Neuer Internetauftritt der Stadt Jena |

Neuer Internetauftritt der Stadt Jena

OB Schröter Anja Tausche u Christian Schmidt Foto TNetzbandt Jenapolis

Jena. Nutzerfreundlicher und übersichtlicher – die neue Internetseite der Stadt soll den Bürgern mehr und besseren Service bieten. Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter, Anja Tausche und Christian Schmidt, die beiden Mitarbeiter im Internetbüro der Stadt, stellten am Dienstag, 11. September, das neue Internetangebot der Stadt vor.

Auf der Startseite wird bewusst auf ein Zuviel an Informationen verzichtet. Mit Bildern und einem warmen Farbton wird das Emotionale des Betrachters angesprochen. Es gibt eine Box für Aktuelles. Auf der so genannten Bühne werden Veranstaltungen beworben.

Zudem gibt es unter „Oft nachgefragt“ den schnellen Schritt zu den gewünschten Informationen. Unter den Hauptnavigationspunkten findet der Nutzer eine Vielzahl an Informationen rund um die Verwaltung, Wissenschaft und Bildung, Wirtschaft und Technologie, Leben in Jena, Kultur und schließlich Tourismus. Verbessert wurde auch die Suchfunktion auf der Seite.

„Wir haben viele Anregungen und Hinweise zum Internetauftritt der Stadt aufgenommen und können jetzt eine erheblich überarbeitete Seite vorstellen“, sagte der OB.

Eine Internetseite der Stadt existiert seit 1997, bereits mehrfach wurde sie leicht bearbeitet. Nun aber gibt’s eine völlig neue Seite unter www.jena.de zur Verfügung, bei der der Dienstleistungsgedanke im Vordergrund steht.

34 Kommentare zu "Neuer Internetauftritt der Stadt Jena"

  1. Der heutige TLZ-Beitrag „Jenas digitales Gesicht“ – gleicht inhaltlich dem Beitrag hier auf Jenapolis – erweckte beim Morgenkaffee eine optimistische Erwartungshaltung bei mir. Eine „Evaluation“ (laut Wikipedia eine Analyse und Bewertung) durch einen externen Dienstleister für über 100.000 € sollte eine „erheblich überarbeitete Seite“ nun vorstellen. Das Design hat sich verändert und die Struktur auch.
    Im Detail betrachtet, sind einige Ergebnisse der Evaluation zugegeben etwas gewöhnungsbedürftig:
    > Den Notruf 110 gibt es in Jena nicht mehr, dafür die 03641 81-0.
    > Die verbesserte Suchfunktion z.B. nach meiner Firma brach nach 25 Sekunden automatisch ab – Zeitlimitüberschreitung. Vielleicht eine Überlastung am ersten Tag?
    > Im Unternehmensverzeichnis der Stadt Jena fehlt leider eine spezielle Suchfunktion. Gute Karten haben Unternehmen, welche mit numerischen Zeichen in ihrer Bezeichnung beginnen. Wer im Mittelfeld des Alphabets angesiedelt ist, wird erst nach zahlreiche Seitenklicks gefunden – eine offensichtliche Benachteiligung. Eine Auswahl-Sortierung nach Zufall, Alphabet, Lage, Branche (mit Mehrfachnennungen) könnte etwas mehr Gerechtigkeit bringen.
    > Besonders gewöhnungsbedürftig erscheint der Veranstaltungskalender – nun nicht mehr chronologisch geordnet, sondern alphabetisch(!). Eine Eingrenzung in bestimmte Zeitabschnitte oder Genres zeigt dabei keine Abhilfe. Man sollte also schon vorher wissen, wonach man sucht.
    > Auch die Informationsmedien für die Touristen stellen nur einen einseitigen Abriss dar. Als Veranstaltungskalender wird ausschließlich der Kalender von JenaKultur offeriert, allerdings in der Ausgabe Juni/Juli. Aktuelle Publikationen von freien Verlagen – hier leider (noch?) Fehlanzeige.
    > Der zweimonatliche gedruckte Kalender von JenaKultur wird unter der Rubrik Medien als Monatsmagazin angepriesen, vielleicht doch etwas zu „evalualistisch“ betrachtet.
    > Der gut gemeinte Hinweis am Rand der Internetseite, dass der neue Internet-Auftritt noch ergänzt und weiterentwickelt wird, lässt eine Beta-Version des Internet-Auftritts vermuten. Leider fehlt hier die direkte Verlinkung zur angegebenen E-Mail-Adresse der redaktion.
    > Positiv aufgefallen ist mir allerdings, dass die angegebenen Internet-Adressen der Medien in Jena (TLZ, OTZ, usw.) nun endlich auch verlinkt sind.

