„Arena-Tour“ nach Mainz und Offenbach abgesagt |

„Arena-Tour“ nach Mainz und Offenbach abgesagt

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Jena. Steve Bathelt, Sportkoordinator der Stadt Jena, organisierte eine Bustour nach Mainz und Offenbach für die Jenaer Stadträte beziehungsweise von den Parteien delegierte sachkundige Bürger. In beiden Städten wurden aus bestehenden Fußballstadien neue Multifunktionsarenen. Eine Gemeinsamkeit mit Jena besteht durch die Begleitung des Umbaus durch das  Institut für Sportstättenberatung GmbH (IFS). Vertreter dieses Instituts sollten die Jenaer in Mainz und Offenbach über die Stärken und Schwächen vor Ort informieren. Aktuell sieht das Erfurter Wirtschaftsministerium Klärungsbedarf für die Zusage der Förderung. Mit rund 18 Millionen Euro soll das damals für 22,45 Millionen Euro umzubauende Stadion in eine polyvalente Multifunktionsarena aus Mitteln der Europäischen Union gefördert werden. Jena sollte einen Eigenanteil „von bis zu 4 Millionen Euro“ leistenDie Bedingung: Es muss sich um eine Förderung des Tourismus handeln. „Sportstätten werden nicht gefördert.“, mahnte Minister Matthias Machnig (SPD) im Mai. Die Bestrebungen, in Jena und Erfurt die Fußballvereine durch Zweit-Liga-taugliche Stadien zu fördern, veranlaßten den Minister, genauer in die Unterlagen zu schauen. Die Vorprüfung im Frühjahr verlief positiv. Einzelheiten für die nachhaltige Nutzung, wirtschaftliche Fakten oder Nutzungskonzepte wurden in Jena jedoch nicht bekannt gegeben.

Ob das mittlerweile auf 35 Millionen Euro Kosten angestiegene Großprojekt damit vor dem „Aus“ steht, bleibt abzuwarten. Die Mehrkosten müssen von der Stadt getragen werden. Ein Hinweis, dass das Projekt seitens der Stadtverwaltung in Frage gestellt wird, ergibt sich aus der Mitteilung, dass der für Sport und Bildung zuständige Dezernent, Bürgermeister Frank Schenker (CDU) die vom Sportkoordinator geplante Tour zu den Stadien nun abgesagt hat. Ein Beitrag des ARD-Magazins „Panorama“ hat den Bauwahn von Stadien in Deutschland bereits untersucht. (tn)


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20 Kommentare zu "„Arena-Tour“ nach Mainz und Offenbach abgesagt"

  1. Jenenserin | 9. Juni 2012 um 10:59 |

    Na endlich, die Vernunft siegt. Sehr Ihr , bei Jenapolis schreiben nicht nur Nörgler, sondern R e a l i s t e n !


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  2. Jenenserin, meinst Du, dass man vielleicht nicht nur in Jena Jenapolis liest? Wenn das so ist, sollten wir bei der Eichplatzbebauung jetzt weitermachen. Wir brauchen noch mehr Fakten, Fakten, Fakten. Die MUFU hat sich ja nun erledigt. Schönes Wochenende, fahre jetzt in den Burgaupark einkaufen. Da bekommt man noch kostenlose Parkplätze, letztens hab ich da sogar eine schöne Jeans bekommen. Aber ein Tip an Adler, Ihre Mode ist einfach sehr , sehr langweilig. Selbst Oma mit 75 findet , für diese Mode bin ich zu jung. Bitte, bitte helfen Sie uns mit einem modernen, bezahlbaren und tragbaren Bekleidungsangebot. Ansonsten muß man ja den Befürworten einer Eichplatzbebauung recht geben: Wir brauchen ECE um in Jena Klammotten kaufen zu können. Genügend Fläche haben Sie ja.


