recherche ist „nicht-öffentlich“: Das Protokoll der beiden Sitzungen der Eichplatz-Jury. Ein – anonymisiertes – Verlaufsprotokoll sollte rechtlich keine Bedenken erregen, selbst bei einem Wortprotokoll sollte es keine Probleme geben. Warum bei einem gewollt bürgernahen Handeln der Stadtverwaltung hier die Transparenz fehlt, ist nicht nachvollziehbar. Bei der öffentlichen Vorstellung wurde von empfohlenen und „aus dem Rennen geschiedenen“ Entwürfen gesprochen. Sehr präsent – und namentlich gekennzeichnet – sind und waren die von Jenawohnen, OFB und ECE, anonym wurden an einem deutlich abgegrenzten Ort weitere Entwürfe präsentiert. Dass der gesunde Menschenverstand daher von drei Entwürfen ausgehen muss, ist nachvollziehbar, auch weil der Stadtrat der Jury empfohlen hatte, zwei Entwürfe auszuwählen. Es kann daher auch nicht verwundern, wenn auf der offiziellen Seite der Stadt Jena von weiteren Investoren die Rede ist.

Nach Aussage von Wolfram Opel, die – wie oben beschrieben – durch den KIJ-Chef bestätigt wurde, ist es falsch, dass die Jury weitere Nachbesserungen oder Entwürfe von OFB und ECE bis zum April verlangt hätten. Sie wären enttäuscht, dass die Vorgaben des B-Planes auch in der zweiten Sitzung nicht erfüllt wurden. Eine dritte Sitzung ist nicht vorgesehen. Warum sollte also die Jury etwas fordern, was sie nicht prüfen kann?! Ob der Eigenbetrieb und/oder der Oberbürgermeister bewusst eigenmächtig handelten, als sie weitere Investoren ins Boot nahmen, wird sicher nicht zeitnah zu klären sein. Fest steht, dass das Votum der Eichplatzjury nur in einem Teil akzeptiert wurde, in einem wesentlichen Teil aber ignoriert wurde. War die Eichplatz-Jury doch nur ein Feigenblatt?

Geschmäckle gibt es bei einer Personalie: OB Dr. Albrecht Schröter (SPD) ist seit Oktober 2010 Mitglied im Stiftungsrat der Stiftung Lebendige Stadt, die aus dem Umfeld der zur Otto-Gruppe gehörenden ECE und Werner Otto im Jahr 2000 gegründet wurde. Im Pressegespräch wusste Schröter vermeintlich nicht, dass ECE durch „einen gewissen Herrn Otto aus Hamburg“ (Dirkes) gegründet wurde. Ob es Interessenskonflikte für den konkreten Entwurf von ECE geben könnte, sei dahin gestellt. Aber dass ein Verwaltungschef einer Großstadt Mitglied einer Stiftung ist, ohne sich gründlich mit den Gründern, Zwecken und beteiligten Personen zu beschäftigen, ist bedenklich.

„Wir wollen mehr Handel in die Stadt bringen!“, so der Verwalter der städtischen Grundstücke. In Jena wäre nur ein Viertel der Fläche für den Einzelhandel vorhanden, in Erfurt wären es 40 Prozent, und in Jenas Partnerstadt Erlangen sogar 50 Prozent. Einer Studie berichtet, dass der kurzfristige Bedarf in Jena verkauft wird, höherwertige Produkte würden in Erfurt oder Leipzig gekauft.“Wir erhoffen uns höhere Marken hier in Jena, nicht auf der grünen Wiese“, so Dirkes. „Wir reden über eine sehr komplizierte Angelegenheit.“ Dabei müsse man „nachdenklich, vorsorglich und vielschichtig vorgehen.“ – Leider machte KIJ nach dem Versuch einer Bürgerbeteiligung wieder zwei Schritte zurück. (tn)


Nachtrag vom 14. März:

Noch heute ist auf dem Internetauftritt von KIJ von drei verbliebenen Investorenvorschlägen die Rede. Wörtlich heißt es zur Einladung der Veranstaltung für ECE am 13. März: „Aus dem bisherigen Auswahlverfahren haben es drei Investoren in die finale Runde geschafft. Diese verbliebenen Wettbewerbsbeiträge werden von den Investoren an jeweils einem Abend ausführlich vorgestellt. “

Auch werden auf dieser Seite die drei Konzepte als „Finalisten“ bezeichnet und von den ausgeschiedenen deutlich abgetrennt.

 

 

95 Kommentare zu "KIJ-Chef Dirkes: „Was der eine oder andere Journalist schreibt, ist sozusagen unexakt“"

  1. Simon Sachse | 13. März 2012 um 13:24 |

    Vermutlich sollte man schon von bewusster Irreführung sprechen, denn bei der öffentlichen Vorstellung des Jury-Ergebnisses wurde von Bürgern explizit gefragt, ob denn ECE und OFB überhaupt bereit wären, nur MK2 zu bebauen. Antwort: Man müsste mit denen reden. Und, von Herrn Dirkes: Es sei noch nicht beschlossen, dass Jenawohnen baue. (jenapolis findet das wörtliche Zitat vermutlich)
    Das hörte sich für mich an, als würde man notfalls Jenawohnen rauswerfen, wenn die anderen beiden Interessenten mit der Hälfte nicht zufrieden wären. An dieser Stelle hätte man klarstellen können, dass es ohnehin nur einen empfohlenen Entwurf gibt und die anderen sich bewerben können, falls MK2 erneut ausgeschrieben wird. Wenn man denn klarstellen wollte. Aber Klarheit scheint in diesem „transparenten Verfahren“ das Letzte zu sein, was die Verantwortlichen wollen.
    Und jetzt schiebt man das den Journalisten in die Schuhe. Vermutlich haben alle geglaubt, man habe ECE und OFB mit einer Überarbeitung beauftragt. Natürlich könnten die Medien so langsam zur Kenntnis nehmen, dass das nicht stimmt. Aber so weit geht der Aufklärungseifer bei der WAZ-Gruppe wohl nicht.


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  2. coolmccool | 13. März 2012 um 14:32 |

    naja die nicht-intelligenz der waz-reporter dürfte ja schon oft genung(zu oft?) unter beweis gestellt worden sein. erst kürzlich der artikel über die f104 starfighter oder aus persönlicher erfahrung die story über verhungernde kinder in lobedas kitas bzw „blubberblasen“ im beton der straba-brücke in göschwitz. sicherlich spielt die stadtverwaltung auch ein unrühmliches spiel am eichplatz. nun aber aus unfähigkeit der stadt und dummheit der waz ne verschwörungstheorie zu stricken ist wohl ein klein bisschen übers ziel hinaus. im gegenteil es schiebt die bi immer mehr ins licht des aus-prinzip-dagegen-bürgers s21-er prägung


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  3. konservativ-kritisch | 13. März 2012 um 15:36 |

    @coolmccool

    Sie sehen in der unexakten Kommunikation der Stadt also eine „Unfähigkeit“? Und warum gelingt es dann Jurymitglied Wolfram Opel, die Fakten – relativ einfach – exakt auf den Punkt zu bringen?

    Übrigens hat es nichts mit „Pressefreiheit“ zu tun, faktisch falsche Berichte richtigzustellen. Dazu gibt es sogar die Möglichkeit, gerichtlich eine Gegendarstellung zu erzwingen. Da die KIJ aber einen sehr kurzen Draht zur WAZ hat (man zähle nur einmal die veröffentlichten Artikel, die direkt die KIJ im Wortlaut zitieren), hätte ein wenig mehr Aufrichtigkeit zur Berichtigung der falschen Behauptungen genügt. Geben Sie doch mal „KIJ“ in die Suchzeile der OTZ, und zählen Sie, wie oft Vertreter der KIJ wörtlich zitiert werden. Dies dürfte schon zur Erkenntnis reichen, dass man relativ leicht das Falsche hätte richtigstellen können. Wenn man es denn gewollt hätte.

    Anders (und in einer etwas windschiefen Bildlichkeit :-) )ausgedrückt: zwar wollte man die Journalisten ja durchaus auf eine falsche Fährte schicken. Aber dass die Journalisten dann den Köter (also den falschen Hasen) auch noch „schlucken“, das wollte man wohl nicht.

    Woraus sich folgender Pressekodex – im Sinne der Stadt – ergibt: Erklärungen, die sich auffällig um eine eindeutige Antwort drücken, sollen und müssen bitte in Zukunft WÖRTLICH abgedruckt werden. Als Verstoß gegen den Pressekodex der Stadt ist hingegen jeder Versuch zu werten, der aus den uneindeutigen Erklärungen eindeutige Antworten herausfiltern will. Im Sinne eindeutiger Erklärungen (wie jener Erklärung von Herrn Opel) hingegen verhielt sich die WAZ – im Sinne der Stadt – vorbildlich!

    Scheint es für die Stadt doch nur eines zu geben, was sich der Umsetzung der eigenen Politik immer wieder in den Weg stellt:

    die nackten Fakten.


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  4. konservativ-kritisch | 13. März 2012 um 16:03 |

    Um die Worte von Herrn Dirkes somit – im Stil von Herrn Dirkes – für die Allgemeinheit zu übersetzen: „Was der eine oder andere Journalist schreibt, ist richtig, wenn er uns – sozusagen – unexakt wiedergibt. Von einer Auslegung, die Exaktheit anstrebt (oder diese in unsere Erklärung hineininterpretiert), bitten wir abzusehen. Ist doch das, was die Leute hinsichtlich der Faktenlage denken SOLLEN, nicht das, was wir meinen. Sollten nun die Journalisten der WAZ das, was die Leute denken sollen, als das ausgeben, was wir meinen, handelt es sich sozusagen um ein Missverständnis! :-)


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  5. konservativ-kritisch | 13. März 2012 um 16:34 |

    Das Argument der „Pressefreiheit“ ist übrigens schon deshalb verfehlt, weil es sich hier weder um die Veröffentlichung kritischer Meinungen handelt, noch um die Veröffentlichung von Fakten, die zu einer kritischen Meinung (hinsichtlich einer Person oder Firma oder Behörde usw.) beitragen könnten. Vielmehr handelt es sich ja um Fakten, die erst durch Vertreter der Stadt und/ oder der KIJ nach außen getragen werden dürfen. Und hier ist die Berichtigung falscher Angaben schlicht Gebot. Denn der Verantwortung der Darstellung der Fakten liegt ja eindeutig bei denen, die diese Fakten zugänglich machen müssen, sprich: bei Stadt und KIJ!