    Der Morgenkaffee ist ausgetrunken und Zeit für eine tiefere Evaluation bleibt mir nicht – Trotz kleinerer Kritikpunkte steckt eine Menge Arbeit in der Überarbeitung.

    Detlev Sommer
    TiPs-MAGAZIN


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  2. Für Jena ist das Ergebnis ein absolutes Armutszeugnis. Ich finde, hier sollte man nicht über das Geld debattieren, sondern über Inhalte und Konzepte. Hier sieht man wieder sehr gut, dass die Stadt eben nicht mit den ansässigen Firmen zusammenarbeitet, sonst wäre definitiv was besseres heraus gekommen. Wenn man auf jena.de oben rechts auf den Button klickt, kommt man aber zur alten und besseren Seite zurück. Leider kann ich mich als Bürger nicht mit dem Webauftritt der Stadt identifizieren, aber das war ja sicherlich auch nicht gewollt.


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  3. @Detlev Sommer:

    Bevor es zu Missverständnissen bei den Kosten kommt, folgende Summen, die OB Schröter bei der Pressekonferenz bekannt gab:

    Evaluation: 4000 Euro (extern, Firma eResult)

    Kosten bei der Vorbereitung zum Relaunch: 100 000 Euro, ohne Personalkosten (für Ausschreibung, Übertragung der Inhalte usw.)

    Online-Befragung: 10 000 Euro (die zweite, inkl. Auswertung, findet Ende September/Anfang Oktober statt)


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  4. Die neue Seite sieht wirklich besser aus.

    Was mich massiv stört sind die alten Seiten, die nicht korrekt weiter geleitet werden. Bei Google findet man noch die alten URLs die nur eine Fehlermeldung ausgeben. Das wird auch noch sehr lange Zeit so bleiben, weil die alten Seiten keinen richtigen Fehlercode an die Suchmaschinen übermitteln und so Google gar nicht weiß, dass diese Seite nicht mehr genutzt wird.

    Sucht man zum Beispiel nach „jena familienservice“ gibt es bei den ersten 3 Treffern die Fehlermeldung. Da sollte dringend noch nachgebessert werden.


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  5. @Tobias Netzbandt Was kostet das nun in Summe einschl. Personalkosten?
    100 000 € für Vorbereitung zum Relaunch – was kann man sich darunter vorstellen?
    10.000 € für Online-Befragung – wie kommt das zu stande?
    Aus meiner Sicht fallen primär Lohnkosten für eine Internet-Darstellung an – die wären aber extra und wurden nicht genannt.
    Hinterfragt denn kein anwesender Jounalist bei der Pressevorstellung solche Zahlen?


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  6. @Detlev Sommer:

    Im Februar 2011 wurde mit den Vorbereitungen begonnen, ab September begann die Umsetzung. Mindestens zwei MA beteiligt, dazu kamen auch weitere (Vorschläge für Farbgestaltung, weitere Vorschläge für die Nutzbarkeit, Lieferung der Inhalte…)

    Das eigentliche Problem ist dabei, dass die Umsetzung nicht abgeschlossen ist. wie lange sich dieser Prozess hinzieht, ist nicht genau abschätzbar. Leider rückt die Stadt kaum wirklich verwertbare Zahlen heraus (so wurde bis heute nicht genau benannt, wieviel denn das Udo Lindenberg-Konzert gekostet hat)

    Und ja, es wurde nachgefragt. Mehr Zahlen konnte der OB nicht liefern (auch beispielsweise nicht, was die erste Online-Befragung gekostet hat). Die Euro-Beträge, die während der Pressekonferenz angegeben wurden, habe ich in meinem Kommentar von 12.05 Uhr angegeben. Über die Personalkosten können nur Mutmaßungen angestellt werden.