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  3. Antworter | 9. Juni 2012 um 11:34 |

    Wer geht auch schon bei Adler Klamotten kaufen …


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  4. Antworter@ Auf alle Fälle werden auch im Burgaupark wieder Flächen frei. Ich habe gehört, Toom geht nur noch ins Erdgeschoß. Vielleicht findet ja für das OG der Centermanager ein vernünftiges Bekleidungsgeschäft. Ich drücke mal die Daumen, dass noch Konkurrenz da reinkommt. Das gleiche Niveau hatte doch AWG im Kaufland Lobeda West, die haben schon vor Jahren zugemacht.
    P.S. Diese Fläche ist übrigens auch noch nicht wieder neu vermietet. Also, freie Handelsflächen gibt es genügend in Jena.


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  5. ahnungsloser Bürger | 9. Juni 2012 um 12:27 |

    Versprechen Dr. Schröter vor der Wahl: „Wir werden die Planungen und den Bau der MUFU vorantreiben“.
    1. gebrochenes Versprechen.
    Habe gerade mal eine Liste dazu begonnen.
    Mal sehen wieviel Punkte dazukommen:
    Wohnungsbau?
    Bildung?
    Wirtschaft – diese zählt nicht, dafür sind Unternehmen hier sehr erfolgreich tätig
    Bürgerbeteiligung?
    familienfreundliches Jena?


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  6. ahnungsloser Bürger | 9. Juni 2012 um 12:29 |

    Fernverkehr?
    Nahverkehrskonzept?
    Radwegeplanung?
    mal sehen wie es mit diesem OB mit uns weitergeht.


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  7. im burgaupark soll auch der promarkt dicht machen.


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  8. Genau Jenenserin,
    zur Arenafrage haben sich in diesem Forum überwiegend Realisten zu Wort gemeldet, wo doch – wie zu anderen Themen auch – vor allem Visionäre gefragt wären…


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  9. Erik, nur mit Visionen kann man keine MUFU bauen. Man benötigt vor allem Fachkompetenz in Sachen Ertragswertermittlung, Kostenkalkulation, Kenntnisse in Sachen Architektur verbunden mit der Erstellung von detailierten Ausschreibungsunterlagen (damit es zu keinen Haftungsausschlüssen kommt, man hatte ja, so in der Presse zu lesen ja schon beim Spaßbad Pech) Vertragsgestaltung und vor allem muß man in der Lage sein , eine bedarfsgerechte Planung zu erstellen. Hier hat man sich zurückgelehnt und sich auf Dritte, die IFS verlassen. Na hoffentlich kann sich Dr. Schröter und KIJ wenigstens auf ECE verlassen. Wollte jetzt eigentlich schreiben: KIJ bleib bei dem was du kannst, Grundstücke verkaufen ! Beim Eichplatz hab ich da so meine Zweifel, können Sie dies wirklich ? Achtet man hier auf Gewinnabführung bei Weiterverkauf an Dritte? Dann kann A.v.Otto nicht mit unserem Eichplatz spekulieren und sein Projekt an einen Fonds verkaufen. Wenn ja, wie wird die Gewinnabführung ermittelt, dass man nicht mit Kosten mauschelt. Welche Auflagen stehen im Kaufvertrag zwecks Bauverpflichtung z.B. in den nächsten 24 Monaten, Fassadengestaltung und Begrenzung der Handelsflächen auf 50 % und nicht mehr. Welcher Schadensersatz wird bei einem geringeren Bau von Wohnungen fällig ????
    Hat KIJ hierfür überhaupt die entsprechende Kompetenz.
    Fange da auch langsam zu zweifeln an. Wenn KIJ Grundstücke verkauft fehlt oft ein Bodengutachten. Also sollte KIJ auch den Verkauf von Grundstücken lieber einstellen, mit was beschäftigen wir aber dann die ganzen Mitarbeiter, sie bekommen ja Gehalt und dafür sollte man auch etwas tun. Mal überlegen, vielleicht fällt mir noch ein entsprechender JOB ein.


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  10. Naseweis | 9. Juni 2012 um 23:52 |

    Schaue gerade: Neues aus der Anstalt. Bei Berliner Politikern wird gerade gefragt: Was können Berliner Politiker? ….,….,Flughafen bauen können sie nicht, Politik können sie nicht.
    In Jena hieße es: …., Spaßbad bauen können Sie nicht, MUFU bauen können Sie nicht, Politik … jetzt halte ich mich lieber zurück. Ich möchte ja niemanden beleidigen.