    Denn das Statistische Bundesamt kann ja auch nicht einfach falsche Zahlen herausgeben (und dann nicht gegen die Veröffentlichung dieser falschen Zahlen vorgehen mit dem Argument der „Pressefreiheit“). Die Richtigstellung der Faktenlage liegt hier eindeutig in der Verantwortung der Stadt!


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  6. Coolmccool | 13. März 2012 um 19:16 |

    Bleibt also auch zu hoffen, dass die bi ebenfalls eine mindestens gleichhohe genauigkeit, präzision und sorgfalt, wie hier von der stadt erwartet wird, an den tag legt. natürlich auch bei für die bi unbequemen wahrheiten. denn wie der konservative christ weiß, sollte nur der den ersten stein werfen der frei ist von schuld.


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  7. Lutz Prager | 14. März 2012 um 13:49 |

    Hier ist jetzt mal einer dieser dummen, bösen, entbehrlichen KIJ und Stadt gesteuerten Waz-Reporter, die sowieso keine Ahnung haben. Ich war bei der Pressekonferenz dabei und habe darüber geschrieben. Im Beitrag ist eindeutig nachzulesen, dass der Jenawohnen-Vorschlag 7:2 angenommen wurde. Dort wurde aber genauso gesagt – und das auf Nachfrage des Reporters bei Herrn Dirkes, dass Jenawohnen gesetzt ist und die anderen beiden Vorschläge nachgearbeitet werden müssen, aber ebenso Finalisten sind. Das stand alles im Beitrag. Wenn Herr Opel sich nun über das Wort Empfehlung der Jury mokiert, so ist das seiner Kenntnis der Jurysitzung geschuldet, bei der die Öffentlichkeit nicht dabei war. Präsentiert wurden zur Pressekonferenz öffentlich jedenfalls drei Vorschläge – damit dürfte es wohl nicht falsch sein, von einer Empfehlung der Jury zu sprechen. Das Wort Empfehlung fiel übrigens bereits nach der ersten Jury-Sitzung in der Pressekonferenz. Damals wurde als Ziel der Arbeit postuliert, dass am Ende zwei oder drei Empfehlungen an den Stadtrat stehen. Was ich eher seltsam finde ist, dass sich einige Personen jetzt im Kleinklein irgendwelcher Verfahrensfragen festbeißen. Es geht um einen vernünftigen Entwurf für den Eichplatz. Um nicht mehr und nicht weniger.
    PS: Dass KIJ so oft zitiert wird, ist auch einfach zu erklären. Der Immobilienbetrieb der Stadt ist nun mal für viele Bereiche zuständig und fast jede kommunale Berichterstattung hat eben was mit KIJ zu tun. Soviel für die Freunde von Verschwörungtheorien.


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  8. @Lutz Prager: „Was ich eher seltsam finde ist, dass sich einige Personen jetzt im Kleinklein irgendwelcher Verfahrensfragen festbeißen. Es geht um einen vernünftigen Entwurf für den Eichplatz. Um nicht mehr und nicht weniger.“

    Ich glaube ich habe – mal so unter Kollegen ;-) – Ihren Denkfehler erkannt. Tröstlich vielleicht, dass es einer ist, den Lokaljournalisten gern machen – das Ausblenden der enormen Umgebungskräfte, welche in diesem Verfahren vor allem aus der Ecke ECE wirken. Ich nenne so etwas gern „antrainierte Investorenliebe“ im Namen der Region in der man tätig ist – und die man sicher wohlwollend gesehen blühen sehen möchte.

    Vielleicht bekommen Sie ja eine halbe oder 3/4 Seite eingeräumt und publizieren einen gründlich recherchierten Artikel über die Verflechtungen zwischen Otto, ECE, der Stiftung, der Euroshop & vor allem verschiedener Spieler im Geviert? Informieren über die ERfahrungen in anderen Städten, fragen nach, recherchieren. Wenn sie die fast schon unglaublich zu nennende Machtzentrierung herausgearbeitet haben, werden hoffentlich im zweiten Teil des Beitrages Fragen wie die nach kommunalem Eigentum, Steuerungsmacht von Politik gegenüber diesen Wirtschaftskräften und tiefgreifende Überlegungen zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung im Sinne der hiesigen Bürger Platz finden.

    Wenn Sie richtig investigativ unterwegs sind, finden Sie vielleicht über die personellen Verbindungen den einen oder anderen Grund, warum ECE im Rennen gehalten wird und wer, wann, wo davon wie profitiert. Die Stadt Jena und ihre Gewerbesteuereinnahmen jedenfalls werden es eher nicht sein.

    Also – ich freu mich auf Ihren Artikel – gern auch mit einer gewissen Verbissenheit in den Verfahrensfragen, denn der Teufel wohnt genau da, wo man ihn leicht übersieht – im Detail ;-)


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  9. Simon Sachse | 14. März 2012 um 19:01 |

    Das Verwirrspiel setzt sich bei der Ausstellung im Stadtspeicher fort. Da gibt es die in der 1. Runde ausgeschiedenen Entwürfe mit einem dicken roten Aufdruck „Von der Jury nicht empfohlen“. Und dann gibt es die Entwürfe von Jenawohnen, OFB und ECE, auf denen ebenso dick und grün steht „Finalist“. Dabei müsste auf einem „Von der Jury empfohlen“ und auf zweien „Von der Jury auch nicht empfohlen“ stehen.
    Tatsächlich aber scheint es einen Auftrag an OFB und ECE zur Überarbeitung der Entwürfe zu geben. Nicht von der Jury. Von KIJ? Vom Stadtrat? Vom Stadtarchitekten? Die Überarbeitungen wird es wohl bis Ende April geben. Dann entscheidet aber keine Jury mehr. Und ob der Bürger sie zu sehen bekommt, ehe der Stadtrat beschließt, darf bezweifelt werden.
    Wozu gab es eigentlich überhaupt diese Jury, wenn am Ende alle im Rennen bleiben, die sich halbwegs an den Bebauungsplan halten, und letztlich doch nur der Stadtrat entscheidet? Beschäftigungstherapie?


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  10. konservativ-kritisch | 14. März 2012 um 19:23 |

    @Lutz Prager

    Wenn Sie sich auf meine Post beziehen (mit Ihrer Argumentation zu „Dass KIJ so oft zitiert wird, ist auch einfach zu erklären…) dann möchte ich doch darauf hhinweisen: ich habe keine Verschwörungstheorien unterstellt. Vielmehr schrieb ich ja: „Da die KIJ aber einen sehr kurzen Draht zur WAZ hat (man zähle nur einmal die veröffentlichten Artikel, die direkt die KIJ im Wortlaut zitieren), hätte ein wenig mehr Aufrichtigkeit zur Berichtigung der falschen Behauptungen genügt. Geben Sie doch mal “KIJ” in die Suchzeile der OTZ, und zählen Sie, wie oft Vertreter der KIJ wörtlich zitiert werden. Dies dürfte schon zur Erkenntnis reichen, dass man relativ leicht das Falsche hätte richtigstellen können. Wenn man es denn gewollt hätte…“

    Ich hatte somit darauf hingewiesen, dass die KIJ (oder die Stadt) aufgrund eines kurzen Drahtes zur WAZ leicht hätte falsche Informationen richtig stellen können. Und dies werden Sie doch sicher auch zugeben. Und auch mit meinen anderen – zugegeben etwas polemischen – Beiträgen habe ich argumentativ gegen Herrn Dirkes und die Stadt geschossen. Denn ich finde es grotesk, dass Herr Dirkes „unexaktes Schreiben“ unterstellt, wo doch gerade erst die unexakte (und uneindeutige) Informationspolitik der Verantwortlichen bei der Stadt/ der KIJ zu den (gewollten?) Missverständnissen beitrug. Deswegen sehe ich in diesem konkreten Fall auch eindeutig die Stadt und KIJ in der Verantwortung (und nicht die WAZ), denn in diesem konkreten Fall scheint eine transparente (und vor allem eindeutige) Kommunikation von der Stadt nicht gewollt.


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  11. Werter Herr Lutz Prager, es ist ganz offensichtlich, dass zunehmend weniger Leserbriefe von den OTZ und TLZ Lokalredaktionen veröffentlicht werden.

    Der Leserbrief von Herrn Opel wurde in diesen Zeitungen nicht veröffentlicht. Warum???

    Desto mehr Leserbriefe nicht veröffentlicht werden, desto weniger Leserzuschriften werden beide Zeitungen erhalten.

    Damit ist die Rubrik Leserbriefe bald abgeschafft!


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  12. @Lutz Prager
    „Ich war bei der Pressekonferenz dabei und habe darüber geschrieben. Im Beitrag ist eindeutig nachzulesen, dass der Jenawohnen-Vorschlag 7:2 angenommen wurde.“
    Das Ergebnis war 9:2 – es waren 11 Juroren…


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  13. Bernd Hædrich | 15. März 2012 um 00:32 |

    …und wenn die OTZ/TLZ (WAZ) auch endlich mal dazu uebergehen wuerden investigativen Journalismus zu betreiben, oder einfach NUR mal zu kommentieren, wuerden diese Blaetter auch mal lesenswerter und vor allem glaubwuerdiger, und vor allem, vielleicht endlich mal eine Bereicherung auf dem Jenaer „Medienmarkt“! ;(


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  14. Lutz Prager | 15. März 2012 um 09:39 |

    Mal noch ein paar Antworten.

    Anonymus schrieb: Der Leserbrief von Herrn Opel wurde in diesen Zeitungen nicht veröffentlicht. Warum???
    Desto mehr Leserbriefe nicht veröffentlicht werden, desto weniger Leserzuschriften werden beide Zeitungen erhalten.
    Damit ist die Rubrik Leserbriefe bald abgeschafft!