    Ich gehe davon aus, dass noch in diesem Jahr eine genaue Summe benannt werden kann.


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  7. Interessant ist die Rubik Stadtplan und Kartenportal.
    Hier kann man sich im Stadtplan ausgewählte Zusatzinformationen einblenden. Der Ansatz ist gut.
    Aktiviert man die Option Kultur sowie Veranstaltungsorte Kultur, so werden das Volkshaus, das Volksbad, F-Haus und Rosenkeller angezeigt. Schön wäre es, wenn auch das Theaterhaus, das Planetarium, die Kurz- und Kleinkunstbühne, der Botanische Garten, der Drackendorfer Park, der Bär in Lobeda, die Villa am Paradies u.a. als Kulturorte angezeigt würden. Oder sind das keine Veranstaltungsorte für Kultur?

    Auch die Darstellung der Breitbandnetzabdeckung für das Internet (siehe Wirtschaft & Technologie) scheint im Stadtplan zumindest an meinem derzeitigen Standort in Drackendorf/Am Storchsacker die Zielvorgabe mit 16 MBit (grüner Bereich) positiver als die Realität von 5 MBit abzubilden.

    Bei soviel grün im Plan scheint doch Jena sehr gut mit dem schnellem Internet ausgestattet zu sein.


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  8. Sicher ist es notwenig, eine Internetseite der Stadt auch an den aktuellen Zeitgeist (Geschmack) anzupassen. Aber hauptsächlich sollten die dort veröffentlichen Inhalte korrekt und aktuell sein. Leider sind Mitarbeiter mit Kontaktdaten genannt, die die entsprechende Stelle gar nicht mehr besetzen oder nicht besetzt haben (siehe hierzu: Dezernat II -> Fachdienst Bürger- & Familienservice -> Team Familienservice -> Berechnung Hortgebüren – hier findet man unter dem Punkt: „Ansprachpartner“ einen Herrn Hascher, zuständig für die Buchstaben Mi – Mz, O, P, mit Telefonnummer. Beim Anruf der Nummer landet man bei einer anderen Mitarbeiterin, die erklärt, dass Herr Hascher nicht in dieser Abteilung arbeitet und die Aufteilung der Buchstaben auf der Internetseite nicht aktuell ist.

    Für mich (und ich denke für viele andere auch) ist der Inhalt wichtiger als das Erscheinungsbild! Wenn ich mir überlege wieviel Geld für die neue Internetseite ausgegeben wurde und dass die Erstellung sicher nicht von heute auf morgen erfolgte, dann erwarte ich eine korrekte und fehlerfreie Seite und nicht sowas. Was für ein Armutszeugnis! Da kann man sich als Jenenser nur schämen!


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  9. Aus der Landeshauptstadt | 13. September 2012 um 20:30 | Antworten

    Übrigens Respekt für die Vielsprachigkeit die ihr euren internationalen Promi-Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik bietet…
    Aber mal eine Frage: Was ist denn das für eine Flagge neben dem deutschen Sprachbutton? Island? Eine Südseeinsel? Oder eine Fahne aus deutscher Vergangenheit? Echt schwer zu erkennen!


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  10. Das ist die Flagge einer kleinen englischen Kolonie…


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  11. Hartmut Scheuermann | 14. September 2012 um 00:30 | Antworten

    Beim stichprobenartigen Blick in den HTML-Quelltext fiel mir ein Verweis auf http://fonts.googleapis.com auf.
    Dies ist ein Dienst von Google, der, ohne daß ich Einfluß darauf habe, genutzt wird und ein Tracking des Benutzers außerhalb Deutschlands ermöglicht.
    In den doch sehr länglichen, Datenschutzrichtlinien ist dazu nichts zu lesen – mal ganz abgesehen davon, daß die verwendete Schriftart das Lesen eher erschwert.


