Jena teuerster Wohnort für Studenten in Ostdeutschland |

Jena teuerster Wohnort für Studenten in Ostdeutschland

Gera Aufbau Studentenwohnheim Nord TN Jenapolis

Jena. In seiner aktuellen Online-Ausgabe des Spiegel wurden die Mietpreise von Studienorten in der Bundesrepublik mit Hilfe der Angaben des Onlineportals Immobilienscout 24 verglichen. Kaum verwunderlich sind dabei die Spitzenpositionen. Zahlt ein Student in München fast 13 Euro pro Quadratmeter, sind es in Frankfurt am Main 11,80 Euro. In Hamburg und Heidelberg müssen Studenten mit 10,68 Euro und 10,65 Euro fast genauso viel rechnen. In diesem Spiegel-Ranking der teuersten Wohnorte für Studenten teilen sich die Bundesstadt Bonn und Jena mit 8,58 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche  den Rang 20.

Zum Vergleich: In Halle (Saale) liegen die Mietpreise pro Quadratmeter bei 5,28 Euro, in Leipzig bei 5,01 Euro. In Ilmenau ist der Wohnraum deutlich preiswerter. Hier muss durchschnittlich 4,46 Euro pro Quadratmeter entrichtet werden. Auf Rang 57 beziehungsweise 63 liegen Weimar und Erfurt. 6,43 Euro, und damit durchschnittlich 2,15 Euro weniger als in der Nachbarstadt Jena, zahlen die Studenten in Weimar für einen Quadratmeter. Erfurter Studenten kommen sogar noch etwas günstiger zu einer Bleibe:  Hier zahlt man 6,28 Euro für einen Quadratmeter in einer Wohnung.

Der Wohnraum in Jena ist ein knappes Gut. Zwischen 0,5 und 1 Prozent Wohnungsleerstand sprechen für eine schwierige Lage auf dem Wohnungsmarkt. In Jena werden keine Studiengebühren erhoben, so dass sich viele Abiturienten für die Universitätsstadt mit langer Tradition als Studienort entscheiden. Viele Erstsemester haben jedoch keine Wahl: Wer Biologie, Medizin, Pharmazie, Psychologie, Tier- oder Zahnmedizin studieren möchte, kommt nicht um die Zentralvergabestelle (ZVS) herum. Die „Stiftung  für Studienzulassung“ vermittelt Bewerber an Hochschulen; nicht immer ist Jena der „Erstwunsch“. Einige Bewerber erhalten erst kurz vor Semesterbeginn die Zulassung für Jena. Und so suchen verstärkt ab Mitte Juli bis zum Oktober (am 15. Oktober beginnt die Vorlesungszeit an der FSU Jena) junge Menschen ein Zimmer in einer Wohnungsgemeinschaft oder eine Wohnung, um diese sich mit Kommilitonen zu teilen.

In Jena gibt es derzeit einige Projekte für studentisches Wohnen. Beispielsweise werden derzeit in Jena-Nord Ein- bis Vier-Raum-Wohnungen für Studenten durch die Geraer Wohnungsbaugesellschaft „Aufbau“ gebaut.

In der Tabelle sind die ersten 20 Plätze der  Städte mit dem teuersten Wohnraum aufgeführt. Die Preise pro Quadratmeter Wohnfläche gelten für die Kaltmiete.

Rang

Standort

Mietpreis/Quadratmeter in Euro

1

München

12,98

2

Frankfurt am Main

11,80

3

Hamburg

10,68

4

Heidelberg

10,65

5

Stuttgart

10,07

6

Ingolstadt

9,84

7

Freiburg im Breisgau

9,80

8

Erlangen

9,59

9

Düsseldorf

9,33

10

Karlsruhe

9,29

11

Trier

9,02

12

Regensburg

8,99

13

Köln

8,98

14

Mainz

8,97

14

Darmstadt

8,97

16

Münster

8,96

17

Ulm

8,95

18

Konstanz

8,90

19

Wiesbaden

8,81

20

Bonn

8,58

20

Jena

8,58

Quelle: Immobilienscout 24, zitiert nach Spiegel Online.