    1. Herr Opel hat der OTZ gar keinen Leserbrief geschickt. Er konnte also auch nicht veröffentlicht werden.
    2. Wer die gedruckte Ausgabe kennt, weiß, dass es täglich eine ganze Leserseite gibt. Außerdem kommentieren viele Leser inzwischen auf otz.de. Einfach mal reinschauen.

    Bernd Haedrich: oder einfach NUR mal zu kommentieren, wuerden diese Blaetter auch mal lesenswerter

    Gegenfrage: Lieber Herr Hädrich, wann hatten sie das letzte Mal eine gedruckte OTZ in der Hand? Sind die täglichen Kommentare so einfach zu überesehen?


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  15. Bernd Hædrich | 15. März 2012 um 10:52 |

    Mir ging es um die LOKALseiten. Da findet man selten Kommentare…

    OTZ Hardware habe ich so einmal die Woche in der Hand. Die TLZ ausser Sonntag taeglich. Ist aber egal, da ja beide Blaetter eh mittlerweile gleichgeschaltet sind…


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  16. Lutz Prager | 15. März 2012 um 11:17 |

    Bernd Hædrich Am 15. März 2012 um 10:52 Uhr

    Mir ging es um die LOKALseiten. Da findet man selten Kommentare…

    Lutz Prager: Völlig falsch. Täglich mindestens ein Kommentar, erste Seite Lokales, links oben.

    Bernd Hädrich: OTZ Hardware habe ich so einmal die Woche in der Hand. Die TLZ ausser Sonntag taeglich. Ist aber egal, da ja beide Blaetter eh mittlerweile gleichgeschaltet sind…

    Lutz Prager: Bitte dann nicht die OTZ kommentieren, wenn man nur die TLZ liest. Also ich fühle mich jedenfalls nicht gleichgeschaltet.


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  17. Herr Prager, vorab finde ich es mutig und richtig, dass Sie hier antworten. Ich möchte nochmal nachhaken, ob Sie bereits über den Ideenansatz zu einer größeren Geschichte in Ihrer Zeitung mit Vorgesetzten sprechen konnten?

    Ich geb Ihnen mal einen öffentlich einsehbaren Einstieg … (www.ebundesanzeiger.de Suchwort „ECE Projektmanagement GmbH & Co. KG“ …) Ich bin neugierig, was passiert ;-) aber vielleicht wissen Sie ja alles schon und es ist wirklich ein dämlicher Ansatz eines auswärtigen Kollegen ;-)


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  18. Lutz Prager | 15. März 2012 um 18:49 |

    Da muss ich nicht mit Vorgesetzten sprechen. So was mache ich, oder mache ich nicht. Bei der „WAZ“ gibt es innere Pressefreiheit.


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  19. Und? Ist die Geschichte interessant oder nicht? Ich find die spannend ;-) Und man hat immer einen Vorgesetzten ;-) Im Zweifel der, der in dem anderen Feld beim Arbeitsvertrag unterschrieben hat ^^ Ist ja auch egal. Geht ja hier um den Inhalt einer Geschichte rund um eine attraktive Innenstadt in Jena …


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  20. @ L.P.
    Die innere Pressefreiheit mag es geben, ob es in der LR Jena auch die Chuzpe gibt, es sich mit der städtischen Nomenklatur zu verderben, steht dahin.


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  21. Werter Herr Prager

    Ich schrieb: „Werter Herr Lutz Prager, es ist ganz offensichtlich, dass zunehmend weniger Leserbriefe von den OTZ und TLZ Lokalredaktionen veröffentlicht werden.“

    Die Betonung liegt auf Lokalzeitung! Meine Aussage wird durch das ungenaue Zitat und die irreführende Antwort zurechtgebogen. Man kann auch nicht ohne weiteres Äpfel mit Birnen vergleichen.

    Sie veröffentlichen ständig gleiche Artikel in der OTZ und TLZ. Dann sollten Sie sich auch zu Leserbriefen in der TLZ äußern. Leserbriefe gibt es fast nur noch im überregionalen Teil.
    Gab es einen Leserbrief von Herrn Opel an die TLZ? Warum wurde dieser nicht veröffentlicht.

    Herr Hädrich hat sicher Leserbriefe gemeint, als er Kommentare schrieb. Die Kommentare, die Sie meinen, sind Kommentare von Redakteuren Ihrer Gesamtzeitung.

    Heute veröffentlichen Sie, Herr Prager, einen Artikel in der OTZ und TLZ, mit und über den Oberbürgermeisterkandidaten von Bündnis90/Die Grünen Herrn Denis Peisker.
    Es stellt sich dem kritischen Betrachter nur die Frage, ob die vielen, nicht gestellten, wichtigen Fragen zu Jenaer Themen selbst eine Meinungsmanipulation darstellen.

    Dafür war das Wetter heute klaro und das ist doch schön. Es ist auch schön, dass es bei der TLZ und OTZ eine innere Pressefreiheit gibt. Was auch immer das sein mag.

    Die TA/TLZ/OTZ hat die Macht und Freiheit, Leserbriefe zu veröffentlichen, wenn es in ihr Konzept passt. Sie kann es aber auch sein lassen. Davon verstehe ich aber zu wenig.

    Anonymus ??? Warum wohl? Weil ich vielleicht auch gerne noch mal einen Leserbrief in einem ihrer Printmedien veröffentlicht sehen möchte.
    Wenn in Jena so viel geheim ist, dann darf auch: ??? geheim sein.


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  22. Bernd Hædrich | 15. März 2012 um 23:09 |

    …nein, der Herr Haedrich hat Kommentare von Lokalredakteuren zu aktuellen Themen gemeint, und hat sich NICHT auf Leserbriefe bezogen, Herr/Frau ??? ;)
    Leserbriefe in den Lokalteilen dieser Blaetter haben meist sowas „Kuehnlemaessiges“ (man siehe auch in die identischen Onlineausgaben beider Blaetter) und da finde ich hier, bei Jenapolis, das Niveau schon ein bissl anspruchsvoller^^


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  23. Werter Herr Lutz Prager, Herr Wolfram Opel hat sich nicht für umsonst mokiert. Die Eichplatz-Jury positioniert sich scheibchenweise.

    KIJ und Sie haben offenbar einiges missverstanden.
    Siehe Regionalteil der OTZ und TLZ vom Samstag OTZ „Von Papierkorb auch kein Wort“

    Die Überschrift:“ Eichplatz-Jury positioniert sich zur Interpretation ihres Schiedsspruches“ ist offenbar falsch.“ Wer ist „Die Eichplatz-Jury“?

    Leider ist dieser Artikel bei OTZ/TLZ Jena online nicht verfügbar.
    Da hilft ihre Empfehlung: „Außerdem kommentieren viele Leser inzwischen auf otz.de. Einfach mal reinschauen“ leider nicht weiter.


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  24. Ich bin schockiert! Die KIJ Presseschau kennt ja fast nur noch die Hofberichterstattung von OTZ und TLZ oder ist die KIJ Seite www. eichplatz.jena das Online-Format von OTZ/TLZ?

    Jenapolis, kritische Artikel auf Jenapolis und auch der Brief von Wolfram Opel werden totgeschwiegen. Dafür dürfen wir als Kontrast- und Katastrophenprogramm folgendes erfahren:

    http://www.eichplatz.jena.de/fileadmin/website/media/Presseschau_2012/20120225_OTZ_Den_Eichplatz_lassen_wie_er_ist.pdf

    Ich kann darüber nicht mehr lachen.


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  25. @ Lutz Prager
    Meinten sie diese „innere Pressefreiheit? :http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=ojlnDsZ-gxM


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  26. Freie Wahl: Beton hochkant oder waagerecht? Geht es darum: Den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben? Etwas Schlimmes mit etwas noch Schlimmerem zu rechtfertigen?

    Es geht darum den jetzigen B-Plan als kleineres Übel zu verkaufen. Warum hat Herr Jauch nicht gegen den B-Plan gestimmt, wenn er Hochhäuser will?

    http://www.eichplatz.jena.de/fileadmin/website/media/Presseschau_2012/20120327_TLZ_Gr%C3%BC%C3%9Fe_aus_Jenhatten.pdf

    http://www.eichplatz.jena.de/fileadmin/website/media/Presseschau_2012/20120225_OTZ_Lutz_Prager_kommentiert_Wenn_schon_twin_Towers.pdf

    http://www.eichplatz.jena.de/fileadmin/website/media/Presseschau_2012/20120225_TLZ_Thomas_Beier_kommentiert_Eichplatz_Endlich_hoch_hinaus.pdf

    Das ist aktive Meinungsmache im Sinn von KIJ zur Rechtfertigung des vorliegenden Bebauungsplanes und der von KIJ favorisierten Entwürfe.


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  27. Weitere Nebelkerze gezündet:
    In der TlZ von heute wird der Leserbrief von Stadtführer Christian Hill mit dem redaktionellen Titel: „Eichplatz-Hochhaus: dem Auge was bieten“ und Fotomontage in Postkartengröße von Redakteur Thomas Beier veröffentlicht. Da hat sich Redakteur aber Mühe gegeben und lange gesucht bis er ein so grässliches Betonsilo für seine Fotomontage gefunden hat.


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  28. wolfgang kuhnle | 31. März 2012 um 20:13 |

    bitte nie vergessen, wer pressesprecherin der stadt ist und womit sie früher ihr geld verdient hat.

    nix passiert zufällig oder aus unvermögen.


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  29. wolfgang kuhnle | 31. März 2012 um 20:23 |

    natürlich ist es für einen zeitungsschreiber immer nicht so einfach, beim verfassen von artikeln die eigene befindlichkeit kpl. auszuklammern.

    ich kenne es zum thema saturn in der göga, wo ich dagegen bin und herr prager es nicht schlimm findet, weil er sich sowas wie saturn in der innenstadt wünscht.

    so ist es eben, zeitungsleute sind auch nur menschen. es gibt da zig bsp., wo der eine oder andere von otz/tlz sein herzblut mit einfließen lässt. weiteres bsp. z.b. stasidenkmal.