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  12. Noch was Lustiges: die Meta Keywörter auf der Startseite, die beispielsweise Suchmaschinen erklären, was auf der Seite zu finden ist, beinhalten folgendes:

    Auch wenn die Keywörter von Google beispielsweise kaum noch genutzt werden, sollte man da doch etwas Informativeres einfügen :)


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  13. mmh, hat der Parser irgendwie verschluckt :) Die Keywörter lauten:

    meta name=“keywords“ content=“Lothar Späth, Ehrenbürger, besonderer Standort; „


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  14. Der neue Internetauftritt hat an Übersichtlichkeit gewonnen, was angesichts des alten über viele Jahre verfitzten Informationssalats der alten Seite ein Gewinn ist.
    Aber wie es hier schon eine Kommentatorin geschrieben hat: eine hübsche Fassade und selbst eine endlich mal funktionierende Suchfunktion können schlecht darüber hinwegtäuschen, dass es an Inhalten oder der Aufbereitung der Inhalte mangelt. So frage ich mich ernsthaft, wie man auf der Startseite ein Uralt-Video unseres OBs nach seiner Wahl als „aktuelle Videobotschaft“ verkaufen kann. Desweiteren wurde Teile des alten Auftritts wie der Sitzungskalender unverändert übernommen. Eine übersichtliche, systematische und bürgerfreundliche Dokumentenplattform, die Stadtratsbeschlüsse, Berichtsvorlagen, Ausschussprotokolle, Bürgeranfragen, Anfragen der Fraktionen usw. bereit hält, steht genauso wie vorher in den Sternen. Auch der Haushalt der Stadt harrt einer verständlichen und bürgerfreundlichen Aufbereitung. Gerade im Hinblick auf die Transparenz von Verwaltung und Kommunalpolitik in dieser Stadt gibt es nach wie vor erheblichen Nachholbedarf und gerade dafür könnte der Internetauftritt eine ausgezeichnete Grundlage bieten.
    @Herr Sommer Das Kartenportal gab es auch vorher schon auf der alten Seite. Leider wird der zur Verfügung stehende Kartenserver der Stadt nicht oder nur marginal genutzt. Daran hat sich leider nichts geändert. Zwei Anfragen der Piraten Jena im Stadtrat ließen Frau Schwarz dazu ziemlich kompetenz- und ratlos erscheinen. Dabei birgt das Riesenpotential, um alle Pläne der Stadt, Umweltdaten, Wirtschaftsstandorte, Flächennutzungspläne, Nahverkehr u.v.a.m. interaktiv abzubilden und interessierten Bürgern zur Verfügung zu stellen.
    Es muss leider konstatiert werden, dass Jena als eine erfolgreiche und wirtschaftlich leistungsfähige Stadt sich nach wie vor lieber mit nach außen schöner Symbolpolitik und Werbekampagnen schmückt als wirkliche und schon längst überfällige Anpassungen an die Möglichkeiten des digitalen Zeitalters vorzunehmen. Da bleibt in den nächsten Jahren viel zu tun.


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  15. Jenaer und Jenenser freuen sich | 17. September 2012 um 13:29 | Antworten

    Livestream Stadtratssitzung? Warum nur so und nicht später abrufbar?

    Dann ist manch eine Äußerung,

    die nicht so toll für die entstehende Bürgermeinungsfindung ist, gleich wieder verschwunden.

    So wie auch dadurch auch der Kreis der Betrachter stark geschmälert wird.

    Erinnern wir uns an die Aufzeichnungsverbote bei den Eichplatzpropagandavorstellungen

    stellvertretend von KIJ moderiert, meist nur für ECE dominant. Das war auch nur dieser Verhinderungsgrund für die breitere Masse !


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  16. Für mich als Jenaer wäre wichtig, über alle Stadtratbeschlüsse informiert zu werden. Wo kann man die Protokolle lesen, gibt es dazu ein Archiv ? Zur Öffentlichkeitsarbeit der Stadt noch eine Anmerkung. Warum gibt es noch nichtöffentliche Sitzungen des Stadtrates?
    Was soll der gemeine Bürger hier nicht wissen?
    Sind wir , wie so oft schon von Politikern oder von der Geschäftseitung der KIJ schon vernommen, zu ungebildet, um diese zu verstehen ???
    Muß man erst studieren um die Ergebnisse von nichtöffentlichen Sitzungen verstehen zu können.
    Hier sollten sich die Piraten stark machen. Alle Stadtratsitzungen nur noch öffentlich !!!