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  11. Naseweis | 9. Juni 2012 um 23:53 |

    Hoffentlich ist die Deutsche Bahn in Stuttgart ein besserer Bauherr, sonst steigen wieder die Bahnpreise.


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  12. Gibt es Pressefreiheit in Russland? Werden keine Journalisten ermordet? Warum hinkt die Industrie so hinterher ? Weil es da alles Regierungsmafia ist und Unternehmer ohne Bestechungs- und Schutzgelder es schwer haben ein Unternehmen aufzubauen.


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  13. Verzeihung falscher Blog. Kommentar galt dem Artikel: Jusos distanzieren sich und dem Kommentar von Ich: Russland wäre seit 40 Jahren eine Demokratie.


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  14. Das Stadion in Mainz kostete 65 Mio €. Wie will man denn das vergleichen mit unseren lumpigen 35 Mio € Stadion. Da muß man doch erst gar nicht hinfahren.


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  15. Hier ist ja noch ganz schön was los. Ich habe mich über die MUFU-Planungen erst gar nicht aufgeregt. Das hätte in Jena eh nur Lothar Späth hinbekommen. Die Beamten in Jena haben für die Stadt doch in den letzten 20 Jahren nichts Bleibendes geschaffen. Die kommen und gehen ohne positive Akzente setzen zu können. Glaubt mir, den Eichplatz werden Sie dieses Jahr auch noch nicht verkaufen. Gute Nacht allen und träumt schön.


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  16. Ein 65-Mio-Stadion in Mainz sieht natürlich anders aus als ein 35-Mio-Stadion in Jena, wurden die Unterschiede schon ausgearbeitet? Wissen das überhaupt die Verantwortlichen von Jena?


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  17. das sollte man immer wieder betonen: es geht hier nicht darum, ein 50.000-zuschauer-stadion zu bauen. die jenaer arena ist sehr zurückhaltend geplant. und sie kostet keine 35 millionen. die infrarstrukturellen begleitkosten kann man nicht der arena zurechnen, wenn das sowieso schon lange mal nötig wäre. allein die parksituation am stadion ist an sich ja ein witz.


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  18. K.Morgenstern | 10. Juni 2012 um 16:19 |

    Also ich wette, dass man auch in Mainz für das Geld auch die Parkplätze und Außenanlagen mit gestaltet hat. Erschließungsarbeiten inkl. Straße sind in Baukosten auch stehts enthalten. Was wir herausrechnen müssen ist nur das kleine Leichtathletikstadion. Rüdiger, wenn wir von den 35 Mio Baukosten für das Stadion noch Kosten abziehen, hinkt der Vergleich mit Mainz doch noch mehr. Was will man dann dort sich bitteschön anschauen.


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  19. Stefan,
    auch der Visionär weiß um die Unverzichtbarkeit solcher juristischen und planerischen Werkzeuge. Dies u.a. unterscheidet ihn vom Fantasten. Vom selbsternannten Realisten unterscheidet ihn indes die Richtung, in der er denkt: Orientiert auf die Optimierung eines fragwürdigen Status‘ quo durch Veränderung, statt auf Bewahrung der Gegebenheiten (allzu gern unter Verweis auf „die REALITÄTEN“), die „den großen Wurf“ nicht zuließen. Der selbst ernannte Realist empfindet Genugtuung, wenn da, wo eines anderen Wille ist (und sei es selbst – wie im Falle der Arena – der Wille Tausender), alle Wege für unpassierbar erklärt werden können.


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  20. K. Morgenstern,
    auf alles außer die reinen Dimensionen lohnte der genaue, Analogien (unter)suchende Blick in Mainz: organisatorische, technische Abläufe; (mehr oder weniger folgekostenintensive) Prozesse: Energie über Pflege/Wartung bis hin zur Objektsicherung; technische Standards Indoor und in draußen inkl. Kosten/Nutzen-Relation einzelner Positionen (z.B.: wie viele LED-Wände und andere Großmonitore); …


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