Fahrplanwechsel: Neue Angebote für Bahnreisende |

Fahrplanwechsel: Neue Angebote für Bahnreisende

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Erfurt. „Mit dem Dieselnetz Ostthüringen nimmt nun das mit 4,6 Millionen Fahrplankilometern erste große Thüringer Schienennetz nach unserer neuen Vergabekonzeption den Betrieb auf. Die Erfurter Bahn hat 2010 vom Verkehrsministerium den Zuschlag für diesen Auftrag erhalten, der bereits zahlreiche Verbesserungen für den Fahrplan im Sommer 2012 vorsah. Mit dem Fahrplanwechsel werden ab Sonntag rund um Gera und Saalfeld schnellere und durchgehende Verbindungen geschaffen und der Schienenverkehr zwischen Weimar und Kranichfeld optimiert. Zuletzt konnten wir diese Woche der Erfurter Bahn auch noch den Auftrag für die Strecke von Gera nach Hof in Oberfranken erteilen. Auf Initiative Thüringens entstand gemeinsam mit Bayern und Sachsen eine Expressverbindung im Zwei-Stunden-Takt, die die Südanbindung der Stadt Gera auf der Schiene nicht nur sichert, sondern ausbaut.“ Das erklärte heute (Freitag) Verkehrsminister Christian Carius in Erfurt anlässlich der Inbetriebnahme des neuen Dieselnetzes Ostthüringen durch die Erfurter Bahn und des Fahrplanwechsels am kommenden Sonntag (10. Juni).

Zu den Fahrplanverbesserungen gehören im neu vergebenen Dieselnetz künftig morgens ein 30-Minuten-Takt zwischen Weimar und Kranichfeld, stündlich durchgehende Verbindungen von Leipzig über Gera nach Saalfeld mit einer um 15 Minuten verkürzten Fahrzeit und ebenfalls durchgehende Züge von Arnstadt über Saalfeld nach Blankenstein. Durch die Einbindung des Zweckverbands ÖPNV Vogtland und der Beteiligung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft konnte das Thüringer Verkehrsministerium diese Woche auch noch der Erfurter Bahn den Auftrag für die länderübergreifende Expresszug-Verbindung von Gera über Zeulenroda und Mehltheuer (Sachsen) nach Hof (Bayern) erteilen. In weniger als 1:30 Stunde werden damit die beiden Oberzentren durch sieben Zugpaare täglich im Zwei-Stunden-Takt verbunden. In Hof bestehen ebenfalls im 2-h-Takt Anschlüsse nach Regensburg und mit dem ALEX auch nach München. Weitere Verbindungen bestehen über Hof nach Nürnberg, Bayreuth, Würzburg und Bamberg.

„Mit unserer Vergabekonzeption stärken wir den Wettbewerb auf der Schiene und schreiben die Standards fort, die auch beim Dieselnetz Ostthüringen angewendet wurden. Rund dreiviertel der Leistungen im Schienenpersonennahverkehr haben wir mittlerweile ausgeschrieben. Wir werden damit dem Nahverkehr in Thüringen eine neue Qualität geben“, sagte Carius weiter. „Hoher Qualitätsstandard und Wirtschaftlichkeit sind die Hauptkriterien für die Vergabe. Trotz enger finanzieller Spielräume wollen wir den Fahrgästen ein verbessertes Qualitätsangebot unterbreiten. Dazu zählen auch Reisezeitverkürzungen und optimale Anschlüsse an den Fernverkehr.“

8 Kommentare zu "Fahrplanwechsel: Neue Angebote für Bahnreisende"

  1. Martin Schmalbstein | 8. Juni 2012 um 15:10 | Antworten

    Viel Wortgeklingel, aber kein Wort von den zwei Faktoren, auf die es für eine echte Qualitätssteigerung ankäme: Durchgehend zweigleisige und elektrifizierte Streckensanierung.


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  2. Erfurt hat den ICE, Gera einen länderübergreifende Expressverbindung. Wie geht es 2017 mit Jena weiter ? Ach ja unsere Hoheiten sprachen ja von einer schnellen Regionalverbindung nach Erfurt und Gera. Das paßt doch hervorragend zu unserem neuen Eichplätzchen. Lichtstadt Jena mit Anschluß an eine Regionalbahn und einer Freifläche von der Größe eines Dorfplatzes und mit einem unsanierten Fußballstadion. Was ist denn, wenn es für die Sanierung keine Fördermittel gibt? Na Hauptsache 2018 ist Jena schuldenfrei. Was machen wir denn dann mit den eingesparten Zins- und Tilgungsbeiträge, werden die Ausgaben dann einfach gestrichen im Haushaltsplan und bei Vereinen, Kultur und Soziales regiert weiterhin Meister Schmalhans ?


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  3. Immer dieses Gemeckere. Mein Gott, andere Städte und Gemeinden haben nicht mal mehr einen Regionalbahnanschluß, unsanierte Dorfplätze sowie Fußballplätze, die nicht mehr bespielbar sind. Wir haben dies alles noch. Seien wir doch glücklich und zufrieden. Den Namen Lichtstadt löschen wir dann einfach. Dann kann sich keiner mehr aufregen.


