Frauenquote in Aufsichtsräten: Thüringen bleibt außen vor |

Frauenquote in Aufsichtsräten: Thüringen bleibt außen vor

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Erfurt. Während im Thüringer Parlament das Gleichstellungsgesetz und damit die Frage auf der Tagesordnung steht, wie der Anteil der Frauen in Führungspositionen erhöht werden kann, wird sich wohl die Landesregierung im Bundesrat beim Thema Frauenquote in Aufsichtsräten enthalten müssen. „Hier wird uns wieder einmal vorgeführt, wie wenig die SPD in der Landesregierung zu sagen hat“, stellt Karola Stange, Gleichstellungspolitikerin der Fraktion DIE LINKE im Landtag fest.

Andere CDU-SPD-regierte Bundesländer, wie Sachsen-Anhalt und das Saarland, werden sich offensichtlich dem Antrag von Hamburg und Brandenburg im heute stattfindenden Bundesrat auf eine 40-Prozent-Frauenquote in Aufsichtsräten anschließen. In Thüringen muss sich die Sozialministerin damit abfinden, sich ein weiteres Mal enthalten zu müssen. „Dieser konservative Geist manifestiert sich auch im Gleichstellungsgesetz“, kritisiert die LINKEN-Politikerin Stange.

Sozialministerin Taubert spreche ein ums andere Mal von schwierigen Verhandlungen, von einem Kompromiss, bei dem vieles nicht erreicht worden sei. „Auch das neue Gleichstellungsgesetz wird Frauen nicht den Weg in die Führungspositionen ebnen“, konstatiert Frau Stange.

Andere Landesregierungen mit CDU-Beteiligung sind offensichtlich fortschrittlicher als die Thüringer. „Das ist sehr bedauerlich. Immer dann, wenn es um Fortschritte für Frauen geht, steht Thüringen auf der Bremse“, kritisiert Karola Stange. „Bleibt zu hoffen, dass dieses Land über die Bundesebene zu mehr Fortschrittlichkeit genötigt werden wird.“

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