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  30. Durch den Bau neuer Läden entstehen hoffentlich mal ordentliche Bekleidungsgeschäfte für Ü 40 jährige. Wenn diese aber erst ab 200.000 Einwohner eine Filiale eröffnen, können wir das auch vergessen. Wie schon gesagt ist C & A auch mit einem Mini-Sortiment da und zu Sinn & Lever ist bereits auch alles gesagt.
    Für alle anderen Branchen findet sicher ein Verdrängungs-Wettbewerb statt. So weiß ich nicht ob Medi Max überlebt wenn Saturn in die Goethe-Galerie einzieht. Bei Medimax sowie Pro-Markt(Burgaupark) reicht jetzt schon stets eine Kasse und bei Media-Markt sind maximal 2 Kassen geöffnet. Das sagt doch schon alles über den Bedarf von Elektrogeräten in Jena.
    Allerdings glaube ich, dass noch Platz für einen großen Lebensmittelmarkt da wäre, z.B. Edeka.
    Kurzum ich glaube nicht, dass in Jena Bedarf für so viele neue Läden besteht. Wenn soviel Angebot da ist, werden hoffentlich die Mietpreise sinken , so daß vielleicht einige Existenzgründer neue gute Ideen mitbringen. Vielleicht ein Töpfer, welcher neben Verkauf gleich Töpferkurse mit anbietet. Jetzt geht meine Phantasie mit mir durch. Gute Nacht Leute.


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  31. übrigens, was unsere regionale presse betrifft. so finde ich diese viel zu brav und angepaßt.unregelmäßigkeiten in verwaltung oder politik wollen oder können die jounalisten nicht aufdecken.


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  32. Bernd Hædrich | 31. März 2012 um 23:41 |

    Und ich bin sowas von froh, endlich den Herrn Kuhnle hier unter konspirativen Umständen, hergelockt zu haben^^
    Jetzt muessen Schröter, Jauch und Schenker-Autorammer endlich Farbe bekennen, bevor der Mehlich über sie kommt^^


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  33. jenenserin | 1. April 2012 um 10:09 |

    an alle Schreiberlinge ! warum schreibt ihr denn nicht mal öfter über die versuchte „Enteignung“ des in Eigenleistung sanierten Vereinshauses im Ziegenhainer Tal. Noch dazu wo ein bestehender Stadtratbeschluß von den Jenaer Eigenbetrieben einfach nicht umgesetzt wird !!


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  34. @ Anne: Bedarf an Elektrogeräten gibt’s schon, der Handel bedient diesen Bedarf nur leider sehr mäßig. Sieh dir Digitalkameras an. Es gibt etwa 10 ernstzunehmende Hersteller (der Rest ist mehr oder weniger Billigramsch). Der Handel führt zu 90% Canon und Nikon, das war’s im wesentlichen. Will jemand Pentax oder Olympus (renommierte Hersteller mit z.T. sehr fortschrittlicher Technik), als Beispiel, werden die Gesichter lang und es wird ein angestaubtes Gerät der vorletzten Generation aus der hinteren Ecke geholt, wenn überhaupt. Im Versandhandel dagegen habe ich eine Riesenauswahl auch von nicht so gängigen Marken einschl. Preisvergleich, das Liefer- und Zahlungsrisiko ist bei großen deutschen Händlern kaum noch vorhanden, ich bekomme das Produkt ins Haus. Wer genau weiß, was er will, kann um den stationären Handel einen großen Bogen machen. Offenbar wissen das immer mehr Kunden.

    Auch immer wieder schön: Ich suche ein Produkt im Jenaer Handel, finde es nicht, kaufe es dann z.B. bei Amazon, und 2 Monate später kommt es in der Reklame von Media-Markt als Sonderangebot, aber immer noch 10% teurer als ich es bekommen habe. Wenn man das System einmal durchschaut hat, muss man es sich nicht mehr antun.


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  35. TomWed@ es gibt noch eine 2. Seite der Konzentration des Handels. Neuentwicklungen von kleinen Firmen haben kaum eine Chance ins Sortiment aufgenommen zu werden. So weiß ich von einem Lautsprecher, welcher in Sachsen von 2 Mann entwickelt wurde, Raumklangsystem, welches große Schwierigkeiten hatte in den Handel überhaupt aufgenommen zu werden. Große Hersteller können uns das Sortiment vorschreiben, was wir kaufen dürfen. Später habe ich gesehen, daß versucht wurde das Produkt über eine Direktvermarktung anzubieten. Ob das so erfolgreich war, keine Ahnung. Deshalb hoffe ich ja das bezahlbare Mieten auch für kleine Anbieter durch ein Überangebot an Läden möglich ist.
    Es ist auch richtig , daß immer mehr über Internet ge- und verkauft wird. Deshalb glaube ich auch, daß es für die riesigen Verkaufsflächen in Jena kaum neue Nutzer gibt, sondern woanders werden halt Läden geschlossen.
    Ich z.B. bevorzuge zum Einkaufen Globus bei Isserstedt, großes Sortiment, freie und großzügige Gänge, selbstproduzierte und sehr schmackhafte (vor allem das Gehacktes und die Bratwürste müssen Sie probieren!)Fleisch und Wurstwaren. Man sieht dort an der Fülle der Körbe, daß viele Jenenser ihren Wochenendeinkauf machen, während bei Aldi maximal 10 Produkte oft auf dem Band liegen.


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  36. noch ein Hinweise: die Stunde Parken auf dem Eichplatz kostet 1 €, in den Parkhäusern mindestens 1,50, also ein drittel teurer. Wenn ich künftig zum Parken für 2 Stunden 3 € zahlen soll bleib ich gleich weg vom Stadtzemtrum, komme einmal zum Altstadtfest, wo geht eigentlich der Rummel hin ? Die Straßenbahn kostet auch schon 1,80 € für eine Fahrt. Das heißt für ein drittel der Jenaer, welche nur mit 900 € nach Hause geht ist es einfach zu teuer ins Zentrum zu fahren ! Meine Mutti wohnt in Winzerla und war im Januar 2x in der Stadt.


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  37. jenenserin | 1. April 2012 um 14:40 |

    Stimmt, wir suchen gerade eine neue Waschmaschine, Top-Lader, schmal (da es ins Bad reinpassen muß) mit Restlaufanzeige und nicht über 600 €, hatten Deutsches Markengerät was auch schon nach 6 Jahren defekt ist. Wir waren bei Media-Markt, Medi-Max, Pro-Markt und Einzelhändler. Nur je 1 bis 2 Geräte dieser Art im Angebot. Müssen wohl doch im Internet schauen. Saturn wird sicher das selbe Sortiment wie Media – Markt haben, die gehören doch zum gleichen Konzern.


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  38. Tipp dazu abseits der fundamental-politischen Diskussion hier: Bei „Weißer Ware“ (zum Bleistift Waschmaschine oder Kühlschrank) sind die alten großen Versandhändler oft recht gut. Bei otto.de sehe ich auf die Schnelle ungefähr 10 Waschmaschinen, die im Wesentlichen passen müssten. Bestellen kann man sich die auch über die Otto-Läden, z.B. in der Neugasse, samt Garantieabwicklung etc. Quelle ist nun mausetot, aber Neckermann wohl noch quicklebendig. Nehmt doch mal einen Blick da und berichtet vom Ergebnis.

    Bei Otto stärkt man dem Vernehmen nach übrigens Intershop, deren Webseite lief zumindest früher unter Enfinity in größter Ausbaustufe.


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  39. Die Redaktion von Jenapolis und die Kommentatoren sollten darauf achten, dass sich die Kommentare im Wesentlichen auf den Ursprungsartikel beziehen.

    Im vorliegenden Fall auf:
    „KIJ-Chef Dirkes: “Was der eine oder andere Journalist schreibt, ist sozusagen unexakt“
    Ansonsten wird die Diskussion immer unübersichtlicher.

    Die letzten Kommentare beziehen sich eher auf: „Autor: Leserbeitrag 24. März – 08:24
    Einzelhandel in Jena – Zahlen, die die Stadt nicht nennt“

    Jeder kann sich über die Suchfunktion einen adäquaten Beitrag suchen oder selbst einen Leserbeitrag verfassen.


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  40. Vielleicht brauchen wir oder Ihr auch eine Mecker-Ecke, wo jeder schreiben kann was er will, wenn es mit dem Grundgesetz vereinbar und nicht persönlich beleidigend ist.


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  41. jenenserin | 2. April 2012 um 10:07 |

    ???, sicher, alles habe ich in dem Artikel auch nicht verstanden, was heißt z.B. der Satz von Herrn Opel:…dass in der Presse drei Entwürfe als „empfohlen“ kolportiert werden. was ist Kolportieren? Kurz um dem ganzen Text war ich auch nicht gewachsen. Nur soviel : 1 Entwurf wurde laut Herr Dirkes nur empfohlen, 3 Empfehlungen wurden aber in der Presse veröffentlicht, wobei die Journalisten als Laien das alles auch nicht verstehen, da sie keine Architekten sind. Richtig ? Muß jetzt schnell raus . komme aber wieder da ich noch einiges zu den Bewerbern sagen möchte. war auf der Seite von ECE. Bis dann


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  42. jenenserin | 2. April 2012 um 12:13 |