24 Kommentare zu "Jena teuerster Wohnort für Studenten in Ostdeutschland"

  1. der trend wird erst gebrochen, wenn die studentenzahlen dastisch sinken würde. da aber die uni an fläche aufgebläht werden soll (z.b. inselplatz) und immer neue institute (nicht nur von der uni) neu kommen, nehm ich eher an, wir entwickeln uns in richtung heidelberg.

    grausige vorstellung, da wir eben durch die kessellage stark eingeengt sind.

    ich nehme stark an, dass es einen punkt geben wird, wo der druck so groß aufgebaut sein wird, dass dann im großen maß kleingartenanlagen mit wohnraum zugebaut werden.

    glückwunsch an an die beteiligten aus der wohnungswirtschaft. und dirks als kij-ex-chef hat wirklich gute arbeit geleistet. für alle, die keine ahnung von leitungsfunktionen haben: ein chef muss die zukunft so planen, dass es nie knapp wird. soll heißen, er und andere entscheider haben völlig unfähig die entwicklung bei den studentenzahlen falsch eingeschätzt, obwohl die uni selbst im ausland massiv auf studentenjagt geht, damit immer mehr nach jena kommen.

    bis heute gibt es viele studenten, die sich schlichtweg weigern, nach lobeda oder winzerla in ne wohnung zu gehen.

    das kannte ich schon aus den zeiten bei den jusos anfang der 90er, wo der zustand sehr vieler altbauten in der innenstadt grottenschlecht waren. selbst auch bruchbuden z.b. in der neugasse wollten die dort nicht weg, weil die wege zu rose und co. denen nach party zu weit waren.

    diese querköpfigkeit bedenkt man wohl nicht bei den planungen.

    sehe ich die pläne zu den neubauten in nord und was da dann an m²-mieten erziehlt werden soll, dann gute nacht.

    mir hat jemand dahingehend argumentiert, dass die studenten sich ja bafög geben lassen können, wenn es nicht reicht. toll, das ist kein geldgeschenk, es muss zurückgezahlt werden. nur wenn man sehr guten abschluss am ende hat oder alles auf einmal zurückzahlt, wird die schuld geringer.

    am ende wird es entweder so sein, dass nur noch die in jena studieren können, die das geld dazu haben (egal woher) oder nochmehr müssen nebenbei joben, was dann eventuell die studienzeit verlängert.

    unter dem strich ist auch dies wieder ein armutszeugnis an die spd und die günen in jena, wenn man deren äußerung zu bildungszugangsmöglichkeit usw. betrachten – wort und taten im mißverhältnis!

    liebe juso-hochschulgruppe: weniger über sonderausgaben der bild mit dummen aktionen reagieren, als mehr euren leuten der spd auf die füße treten, dass endlich was passiert!!!!!!!!!!!!


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  2. würde man die abstände der 0,01 u.ä. zusammenfassen, dann sähe die tabelle so aus:

    1 München 12,98

    2 Frankfurt am Main 11,80

    3 Hamburg 10,68 & Heidelberg 10,65

    4 Stuttgart 10,07

    5 Ingolstadt 9,84 & Freiburg im Breisgau 9,80

    6 Erlangen 9,59

    7 Düsseldorf 9,33 & Karlsruhe 9,29

    8 Trier 9,02 & Regensburg 8,99 & Köln 8,98 & Mainz 8,97 & Darmstadt 8,97 & Münster 8,96 & Ulm 8,95 & Konstanz 8,90

    9 Wiesbaden 8,81

    10 Bonn 8,58 & Jena 8,58

    würde man dann nur noch sprünge von 0,50 berücksichtigen, dann rutschte jena noch höher.


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  3. Statistiken sind doch überholt und nur für den nachvollziehbar, der sie erstellte.

    In Jena wird doch nicht nach m² sondern nach WG-Zimmer bezahlt. Und da ist die Durchschnittsmiete unter Berücksichtigung von BAD und Küchennutzung auch schon bei 10 €.
    + NK.

    Die Lösung des Wohnungsproblemes wird im o.g. Artikel auch genannt. Für Jena sehr einfach. Führt Studiengebühren ein und alles regelt sich von selbst. So wie es in Jena schon immer von unseren Politikern getan wurde.

    Entwicklungskonzepte sind in Jena Fehlanzeige.


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  4. Man muß keine Kleingärten zubauen. Es gibt in Jena genügend Bauland:
    Altes Gut Zwätzen und Burgau verfällt,
    Grundstück unseres EX-KZ in Lobeda Ost, gegenüber Kaufland verwildert, dann braucht man wieder Fällgenehmigungen, die es in Jena so „schwer“ gibt,
    Barackengrundstücke in Jena-Nord,
    nach Umzug des Klinikums werden zum Teil Gebäude in der Bachstraße frei,
    Hausberggrundstücke müssen noch erschlossen werden.
    Richtung Wogau und Porstendorf gibt es auch noch genügend Wiesen welche beplant werden könnten,
    In Isserstedt und Cospeda könnte auch weitergebaut werden.
    und und und.

