Audio: Kein Mitarbeiter der Stadtverwaltung für Baupfusch am Galaxsea verantwortlich |

Audio: Kein Mitarbeiter der Stadtverwaltung für Baupfusch am Galaxsea verantwortlich

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Jena. Am vergangenen Mittwoch fragte die fraktionslose Stadträtin Heike Seise (Allianz für Bürgerrechte) während der Fragestunde an, wer für den Baupfusch am Galaxsea zuständig sei. Jenapolis berichtete darüber.

Fachbereichsleiter Fehrmann (vorn) und Bäderchef Weiß (hinten) stellten sich im September 2011 den Fragen der Journalisten. Foto: Arne Petrich/Jenapolis.

Einen Namen konnte Sozialdezernent Frank Schenker (CDU) wegen eines laufenden Verfahrens nicht nennen. Das Verfahren richtet sich gegen die mit den Stahlbauten beauftragte Firma sowie die mit der Bauüberwachung betrauten Personen. Sie richtet sich nicht, wie die Zeitung fälschlich berichtete, gegen einen Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Sie können dieses ab Minute 1:29 hören.

Hier können Sie die Verschriftlichung des Redebeitrags des Bürgermeister Schenker lesen:

„Gegenstand dieses vor kurzem am Landgericht Gera anhängig gemachten Rechtsstreits sind Schäden aufgrund von Baumängeln im Badbereich des GalaxSea. Als Kläger tritt dabei die Jenaer Bädergesellschaft (JBG) auf, die Betreiberin und Eigentümerin des GalaxSea ist. Die Stadt Jena tritt hierbei hingegen nicht in Erscheinung, da sie selbst nicht Anspruchsinhaber hinsichtlich des eingeklagten Schadensersatzes ist.

Die Klage richtet sich zum einen gegen die Baufirma, die die Stahlarbeiten ausführte, und zum anderen gegen die mit der Bauüberwachung beauftragten Personen. Dabei hat die JBG den ihr bisher bekannten Schaden in Höhe von ca. 330.000,00 € geltend gemacht. Hinzu tritt ein sog. Feststellungsantrag, der es der JBG ermöglichen soll, dass auch über die Kosten entschieden wird, die derzeit noch nicht bezifferbar sind. Zum Schaden gehören selbstverständlich auch diejenigen Kosten, die durch die Schließung des GalaxSea verursacht sind bzw. werden, d. h. auch Erlösausfälle. Die JBG geht davon aus, dass dieser Schaden deutlich höher liegen wird als der bisher bekannte Schaden.“

Bei den „Personen“ handelt es sich nicht um Mitarbeiter der Stadtverwaltung, sondern um die eines Ingenieurbüros.

In einer aufwendigen Untersuchung wurden durch einen ausgewiesenen Fachmann für Stahlbau gravierende Mängel festgestellt. Die Parteien hätten sich nach derzeitigem Stand „einer arglistigen Verhaltens“ schuldig gemacht. Somit könnte eine Klage – obwohl dieses schon verjährt ist – Aussicht auf Erfolg haben. Albrecht Schröter hofft – „bitte nicht zitieren“ – dass nach der Badesaison im Sommer das Dach wieder aufgetragen sein wird und im Herbst der Badebetrieb wieder beginnen kann. Dieses sagte auch Bäderchef Wolfgang Weiß im Januar.

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