    ??? bin wieder. So nun noch mal zum Artikel, wie schon gesagt ist er nur für Fachleute richtig verständlich geschrieben. Mein Kommentar bezieht sich auch auf den letzten Absatz. Es wird mehr Handelsfläche für Jena benötigt, da hochwertige Produkte in Erfurt oder Leipzig gekauft werden. Nun man zieht das Pferd von hinten auf. Wer bitte von dem Sortimenteanbieter möchte den nach Jena ? Ich lese in anderen Blogs, dass diese erst ab 200000 Einwohner eine Filiale aufmachen. Also abhaken. 2. verändert sich gerade durch Zalando und Spezialanbieter das Kaufverhalten, da ja unsere Anbieter vor Ort, siehe Kommentare zu weiße Ware bzw. Digitalkameras, stets die selben Gerätetypen im Angebot haben und nur noch sich durch Rabatte gegenseitig die Kunden, für die in Jena schon jetzt 1 Kasse je Laden reicht, abjagen. In Stadtzentren können sich kleine Vor-Ort-Händler , insbesondere in einem Neubau , die hohen Mieten gar nicht leisten. Also sollt Herr Dirkes erstmal wie im kleinen (bin im Finanzierungsbereich für eine kleine Baufirma tätig) Nutzungsverträge versuchen zu aquirieren, wer zu welchen Mietpreisen denn nach Jena (für einige immer noch Provinz) Läden eröffnen möchte. Nun zum wichtigsten Punkt, die Investoren, die keine sind ? ECE laut ihrem Internetauftritt ist ein Projektentwickler für Gewerbeobjekte, Spezialimmobilien, Einkaufszentren, Büroimmobilien Industrie. Wohnungsbau ? Fehlanzeige. Das heißt ECE hat Anleger (meist geschlossene Immobilienfonds) im Gewerbebereich wo eine Rendite von mindestens 8 % erwartet wird(Wohnungsbau Rendite 4-6 %, da es nur noch 2 % lineare Abschreibung gibt, Neubau für Investoren uninteressant, deshalb stockt ja auch der allgemeine Mietwohnungsbau in Deutschland). Für eine Mischbebauung Gewerbe und Wohnungsbau finde ich hier keine Referenzen von ECE. Investor Nummer 2 . Jena Wohnen von Herrn KIJ die erste Wahl nach dem Artikel. Was für Referenzen hat den Jena Wohnen: Sanierungs von Mehrfamilienhäusern. keine Erfahrung bei Großprojekten vor allem Gewerbe ! Warum bewirbt sich denn die Carl Zeiss Genossenschaft nicht? Weil Sie sich bei Ihren Großprojekten jedesmal verkalkulierte. Nordlichter und die Sonne. Die Genossen begehren schon auf . Siehe http://www.genossenschaftler.de Aber Jenawohnen möchte die Erfahrung erst noch machen. Ich als Stromzahler und Mieter aber nicht. Wenn sich Jenawohnen, Eigentümer die Stadtwerke, verkalkuliert sehen wir das auf unserer Strom oder Mietabrechnung. Wenn dann sollten wir schon OFB nehmen, eine Tochter, auch nur Projektentwickler ,der Helaba also Landesbank. Wenn die sich verkalkulieren zahlen wir es wenigstens nicht. So läuft also eine Ausschreibung von KIJ. Die Gewinner werden nicht nach Ihrer Firmenstruktur und Referenzen überprüft. Alles lieber schön unterm Deckel halten, merkt man ja bei der Berichterstattung.
    Nun aber eine Idee von mir. Es gibt 3 große Betreiber von Parkhäusern in Deutschland, welche auch als Investor aktiv werden. Einer von denen würde sich in Jena bestimmt gerne bewerben.Dieser baut erstmal auf den gesamten Eichplatz eine Tiefgarage. Da ich für keine geschlossene Bebauung bin, sondern soviel freie Fläche wie möglich für Spielplätze und Grünfläche für jedermann erhalten möchte, vielleicht auch wieder ein Springbrunnen, würde ich lieber in die Höhe bauen. Wir sind ja eine Großstadt, wo man auch mehr wie 5 Etagen bauen kann. Man könnte z.B. 3 Hochhäuser zulassen, wo sich 3 verschieden Investoren bewerben könnten. Man muß wegen dem Tiefgaragenbau nur die Lage festlegen und hätte zwischen den Häusern wieder die Möglichkeit viel Grün zuzulassen und nicht nur verdorrende Kübelbäumchen !!! So jetzt hab ich mich ausgemeckert und verspreche , dass dies mein längster Beitrag bleibt.
    P.S. bin mal gespannt, welche Voraussetzungen die Stadt in die Notarverträge aufnimmt. Z.B. Bauverpflichtung und Gewinnbeteiligung bei Weiterverkauf an Dritte. Sonst passiert das gleiche wie beim alten Arbeitsamt. Hier war allerdings das Land für die Beurkundung verantwortlich. Fragt sich nur warum hier eine Rückabwicklung nicht möglich ist. Wiedermal nicht aufgepaßt.


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  43. Simon Sachse | 2. April 2012 um 12:22 |

    Wiki hilft gegen alles:
    „Das Verb kolportieren wird in Anlehnung an seine ursprüngliche Bedeutung heute abwertend mit dem Verbreiten von Gerüchten und Gesellschaftsklatsch gleichgesetzt.“
    Könnte man natürlich auch einfacher formuliert haben … Es kommt übrigens davon, dass Bücher früher von Hausierern auf der Schulter (frz. auf dem Hals – col) herumgetragen (frz. porter) wurde.
    Aber eines ist absolut richtig: Nur ein Entwurf wurde von der Jury empfohlen, aber in der Ausstellung im Stadthaus und im Internet auf eichplatz-jena muss man schon sehr genau hinsehen, um das herauszufinden. Da stehen jeweils drei Entwürfe als „Finalist“. Man kann Herrn Dirkes und der KIJ zumindest vorwerfen, dass sie nichts tun, um Irrtümer aufzuklären. Für den Unterschied zwischen einer und drei Empfehlungen muss man nichts über Statik oder Kubaturen wissen, zählen können reicht völlig.
    Außerdem wird über genau diese drei Entwürfe der Stadtrat letztlich abstimmen, so als hätte es die zweite Jury-Runde nie gegeben. Nur die Achtung vor der vernünftigen Entscheidung der Juroren hindert mich, das Ganze als Farce zu bezeichnen – oder gut Deutsch als Kasperletheater. Es tut mir echt leid um die Mühe, die die Leute da hineingesteckt haben. So viel Missachtung der Stadt gegenüber den selbst aufgestellten Regeln haben sie nicht verdient.


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  44. jenenserin | 2. April 2012 um 13:12 |

    simon sachse: vielen Dank. Also entscheidet zum Schluß der Stadtrat wer baut. Dann muß ich meine OB-wahl nochmal überdenken. Hat der OB eigentlich ein Veto-Recht ?


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  45. jenenserin | 2. April 2012 um 13:28 |

    Wenn Jenawohnen alles alleine bebauen möchte, auf den teuersten Grundstücken Jena’s, warum jetzt diese Investition und wie: Tritt Jenawohnen als Bauträger oder als Vermieter auf. Eine reine Vermietung rechnet sich doch gar nicht, man bräuchte doch Privatinvestoren. Oder hat Jenawohnen unsere Mieten gebunkert und wir haben deshalb jetzt Mieterhöhungen bekommen. Zum Beispiel in Winzerla 06/2011 ,um sich so einen Standort leisten zu können. Am Stadtrand preiswerte Wohnungen zu bauen, bzw.sozialen Mietwohnungbau zu tätigen,was sogar München macht,da gab es kein Interesse, aber wieder die Gelder für hochpreislichen Wohnungsbau ausgeben. Wenn der Stadtrat dies zuläßt, dann platzt eine sozialpolitische Bombe.Dann haben unsere Stadtoberen in der Wohnungbaupolitik endgültig versagt !!!!!


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  46. je mehr ich versuche mich mit dem Theme zu befassen, umso weniger kann ich alles nachvollziehen.
    -keine offene Berichterstattung der Verantwortlichen Stelle KIJ, welche ja sicher die Ausschreibungsunterlagen erstellte.
    -wie wurde eigentlich ausgeschrieben, europaweit oder nur beschränkt, waren mögliche Investoren vielleicht von den Vorgaben auch abgeschreckt?
    -warum werden Tonaufzeichnungen von KIJ bei öffentlichen Veranstaltungen untersagt.
    -zu welchem Preis muß eigentlich der Gewinner die Grundstücke erwerben, wo fließt der Erlös hin, könnte davon nicht auch mal ein Haus für Vereine in Jena gebaut werden, die sich keine 8 oder 9 € je m² Nutzfläche leisten können.
    -welche Macht hat eigentlich die Eichplatz-jury, welche doch gegründet wurde,um Bürgernah zu entscheiden.
    -ist das alles nur Show und der Gewinner steht schon längst fest.
    -hätte nicht auch schon eine jury über den B-Plan abstimmen müssen,der vielleicht eine offenere Bebauung zuläßt,
    -wenn jenawohnen nur teure Wohnungen baut,z.B. Passivhaus in der Kunitzer Str. oder Luxuswohnungen am Friedensberg und jetzt auf den teuersten Grundstücken im Zentrum,so eine Tiefgarage ist ja auch nicht billig, sind wir bald bei 12€ Kaltmiete bei Neuvermietung und nicht wie jetzt schon bei 7 bis 10 €. Bei einem Benzinpreis von bald 2 € paßt das ja. Wer soll aber dann noch die schönen neuen Läden besuchen,das Geld reicht doch dann nur noch für Miete, Energie, Benzin,Essen und Trinken, teure Klamotten kann man dann nicht mehr kaufen. Vielleicht wirbt Herr Dirkes aber für seine schönen neuen Läden bei den vielen Touristen die nach Jena kommen ?!


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  47. @ jenenserin: Jenawohnen und WG Carl Zeiss sind doch nicht die einzigen, die bauen können; Jena hat etwa 10 Genossenschaften. Die WG Saaletal baut z.B. in der Altenburger Straße (ich weiß nicht, ob wirklich preiswert, aber die Bauausführung ist kein Luxus, jedoch solide). Interessant wäre die Kalkulation dort, aber da müsste man ein Mitglied der Genossenschaft kennen, das da hinzieht. Wenn da weiter eingespart werden soll, müsste man sich fragen: Will ich in einer Wohnung ohne Balkon, mit kleineren Fenstern, in 10-geschossigem Haus etc.wirklich längere Zeit wohnen, z.B. nach Art des Hauses Spitzweidenweg 20. Muss jeder für sich entscheiden.