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  17. stefan.lange: stimme Ihnen zu. Wir möchten konkrete Informationen über die Arbeit unserer Politiker und dazu gehört natürlich eine öffentliche Stadtratsitzung und deren Veröffentlichung.


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  18. @stefan, @anne

    http://egov1.kommunenonline.de/sessionnet/buergerinfo//si0040.php?__cmonat=9&__cjahr=2012

    Mit zwei Klicks ist man von der Hauptseite da (1.oberes Menü Stadtrat, Sitzungskalender aufrufen -> 2. im eigenen Fenster öffnen). In oberer Leiste Jahr und Monat aussuchen. Einladung und Protokoll der öffentliche Teile vorhanden, Unterlagen und Vorlagen erreicht man, indem man auf das blauunterlegte Gremium klickt.
    Erst informieren bevor man nölt.

    PS: Öffentlichkeit und Nichtöffentlichkeit richtet sich nach der Thüringer Kommunalordnung, an die sich Hauptsatzung und Geschäftsordnung des Stadrats halten muss.


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  19. optisch sehr schöner Auftritt, inhaltlich ? na ja. Ich glaube nicht, dass man hier alle kulturveranstaltungen hier einsehen kann.


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  20. Wo finde ich das Parkraumkonzept der Stadt Jena ?
    http://www.jena.de/startseite#!/parkraumkonzept /1


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  21. Die Suchfunktion ist gruselig und lässt die Bürger im Dunkeln stehen.

    http://www.jena.de/startseite#!/bürgerbefragung eichplatz /1

    http://www.jena.de/startseite#!/Auswertung Bürgerbefragung Eichplatz/1/


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  22. danke Francis Drake, die seite war mir noch nicht bekannt. super


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  23. @stefan.lange
    Leider ist es landesrechtlich nicht möglich, alles Sitzungen öffentlich zu halten, auch wenn das sicher zumindest teilweise sinnvoll wäre – gerade auch in Hinsicht für wirtschaftliches Engagement und Vergaben. Hier sind auch Bundesgesetze vor und teils natürlich auch der Persönlichkeitsschutz, so bei Personalentscheidungen.

    Etwas anderes ist die reguläre Nichtöffentlichkeit der Ausschüsse. Sobald sie „vorberatend“ sind, gibt es keine Beteiligung und Schweigepflicht, die sogar durch Bußgeldvorschriften geschützt werden. Allerdings werden dort die wesentlichen Sachverhalte besprochen, Änderungen diskutiert, Motivationen dargelegt und politische Absprachen getroffen, nähere Informationen gegeben und Nachfragen gestellt. Daher sollte §43 I Satz 3 ThürKO dringend verändert werden, damit auch die öffentliche Beteiligung und Kontrolle sinnvoll ausgeführt werden kann. Thüringen ist hier deutlicher Nachzügler in den Entwicklungen und scheint Geheimniskrämerei als Prinzip kommunaler Arbeit zu verstehen.
    Im Übrigen sollen die nichtöffentlichen Beschlüsse veröffentlicht werden, wenn der Geheimhaltungsgrund weggefallen ist. Die Stadt aber prüft dies nicht, sondern verlangt, dass die Stadträte das selbst prüfen und entsprechende Anträge stellen (ich hatte entsprechendes für die letzten Jahre initiiert). Somit bleibt im Dunkeln und Grundlage von Zweifeln und Vermutungen was der Stadtrat so bespricht und beschließt. Hier ist ein Politikstilwechsel, ein grundsätzliches Umdenken gefragt.

    Mike


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  24. Thüringen ist hier deutlicher Nachzügler? Vielen Dank Mike für Ihre Ausfühungen. Wie handhaben denn dies andere Bundesländer ?


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  25. Tja, heute große Entscheidung zur Schulnetzplanung, aber der Livestream steht weder auf JenaTV noch auf der neuen Website zur Verfügung – wer boykottiert hier wieder die Veröffentlichung? Da weiß man jetzt schon wieder, was morgen in der Zeitung stehen wird … und der Stadtrat hat sich Herrn Schenker wieder mal gebeugt!


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  26. Mhh der Livestream stand zur Verfügung. Nicht so prominent wie üblich aber doch ziemlich schnell zu finden unter Stadt&Verwaltung.