    Man muß nur Augen aufmachen !!!


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  5. „Zur Zeit wird mit einem Quadratmeterpreis für künftige Mieter in Höhe zwischen 8,50 bis 9 Euro kalkuliert. “

    http://www.jenapolis.de/2012/06/in-jena-nord-entsteht-neue-wohnanlage-fuer-22-millionen-euro/

    es kann aber auch teurer werden.


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  6. alles, was auch nicht in der nacht mittels öpnv ans stadtzentrum angeschlossen ist, eignet sich nicht als standort für studentenbuden.

    auch nichtstudenten haben da nachteile, wenn nicht öpnv lange da fährt. man wäre immer auf ein auto o.ä. angewiesen. mit nem rad z.b. nach isserstedt oder cospeda ist auch kein zuckerschlecken. eher was für sportskanonen.


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  7. @wolfgang kuhnle

    was sie immer nur rumheulen?

    schauen sie sich doch einfach mal die prognosen der nächsten 20 jahre an. noch nie was vom demographischen wandel gehört? bevölkerungsprognosen?

    jena wird die anzahl der studenten vllt in den nächsten 10 jahren halten, geschweige denn minimal steigern können. alles nur durch doppelte jahrgänge im westen. danach gehts abwärts.

    die einwohnerzahl soll laut mehreren prognosen die 110.000 nie erreichen.

    meiner meinung nach, werden die derzeitigen wohnungsbauprojekte für studenten und auch für die jenenser für entlastung des mietproblemes sorgen. wenn man jedoch nur auf heute schaut und 1000 neue wohnungen extra fordert, wird man spätestens in 15 jahren übern den leerstand rumheulen.

    die preise werden mittelfristig wieder moderat sinken. alles eine frage von angebot & nachfrage.

    zu der aufblähung der uni: ist es nicht so, dass es sich dabei um einen alternativstandort hält? soll heissen: uni verlässt standorte a, b & c und bündelt alle standorte am inselsplatz? müsste folglich auch wieder platz für z.b. wohnbebauung frei werden.

    und ich versteh auch nicht, was man gg neue institute haben kann? bringt arbeitsplatze, kauftkraft und für manch einen der studenten eine perspektive in der stadt.

    zu der statistik: alles nur wohnungen und wgs die bei immobilienscout gelistet sind. normale studenten suchen jedoch meist bei anderen plattformen und zahlen weit weniger. eher 8,58€/qm warmmiete.


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  8. „bis heute gibt es viele studenten, die sich schlichtweg weigern, nach lobeda oder winzerla in ne wohnung zu gehen.“

    es mag noch wenige von diesen geben, aber die regel war diese einstellung vor sechs-sieben jahren. heute sind die studis doch froh, wenn sie überhaupt eine wohnung in jena finden, vor allem wenn die alternative apolda ist.


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  9. @20maak:
    So schauts. Argumentativer Bankrott seitens Herrn Kuhnle (und Anderer). Ist es wirklich so verdammt schwierig, zwischen lala-Land (a.k.a. Phantasie) und Realität zu unterscheiden? Absurde Jammerei, wie ein simpler Blick über die Stadtgrenzen hinaus zeigen würde … von Landesgrenzen ganz zu schweigen.
    Würde Herr Kuhnle in Gera wohnen, würde er sich wahrscheinlich über die mangelnde Wirtschaftskompetenz der lokalen Entscheider echauffieren. Und wenn es nicht das ist, irgend etwas findet sich immer, worüber sich trefflich nörgeln lässt. Hoch lebe das Klischee!