    Mal noch ein Link zur allgemeinen Erbauung:

    http://www.ftd.de/finanzen/immobilien/rahmen-kompass/:investition-in-betongold-immobilienjaeger-auf-nach-osten/70015366.html

    (hier geht’s darum, dass Städte wie Jena – wird auch konkret erwähnt – als Paradies für Geldanleger beworben werden, die Mietwohnungen kaufen sollen, was Miet- und Kaufpreise weiter in die Höhe treibt)


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  48. jenenserin | 2. April 2012 um 22:02 |

    TomWed: Na Prima,ich habe ihren Link gelesen, das haben unsere Häuptlinge ja gut hinbekommen. Jetzt steht schon in der FTD: Kauft in Jena Wohnungen,hier gibt es Wohnungsmangel,also ein Superinvestment mit sicheren und hohen Mieten. Das kommt davon,wenn man dem Markt freien Lauf läßt und keine Mittel vom Land nutzt für den sozialen Mietwohnungsbau. = Verfehlte Wohnungsmarktpolitik. Wie bereits gesagt. Selbst in den konservativen München werden 20 % der Grundstücke für sozialen Wohnungsbau ausgewiesen.


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  49. Simon Sachse | 3. April 2012 um 19:20 |

    @jenenserin:
    Kann ich leider nicht sagen, wie viel Einfluss der OB auf die Entscheidung hat. Das Verfahren ist vor allem eines: undurchsichtig. Ich fürchte, entschieden wird letztlich irgendwo hinter den Kulissen, und der Stadtrat nickt das mit der Koalitionsmehrheit von CDU, SPD und Grünen nur noch ab.

    @anne:
    Die Ausschreibung war europaweit, und die KIJ war sehr stolz drauf, extrem investorenfreundlich ausgeschrieben zu haben. „Haken“ waren nur die Tiefgarage und ein eigentlich sehr geringer Wohnanteil (müsste ich nachsehen. Es waren <20%). Verschreckt worden ist also vermutlich keiner.
    Die Jury scheint tatsächlich nur das demokratische Kasperletheater zur Beruhigung der Bürger zu sein, so leid mir das für die Beteiligten tut. Ursprünglich hieß es, der Stadtrat wählt aus den zwei bevorzugten Lösungen der Jury aus. Jetzt sind es drei, und KIJ sagt ganz klar, dass der Stadtrat entscheidet. Zur Überarbeitung der ECE- und OFB-Entwürfe hat die Jury ganz offensichtlich nichts mehr zu sagen.
    Den Rest müsste KIJ beantworten. Am besten zu einer der Show-Veranstaltungen gehen und fragen! Ich finde es gut, wenn sich die Verantwortlichen vom Volk beobachtet fühlen.


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  50. Stadtrat Jena = Geheimrat ???

    – Fundstück : Wichtige planerische Zielstellung für die Bebauung des Eichplatzes: “ Mischnutzung aus Einzelhandels -, Dienstleistungs -,Kultur -,sozialen und Verwaltungseinrichtungen sowie einem hohen Anteil Wohnungen “ auf den Seiten 21 u.22 unter :
    http://www.thueringen.de/de/publikationen/pic/pubdownload682.pdf
    – so etwas kann man natürlich einem Investor nun nicht auch noch vorschreiben.


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  51. Gibt es eigentlich von KIJ aktuelle Info’s ?


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  52. Mauschel,mauschel,mauschel, …. pssssssst


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  53. Empört euch | 9. April 2012 um 01:44 |

    @ Herr Prager, wenn Sie so neutral recherchieren, bitte ich Sie eine
    Aufgabe zu lösen. Veröffentlichen Sie das Besucherbuch der ominösen
    Werbeaktion im Stadtspeicher für die Prunkbauten oder Einkaufstempel in
    unserem Stadtzentrum „Eichplatz“ – mit allen seinen Einträgen der Bürger.

    Wenn es zu viel Aufwand wird auf Grund der starken Besucherzahl,
    könnten Sie Helfer durch die Eichplatz BI kostenlos zur Verfügung
    gestellt bekommen. Bitte alle Seiten und auch alle positiven und
    negativen Einträge. Oder ist es das Problem „mit der Goldwaage des Herrn Dirkes“?

    Aber das kann ja nicht sein, denn es ist ja ein Buch zur
    Festzustellung, wie der Bürger, über die Sache und seine Visonen darüber, denkt.
    Apropos Seiten ausreisen!
    Eine rechte Hand beim Moderieren der Veranstaltung von KIJ, Herr Poschmann
    kam in der Pause der Veranstaltung zu einer um das Buch stehenden
    Gruppe und sprach Herrn Michel mit verleumderischer Äußerung an. Ob
    er Seiten aus dem Buch gerissen habe. Herr Michel war sehr erbost über diese Unterstellung.
    Die andere Seite ist in diesem Fall vom Sinn her, verdächtiger dies zu tun.
    Denn die kleine Gruppe amüsierte sich
    über die Einträge der Besucher (oder „Steuerzahler“).

    Wir bitten um Veröffentlichung der Sammlung dieser Einträge aus dem damalig ausliegenden Besucherbuch.


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  54. Empört euch: sehr gute Idee.


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  55. Sind überhaupt unsere Stadtväter aufgewacht und haben mitbekommen, dass man den Eichplatz mit einem veralteten (mittlerweile hatte die Neue Mitte aufgemacht) Gutachten plant. Die Gutachter scheinen ja auch mit ECE verbandelt zu sein. (dazu bitte „Reise zum Mittelpunkt des Einzelhandelskonzeptes lesen, danke)


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  56. Jenenserin | 9. April 2012 um 09:38 |

    Warum wird das Besucherbuch nicht einfach ins Internet gestellt, Jenapolis wäre doch auch eine gute Seite. Man braucht dazu doch keinen Herrn Prager.


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  57. Jenenserin | 10. April 2012 um 21:42 |

    Nach neuester Information ruht die Tätigkeit von Herrn Dr. Schröter als Mitglied im Stiftungsrat. Ein Schelm, der böses dabei denkt.


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  58. Nach den Informationen durch den Beitrag :Reise zum Mittelpunkt des Einzelhandelskonzeptes braucht es einen ganz neuen B-Plan !!!


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  59. Jenenserin | 12. April 2012 um 14:57 |

    Neuer B-Plan wäre sicher sinnvoll, befürchte aber das dies unsere Verwaltung überfordert


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  60. Das Schweigen im Walde:


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  61. Simon Sachse | 14. April 2012 um 00:40 |

    Pscht! bis Ende April haben die nicht empfohlenen Investoren doch Zeit, ihre Entwürfe zu überarbeiten. Bis dahin ruht die Kommunikation, und dann wird man ein Kaninchen aus dem Hut ziehen, das der Bürger nur noch anstaunen darf.
    Noch später dürfen wir abstimmen, ob wir lieber den weißen, schwarzen oder braunen Riesenrammler wollen. Nur Zwergkaninchen kommen nicht in Frage.


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  62. Jenenserin | 14. April 2012 um 12:48 |

    Und welche Rolle spielt hier nun Dr. Schröter als Mitglied im Stiftungsrat, einer Halbtochter von ECE, achja ich vergaß, seine Mitgliedschaft ruht ja.


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  63. Peter zimmermann | 14. April 2012 um 13:48 |

    Für alle unwissenden Alt-und Neubürger in Jena und das scheinen mir eine Menge zu sein:der Eichplatz existiert seit1969 nicht mehr.Die ganzen Zugereisten werden das wohl nie kapieren.Was immer fälschlicherweise als Eichplatz bezeichnet wird ,ist in Wahrheit ein Teil des ehemaligen Zentralen Platzes der bis zu den Neubauten an der Löbderstrassennordseite verlief. Ende der 70ziger Jahre wurde er in Platz der Kosmonauten umbenannt.Der historische Eichplatz war wesentlich kleiner und ist mit einem Teil des Jentowers und der Neuen Mitte(Ostseite) bebaut. Wenn schon die Herrschaften ,die unser Stadtzentrum mit einem weiteren Betonmonment verzieren wollen,nicht wissen wovon sie reden,sollten wenigstens unsere Lokalzeitungen mal klarstellen wo der Eichplatz sich befindet.Aber die schreiben ja auch ständig vom Eichplatz.Wahrscheinlich auch alles zugereiste Schreiberlinge die keine Ahnung von Jena haben!


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  64. die haben wohl solange zeit, bis die ob-wahl gelaufen ist. egal wer dann ob ist, geht die schmierenkomödie munter weiter, wenn man davon ausgehen kann, dass es entweder der von der spd oder cdu werden wird.


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  65. Stadtentwickler | 15. April 2012 um 12:47 |

    Ich habe mit Interesse und gleichzeitig Entsetzen als Nicht-Jenaer Ihre Bloggs zu der geplanten Eichplatzbebauung und der Vorstellung der Investoren gelesen und bin erschüttert. Hier wird nicht im Ansatz das 1×1 eines Stadtentwicklungskonzeptes versucht umzusetzen. Weshalb benötigt Jena auswärtige Stiftungen und Projektentwickler wo ihr die Spezialisten vor der Haustür habt ? Das Bauhaus Weimar. So blind kann man nicht sein. Hier möchte ich 2 Sätze zum Nachdenken anbieten, welches zum 1×1 der Stadtentwicklung gehört.
    1. Eine lebendige, kreative, anziehende Stadt kann nur entstehen, wenn die Entwicklung von Kultur, Wirtschaft und Soziales ineinander greift. Ich sehe hier, im Herzen von Jena weder Kultur noch Soziales, von der Kulturarena mal abgesehen, welche aber nur ca. 2 Monate aktiv ist. Jena hat auch keinen Kulturhaus.

    2. Kunst und Kultur muß stehts am Anfang und nicht am Ende der Entwicklung eines Stadtteiles stehen.

    Ich flehe Euch an, macht nicht die selben Fehler wie die alten Bundesländer. Ihr habt die Chance eines lebendigen , kreativen Stadtzentrums mit Freiraum zum Entspannen, Kommunikation, Wohnen und Arbeiten. Es kann doch nicht sein, das Einkaufen die Hauptbeschäftigung von den Jenaern ist. Auch gehen die benötigten Handelsflächen pro Einwohner statistisch gesehen zurück, da zu 20 -30 % der Verbrauchtsgüter, außter Lebensmittel, vor allem bei jungen Leuten (z.B. Studenten) über Internet bestellt wird.