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  4. Dr. Harald Mertes | 10. Juni 2012 um 11:24 | Antworten

    @ Erich.Schmidt

    Umsteigeverbindungen haben nun mal keine hohe Akzeptanz. Man will in den Stoßzeiten nicht den einmal eroberten Sitzplatz räumen, um ihn im nächsten Zug erneut erobern zu müssen. Man will nicht bei Sch…-Wetter wieder hinaus in den Regen und auf den Anschluss warten. Man will als Fernreisender nicht dauern den Koffer hoch in die Gepäckablage und wieder herunterwuchten. Wer wie ich im Jahre 2011 aufgrund von Verspätungen bei sechs Reisen alle Anschlusszüge verpasst hat, denkt an das Auto, das sowieso zu Hause steht. Alles nur kleine Unannehmlichkeiten, die jede für sich belanglos sein mögen. In der Summe wird die Entscheidung doch sehr häufig gegen die Bahn ausfallen. Meine Bahn-Card werde ich 2017 zurückgeben. Eine meiner häufigsten Ziele ist Berlin. Wenn ich da erst einmal 50 km von Berlin wegfahren muss und diesen Strecke auch bezahlen muss, wird es für mich unattraktiv.

    Eine bestehende Infrastruktur aufzugeben mit der Begründung, andere hätten Sie ja auch nicht, kann auch kein Argument sein. Der unsanierte Dorfplatz heißt bei uns Eichplatz und ist eine Asphaltwüste. Laufe ich an unserem Fußballplatz – er heißt Ernst-Abbe-Sportfeld – vorbei, und sehe die Flutlichtmasten mit ihrem Rost in luftiger Höhe, denke ich, diese Rosthaufen werden eines Tages einstürzen. Dieser Platz ist also auch nur eingeschränkt bespielbar. Welchen Grund gibt es, deswegen glücklich und zufrieden zu sein?


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  5. Erich.Schmidt hat recht, den Namen Lichtstadt sollten wir schnell löschen. Vielleicht meinte er alles aber auch ein bißchen ironisch. Nach dem Motto, es könnte ja noch schlimmer kommen, unserer Regierung ist nicht mehr zu helfen. Wollte Dr. Schröter etwa mit seinem Boykottaufruf von seinem ersten Wahlversprechen eine MUFU ablenken? Auf der Plattform hat er es ja ein bißchen geschafft.


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  6. Susi.Töpfer, anne und wie sie sich hier alle nennen, manchmal hilft es auch den Beitrag mal zu lesen bevor man seine polemischen und am Thema vorbei platzierten Kommentare ablässt. Was bitte hat die Einführung des Ostthüringen-Netzes, die europaweit ausgeschrieben war mit der Fernverkehrsanbindung von Jena im Jahr 2017 zu tun. Ganz zu Schweigen von einer MuFu etc. Nur gut das solche User meist nur im Internet ihre Beiträge ablassen und nicht wirklich in Verantwortung stehen.


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  7. Verbesserungen- da kann man geteilter Meinung sein!
    Schon mal der Vergleich zur Deutschen Bahn: bei der EB ist die Bestuhlung so eng, dass man auf längeren Strecken mit einer Körpergrösse ab 180cm nicht gerade bequem reist.
    Der Geräuschpegel der Triebwagen ist auch ziemlich hoch.
    Auch da sehe ich keine Verbesserung zu DB-Regio.
    Es wurde in der Presse erwähnt, dass die leistungsstärkeren Triebwagen die Fahrzeiten verkürzen…, frag mich bloß wo???
    Die Haltezeiten auf den Bahnhöfen oder Haltepunkten hat man verkleinert sonst nichts.
    Übrigens, Züge die von Saalfeld/Saale nach Leipzig Hbf im Stundentakt verkehren gab es auch bei DB-Regio.
    War letzte Woche mit einen Onlineticket unterwegs und auf der Rückfaht war der Zugbegleiter nicht in der Lage den Fahrschein durch Zangenabdruck zu entwerten , er machte mit Kugelschreiber ein „Kreuz“ bei der Hinfahrt die vor 4 Tagen stattfand…!
    Die Rückfahrt wurde schon vom Personal des ICE eingescannt und mit Stempelabdruck versehen – dies hätte man doch merken müssen , oder???
    Desweiteren ist die Zugzielanzeige nicht in der Lage „ß“ darzustellen , hier kommt alles nur kein Buchstabe.
    Fremde oder ortsunkundige haben da sicher ein Problem mit der EB.
    Nun genug Kritik für jetzt – mit der Deutschen Bahn war und bin ich mehr zufrieden.


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  8. In der Vergangenheit bin ich mehrfach mit der „Südthüringen-Bahn“, einer Tochter der EIB,gefahren.Einfach,weil es für mich praktisch war.Nach den dort gemachten Erfahrungen wähle ich jetzt doch das Auto!
    Komfort,Kundenfreundlichkeit,Hilfsbereitschaft-gibt es dort nicht!
    Die Wahl steht zwischen der Fahrt im „Viehtransport“ oder ein anderes Verkehrsmittel.Nachdem ich von einem EIB-Mitarbeiter auf eine Frage zu hören bekam:“Wenn es dir nicht passt,kannst du ja zu Fuss gehen!“wähle ich inzwischen wieder das Auto.Ich hatte lediglich gefragt,ob trotz Verspätung der STB ein Anschlusszug noch zu erreichen sei!


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