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  10. 20maak&KarSteN: So schnell gibt es in Jena keine sinkenden Mieten. Es gibt gerade einen Kostenvergleich zwischen HamburgStadt-Wohnungen und Hamburg-Land-Wohnungen. Trotz höherer Mieten in der Stadt ist die Kostenbilanz eindeutig. Da ein zweites Auto erforderlich ist und die Spritpreise so hoch sind , zahlen die „Landeier“ im Monat ca. 200 € mehr.
    Auch bei uns ist ersichtlich, es gibt mehr Angebote auf dem Lande wie in der Stadt, da immer mehr Leute lieber in der Stadt wohnen. Die Dörfer vergreisen nicht nur in Meck-Pom.
    In der Stadt gibt es Arbeit und eine perfekte Infrastruktur und die jungen Leute haben als Hobby nicht mehr Rasenmähen und Gärtnern, sondern lieber Reisen und Internet und Wagnergasse.
    Zur Zeit haben wir noch eine ganz neue Schicht von „Einwanderern“. Es sind die Jung-Rentner, welche im Westen gearbeitet haben und mit Renteneintritt wieder nach Jena zurück möchten. Sie sehen die Nachfrage von Wohnungen ist nicht nur auf Studenten begrenzt.
    Die CZ-Genossenschaft schrieb letztens: Auf 500 freie Wohnungen in Lobeda und Winzerla kommen 2500 Bewerber. Es gibt bereits Reservierungslisten. Selbst in unsanierten Platten gibt es kaum freie Wohnungen. Wie auch bei einer Leerstandsquote von 0,5 %.
    Sie können uns also nicht nur allgemeines Nörgeln vorwerfen.
    Wir baden hier gerade eine nicht existierende Stadtentwicklungspolitik unserer Parteifunktionäre aus.
    Ich habe gerade vom Landesverwaltungsamt Weimar erfahren, dass diese vergebens versuchen Fördermittel für sozialen Wohnungsbau in Jena bei jenawohnen oder den Wohnungegenossenschaften los zu werden. Keiner will diese, obwohl man mit Fördermitteln und bei einer Kostenmiete von aktuell 6,20 € auch eine Eigenkapitalrendite von 4 % erwirtschaftet. Es ist alles nur eine Frage des Willens und die Wohnungsbaugesellschaften, auch die städtischen wollen lieber 10 € abkassieren. Traurig, traurig.
    Hier habe ich mich auf den Neubau bezogen, neue moderne energieeffiziente Wohnungen.
    Im Altbau zahlen die Mieter oft bei den Betriebskosten bis 3 € je m² wieder drauf. Die ärmere Bevölkerung kann sich nur die teilsanierten Alt- und Plattenbauten noch leisten, obwohl hier auch vielleicht Männlein und Weiblein 8 Studen am Tag malochen.
    Das ist Jena.


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  11. P.S. hab ja vergessen: auch in Jena herrscht Marktwirtschaft, nur leider keine soziale Marktwirtschaft, diese begrenzt sich in Jena auf das zahlen von Wohngeld.


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  12. 2. P.S. in Altbauten liegen die Betriebskosten auch schon mal über 3 € je m², wenn diese nicht energetisch saniert wurden und noch teilweise 3m hohe Zimmer haben. Sollen die Mieter nun für Vermieter auch noch die Decken abhängen, um Kosten zu sparen?


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  13. @Anne:

    Zitat: „Wir baden hier gerade eine nicht existierende Stadtentwicklungspolitik unserer Parteifunktionäre aus.“

    Scheint mir ein ziemlich harsches Urteil. Es war im Jahr 2000 tatsächlich nicht absehbar, dass sich das Blatt derart wendet. Erste Konsequenz ist gewesen, den Abriss zu stoppen. Eine vernünftige Reaktion wie ich finde. Alles Weiter liegt dann nur noch bedingt im Ermessen der Stadt, es sei denn, man macht weiter bis zum St.Nimmerleinstag Schulden. Jena hat sich dagegen entschieden, auch wenn das am Ende nicht die sozialste Lösung sein mag. Unter den aktuellen Rahmenbedingungen (Stichwort Wirtschaftssystem) ein nachvollziehbarer Schritt, wenn auch diskutabel, keine Frage. Somit bleibt unterm Strich das alte Spiel: Attraktive Stadt, teure Mieten!

    Ich halte es dennoch nur für ein temporäres Problem, da sich die Lage aufgrund leicht sinkender Studentenzahlen entspannen wird. Und auf die Gefahr der Überhitzung hatte ich IIRC bereits hingewiesen: http://www.otz.de


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  14. @anne

    jena mit hamburg zu vergleichen ist sehr mutig…

    falls denn die landflucht in jena wirklich mit voller wucht einschlagen würde, dann dürften die wohnungen im umland am ende wieder so lukrativ günstig werden, dass nachfrage aus der stadt abzieht…


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  15. 20maak: Hamburg habe ich erwähnt, weil es hierzu eine Studie gibt. Es ging nur um einen allgemeinen Kostenvergleich, was ist teurer, in der Stadt höhere Mieten zu zahlen oder auf dem Land zu wohnen und zu pendeln!