    Ich hoffe, dass die Stadtväter noch zur Vernunft kommen, ansonsten wird eine Riesenchance vertan.

    Ein Hoffender


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  66. einwessizubesuch | 15. April 2012 um 15:04 |

    Die Kollegen über mir haben recht. Bitte, bitte, bitte. Macht nicht die selben Fehler wie wir und baut die Zentren nicht mit dicken Klötzen zu. Wir sind dabei dies zum Teil zu korrigieren, was wiederum viel Geld kostet. ECE ist bekannt für schöne Planungen aber dann häßlichen viereckigen Kästen. Die Jenaer sollten alles bis zum ersten Spatenstich versuchen, um diese häßlichen Bauten zu verhindern. Am Ende ziehen doch nur Billigketten ein, da die gewünschten hochpreislichen Bekleidungsstücke nur in Großstädten wie Leipzig, Chemnitz, Erfurt angeboten werden. Die Handelsketten kalkulieren sehr hart um neben dem Internet überhaupt überleben zu können. In den kleinen Dörfern gibt es ja auch keinen Bäcker mehr an jeder Ecke. Und Jena hat mit der Goethegaler, Neue Mitte und den vielen anderen Läden in den Gassen und Straßen gewiß viele Läden. Ich z.B. gehe gerne in kleinen Straßen und Gassen bummeln, hier gibt es die kreativsten und interessantesten Angebote, siehe auch Bachstraße. In den großen Handelshäusern ist doch eh überall das selbe im Angebot. Ich z.B. sehe keinen Unterschied im Angebot (außer Aktionen) von Mediamarkt,Saturn,Promarkt usw.

    Laßt Euch bitte nicht von schönen Projektpräsentationen blenden !


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  67. @Stadtentwickler, unser oberster Stadtvater hat schon entschieden:

    http://www.jenapolis.de/2012/04/stadt-jena-lehnt-auch-zweiten-antrag-zum-burgerbegehren-zum-eichplatz-ab/

    @einwessizubesuch Die schweigende Mehrheit hockt obrigkeitshörig zu Hause und ergibt sich seinem Schicksal.


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  68. Lieber ??? Sie tuen den Initiatoren der BI ein klein wenig unrecht. Sie haben nur nicht das Potential und das Geld . Die Stadtverwaltung hat die finanziellen Mittel (unsere Steuergelder) um sich am Schreibtisch wieder viele Gedanken zu machen und unserem OB die entsprechenden Argumente zu liefern, warum nicht geht, was nicht gehen darf. Wir leben wirklich in einer Diktatur der Verwaltungs- und Stadträte. Ich frage mich nur was ist aber dessen Ziel. Sie leben doch auch in Jena und müßten für und nicht gegen die Bürger arbeiten.


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  69. peter zimmermann | 15. April 2012 um 16:31 |

    Wenn die Stadtväter machen können,was sie wollen,so kann ich leider gut nachvollzeihen. Die große Mehrheit sitzt leider verblödet ,verfettet und versoffen
    zuhause und lässt alles über sich ergehen.Wundert mich aber überhaupt nicht,hat ja eine lange traditon seit mindeststens 1933.


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  70. Zimmermann: Sie haben zum Teil traurigerweise Recht. Mit Harz4 und Wohngeld wird die Masse der Verlierer ruhig gestellt. Ein weiser Mann sagte: Gib dem Armen keinen Fisch, sondern eine Angel, genau davor haben die Regierenden, egal wo, Angst


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  71. @ peter zimmermann & Naseweis, sie haben beide nicht Recht und bedienen billige Vorurteile.
    Mit schweigender Mehrheit, meine ich die gut bezahlten Manager, Verwaltungsfachkräfte, Ingenieure, Ärzte , Techniker, Mitarbeiter und Führungskräfte in Universität und Instituten die nicht wenigen gutgestellten Zeiss- und DDR-Rentner u.s.w.

    Den Billiglohn-, Zeit-, und Gastarbeitern für die alten Bundesländern und den Menschen, die ums tägliche Überleben kämpfen, darf man keine Vorwürfe machen.

    Meine Kritik gilt den Satten und Zufriedenen, die untätig und desinteressiert zu Hause sitzen


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  72. Peter Zimmermann | 15. April 2012 um 17:54 |

    @??? Sie bestätigen indirekt meine „billigen Vorurteile“,mit der schweigenden Mehrheit. Wenn die Menschen,die eine gute Bildung und Ausbildung eine gute Arbeit ,kurzgesagt einen gewissen Status und damit eine gewisse“ Macht“ haben,sich nicht einmischen ,wer dann? Sicher liegt auch zum großen Teil daran,dass man seine Zeit sinnvoller verbringen kann,als sich mit Politik zu beschäftigen.Und politische Einmischung könnte vielleicht auch der Karriere schaden. Die schweigende Mehrheit hat auch Schuld an den Katastrophen des 20.Jahrhundert,dem Nationalsozialismus und Kommunismus.


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  73. Ist es nicht logisch – wenn wirklich eine Bereicherung für das Leben in der Stadt und Aufwertung für das Zentrum geplant wäre und es auch aus den Plänen ersichtlich würde, wäre die Kommunikation eine Andere.
    Der OB könnte im Wahlkampf stolz auf das große städtebauliche Projekt verweisen und hätte im Nu – ohne Platzeck im Paradies (zufällig auch ECE Mitglied), ohne „Liederlichkeiten“ an der Saale und ohne Unterstützung aus Berlin, genügend Zustimmung, nun – Schweigen bis nach der Wahl. Aber so scheinen die Gründe wirklich nur im „herausspringenden“ Ertrag für das Grundstück zu liegen.
    Walter Sittler am Wochenende in der taz : „Was wir und auch ich nicht bedacht haben: Es nutzt nichts, als einfacher Bürger die nachweisbar richtigen Argumente zu haben, wenn du einer Koalition aus politischer und wirtschaftlicher Macht gegenüberstehst, die etwas durchsetzen will. Da verlierst du. Die Regeln sind irrational, aber man muss sie kennen, sonst geht man unter.“…
    http://www.taz.de/Walter-Sittler-ueber-Kicks-und-Luegenpack/!91452/


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  74. Birgit@ auch einzelne können eine Lavine auslösen. Oder hätten sie geglaubt,dass eine Montagsdemo der Anfang vom Sturz der Mauer sein kann ? Ich finde die Recherchen und Kommentare auf Jenapolis sind ein Anfang.


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  75. @birgit .- Berichtigung – Platzeck ist natürlich nicht ECE-Mitglied, sondern Mitglied in der Stiftung „Lebendige Stadt“


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  76. Susi.Töpfer | 20. April 2012 um 18:29 |

    Herr Dr. Schröter prahlt über die zufriedenen und glücklichen Jenaerinnen und Jenaer und wie gut es ihnen doch geht unter seiner Führung. Wenn ich an den Eichplatz denke, ist mir zum heulen.


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  77. Heute läuft in der Presse eine Riesenmanipulationsmaschine, unterstützt von Lobbyisten , welche hochgerüstet ist und die Journalisten sind unterbezahlt und wahrscheinlich ständig in Hatz ohne die Zeit zu haben in die Tiefe zu gehen. Ich habe gerade eine Sendung gesehen ZDFInfo. Das geänderte EEG Gesetz ist ein Sprung zurück in das Kohlezeitalter. Bisher hatte Ökostrom in Netzen vorfahrt, d.h. Kohlestrom mußte bei Sonne und Wind runtergefahren werden. Dies hat die CDU – Regierung durch die“ Aufklärungsarbeit“ der Energiemonopole jetzt geändert. Ökostrom hat keine Vorfahrt in den Netzen mehr, wenn die Sonne zu sehr scheint oder der Wind zu stark bläst , kann noch schneller die Einspeisung gestoppt werden. Dies ist viel schlimmer wie die Reduzierung der Einspeisungsvergütung von 30 – 40 %. Das Solarstrom zu teuer wäre, ist eine Lüge. Sie ärgert die Monopole, da auch kleine Anbieter Geld mit der Stromerzeugung machen. Die Netze wurden doch durch eine halbstaatliche Agentur gar nicht richtig ausgebaut, was man vor 10 JAHREN schon verpaßt hat. Dies zu den Fähigkeiten unserer Politiker im allgemeinen. Aber ich habe eine schlechte Nachricht für die Monopole. Ihr braucht eure Netze gar nicht mehr ausbauen. Wir werden uns einfach selber immer besser versorgen können, auf zur dezentralen Stromversorgung. Mit Photovoltaikanlagen, Blockheizkraftwerken gibt es auch von für Einfamilienhäuser, welche nicht nur heizen sondern gleichzeitig ohne Mehraufwand Strom erzeugen können. Meine Frage geht nun an die Journalisten, könnt oder wollt ihr nicht mehr recherchieren ? Das die Vorfahrt des Ökostromes in den Netzen abgeschafft wurde habt ihr nirgens geschrieben, immer nur Hilfe die Einspeisevergütung sinkt, was auch nicht so schlimm ist. Die Preise sind gegenüber vor fünf Jahren um das 4fache gefallen und sie werden noch weiter fallen. Wenn ich heute eine Photovoltaikanlage auf das Dach mache bis 10 kwpik habe ich immer noch eine Rendite von bis zu 10 %, schafft keine andere seriöse Geldanlage. Das wir Sklave der Energieriesen sind, das unsere Politiker fremdgesteuert sind, das schreibt ihr nicht. Ihr sollt Euch mal alle schämen. Es ist wie zu DDR-Zeiten . Oberflächliches Geschreibe und ihr habt keinen Mumm mehr e c h t e Aufklärungsarbeit zu machen.