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  27. @Obi: bitte nicht verwechseln: Heute war die 1. Lesung also die Einbringung in den Stadtrat. Entschieden wurde nichts. Ob in drei Wochen zur nächsten Sitzung, oder aber erst im November die Entscheidung fällt, ist offen. Fest stehen auch einige mehrheitsfähige Punkte, die Stoyschule (ob Umzug nach Burgau oder Zusammenschluss mit der Berufsschule oder Verbleib an Ort und Stelle…) ist ein Streitpunkt.

    Beispielhaft der Eindruck der Lage durch die Stadtentwicklungsdezernentin Schwarz: „momentanes Arbeitsergebnis“, „unsichere Situation“, „da gibt es noch Spielräume, die müssen wir ausloten“,“kein Legospiel für Erwachsene“, „es darf keine heiligen Kühe geben!“

    Interessant waren auch die Aussagen, dass sich die Bauten an den tatsächlichen Bedarf und die Finanzierung orientieren sollen. Für die Realisierung der Maßnahmen fehlen 20 Millionen Euro. Ein Vorschlag war daher, das „Paket“ aufzumachen, damit die unstrittigen Projekte rasch umgesetzt werden können. Sicher wird das im Stadtentwicklungsausschuss besprochen werden.


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  28. Glaube nicht, dass Herr Schenker so dumm ist. Er wird sicher nachsitzen und nochmals die Fakten alle durchgehen. Z.B. wird zur Zeit ein Gewerbegrundstück neben der Fachhochschule angeboten. Der Immobilienbestand kann abgerissen und auch dort ein Gymnasium gebaut werden. Man könnte auch auf den Inselplatz bauen oder den Eichplatz für ein Schul- und Kunstzentrum schaffen. Gerade das verarmte Berlin macht doch vor, dass eine sexystadt auch Touristen, Künstler und start-up anzieht.

    Desweiteren kann man das Angergymnasium wieder zur Schule umbauen. Wir haben ja jetzt ein technisches Rathaus, also genug Behördenräume.

    Dazu mal eine Frage, sind die Zimmer jetzt nur größer oder geht man jetzt aus anderen Räumlichkeiten auch raus z.B. Tatzendpromenade? Wieviel Flächen braucht denn unsere Stadtverwaltung ? Sie hat ihre Aufgabwen ja an Eigenbetriebe übertragen: Jenkultur, Wirtschaftsförderungs GmbH, KIJ, KSJ inkl. ehemaliges Tiefbauamt. Eigentlich müßten doch jetzt ein Bürogebäude und 2 Bürgerbüros reichen. Eine Frage an Herrn Jauch: haben wir nun genügend Fachpersonal um Lobeda wieder zu öffnen oder muß man doch 4 Jahre studieren um ein Auto anzumelden oder einen Ausweis zu beantragen. Heute kann man über PC und Internet Versicherungen abschließen, einkaufen ja sogar ganze Autos bestellen. Warum kann man dann nicht auch z.B. Ausweise beantragen Paßbilder kann man ja einscannen. Also kann man bei einer ordentlichen Arbeitssoftware erwarten, dass auch ein Abiturient sich in ein Bürgerbüro setzen könnte. Wußte nicht dass man hochbegabt sein muß, um in einem Bürgerbüro zu arbeiten. Zur Abholung kann man ja persönlich vorbeikommen, um die Identität zu kontrollieren.


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  29. @stefan.lange
    Zu der Frage kann mensch am besten mal das Dokument der FES http://www.fes-kommunalakademie.de/_data/RF__Nicht__ffentlichkeit_Sitzungen.pdf ansehen.

    @Anne:
    Es ist nach den letzten Äußerunge Jauchs in der Fragestunde nicht damit zu rechnen, dass in Lobeda der Bürger_innenservice jemals wiedewr öffnet. Dafür verweist er auf die Möglichkeit der Terminvereinbarungen und dass es jetzt dort schneller gehe.


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  30. @all:
    Aufgrund der Anregungen hier habe ich mit der Internetredaktion (Fr. Tausche) Kontakt aufgenommen und schnell Antworten erhalten. Viele Fehler und Unzulänglichkeiten sollen demnach schon bereingt sein, anderes, so z.B. der Google-font, ist in Klärung. Alles weitere lest Ihr nachfolgend. Gibt es noch mehr oder andere Anmerkungen seitens der Nutzer_innen/von Euch?