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  16. KarSteN : es geht hier nur um einen Willen. Baut man mit Jenawohnen nur Luxus-Wohnungen oder finanziert man sich über die Thüringer Aufbaubank, bekommt auch 4 % Verzinsung für sein Eigenkapital und investiert endlich mal in den sozialen Mietwohnungsbau. Die Stadt macht deshalb keine neuen Schulden !


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  17. @KarSteN
    scheint ja ne interessante sichtweise von oxford aus auf jena zu sein. jetzt wird klar, warum man pro dem treiben rund um die bauentwicklung in jena ist. nur jena wird nie ein oxford. ;-)


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  18. Martin Schmalbstein | 5. Juli 2012 um 14:17 | Antworten

    „Führt Studiengebühren ein und alles regelt sich von selbst. So wie es in Jena schon immer von unseren Politikern getan wurde.“ Das kann keine Lösung sein. Thüringen braucht Leute, die während der Ausbildung die Region kennen und lieben lernen (und sich das leisten können) denn über Löhne ist Thüringen mit den Boomregionen Deutschlands nicht konkurrenzfähig.


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  19. Ich finde es vor allem interessant, dass jenawohnen in Jena – Nord endlich ein Studentenwohnheim gebaut hat. Aber wo bleibt das Engagement unserer vielen Wohungsgenossenschaften aus Jena ?
    Da muß erst eine Wohnungsgenossenschaft aus Gera kommen, die sich hier engagiert und Studentenwohnungen baut, frei nach dem Motto, kommen die Studenten nicht nach Gera, kommen wir halt nach Jena und bauen für die Studenten die Wohnungen.


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  20. Man baut einfach einige Jahre keine Wohnungen und wartet bis der Druck der Wohnungssuchenden so groß ist, dass man 10 € je m² verlangen kann. Dann kann man sich als großzügiger Bauherr feiern lassen. Seht her, ich baue hier 120 Wohnungen. Bin ich nicht toll. Interessenten werden jetzt schon aufgenommen, die Zettel mit den Namen landen dann in der großen Lostrommel.


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  21. @ naseweis: Den Jenaer Genossenschaften geht’s zu gut, die können sich aus ihren vielen Bewerbern die pflegeleichtesten aussuchen. Bedenke: Studentenhäuser haben einen deutlich höheren Aufwand zur Bewirtschaftung als andere. Die Mieterwechsel alles ganze oder sogar halbe Jahr gehen an die Substanz, und Häuser mit NUR jungen Leuten müssen ständig irgendwie beaufsichtigt werden, sonst herrscht Chaos. (Ein Mix jung/alt ist deutlich besser handhabbar.)

    Der ideale Genossenschaftsmieter zieht doch mit 20 oder 25 Jahren ein und 60 oder 70 Jahre später wieder aus (Richtung Friedhof), in der Zwischenzeit muss sich die Genossenschaft nicht um ihn kümmern. Solange die Jenaer Genossenschaften genügend Leute mit solcher Perspektive finden, müssen sie sich nicht den Aufwand mit Studentenhäusern ans Bein binden. In Gera dürften passende Mieter viel dünner gesät sein, da muss man den nehmen, der kommt, und hat Erfahrung damit.


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  22. der vorteil an studenten für vermieter ist recht simpel: zwar ziehen sie eventuell nach 1 jahr aus, aber da kann man dann bei den neuen auch gleich ne höhere miete verlangen. muss ja nicht gleich zig prozent sein. selbst 1-2 prozent sind mehr, als was man bei normalmietern ohne staffelmietvertrag durchbekommt.

    und genau das ist auch der grund, warum man keine fördergelder sich holt, weil da oft der zwang der nicht baldigen mieterhöhung einhalten wäre.


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  23. Ein noch größere Vorteil bei Vermietung an studenten ist dass man sämtliche Pflichten als Vermieter vernachlässigen kann.
    Heizung defekt? Keine Isolation? Dusche 20 Jahre alt?
    Alles kein Problem, wird einfach ignoriert. Sollen die jungen Leute doch eine andere Wohnung finden. Genug zum nachrücken gibt es ja, die für ein 10m2 Zimmer in einer Bruchbude immer noch 200 Euro zahlen.
    Das ist nämlich auch toll an Studenten. Man kann eine Müllhalde, die man niemals an „normale“ Vermieter abgeben könnte, für 800 Euro kalt vermieten.


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  24. und das risiko für vermieter wird noch durch bürgschaften der eltern gemindert. somit ein absolutes gewinngeschäft für den vermieter.


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