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  78. P.S. Das unsere Solarindustrie Schwierigkeiten hat , mit den Produktionskosten der Asiaten mitzuhalten ist richtig. Der Gund sind aber nicht die Lohnstückkosten, da stehen eh nur Automaten und Roboter, sondern das dort die modernsten Fabriken aus Deutschland und der Schweiz stehen. Die Solarunternehmen haben sich zu lange auf ihren Lorbeeren ausgeruht. Das jetzt Solarunternehmen pleite gehen sind meist Managmentfehler. Die letzten Solarunternehmen aus Dresden die Pleite gingen, hatten in Asien sogar Töchter, produzierten also in Asien. Die Deutschen hätten entweder ihre Gewinne wieder refinanzieren müssen in modernere Produktionanlagen oder in mehr Forschung. Man hat aber die letzten Gewinne lieber verfressen. Und was sagt uns das: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit ! Diesen Satz sollten sich mal auch einige Jenaer Politiker hinter die Ohren schreiben.


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  79. Birgit@ dies ist kein großer Unterschied, da Geschäftsleitung die selbe ist, nennt man mehrere Unternehmen: Konzern. Deshalb gibt es im Straf- und Zivilrecht auch eine Konzernhaftung.


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  80. Erguss des Tages aus dem WAZ-Konzern:

    „Nächsten Dienstag … können Sie voraussichtlich nachlesen, was tags zuvor der Baukunstbeirat sagte zu den überarbeiteten Entwürfen … Leuchtturm … Fischschwarm … Haifisch … Wasserfloh-Dorado … Was um aller Welt, will ‚die Stadt‘ ihre Bürger zum Eichplatz fragen? Ja klar, Frage 1: Bebauen oder nicht bebauen? Aber alles, was danach kommen könnte, hat mit der Vorarbeit studierter Planungsprofis zu tun; zudem mit Baukunst, über die eine lobenswert feinfühlig zusammengesetzte Jury und nun noch ein Baukunstbeirat befunden haben.“

    Mit anderen Worten: Der blöde Pöbel hat sowieso keine Ahnung. Dabei lauten die Antwortmöglichkeiten schlicht „gefällt mir“ oder „gefällt mir gar nicht“. Damit sollen die künftigen Nutzer überfordert sein? Merkwürdige Argumentation. Der sogenannte Baukunstbeirat mag zwar fachlich versiert sein, ist aber keineswegs transparent und unabhängig. Er vertritt doch letztlich nur die Position „Hauptsache endlich bauen!“. Hier wird erkennbar, wie die WAZ nur den Anschein erweckt, die Interessen der Bürger zu vertreten, in Wirklichkeit aber rein ökonomische Interessen vertritt. Sie sind halt abhängig:

    “Zur Herstellung der Akzeptanz wird der Lokalpresse oft ein massives Anzeigenvolumen in Aussicht gestellt – die Mieter der Center zahlen in einen gemeinsamen Werbeetat, der vom Centermanagement verwaltet wird. (…) Damit hat sich ein professionelles Informationsmanagement etabliert, das die projektfördernde Meinungsproduktion in der Öffentlichkeit sowie der kommunalen Verwaltung und Politik einschließt und aufgrund der Anzahl erfolgreich umgesetzter Projekte auch entsprechend routiniert und professionalisiert ist.”
    Albers: Corporate Urban Responsibility, TU Graz 2010, S. 187


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  81. Holger Herrmann | 19. Mai 2012 um 12:11 |

    Ich bin zutiefst schockier, dass der TLZ Redakteur Herr Thomas Stridde die Bürger der Stadt Jena mit einem Schwarm Fischlein vergleicht, der zu dumm zum Fressen ist.

    Herr Stridde empfiehlt der repräsentativen Demokratie in Jena das Votum der Bürger zu missachten, weil diese nicht durchsehen.

    Ich habe an TLZ und OTZ einen kritischen Leserbrief zu dem Artikel „So etwas kriegt Sömmerda besser hin“ vom 10.Mai 2012 geschrieben, der auch nicht auszugsweise veröffentlicht wurde.
    Soviel zur Meinungsvielfalt und Meinungsfreiheit in den TLZ und OTZ Lokalredaktionen.


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  82. Schnapphans | 19. Mai 2012 um 12:38 |

    @Holger Herrmann Dann veröffentlichen Sie doch Ihren Leserbeitrag „So etwas kriegt Sömmerda besser hin“ hier auf Jenapolis. Somit kommen wenigsten einige tausend Leser in den Genuß!


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  83. Rüdiger | 19. Mai 2012 um 15:20 |

    „einige tausend leser“? jetzt lassen sie die kirche aber mal im dorf.


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  84. Heidrun Jänchen | 20. Mai 2012 um 00:01 |

    @ Jean:
    Die Betonfraktion im Stadtentwicklungsausschuss meinte, „gefällt mir“ und „gefällt mir nicht“ könnte man dem Bürger gerade noch zumuten, keinesfalls jedoch eine Frage zur Nutzung oder so komplizierte Dinge wie drei Varianten mit dem jenawohnen-Beitrag. Der Grundtenor war auch da: Der Pöbel hat keine Ahnung, aber wir lassen ihn eine Meinung sagen, damit er das Gefühl hat, man nehme ihn ernst.


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  85. Heidrun Jänchen | 20. Mai 2012 um 00:02 |

    PS @ Rüdiger:
    Einfach mal „Mediadaten“ am unteren Rand der Seite anklicken und wundern.


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  86. Holger Herrmann | 21. Mai 2012 um 19:01 |

    Der Ausgangspunkt für meinen in der TLZ und OTZ nicht veröffentlichten Leserbrief hat sich im Internet angefunden:
    http://jena.otz.de/web/lokal/detail/-/specific/Interessante-Gespraeche-bei-OTZ-Zeitungsfruehstueck-bei-Globus-Isserstedt-411556351


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  87. ahnungsloser Bürger | 22. Mai 2012 um 07:10 |

    Nur 2 Fakten:
    1. Gutachten des veralteten Einzelhandelskonzeptes (oder wofür wurde sonst Geld für Gutachten ausgegeben) besagt einen Bedarf von ca. 11000 m² Handelsfläche. Nach dem Gutachten wurde die Neue Mitte und aktuell Saturn in der Goethegalerie eröffnet. Das heißt mindestens 7000 – 8000 m² neue Handelsfläche stehen zur Verfügung : minus 11.000 Bedarf = noch ca. 4.000 m² zusätzliche Fläche noch vernünftig.
    2. Um ein Einkaufscenter mit einem Management betreiben zu können benötigt man eine Mindestfläche von 20.000 m²
    Frage: Kann mir ein verantwortlicher Politiker mal die Diffenrenz in Höhe von 16.000 m² Handelsfläche, welche ja von ECE sicher gebaut wird mal erklären ? Bin dafür wahrscheinlich zu dumm.


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  88. Naseweis | 22. Mai 2012 um 09:32 |

    HolgerHerrmann: Nicht nur Herr Stridde hält die Bürger für doof, die ganze Presse verarscht uns doch. Gestiegene Staatsquote, abgeschafftes Bankengeheimnis und Datenschutz. Nicht mehr lange und wir haben wieder unser „Neues Deutschland“- Presseorgan. Naja, jeder hat halt die Regierung , die er verdient. Da viele Bürger sich nur um ihren privaten Scheiß kümmern, bekommen diese es erst mit, wenn wieder mal die Straße saniert wird und die Beitragsschreiben ins Haus flattern oder die neue Strompreiserhöhung. Ein bißchen hat Herr Stridde doch recht, lauter kleine Fische, die sich zum Fressen schick machen.
    Der Haifisch heißt in unserem Falle : ECE und unsere Politiker treiben die kleinen Fische dem Haifisch noch zu.
    Die Presse trägt natürlich zum großen Teil dazu mit bei. Einlullend und einschläfernd, nur keine tiefgründige Recherche.


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  89. Simon Sachse | 22. Mai 2012 um 13:13 |

    @ ahnungsloser Bürger:
    Die Rechnung ist nicht ganz korrekt. Es gibt eine Abschätzung, dass 15000² verträglich wären (also etwas mehr als der Bedarf).
    Zwischenzeitlich sind in der Neuen Mitte 5000 und im Kirstenschen Haus 2000 m² dazu gekommen. Außerdem entstehen gerade 2000 m² in den Sonnenhöfen und vermutlich >2500 m² bei Saturn (gibt leider nirgends Zahlen dazu). Macht 11500 m². Es sind also noch etwa 3500 m² verträglich (und gebraucht wird nach der Studie gar nichts).
    Geplant sind 16000 m² am Eichplatz und noch einmal 10000 m² am Inselplatz. In der Summe ist das in etwa eine zusätzliche, ganz und gar überflüssige Goethe-Galerie (ohne Saturn).
    Demnächst wird es Strafsteuern für alle Jenaer geben, die Geld auf der Bank horten, statt bis zum letzten Cent alles zu verkonsumieren, damit sich die zusätzlichen Läden lohnen.


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  90. Oh ja , wer in Jena kommt soll möglichst einkaufen, einkaufen, einkaufen. Deshalb braucht man auch keine Grünfläche mit Bänken und vielleicht einen Spielplatz (wie war das mit familienfreundlich, habe ich wohl mißverstanden). Dann würde man ja nur faul rumsitzen, dass sollte man auch lieber in Restaurants , wo man dafür bezahlen darf.


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  91. Susi.töpfer | 22. Mai 2012 um 20:34 |

    Was machen wir eigentlich mit den vielen Läden, wenn diese dann leer stehen, bauen wir sie dann als WG-Zimmer um mit Schaufenster-Charm ?


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  92. Susi, gute Idee. Jena hat doch Pfiff und ist nicht langweilig. Eine ganze Ladenstraße voller Studentenzimmer, das hat noch keine Stadt. Da kommt Jena sicher ins Fernsehen, vielleicht machen wir eine eigene Big Brother Serie. Jene live. Natürlich müßten die Zimmer kostenlos sein. Man kann dies super mit Werbung verknüpfen. Man finanziert die Zimmer über Werbeeinnahmen von z.B. Ikea, adidas, Boss, Coca-Cola, halt alle möglichen Gebrauchsgegenstände.


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  93. wenn kein Einzelhandel mehr einmietet, vermieten wir halt an Künstler und Freischaffende. Eine Ladenstraße voller Künstler mit eigener Galerie wäre doch auch etwas Neues. Problem ist nur die Miethöhe, weiß nicht ob das den Investoren dann reicht.


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