    > * Fehler bei den google-Verweisen aufgrund fehlerhafter Seites („Bei
    > Google findet man noch die alten URLs die nur eine Fehlermeldung
    > ausgeben. Das wird auch noch sehr lange Zeit so bleiben, weil die
    > alten Seiten keinen richtigen Fehlercode an die Suchmaschinen
    > übermitteln und so Google gar nicht weiß, dass diese Seite nicht
    > mehr genutzt wird.
    > Sucht man zum Beispiel nach “jena familienservice” gibt es bei den
    > ersten 3 Treffern die Fehlermeldung. Da sollte dringend noch
    > nachgebessert werden.“

    Seit vergangenem Mittwoch (12.09.2012) wird der Fehlercode an Suchmaschinen übermittelt.

    > * fehlerhafte Mitarbeiter_inneneinträge und fehlende Kulturorte in
    > den entsprechenden Karten

    Die Daten zum Team Familienservice wurden gestern (19.9., M.N.) korrigiert.

    Zum Thema Karten und Kulturorte: Aktuell liegt unser Fokus noch auf der städtischen Website an sich. Das Kartenportal ist aus unserer Sicht separat zu betrachten und wird auch in diesem Jahr noch einem Nutzertest unterzogen. Sicherlich sind die eingetragenen POIs erweiterungsfähig, keine Frage. Diesem Thema werden wir uns zu gegebener Zeit eingehend widmen.

    > * Übermittlung von Daten an Google ohne Einwilligung der Nutzer
    > (Googleapis) für einen Trackingservice

    Dieser Punkt ist gerade in Arbeit bzw. wird eine interne Möglichkeit zur Bereitstellung der Schriftart geprüft.

    > * überalterte meta-Keywords („meta name=”keywords” content=”Lothar
    > Späth, Ehrenbürger, besonderer Standort; „)

    Dies wurde bereinigt.

    > * fehlende Verlinkung der Redaktion beim Beta-Status-Hinweis

    Die Verlinkung ist eingebaut worden.


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  31. Schön, dass es endlich zu einer Überarbeitung gekommen ist. Der Praxistest wird Gewissheit über die Nutzbarkeit bringen.
    Was noch immer fehlerhaft ist: Mindestens ein Gremium des Stadtrates ist namentlich falsch angegeben bzw. sinnentleerend verkürzt. Eine Korrektur des Namens des „Sozialausschusses“ zu „Sozial- und Gleichstellungsausschuss“ ist wünschenswert.


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  32. @stefan.lange Die PIRATEN Jena hatten bezüglich der Nichtöffentlichkeit von Stadtratssitzungen im letzten Jahr mal eine Aktion gestartet:
    http://www.jenapolis.de/2011/08/top-secret-stadtrat-tagt-geschlossen/

    Der Einwand, dass vieles durch Landes- oder Bundesgesetzgebung vorgeschrieben wird, ist berechtigt. Damals vor dem Rathaus hatte uns der OB allerdings die Zusage gegeben, wenigstens das Thema des nichtöffentlichen Sitzungsteils in der Tagesordnung mit anzugeben, sodass man als Bürger wenigstens weiß, worum es eigentlich geht – auch wenn dann die eigentlichen Sitzungsinhalte geheim bleiben (müssen). Leider ist es bei der Zusage geblieben und in der Tagesordnung des Stadtrats heißt es nach wie vor „Gesperrte Information“.


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  33. Frank Cebulla, kann man wenn es bundesgesetzeskonform ist nicht auch eine Petition mal nach Berlin schicken und eine Gesetzesänderung vorzuschlagen?
    Wenn wir schon nicht wissen sollen wie im Stadtrat bei den Nichtöffentlichen Sitzungen diskutiert wird, sollte man wissen was beraten wird. Dies sollte auch im Eigeninteresse der Stadt sein. Wer will schon als Mauschelbruder dastehen. Aber wahrscheinlich ist dies einigen auch schon egal, ganz schön abgebrühte Politiker haben wir hier.
    Welche Inhalte müssen eigentlich geheim bleiben?


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