Steve Bathelt ist neuer Sportkoordinator der Stadt |

Steve Bathelt ist neuer Sportkoordinator der Stadt

Bathelt Sportkoordinator Jenapolis

Jena. Steve Bathelt ist der neue Sportkoordinator der Stadt Jena. Der 29-jährige Geraer setzte sich in einem zweistufigen Verfahren gegen 60 Mitbewerber durch. Seit dem 1. April ist der gelernte Hotelfachwirt und studierte Sportmarketing-Fachmann für (vorerst) ein Jahr in der Stabsstelle beim Sozialdezernenten, Bürgermeister Frank Schenker (CDU). Vorrangigstes Ziel ist die Fortschreibung des Sportentwicklungsplans, Der letzte Plan stammt aus dem Jahr 2008 und war auf fünf Jahre angelegt. Inzwischen hat sich aber auch die Situation geändert: Die Sanierung des Ernst-Abbe-Sportfeldes sowie die Möglichkeit, durch eine Förderung dieses in eine polyvalente Multifunktionsarena umzugestalten, ist dabei nur ein Punkt. Für die Leichtathleten muss eine Lösung gefunden werden. Außerdem will Bathelt folgendes erreichen:

Er will eine Brücke zwischen dem Eigenbetrieb Kommunale Immobilien Jena (KIJ) als Verwalterin der Sportstätten sowie der Vergabe der Hallenzeiten für die Sportler auf der einen und den Sportlern, den Sportvereinen sowie dem Stadt- und Landessportbund zu schaffen.

„Ich bin froh, dass wir ihn haben.“, lobt der Dezernent den neuen Manager. Froh ist Bathelt, dass bereits einiges getan ist. So gibt es beispielsweise einen Trimm-Dich-Pfad für den Individualsport. Außerdem ist er in der bequemen Lage, dass er seine Stelle selbst beschreiben kann, also, er kann sich seine Aufgabenfelder selbst suchen und Prioritäten setzen. „Er wusste, worauf er sich einlässt.,“  sagt sein Vorgesetzter, Frank Schenker. Bathelt hat sich bereits bei einem Kongress in Mannheim bundesweit vorstellen können. Wie es in den Nachbarstädten Gera, Weimar und Erfurt um den Sport steht, welche Erfahrungen dort gemacht wurden – er nennt es interkommunale Kommunikation – , dieses möchte der Quereinsteiger in seine Arbeit einbringen.  Seit drei Wochen ist er bei der Einarbeitung in das neue Berufsfeld. Sein erstes Auftreten hatte er im Sozialausschuss. Ein für ihn noch ungewohntes Feld. Dort herrschte ein fairer Umgang miteinander, obwohl dort deutliche Worte gesprochen wurden. In der nächsten Woche wird er wieder bei einer gemeinsamen Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses und dem Sozialauschuss Rede und Antwort stehen. Er bedauert, dass er noch keine Zeit hatte, sich den Vereinen vorzustellen.

Einen Termin für 2013 hat er sich schon notiert:  Vom 24. bis zum 26. April 2013 wird das Jahrestreffen der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für deutsche Sportämter in Jena durchgeführt.

Wie Steve Bathelt seine Aufgabe beschreibt, was er vorhat, auf welche Schwierigkeiten er gestoßen ist und wie er seine neue Aufgabe erfüllen will, können Sie im Interview hören. (tn)

4 Kommentare zu "Steve Bathelt ist neuer Sportkoordinator der Stadt"

  1. susi.töpfer | 28. April 2012 um 21:04 |

    ??? – wer kontrolliert hier eigentlich die Machenschaftn von kij


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  2. Obi, vielen Dank, sollte bestimmt in Vergessenheit geraten.


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  3. Stellt sich doch gerade jetzt die Frage, wie weit die staatsanwaltlichen Ermittlungen gegen den Vorgänger Christian Böhm (suspendierter Abteilungsleiter für Sportimmobilien beim städtischen Eigenbetrieb KIJ) sowie dessen Kollegin Christin Matthes(suspendierte KIJ-Objektverwalterin der Abteilung Sport)fortgeschritten sind – in welcher Höhe und über welchen Zeitraum wurde veruntreut, wie konnte das geschehen, welches Urteil erfolgte??? Wieso mauert hier KIJ, wogegen der Sozialamts-Veruntreuungsfall der Stadt Jena im Jahr 2011 öffentlich publiziert wurde?


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    • Dazu gibt es jetzt auch ein Auskunft im endlich vorliegenden Antikorruptionsbericht (14/2482-BE):

      „Im Herbst 2011 fiel im kommunalen Eigenbetrieb KIJ auf, dass die Fremdleistungen für Hausmeisterdienste einer bestimmten Firma stark angestiegen waren. Das interne Controlling des Eigenbetriebes stellte fest, dass ein Abteilungsleiter des Unternehmens in letzter Zeit vermehrt die Dienste dieser Firma in Anspruch genommen hatte. Eine nähere Überprüfung der abgerechneten Leistungen ergab, dass diese teilweise nicht erbracht bzw. doppelt abgerechnet worden waren. Dies erfüllt zumindest den Tatbestand der Untreue. Zudem stellte sich heraus, dass der Inhaber der Firma für Hausmeisterdienste gleichzeitig der Vermieter des Abteilungsleiters war; korruptive Absprachen zwischen beiden Personen waren daher zu vermuten. Die Gesamtsumme des hierbei entstandenen Schadens betrug ca. 44.000 €. Durch Aufrechnung dieser Schadensersatzforderung gegen Forderungen für tatsächlich erbrachte Leistungen konnte dieser Betrag auf ca. 14.000 € gesenkt werden. Dieser Restbetrag wird zur Zeit gegen den Hausmeisterdienst gerichtlich beigetrieben. In diesem Zusammenhang wurden die Arbeitsverhältnisse des Abteilungsleiters und einer weiteren Mitarbeiterin gekündigt. Letztere hatte in diesem Verfahren Rechnungen für sachlich richtig gezeichnet, denen keine reale Leistungserbringung gegenüberstand. Das diesbezüglich
      anhängige Strafverfahren ist noch nicht abgeschlossen.“

      Meine Anfrage vom 22.11.13 zum Sachstand ergab damals leider nur einen Einzeiler Dr. Blankenburgs: „das Verfahren zwischen KIJ und Herrn Böhm ist abgeschlossen. Ob noch ein strafrechtliches Verfahren läuft, weiss ich nicht. “

      Mike Niederstraßer


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