Stadt Jena und teilAuto installieren 22 Ampelgriffe |

Stadt Jena und teilAuto installieren 22 Ampelgriffe

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Jena.Wer oft mit dem Fahrrad unterwegs ist, kennt die Situation: Die Ampel schaltet auf Rot und das bedeutet anhalten, vom Sitz heruntersteigen und ein Bein auf dem Boden abstützen. Günstiger ist es dagegen, im Sattel zu bleiben und bei Grün bequem und zügig anzufahren.

teilauto-Stadtbüroleiter Niklas Wachholtz am Fahrradgriff am Lutherplatz. Foto: T. Netzbandt/Jenapolis.de

Dies sollen in Jena jetzt so genannte Ampelgriffe ermöglichen, an denen sich Radfahrer in der Wartephase festhalten können.

Die insgesamt 22 Halterungen befinden sich seit Kurzem an verschiedenen Ampelmasten am Lutherplatz und an den Kreuzungen Stadtrodaer Straße/ Jenaplan, Knebelstraße/ Paradiesstraße, Käthe-Kollwitz-Straße/ Saalbahnhofstraße sowie Erlanger Allee/ Kastanienstraße. Gestiftet wurden sie vom regionalen Carsharing-Anbieter teilAuto im Rahmen der diesjährigen Schritt-für-Schritt-Kampagne der Stadt. „Viele Carsharing-Kunden sind auch aktive Radfahrer. Die Ampelgriffe sind somit als Dankeschön für alle Jenaer gedacht, die auf eine umweltbewusstere Mobilität setzen“, so Niklas Wachholtz, Leiter von teilAuto in Thüringen.

Heute wurden die Haltegriffe als Auftakt zur Schritt-für-Schritt-Kampagne offiziell eingeweiht. Um 14.00 Uhr stellte die Dezernentin für Stadtentwicklung, Katrin Schwarz, die Inhalte und Höhepunkte der Kampagne vor und präsentierte im Anschluss die Ampelgriffe am Lutherplatz. Für die fachgerechte Montage zeichnete dabei der Kommunalservice Jena verantwortlich, der alle Lichtsignalanlagen der Stadt betreut.

Die Idee, Halterungen an Ampelmasten zu befestigen, kommt ursprünglich aus der nordrhein-westfälischen Stadt Marl, die für ihre fahrradfreundliche Verkehrsplanung bekannt ist. Hier montierte man vor mehr als zehn Jahren die ersten Ampelgriffe. Inzwischen haben auch andere Städte, wie beispielsweise Erfurt, Halle und Karlsruhe, das Konzept übernommen. Häufig werden die Griffe dabei durch Sponsoren mitfinanziert.

Franziska Wilhelm, teilAuto Mobility Center GmbH

3 Kommentare zu "Stadt Jena und teilAuto installieren 22 Ampelgriffe"

  1. Martin Schmalbstein | 23. Mai 2012 um 08:26 |

    Ich habe einen dieser Griffe schon benutzt, nette Idee, garniert mit einer allerdings sehr prominenten Werbung, die man an der Stelle sonst sicher nicht genehmigt hätte. Griffe dürfen sein – kein Problem, zumal wenn sie nicht von meinen Steuern bezahlt werden müssen. Abgestiegen bin ich aber auch zuvor oft nicht, habe mich am Mast gehalten oder eben das Bein auf den Boden gestreckt. Das geht auch. Als Autofahrer finde ich sowas immer schwierig, da schwer zu erkennen ist, ob der Radler nicht doch jeden Moment vor mein Auto sprintet. Absteigen kann da den Stresslevel der anderen abbauen. Aber ich bekenne mich schuldig, halte mich selbst oft nicht dran.


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  2. Empört euch | 22. Mai 2012 um 13:07 |

    Ich will dem Sponsor nicht ganz vergraulen. Es hat einen Nutzen. Wenn nachts um 24 Uhr die Ampeln noch immer scharf sind und kein Fußgänger und keine Traube Fahrräder vor dem An-Haltegriff im Weg stehen, dann kann man sich am An-Haltegriff schön ausruhen. Denn es kostet nach neuem Sündenkatalog 40 € Beichtgebühr.


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  3. Empört euch | 22. Mai 2012 um 11:26 |

    Man muss sich aber leider schon wieder empören.Die wichtigen Veränderungen zur Sicherheit der Radfahrer in der Innenstadt
    werden einfach nicht gemacht.
    Das mit den Griffen ist wenig von Bedeutung. Denn meist stehen
    viele Radfahrer an den Innenstadtampeln.
    Sind die Haltehilfen vielleicht sehr teuer. Außerdem stehen häufig auch Fußgänger an der Stelle.


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