Leichter Rückgang der durchschnittlichen Kinderzahl je Frau in Thüringen |

Leichter Rückgang der durchschnittlichen Kinderzahl je Frau in Thüringen

la-statistik

Erfurt. Die durchschnittliche Kinderzahl je Frau, d.h. die Summe der altersspezifischen Geburtenziffern, ist in Thüringen im Jahr 2011 nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik auf 1,41 Kinder leicht gesunken – auf den zweithöchsten Wert seit der Jahrtausendwende.

Bereits ab 1995 stieg das Geburtenniveau je Frau kontinuierlich an, wobei mit 1,29 Kindern im Jahr 2004 ein Zwischenhoch erreicht wurde. In den Jahren 2005 und 2006 sank diese Geburtenziffer wieder auf 1,26 bzw. 1,25 Kinder je Frau und stieg danach bis 2008 wieder auf 1,37 Kinder je Frau an – einen Wert, der erst mit der zusammengefassten Geburtenziffer des Jahres 2010 mit 1,43 Kindern je Frau übertroffen wurde. Im Jahr 2011 konnte mit 1,41 Kindern je Frau dieses hohe Niveau trotz leichtem Rückgang gehalten werden.

Regional betrachtet sind vergangenen Jahres große Unterschiede hinsichtlich der durchschnittlichen Kinderzahl je Frau festzustellen, auch wenn die geringen Fallzahlen und Basisgrößen auf Kreisebene inzwischen die Aussagefähigkeit und Belastbarkeit dieser Kennziffer einschränken.

Im Vergleich der zusammengefassten Geburtenziffern der kreisfreien Städte und Landkreise war die durchschnittliche Kinderzahl je Frau im Landkreis Eichsfeld die höchste (1,60), gefolgt vom Landkreis Saalfeld-Rudolstadt (1,55) und dem Unstrut-Hainich-Kreis (1,53). Die niedrigste durchschnittliche Kinderzahl je Frau hatte im vergangenen Jahr die kreisfreie Stadt Suhl und der Landkreis Sonneberg mit je 1,32 Kindern aufzuweisen, gefolgt von der kreisfreien Stadt Erfurt (1,33).

Bemerkenswert ist das Ergebnis für den Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, denn er gehörte im Jahr 2010 in der Rangliste der zusammengefassten Geburtenziffer mit 1,34 Kindern je Frau zu den Landkreisen mit dem zweit niedrigsten Wert. Die Stadt Erfurt – im Jahr 2010 eine der Regionen mit einer hohen zusammengefassten Geburtenziffer (1,50) – rutschte von Rang 5 auf den 21. Rang ab.

Anmerkung:
Die Summe der altersspezifischen Geburtenziffern, auch als zusammengefasste Geburtenziffer bezeichnet, gibt an, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens bekommen würde, wenn ihr Geburtenverhalten so wäre, wie das aller Frauen zwischen 15 bis unter 45 Jahren im jeweils betrachteten Jahr.

Kommentar hinterlassen zu "Leichter Rückgang der durchschnittlichen Kinderzahl je Frau in Thüringen"

Kommentar verfassen