Fracking in Thüringen: Nur Zeit geschunden? |

Fracking in Thüringen: Nur Zeit geschunden?

Frank Augsten

Erfurt. Dr. Frank Augsten: „Entscheidung des Unternehmens BNK Deutschland zeigt, dass sich breiter Widerstand lohnt – aber Vorsicht ist wohl angebracht.“

Nach der gestrigen Mitteilung der Firma BNK Deutschland in Thüringen bei der Suche und Förderung von Erdgas auf die umstrittene Methode des Fracking zu verzichten, erklärt Dr. Frank Augsten, umweltpolitischer Sprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Landtagsfraktion Thüringen: „Seit Bekanntwerden der Pläne im Jahr 2010 haben wir uns mit mehreren Initiativen im Landtag gegen das Vorhaben gestellt und die Bürgerinitiativen aktiv unterstützt. Wir freuen uns sehr über die Ankündigung, in Thüringen auf das Fracken zu verzichten und beglückwünschen die Bürgerinitiativen zu diesem großen Erfolg.“

Angesichts der Tatsache, dass BNK im Freistaat nun nach konventionellen Gaslagerstätten suchen und dazu die ursprünglich vorgesehenen seismologischen Untersuchungen durchführen will, mahnt die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Vorsicht. „Was ist, wenn diese Untersuchungen ergeben, dass es sich nicht lohnt, konventionelles Gas zu gewinnen, die Förderung aus unkonventionellen Lagerstätten jedoch lukrativ sein kann? Verzichtet das Unternehmen dann angesichts der angefallenen Erkundungskosten immer noch auf das Fracken?“, so der bündnisgrüne Umweltexperte weiter.

„Für uns bleibt es dabei: Das antiquierte deutsche Bergrecht muss geändert und für gefährliche Methoden wie das Fracken eine verbindliche Umweltverträglichkeitsprüfung vorgeschrieben werden. Dass das an der Bundesregierung scheitert, macht die vollmundigen Äußerungen sowohl der Thüringer Landesregierung als auch der Landes-CDU zur Farce“, so Augsten abschließend.

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